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Schleswig-Holstein

Geisterfahrer auf der A24: Polizei sucht Zeugen

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Witzhave – Am 21. April, gegen 23.30 Uhr, wurde der Polizei über Notruf ein Geisterfahrer auf der BAB 24 gemeldet. Anrufer war ein 26-jähriger Reinbeker, der auf der A 24 unterwegs war. Er teilte mit, dass er nur mit Glück und einem Ausweichmanöver einen Frontalzusammenstoß hatte verhindern können.

Der Falschfahrer befand sich zur Zeit des Notrufes in der Höhe von Witzhave und soll auf der Fahrbahn nach Hamburg aber in Richtung Berlin unterwegs sein. Es wurde sofort eine Fahndung mit mehreren Streifenwagen eingeleitet.

Der Geisterfahrer konnte jedoch nicht angetroffen werden. Möglicherweise hatte dieser seinen Fehler bemerkt und die Fahrtrichtung geändert.

Das zuständige Polizeiautobahnrevier Ratzeburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet und sucht nun Zeugen und/oder weitere Geschädigte für die Geisterfahrt.

Wer kann nähere Angaben zu dem Geisterfahrer machen (Fahrzeugtyp, Kennzeichen)? Wer wurde durch den Geisterfahrer noch gefährdet?

Zeugen und weitere Geschädigte melden sich bitte beim Polizeiautobahn und Bezirksrevier Ratzeburg unter der Telefonnummer 04156 / 295-0.

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Schleswig-Holstein

Sommerfest im Wasservogelreservat Wallnau

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Fehmarn/ Wallnau – Naturschutz geht nur Hand in Hand. Am 18. Juli öffnet das NABU Wasservogelreservat Wallnau seine Türen weit und lädt alle Besucher ein, sich die Naturschutzaktivitäten vor unserer Haustür einmal genauer anzusehen. Viele Gäste haben sich dazu angekündigt.

Mit dabei sind viele Akteure aus Schleswig-Holstein zum Fachsimpeln und Ausprobieren: ein Mitarbeiter des Sandregenpfeiferprojekts, das auf Fehmarn in Kooperation mit dem Michael Otto Institut im NABU (MOIN) durchgeführt wird, Fledermausexperte Ulrich Lensinger von der Landesstelle Fledermausschutz in Bad Segeberg, der Naturschutzverein Haff & Huk, eine Schweinswalexpertin mit vielen Infos über die seltenen Ostseebewohner und das Aktionsbündnis gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung.

Der Ostseezauerer Jonas Kümmel macht mit seiner neuen Zaubershow die Obstwiese für große und kleine Besucher zur magischen Wiese. Sein flauschiger Assistent Herr Lehmann ist wie immer dabei. Am Stand des Bernsteinschleifers können Ostseeschmuckstücke als tolle Erinnerung angefertigt werden. Kinder können sich einer Rallye den Naturerlebnispfad erkunden und sich dabei austoben.

 Vogelliebhaber kommen nicht zu kurz. An den Ufern der Wallnauer Gewässer tobt zur Zeit das pralle Vogelleben: Noch sind die heimischen Brutvögel da, doch die ersten Zugvögel kehren schon wieder aus dem hohen Norden zurück. Neben Entenarten tummeln sich besonders viele Watvögel an den Teichen, wo sie einen reich gedeckten Tisch vorfinden. Von Alpenstrandläufer bis Säbelschnäbler und Großem Brachvogel lassen sich viele seltene Arten beoachten. Fachkundige Mitarbeiter des NABU geben gerne Auskunft zum Vogelleben in Wallnau.

 Und natürlich gibt es am Grillstand frisch gebrutzelte Bratwürste vom Galloway sowie einen fleischlosen Snack und kalte Getränke.
Von 10 – 17 Uhr sind die Türen des Wasservogelreservats geöffnet. Das Team des Wasservogelreservats freut sich auf viele BesucherInnen. Der Eintritt ist an diesem Tag für alle frei.

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Schleswig-Holstein

Großeinsatz auf der A23: Gefahrguttransporter stürzt 15-Meter-Böschung herab

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Der Einsatz dauerte 17 Stunden bis die Bergung abgeschlossen war. Foto: KFV Dithmarschen/hfr

Schafstedt – Am Freitagmorgen, 12. Juli, kurz vor sechs Uhr wurde die Schafstedter Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der A23 in Höhe Schafstedt (Kreis Dithmarschen ) alarmiert.

Ein mit 35.000 Litern Kraftstoff beladener Tanklastwagen war von der Fahrbahn abgekommen und eine 15 m hohe Böschung hinabgestürzt. Der Feuerwehreinsatz dauerte über 17 Stunden und stellte die 140 Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. Die Autobahn A23 wurde für die Dauer des Einsatzes in beide Richtungen voll gesperrt.

Nach dem die ersten Einsatzkräfte der Schafstedter Feuerwehr an dem Unfallort, direkt hinter der Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal eintrafen, bot sich den ehrenamtlichen Helfern ein dramatisches Bild.

“Ein mit 35.000 Litern Kraftstoffen voll beladener Tanklastwagen durchbrach die Leitplanke und stürzte die 15 m hohe Böschung der Fahrbahn hinunter. Der LKW überschlug sich dabei und blieb auf der Fahrerseite liegen. Die Ladung des Tanklastwagens beinhaltete neben Diesel auch weitere brennbare und hochentzündliche Stoffe wie Superbenzin und E10”, so Feuerwehrsprecher Ole Kröger.

