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Politik und Gesellschaft

Bargteheide: “Fridays for future” Initiative stellt Forderungen

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“Fridays for future” Pressekonferenz im Rathaussaal Bargteheide Foto: SL

Bargteheide – Bei der bisher letzten größeren “Fridays for future” Demo in Bargteheide bestreikten 350 Schüler ihren Unterricht an verschiedenen Bargteheider Schulen. Und das obwohl diese die Klima-Streiks nicht akzeptieren. “Wir werden da nicht wirklich unterstützt im Gegensatz zu Schulen in Bad Oldesloe, die Projekte zum Thema machen. Bei uns werden Sanktionen angedroht, die Schulen haben sich abgesprochen. Bisher ist aber nie viel passiert”, sagt Nils Bollenbach, Sprecher der Initiative in Bargteheide.

Diverse Politiker stürzen sich – vor allem auf Landes- und Bundesebene – vor allem auf den Fakt, dass die Schüler die Schulpflicht verletzen. “Es wäre schön, wenn man nicht ablenkt und nur über das Bestreiken des Unterrichts spricht, sondern sich auch inhaltlich mit den Forderungen der Schüler auseinandersetzt”, sagte Bollenbach im Rahmen der 1. Mai Kundgebung in Bargteheide. “Sonst müssen die Klassen wohl mal ganz leer bleiben”, hatte Bollenbach unter dem Jubel der Anwesenden auf dem Marktplatz gesagt.

Eine Kritik die häufig vor allem von konservativen Erwachsenen angeführt wird, ist, dass die Schüler keine konkreten Forderungen vor Ort vortragen. Dieser Vorwurf greift nun in Bargteheide nicht mehr. Die Initiatoren der Fridays-for-future Bewegung haben neun Punkte aufgelistet, die sie von der Lokalpolitik einfordern.

  1. ÖPNV ausweiten: das bedeutet unter anderem eine bessere und erhöhte Taktung von Bus und Bahn, bessere Verbindungen in Bargteheide und Bargteheide-Land, sowie günstigere Tarife.
  2. Fahrradwege verbessern: breiter, besser, mehr, sicherer. Das Radfahren soll attraktiver werden. Vorbild könnten Radwege in Kopenhagen sein.
  3. Abstellplätze für Räder sollen sicherer werden
  4. Trinkwasserspender mit kostenlosem Trinkwasser für Mehrwegflaschen und – becher in den Schulen aber auch in der Öffentlichkeit.
  5. Erneuerbare Energien sollen deutlich gefördert werden. Kein Verständnis besteht von Seiten der Jugendlichen. gegenüber der “Gegenwind” Initiative, die von ihnen als Verhinderer eines Energiegewinnungswandels auf lokaler Ebene gesehen wird. Private Interessen dürften nicht zu Lasten der Gemeinschaft gehen.
  6. Ressourcenschonende Verpackungen: Weniger oder kein Plastik mehr in Supermärkten und Lebensmittelgeschäften. Auf dem Stadtfest soll Einweggeschirr komplett verboten werden. Der verkaufsoffene Sonntag wurde als Negativbeispiel angeführt. Die Mülleimer seien überfüllt gewesen und auch ansonsten habe viel Müll herumgelegen.
  7. Mehr grün für Bargteheide: Aufforstung und Verdichtung von Grünflächen.
  8. Insekten und vor allem Bienen besser schützen. Es sollten insektenfreundliche Gebiete eingerichtet werden.
  9. Sensibilisierung: Schon ab dem Kindergarten soll über Themen wie Klimawandel und Klimaschutz informiert werden.
EInige der Initiatoren von “Fridays for future” Bargteheide Foto: SL

Vor allem die Vertreter der Grünen und des WfB lobten die Vorstöße der Schüler. Zu 99% könne man bei den Forderungen mitgehen. Die WfB gab zu bedenken, dass die Sache mit der Windkraft nicht so einfach sei. Einfach nur Windkrafträder aufstellen, helfe nicht. Außerdem ginge das nur auf dafür geeigneten Flächen. Die Grünen betonten, dass Geduld gefragt sei. “Man benötigt Durchhaltevermögen. In der Lokalpolitik müssen manchmal ganz dicke Bretter gebohrt werdeden. Radwege wie in Kopenhagen wären für Bargteheide quasi eine Revolution”, so Ruth Kastner von den Grünen.

Baldur Müggenburg (CDU) wollte sich offenbar nicht groß mit den Forderungen der Jugendlichen an sich im Detail auseinandersetzen. Er holte er zur Kritik aus. Dass die Jugendlichen gesagt hatten, dass sie sich über Whats-App-Gruppen digital austauschen, halte er für “nicht gerade ressourcenschonend”. “Früher hat man sich persönlich getroffen und so etwas besprochen”, sagte er. So mache es die CDU ja auch jetzt noch. Außerdem habe er die engagierten Jugendlichen bei der Müllsammelaktion in der Stadt vermisst. “Dabei hatte ich im Jugendparlament extra darauf hingewiesen und dazu eingeladen”. Und dass die Forderungen auf zwei Papierseiten gedruckt worden waren, warf der kritische Christdemokrat den Jugendlichen auch vor.

