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Ahrensburg

Veruntreuungs-Prozess gegen Ammersbeker: Verfahren ausgesetzt

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Symbolbild: Shutterstock

Ahrensburg – Weil er knapp 700.000 Euro von dem Konto seiner dementen Großtante veruntreut haben soll, steht derzeit ein Ammersbeker (56) vor Gericht. Doch der Prozess muss neu aufgerollt werden.

Richter Ulf Thiele hatte angekündigt, nur noch bis Ende Mai das Verfahren führen zu können. Die Verteidigung kündigte daraufhin weitere Zeugen an. Thiele sah sich gezwungen, das Verfahren trotz Bedenken der Staatsanwaltschaft „wegen der absehbaren Verhinderung des Vorsitzenden“ auszusetzen.

Den Verteidigern von René G. (Namen von der Redaktion geändert) kam das anstehende Sabbat-Jahr von Ulf Thiele sichtlich gelegen. Obwohl sich das Geld mittlerweile auf einem gesonderten Konto bei einer Rechtsanwältin der nicht mehr geschäftsfähigen Geschädigten Helga H. befindet und damit kein finanzieller Schaden entstanden ist, drohte G. eine Verurteilung. Eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren sieht das Gesetz in derartigen Fällen vor.

Ein Sachverständiger war vor und während des Prozesses zu der Einschätzung gekommen, dass die 88-jährige Frau seit spätestens 2015 durch ihre Demenzerkrankung nicht mehr geschäftsfähig war. Dadurch würde das danach erstellte Testament faktisch ungültig. Es wäre nämlich fraglich, ob sie sich zu dem Zeitpunkt, an dem das Dokument erstellt wurde, der Auswirkungen bewusst war. In dem Schriftstück vom 30. September 2016 verfügte die Seniorin, die mittlerweile auf eine Rundumbetreuung angewiesen ist, ihr Großneffe solle ihr Vermögen verwalten und die enorme Summe anschließend erben.

Bereits 2013 erteilte die Frau eine Generalvollmacht, weil sie – das sagten am jüngsten Verhandlungstag auch mehrere Zeugen aus – zunehmend „tüddeliger“ wurde. Auch damals – in einer ersten Version – war René G. im Testament der Frau berücksichtigt.

So oder so – er wird das Vermögen sehr wahrscheinlich erben. Allerdings – so brachte es Richter Thiele auf den Punkt – ist Helga H. noch lebendig: „Und wie würde die Frau an ihr Geld kommen, würde G. plötzlich versterben?“ Dass der theoretische Anspruch praktisch umzusetzen wäre, hielt der Vorsitzende für unwahrscheinlich.

Die Ermittlungen drehten sich also vor allem um die Frage, ob Helga H. zum Zeitpunkt des Aufsetzens ihres neuen Testaments noch zurechnungs- beziehungsweise geschäftsfähig war. Die Polizei fand darauf in ihren Ermittlungen keine Antwort. Nachdem René G. sich zwischen dem 4. Oktober und 2. November 2016 insgesamt knapp 700.000 Euro von dem Commerzbank-Konto überwiesen hatte, schöpfte das Geldinstitut Verdacht und schaltete das Landeskriminalamt wegen möglicher Geldwäsche ein. Seitdem ermittelten die Behörden gegen René G.

Zumindest für 18.000 Euro soll es eine Erklärung geben: Die Beerdigung. Wie das übrige Geld verwendet werden sollte, darüber schwieg der Angeklagte. Ob die Überweisungen rechtsgültig waren, wird jetzt in einem anderen Verfahren entschieden werden müssen. Wann das sein wird, ist noch unklar.

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Ahrensburg

Neuer Geschäftsführer: Leitungswechsel im Tobias-Haus

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Ahrensburg – Das Tobias-Haus bekommt einen neuen Geschäftsführer und Heimleiter. Ab Dienstag, den 18. Februar 2020 leitet Thorsten Hoja das Ahrensburger Alten- und Pflegeheim.

Thorsten Hoja lenkt ab 18. Februar 2020 die Geschicke des Tobias-Hauses in Ahrensburg (Foto: Kati Imbeck / Tobias-Haus)

„Das Tobias-Haus ist eine ganz besondere Einrichtung – von der Haltung der Mitarbeiter über das  Leben miteinander bis hin zum anthroposophischen Geist“, sagt der examinierte Altenpfleger, der nach Weiterbildungen zur Pflegedienstleitung und Heimleitung bereits mehrere Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein geführt hat.

Den besonderen Geist des Hauses möchte der 45-Jährige ausdrücklich erhalten und in Einklang mit wirtschaftlicher Stabilität bringen. Damit das gelingt, hat er sich ehrgeizige Ziele gesetzt: „Bis Ende des Jahres möchte ich möglichst keine Zeitarbeitskräfte mehr beschäftigen. Stattdessen habe ich vor, den Pflegeberuf im Tobias-Haus zusammen mit den Mitarbeitern so attraktiv zu gestalten, dass es nicht mehr zu Personalengpässen kommt – zum Beispiel durch familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.“

Hoja löst die bisherige Heimleitung und Geschäftsführung Christine Berg ab. Nach sieben Jahren zieht diese sich auf eigenen Wunsch aus der Leitung des Pflegeheims zurück, um sich neuen Aufgaben zu widmen.

