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Herzogtum-Lauenburg

Diskussionsabend zu Mikroplastik und Plastikmüll in Geesthacht

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Die Bundestagsabgeordnete Nina Scheer diskutierte mit dem Meeresökologen Dr. Mark Lenz über Mikroplastik. Foto: hfr

Geesthacht – „Kleines Plastik – große Gefahr“ – Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer hatte gemeinsam mit der SPD-Geesthacht zu einem Diskussionsabend zum Thema Plastikmüll und Mikroplastik in das Kundenzentrum der Stadtwerke Geesthacht eingeladen. Podiumsgast war Dr. Mark Lenz, Meeresökologe vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Geesthacht, Julian Peemöller, begrüßte Nina Scheer die gut 60 interessierten Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen, unter ihnen auch die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wagner-Bockey.

In ihrer Einführung unterstrich Nina Scheer: „Der zügellose Plastikkonsum der vergangenen Jahre und die damit einhergehende Gesundheits- und Umweltgefährdung machen einen bewussteren und einschränkenden Umgang mit Plastik notwendig. Um den Plastikkonsum zu verringern kommt es auch auf durchgreifende Rahmenbedingungen an – Verbote oder eine höhere Bepreisung von Plastik helfen, auf Alternativen umzusteigen. Beim Einsatz von Verpackungen muss konsequent auf Recyclingfähigkeit und die Vermeidung von Kunststoffen gesetzt werden.“ So gebe das neue Verpackungsgesetz (zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten) erhöhende Recycling-Quoten vor: Kunststoffverpackungen im dualen System müssen von 36 % (2018) auf 63 % bis zum Jahr 2022 ansteigen (Stufe 1, 2019: 58,5 %). Weitere Maßnahmen zur Reduktion von Plastik müssten aber folgen.

Einem Kurzfilm zur Nutzung und Geschichte von Kunstoffen schloss sich der Vortrag von Mark Lenz an, in dem es unter anderem um die Auswirkungen von Plastikmüll und Mikroplastik auf das Meer und Meerestiere ging. 2010 seien circa 7 Millionen Tonnen Plastik ins Meer gelangt. Es werde davon ausgegangen, dass sich diese Zahl bis 2025 verzehnfacht – oder sogar noch darüber liegt. Da Plastik in der Natur nicht abgebaut werden könne – hierzu sei nach heutigem Wissensstand kein Organismus in der Lage – habe dies deutliche Auswirkungen, so Mark Lenz. Schildkröten können beispielsweise nicht zwischen Plastiktüten und Quallen unterschieden. Verwechseln Tiere Plastikmüll mit Nahrung kann dies zu Blockaden im Verdauungstrakt, zu einem Verhungern durch Pseudosättigung oder zu Vergiftungen durch Schadstoffe führen. Daher komme es darauf an, dass in Ländern bzw. für Länder mit hoher Müllbelastung Entsorgungskonzepte erarbeitet werden, mit denen die Zufuhr von Müll ins Meer verhindert wird. Hierfür gebe es verschiedenste Konzepte und Anreize, so können beispielweise im indonesischen Surabaya Pendler die Kosten für ihre Busfahrkarte mit Plastikmüll begleichen.

Wie auch im menschlichen Körper konnte inzwischen bei zahlreichen Tierarten Mikroplastik nachgewiesen werden. Das GEOMAR hat zu den Auswirkungen von Mikroplastik unter anderem eine siebenmonatige Studie mit Miesmuscheln durchgeführt, berichtete Mark Lenz.

Bei der sich anschließenden Diskussion bestand Einigkeit darin, dass jede und jeder selbst gefragt sei, bei der Vermeidung von Plastikmüll mit anzupacken – so berichteten einige der Besucherinnen und Besucher von erfolgreichen Müllsammelaktionen. Antworten auf die Frage ‚Was kann man tun‘ hatte auch Mark Lenz, so sprach er sich für Müllreduktion aus, Re- und Upcycling, Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung, Verzicht von Plastikpartikeln in Kosmetika, die Ausstattung von Klärwerken mit einer 4. Klärstufe bzw. mit Tuchfiltern, Bereitstellung von Abfallbehältern an Häfen, Fishing for Litter und Beach Clean-ups und eine Kennzeichnung auf den Verpackungen.