“Das erinnert mich an früher. Bevor man protestierte, sollte man doch bitte erstmal sein Zimmer aufräumen”, merkte ein Grünenpolitikerin an. “Mit den Kritisierten ist nicht irgendwer gemeint, sondern wir. Wir sollen etwas tun”, fügte sie in Richtung der anwesenden Stadtverordneten an.

“Wir sind nicht das Jugendparlament”, stellte Bollenbach klar. “Fridays for future wird zu einem zentralen Tag einladen in naher Zukunft, an dem wir Müll sammeln”, fügte er an. Außerdem habe man sich zum Stadtradeln mit einem eigenen Team angemeldet. “Dass wir zwei Papierseiten bedruckt haben. Ja, darüber kann man reden. Aber wenn ich sehe, was Lehrer an den Schulen täglich an Kopien nutzen, macht das kaum einen Unterschied”, so Bollenbach weiter.

“Es bringt doch nichts, jetzt hier gegenseitig mit Fingern aufeinander zu zeigen. Darum geht es nicht. Wir haben nicht mehr viel Zeit und sollten lieber gemeinsam Lösungen suchen. Es sind in der Vergangenheit viele Fehler passiert und man selbst macht sicher auch welche. Aber es geht doch nicht darum, das jetzt aufzurechnen”, reagierte Miriam Petschler von Fridays for future Bargteheide ganz souverän auf die Vorwürfe.

“Ich denke es geschieht schon etwas bei den Schülern, die an den Demos teilnehmen. Da setzt ein Umdenken ein. Das ist nachhaltig. Es gibt aber leider auch andere, die sagen: das ist mir doch alles egal. Die gibt es auch nocht”, so Petschler weiter.

Fridays for future Demonstranten auf der 1. Mai Kundgebung in Bargteheide Foto: SL

“Ich kann und darf Sie als Bürgermeisterin nicht auffordern, zu streiken. Aber ich kann Ihnen als Mensch danken und sagen, dass ich ihr Engagement sehr schätze”, so Bürgermeisterin Birte Kruse Gobrecht.

Die nächste “Fridays for future” Demonstration – kurz vor der Europawahl – soll am 24. Mai stattfinden. Dann natürlich mit Blick darauf, welche Parteien die “Fridays for future” Demos ernst nehmen und sich wirklich für Klimaschutz einsetzen wollen.

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Berlin

Stormarner Bundestagsabgeordneter engagiert sich für Fahrradcodierung

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Gero Storjohann (CDU) gemeinsam mit seiner Kollegin aus dem Parlamentskreis Fahrrad Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) Foto: Büro Storjohann/CDU/hfr

Bad Oldesloe/Berlin – Am Bundestag in Berlin fand die vom Vorsitzenden des „Parlamentskreises Fahrrad“, dem Stormarner Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU), initiierte Fahrradkennzeichnungsaktion statt.

Die vom Parlamentskreis Fahrrad in seiner ersten Sitzung angeregte Codierungs-Aktion wurde gemeinsam mit der Polizei des Deutschen Bundestages durchgeführt

Nach vorheriger Anmeldung konnten Mitarbeiter und Abgeordnete ihre Fahrräder codieren lassen. Insgesamt wurden dabei knapp 70 Fahrräder gekennzeichnet und so gegen Diebstahl gesichert.

Dies geschieht durch einen Aufkleber, der witterungsbeständig und vom Material her derart gestaltet ist, dass ein einfaches Ablösen nicht möglich ist.

Auf den Aufkleber wird ein individueller Code gedruckt, der – je nach Bundesland etwas anders verschlüsselt – die Daten des Besitzers enthält. Eine Gravur direkt in den Rahmen wird wegen Stabilitätsbedenken inzwischen nicht mehr durchgeführt.

Die nach einer Einverständniserklärung erhobenen Daten vom Fahrrad und dessen Halter werden der Polizei übermittelt und dort gespeichert. Sollte das Rad verloren gehen oder durch eine Straftat abhandenkommen, kann es bei Auffinden leicht zugeordnet werden.

Gleichzeitig ergeht mit dem Aufkleber ein deutliches Signal an Diebe: „Dieses Rad ist gekennzeichnet und registriert!“

Gero Storjohann äußerte sich dazu: „Diese Aktion war ein voller Erfolg und wir werden sie sicherlich wiederholen. Das Kennzeichnen der Fahrräder ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Fahrradfahrer. Fahrrad-Diebstahl stellt gerade in Metropol-Regionen wie Berlin immer noch ein großes Problem dar.“

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Bad Oldesloe

Oldesloer Spendenparlament verteilt über 5800 Euro

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Foto: Spendenparlament Bad Oldesloe /hfr

Bad Oldesloe – Im Garten des Kinderhauses „Blauer Elefant“ in Bad Oldesloe fand die erste Scheckübergabe des Oldesloer Spendenparlament e.V. in diesem Jahr statt.