Christine Berg gibt nach sieben Jahren die Geschäftsführung und Heimleitung des Tobias-Hauses ab (Foto: Jenny Pudel / Tobias-Haus)

„Meine Zeit im Tobias-Haus war geprägt von der Achtung vor der Individualität jedes Menschen“, sagt die 51-Jährige. „Ich danke allen Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern, Partnern und Mitstreitern für ihr Vertrauen und das engagierte gemeinsame Wirken“.

Berg agierte über Branchengrenzen hinweg und traf dabei auch Entscheidungen außerhalb der üblichen Denkschablonen. Zu den von ihr umgesetzten Projekten zählen etwa der Sinnesgarten für Menschen mit Demenz, ein hauseigenes Blockheizkraftwerk, die Basisqualifikation für die berufliche Pflege, die Anschaffung einer mit dem Schleswig-Holsteinischen Altenpflegepreis ausgezeichneten Fahrradrikscha sowie Zertifizierungen zum „Singenden Altenheim“ und zum „Botschafter emotionaler Genuss“.

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Ahrensburg

Ahrensburg: Seltsamer Geruch sorgt für Gasalarm

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Einsatzleitung Feuerwehr Ahrensburg im Einsatz Archivfoto: SL

Ahrensburg – In einem Mehrfamilienhaus in Ahrensburg wurde von Bewohnern am heutigen Sonnabend, 15. Februarn, ein nicht klar definierbarer Geruch ungeklärter Herkunft festgestellt. Sie alarmierten daher sicherheitshalber die Feuerwehr.

Die Brandbekämpfer der Schlossstadt rückten gemeinsam mit dem spezialisierten Löschzug Gefahrgut (LZ-G) an. Es war ein gasähnlicher Geruch festzustellen, der sich aber nicht in Messungen der Einsatzkräfte vor Ort widerspiegelte.

Daher konnten die Bewohner schließlich – nach einer gründlichen Belüftung des Mehrfamilienhauses – in ihre Wohnungen zurück. Die Quelle des Geruchs, von dem ja offenbar keine Gefahr ausgeht, blieb zunächst unklar.

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Ahrensburg

Kripo Ahrensburg fragt: Wer vermisst seinen USB-Stick mit China-Urlaubsfotos?

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Polizei Ahrensburg/hfr

Ahrensburg – Die Kriminalpolizei Ahrensburg sucht derzeit nach zwei männlichen Personen, die im Oktober 2014 eine ca. 1-monatige Reise nach China unternommen haben.

Im Rahmen einer Durchsuchung der Polizei konnte bei einem polizeilich bekannten Wohnungseinbrecher der abgebildete USB-Stick mit Karabinerhaken aufgefunden werden. Auf dem USB-Stick sind ca. 1500 Bilder einer Reise nach China abgespeichert.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass dieser bei einem Einbruch in ein Wohnhaus oder ein Gewerbeobjekt abhandengekommen sein könnte.

Bei den fotografierten Personen dürfte es sich um die Eigentümer des USB Sticks handeln. Diese Reise nach China dürfte anhand der Speicherdaten zwischen dem 7. und 26. Oktober 2014 stattgefunden haben. Besucht worden ist damals unter anderem eine Schule in Guangzhou, ein Hotel in Longji und die Reisterrassen in Tiantou, sowie die Stadt Hongkong und die Chinesische Mauer.

Aus rechtlichen Gründen ist eine Veröffentlichung einzelner Fotografien mit den gesuchten Personen leider nicht möglich. Die fotografierten Personen, die die Reise unternommen haben, können zum Zeitpunkt der Reise wie folgt beschrieben werden:

Person 1: -männlich -Ca. 60-75 Jahre alt -Ca. 180 cm groß-schlank -kurzes graues Haar, Geheimratsecken -nutzt eine Lesebrille -diese Person ist am meisten fotografiert worden

Person 2: -männlich -Ca. 55-70 Jahre alt -etwas kleiner als Person 1 -Bauchansatz-Halbglatze, graues schütteres Haar -Ehering am rechten Ringfinger -diese Person ist der Urheber der Bilder/ Fotograf.

Der beschriebene USB-Stick konnte bisher keinem Eigentümer zugeordnet werden. Die Kriminalpolizei bittet daher nun die Bevölkerung um Mithilfe. Wer erkennt sich anhand der Beschreibung und der Reisedaten wieder? Wer kennt Personen, auf die die Reisedaten und Personenbeschreibungen passen könnten?

Sachdienliche Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102-8090 oder 04102-809-222.

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