Zunächst galt es für die Feuerwehr den Fahrzeugführer aus einer Zwangslage zu befreien. Bei dem Überschlag wurde das Führerhaus des LKWs so stark deformiert, dass sich der Fahrer nicht selbst befreien konnte. Da der Fahrer ansprechbar war und nach Absprache mit dem Notarzt keine lebensgefährlichen Verletzungen vorlagen, wurde eine sogenannte patientenschonende Rettung durch die Feuerwehr durchgeführt.

Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit für die Rettungskräfte konnte die Rettung erst nach drei Stunden abgeschlossen und der Fahrzeugführer dem Rettungsdienst übergeben werden. Nach ersten Rückmeldungen an die Einsatzleitung ist der Fahrzeugführer mit leichten Verletzungen davongekommen.

Die Bergung des Tanklastwagens stellte die Einsatzkräfte vor eine weitere Herausforderung.

Der Tankauflieger wurde geborgen Foto: KFV Dithmarschen/Hfr

“Durch das Gewicht der Ladung konnte dieser nicht einfach aufgerichtet und angehoben werden. Daher wurde unter Absprache mit dem Umweltamt, Fachberatern des Löschzuges Gefahrgut Kreis Dithmarschen und Steinburg sowie des Industrieparks Covestro aus Brunsbüttel und der Raffinerie Heide zunächst versucht, die Betriebsstoffe abzupumpen”, so Kröger.

Dies gelang nicht, da es aufgrund der Lage des LKWs keinen geeigneten Zugang gab. Bei den ersten Pumpversuchen trat hierdurch eine geringe Menge des geladenen Mediums aus, weshalb der Pumpvorgang abgebrochen werden musste.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde mit zwei Schwerlastkränen zunächst die Zugmaschine geborgen und anschließend der Tankauflieger versucht aufzurichten, um über die Domdeckel als Zugang das Medium abzupumpen. Bei dem Versuch den Tankauflieger aufzurichten gelang es dem Bergungsunternehmen letztendlich auch den voll gefüllten Tankauflieger zu bergen und auf die Fahrbahn zu heben. Ein sicheres Abpumpen der Flüssigkeiten konnte somit vorgenommen werden.

Während des gesamten Bergungsvorganges wurde durch die Feuerwehr der Brandschutz sichergestellt. Um die eingesetzten Atemschutzgeräteträger bei dem 17-stündigen Einsatz regelmäßig austauschen zu können, wurde die Feuerwehrbereitschaft des Kreises Dithmarschen gegen 15 Uhr dem Einsatz zugeführt.

Für die Umwelt und die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung. Die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten um 230 Uhr von der Einsatzstelle ab und übergaben diese der Polizei.

Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes blieb die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. Die Fahrtrichtung Heide wurde nach der Bergung gegen 23:00 Uhr wieder Frei gegeben

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Schleswig-Holstein

Ermittlungsgruppe “Recall” hat Telefonbetrug und falsche Polizeibeamte im Visier

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Symbolfoto: Lolostock/Shutterstock.com

Kiel – Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat im Februar 2018 die Ermittlungsgruppe “Recall” eingerichtet, die im Zusammenhang mit dem Phänomen des Auftretens “Falscher Polizeibeamter” gezielt gegen Call-Center-Kriminalität vorgeht.

Trotz der kontinuierlichen Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit bewegen sich die Fallzahlen weiter auf hohem Niveau. In diesem Jahr kam es bisher zu 1.463 Versuchstaten, die der Polizei in Schleswig-Holstein zur Kenntnis gelangt sind. In 25 Fällen allerdings gelang es den Betrügern, Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, ihnen zum Teil erhebliche Summen Bargeld und Wertgegenstände auszuhändigen.

In einem Pressegespräch haben Vertreter der Ermittlungsgruppe “Recall” und der Staatsanwaltschaft Kiel im Landeskriminalamt erste Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Zwischenzeitlich trägt die intensive Ermittlungsarbeit spürbar Früchte. So kam es mittlerweile zu ersten Verurteilungen in von der “EG Recall” geführten Verfahren.

Seit April 2018 wurden Ermittlungen gegen ein Callcenter in der Türkei geführt, welches sich darauf spezialisiert hatte, die Geschädigten dazu zu bringen, vermeintliches Falschgeld per Post an eine angebliche “Kriminaltechnik” zu schicken. Bei der Empfängeranschrift handelte es sich allerdings um einen “toten Briefkasten”. Ein Geldabholer und ein im Hintergrund agierender so genannter Logistiker konnten als Täter ermittelt werden. Die beiden 41-jährigen wurden inzwischen zu Freiheitsstrafen von 1 Jahr ohne Bewährung und 3 Jahren verurteilt.

Bereits im Oktober 2017 übergab ein 88-jähriger Geschädigter aus Norderstedt 185.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. In diesem Fall konnten zwei 26- und 31-jährige Geldabholer aus Niedersachsen ermitteln werden. Sie wurden für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten und zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein 33-jähriger Logistiker wurde für diese Tat zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt.

Im März 2018 übergaben eine 84-jährige Geschädigte aus Kiel Goldschmuck im Wert von über 100.000 Euro und ein Rentnerpaar aus Kiel Goldbarren und Goldmünzen im Wert von ebenfalls über EUR 100.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. Zwei 23- und 26-jährige Geldabholer konnten ermittelt werden. Sie wurden zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren und 8 Monaten bzw. 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Ein 26-jähriger Logistiker wurde zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten verurteilt.

Die erfolgreiche Arbeit der “EG-Recall” wird fortgesetzt. Der Auftrag der Ermittlungsgruppe im LKA mit Unterstützung der Polizeidirektionen in Schleswig-Holstein wurde zunächst um ein weiteres Jahr verlängert und sie wurde um ein zusätzliches Ermittlungsteam erweitert.

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