Zweimal jährlich tritt das Spendenparlament in seinen Parlamentssitzungen zusammen, um über Anträge zur Bezuschussung sozialer Projekte abzustimmen. Jedes Mitglied des Spendenparlaments entscheidet mit seiner Stimme über die Verwendung der gesammelten Gelder.

Diesmal wurden die Teilnahme der Stadtschule an der Zirkuswoche des Zirkus Ubuntu ebenso bezuschusst wie das Selbstbehauptungsprojekt der Klaus-Groth-Schule. SchanZe e.V. möchte mit Unterstützung des Spendenparlaments eine Leseecke im Nachbarschaftstreff aufbauen und die Gemeinschaftsunterkunft der Johanniter in der Kastanienallee erhält einen Zuschuss zum Mutter-Kind-Frühstück. Das Kinderhaus „Blauer Elefant“ kann mit seinem Zuschuss neue Sport- und Spielgeräte beschaffen.

Insgesamt wurden über 5800 Euro ausgeschüttet.

Allen Spendenempfängern war die Freude über die Zuschüsse des Spendenparlaments, vertreten durch die 1. Vorsitzende Gudrun Möllnitz (rechts im Bild), der Schatzmeisterin Monika Hentschel (3. von links) und dem Mitglied der Finanzkommission Peter Kuhlen (links im Bild), anzusehen.

Wer sich über die Arbeit des Spendenparlaments informieren möchte oder an einer Unterstützung oder sogar an einer aktiven Mitarbeit interessiert ist, erreicht das Spendenparlament unter vorstand@spendenparlament.de oder über die genannten Vertreter.

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Bad Oldesloe

Special Olympics-Spende für die Stormarner Werkstätten

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Foto: Special-Olympics Deutschland in Schleswig-Holstein e.V/hfr

Bad Oldesloe – Die von den schleswig-holsteinischen Sparkassen für die Special Olympics Deutschland in Kiel 2018 zur Verfügung gestellten Sport-und Ausstattungsmaterialien wurden in diesen Wochen an Einrichtungen und Vereine zur Nachnutzung übergeben.

Matthias Knull konnte, vertretend für die Sparkasse Holstein, in Stormarn Sportmaterialien und Zubehör wie Fußbälle, ein Whiteboard und Anzeigetafeln für Tischtenniswettkämpfe an die Stormarner Werkstätten überreichen

„Die Förderung der Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen ist den Spar-kassen ein besonderes Anliegen“, so Knull . „Neben der Unterstützung der Nationalen Spiele in Kiel im vergangenen Jahr setzen wir uns insbesondere für die Entwicklung und Förderung eines nachhaltigen Angebots im Bereich Sport und Inklusion in Schleswig-Holstein ein. Die Sportmaterialien, die wir übergeben haben, sind für das Training im Alltag gedacht und kommen damit direkt den Athletinnen und Athleten zugute“.

Große Freude herrschte bei den Stormarner Werkstätten. „Die Anzeigetafeln können wir gut für unser Kickerturnier in der Werkstatt verwenden. Das wird immer vom Werkstattrat organisiert und erleichtert uns so das Zählen. Weiter finde ich es gut, wenn wir durch die Spende die Möglichkeit haben, unseren Sportbereich in der Werkstatt mit Material zu unterstützen, weil uns allen der Sport in der Werkstatt sehr wichtig ist“, so Sonda Zghal, Sportlerin der Stormarner Werkstätten.

Die Übergabe erfolgte ein Jahr nach den Nationalen Spielen, die immer noch in Erinnerung sind.

„Wir hatten mit den Special Olympics Kiel 2018 von Beginn an gemeinsam mit Special Olympics Deutschland und unseren Partnern auch das Ziel, die Bedingungen für inklusives Sporttreiben in Kiel und Schleswig-Holstein nachhaltig zu verbessern“, sagt Dieter Lutz von Special Olympics Schleswig-Holstein.

Die Special Olympics Kiel 2018, die Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, fanden im Mai 2018 statt. Sie gingen als begeisternde Sportspiele mit großer öffentlicher Ausstrahlung und gelebter Gemeinsamkeit von Menschen mit und ohne geistige Behinderung in die 20-jährige Geschichte Nationaler Spiele von Special Olympics Deutschland (SOD) ein.

Fünf Tage lang bestritten die 4.600 Athletinnen, Athleten und Unified Partner in 19 Sportarten ihre Wettbewerbe und mit ihrer Lebensfreude, ihren sportlichen Leistungen und der mitreißenden Stim-mung die Atmosphäre an der Förde geprägt.

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