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Polizei und Feuerwehr

L202: 22-jähriger rammt betrunken einen Baum – Beifahrerin (15) verstorben

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Notartz im Einsatz Symbolfoto: SL

Schmilau – Heute Nacht, 8. August, ist es auf der Landesstraße 202 zwischen Ratzeburg und Schmilau zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Eine 15-Jährige aus Ratzeburg kam dabei ums Leben.

Gegen 00:20 Uhr kam der 22-jährige Fahrer aus Ratzeburg mit seinem VW Golf aus Ratzeburg kommend in Richtung Schmilau fahrend aus bislang ungeklärter Ursache im Bereich einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und schleuderte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum.

“Die Beifahrerin wurde lebensgefährlich verletzt und verstarb wenig später im Krankenhaus. Zur Klärung der genauen Unfallursache stellte die Polizei nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck den Unfallwagen sicher”, so Pressesprecherin Rena Bretsch.

Die Landesstraße 202 blieb für die Bergung- und Rettungsmaßnahmen ca. 2 Stunden gesperrt.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten bei dem Ratzeburger Atemalkoholgeruch fest. Ein Test ergab einen Wert von 0,6 Promille. Bei ihm wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein beschlagnahmt.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung wurde eingeleitet. Die Ermittlungen zur Unfallursache hat die Polizei in Ratzeburg aufgenommen.

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Polizei und Feuerwehr

Buchholz am Ratzeburger See: Polizei warnt vor präparierten Hunderködern

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Hund mit Herrchen Symbolfoto: 4 PM Production/shutterstock

Buchholz – Ein Hundehalter aus Buchholz teilte der Polizei in Lauenburg mit, dass in einem Waldgebiet um die Angelteiche in Buchholz herum, präparierte Fleischköder ausgelegt worden sind.

“Die Fleischstücke waren nach ersten Erkenntnissen offensichtlich mit Zahnstochern versehen. Es muss davon ausgegangen werden, dass die präparierten Köder mit der Zielrichtung ausgelegt worden sind, dass Hunde sich beim Verschlingen der Frikadellen an den Zahnstochern verletzen würden” erklärt Polizeisprecherin Sandra Kilian.

Vonseiten der Polizeistation Lauenburg wurde wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Beamten bitten etwaige Zeugen oder Betroffene um Unterstützung und fragen: Wer kann zu den ausgelegten Frikadellen oder der dafür verantwortlichen Person sachdienliche Hinweise geben? Gibt es möglicherweise bereits Geschädigte, deren Hund sich verletzt hat oder wo bislang die Ursache einer Verletzung nicht nachvollziehbar war?

Hinweise werden erbeten unter 04153/3071-0 an die Polizeistation Lauenburg.

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Polizei und Feuerwehr

Serienbrandstifter gefasst? Polizei verhaftet Mann nach erneutem Scheunenbrand

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Verhaftung Symbolfoto: Brian A Jackson/shutterstock

Kühsen – In der letzten Zeit kam es in der Region immer wieder zu unerklärlichen, verdächtigen Bränden. Am 29. Juni, gegen 02.25 Uhr, kam es nun in der Seestraße in Kühsen (Hegzotum Lauenburg) erneut zu einem Feuer.

Innerhalb einer Scheune haben mehrere Kunstoffbags gebrannt. Der Brand konnte durch die Feuerwehr zwar schnell gelöscht werden, jedoch ist durch das Feuer trotzdem ein Gebäudeschaden entstanden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest.

“In unmittelbarem Zusammenhang zu diesem Feuer wurde vor Ort eine Person vorläufig festgenommen. Hierbei handelt es sich um einen 51-jährigen Mann aus dem Umland von Ratzeburg. Er steht in dringendem Tatverdacht das Feuer gelegt zu haben”, sagt Polizeisprecher Holger Meier.

Die zu den Bränden eingerichtete Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei Ratzeburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

“Es wird geprüft, ob der 51-jährige auch für weitere Brände, insbesondere im nördlichen Bereich es Kreises Herzogtum Lauenburg, verantwortlich ist”, so Meier.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Lübeck wird Untersuchungshaft gegen den 51-jährigen zu beantragen. Die Vorführung vor den Haftrichter erfolgt im laufe dieses Wochenendes.

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