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Norddeutschland

NABU-“Amphibienspaziergang” im Wasservogelreservat Wallnau

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Wechselkröte Foto: Nikola Vagt/hfr

Wallnau – Am 27. April gibt es einen Amphibienspaziergang durch das Naturreservat Wallnau. Anlass ist der internationale “Save the Frogs Day”.

Im Frühling laufen Amphibien zu Hochtouren auf: Sie befinden sich dann auf Brautschau. Männliche Wechsel- und Kreuzkröten machen sich lautstark bemerkbar, um Weibchen für sich zu gewinnen. Die feuchten Wallnauer Wiesen stecken voller Leben, das sich oft erst auf den zweiten Blick offenbart.

Eine Pirsch durchs NABU Wasservogelreservat gestattet einen Blick in eine weitgehend unbekannte Lebensweise. Kröten sind nachtaktive Krabbler. Tagsüber verbergen sie sich in engen Ecken und Spalten. Abends jedoch, wenn es schummerig ist, und die meisten Menschen sich langsam in ihre Häuser zurückziehen, erwacht das Amphibien-Leben. Dann schimmern goldgelbe Augen um die Wette und die Kröten trillern schaurig-schöne Lieder in den nassen Wiesen.

Die meisten Amphibien verbringen ihr Larvenstadium als sogenannte Kaulquappe im Wasser. Nach ihrer Verwandlung pendeln sie zwischen Gewässern und ihrem Landlebensraum. Ihr wissenschaftlicher Name „Amphibia“ weist auf diese besondere Lebensweise hin: Er setzt sich aus amphi (auf beiden Seiten) und bios (Leben) zusammen.

In Wallnau leben nicht nur Teich- und Moorfrösche sowie Molche, sondern auch die seltenen Kreuz- und Wechselkröten sind hier zu Hause.

Martin Altemüller, Leiter des  NABU Wasservogelreservats Wallnau, kennt die Kröten, Frösche und Molche. Anschaulich erklärt er den Amphibienschutz in Wallnau. Anschließend geht es zum Krötenkonzert mitten in die Wallnauer Wiesen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Internationalen Save the Frogs-Day statt. Seit 2009 haben schon über 900 Veranstaltungen in 59 Ländern rund um das spannende Leben der Amphibien stattgefunden.

27.04. Amphibienspaziergang / Internationaler “Save the Frogs Day”. Start: 20 Uhr, Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen.  Der Treffpunkt ist vor dem Infozentrum.  Bitte Gummistiefel mitbringen .

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Kreis Pinneberg

Geldautomat gesprengt: Zwei Männer festgenommen

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Elmshorn – Nach einer Geldautomatensprengung in Elmshorn und anschließender Flucht konnten im Rahmen der Fahndung zwei Verdächtige festgenommen werden.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Am Donnerstag haben Anwohner in der Schulstraße in Elmshorn gegen 4 Uhr einen lauten Knall wahrgenommen und kurze Zeit später mehrere Personen beobachtet, die die Commerzbankfiliale verließen und zu Fuß flüchteten.

Nach ersten Feststellungen der Einsatzkräfte der Polizei wurde dort ein Geldautomat nach Einleiten von Explosivstoffen geöffnet, aus dem offensichtlich Geldkassetten mitgenommen wurden. Es wurde unverzüglich eine Fahndung eingeleitet, die durch einen Hubschrauber der Bundespolizei unterstützt wurde.

Kurze Zeit später meldete sich ein Anwohner aus dem Raum Rellingen bei der Polizei, der auf seinem Grundstück ein Fahrzeug vorgefunden hat, das dort nicht hingehört. Darin habe er auch Bargeld festgestellt. Die Täter haben auf der Flucht offenbar ihr Fahrzeug aufgegeben.

Die Fahndung wurde daraufhin auch auf das Stadtgebiet von Rellingen ausgedehnt, wo 2 Männer festgenommen werden konnten, die eine größere Menge Bargeld bei sich hatten.

Die Identität der Männer steht derzeit noch nicht fest und wird geprüft. Nach einem dritten Mann wird aktuell noch gefahndet.

Das Geld dürfte größtenteils aufgefunden worden sein. Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat die Ermittlungen übernommen. In Zusammenarbeit mit der ermittlungsführenden Staatsanwaltschaft Itzehoe wird eine Vorführung der beiden Festgenommenen vor den Hauftrichter geprüft.

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Schleswig-Holstein

GEW entsetzt über Pläne für Kitas und Grundschulen: “Gesundheit von Erziehern und Lehrern gefährdet”

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Grundschulunterricht Symbolfoto: ESB Professional/shutterstock

Kiel – Die Bildungsgewerkschaft GEW in Schleswig-Holstein hat entsetzt auf die Pläne der Landesregierung reagiert und erfährt viel Zuspruch. Denn tatsächlich gibt es keine abgeschlossenen wissenschaftlichen Studien, die das Vorgehen der Landesregierung unterstützen.

“Noch am Montag hat der Bund die Länder vor zu weitgehenden Lockerungen gewarnt. Nun ist auch Schleswig-Holstein auf den Zug der Lockerungen aufgesprungen”, zeigt sich die GEW enttäuscht davon, dass es den Anschein hat, dass die Landesregierung seriöses Vorgehen gegen Aktionismus ausgetauscht hat.

Der Kita- und Schulbetrieb sollen schneller ausgeweitet, in Grundschulen ab 8. Juni sogar wieder ganz normal unterrichtet werden.

Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht durch diesen Schritt die Gesundheit von Erzieherinnen und Lehrkräften gefährdet.  

„Glücklicherweise gibt es in Schleswig-Holstein im Augenblick kaum noch Ansteckungen. Darüber dürfen wir uns alle freuen. Aber zur Entwarnung besteht kein Anlass, ebenso wenig zum vorschnellen Überbordschmeißen von sämtlichen Vorsichtsmaßnahmen. Je größer die Kita-Gruppe oder die Lerngruppe in der Schule, desto größer die Gefahr für die Gesundheit der Pädagoginnen und Pädagogen. Deshalb halten wir die Pläne der Landesregierung zumindest für verfrüht“, sagte die schleswig-holsteinische GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Mittwoch, 27. Mai in Kiel zur Pressekonferenz der Landesregierung.

Schließlich gebe es nach wie vor keine gesicherten medizinischen Erkenntnisse, dass Kinder nicht ansteckend seien.

Sie begründete ihre ablehnende Haltung mit der Unmöglichkeit, in Kitas und Grundschulen Abstand zu halten.

„Bürgerinnen und Bürger sollen weiterhin untereinander 1,5 Meter Abstand halten. Für 25 Kinder in oft zu kleinen und nur schlecht zu belüftenden Grundschulklassen soll das aber nicht gelten. Was für ein Widerspruch!“, so Astrid Henke. Für Erzieherinnen sei ein Abstandhalten wegen ihrer pädagogischen Arbeit, die Nähe zu den Kindern erfordere, sowieso unmöglich. Trotzdem würden die Gruppen nun einfach auf 15 Kinder vergrößert.


Zum Schutz der Beschäftigten in Kitas und Schule forderte Astrid Henke Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel auch Schutzmasken und den Anspruch auf Testungen für das pädagogische Personal.

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Wirtschaft

Unterwäsche, Spielzeug und Kopfhörer: 211 488 gefälschte Produkte vom Zoll vernichtet

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Zollmitarbeiterinnen überwachen die Vernichtung Foto: Zoll Hamburg/Hfr

Hamburg – Eine Aufgabe des Zolls ist es, Verbraucher vor gefälschten und teilweise gesundheitsgefährdenden Produkten geschützt wird.

Durch die von den Markenrechtsinhabern beantragten Grenzbeschlagnahmungen wird verhindert, dass die Plagiate auf den europäischen Markt gelangen. In den letzten Wochen hat der Hamburger Zoll erneut 211.488 Plagiate vernichtet.

Die Waren wurden zwischen Ende Februar und Mitte März sichergestellt und wurden nun nach Absprache mit den Markenrechtsinhabern in einer Müllverbrennungsanlage unter zollamtlicher Überwachung vernichtet. Den Einführern der Fälschungen erwarten empfindliche Strafen.

Gleich in drei Containern fanden die Beamtinnen und Beamten des Zollamts Hamburg insgesamt 97.698 Falsifikate namhafter Parfümhersteller. zum Beispiel wurden von “Dior J´adore” 180 Flakons in hochwertig aussehender Verpackung sichergestellt.

Gefälschtes Parfüm Foto: Zoll Hamburg/hfr

“Auch wenn die gefälschten Parfüms ähnlich wie die Originale duften, werden sie dennoch mit kostengünstigen Inhaltsstoffen und unter hygienisch fragwürdigen Umständen produziert. Die Benutzung von gefälschten Parfums kann daher Reizungen auf der Haut oder Allergien verursachen. Die aus China stammende Ware war für den ungarischen Markt bestimmt”, erklärt der Zoll Hamburg.

In China hergestellte Unterwäsche trug zwar nicht den Schriftzug eines bekannten Herstellers, aber durch die Schnittführung und den Aufdruck eines ähnlich klingenden Namens war eine große Ähnlichkeit mit dem Original gegeben. Die Ware sollte in Deutschland verbleiben.

Auch die 2.456 Taschen, die in China hergestellt und für den estländischen Markt bestimmt waren, sind für Kenner gleich als Fälschung zu erkennen. Die Taschen waren zwar überall mit dem bekannten Logo bedruckt, nur entsprachen die Größe und die Form der Taschen nicht den Originalprodukten.

“Das Markenschutzrecht stellt auf Antrag auch die Einfuhr von Waren unter Strafe, wenn diese nur die Optik der geschützten Marke nutzen. Denn auch in diesen Fällen profitieren die Fälscher vom Image der Marke, das mit viel Geld für die Produktentwicklung und Werbung vom Hersteller aufgebaut wurde”, so der Zoll.

Die Fälscherwerkstätten reagieren schnell auf die neusten Trends. So wurden in fünf verschiedenen Containern 44.958 Stück Spielzeug gefunden.

Neben Superhelden, Flummis in Form von aktuellen Zeichentrickfiguren, Plüschtieren und Modellbausets waren auch die aktuellen “Poopsies” in den sichergestellten Warensendungen dabei. Mit diesem zurzeit sehr beliebten Spielzeug können sich Kinder ihren eignen Einhorn-Spielschleim herstellen.

Gefälschtes “Poopsie-Spielzeug” Foto: Zoll Hamburg/hfr

Während beim Kauf eines Originals die Ungefährlichkeit des Spielschleims durch den Hersteller gewährleistet sein muss, enthalten die Fälschungen nicht selten gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. So wurde zum Beispiel 2019 in einer vom Zoll beschlagnahmten Sendung mit Kinder-knetschleim eine gesundheitsschädliche Menge an Bor gefunden. Die aus China stammende Ware war für Deutschland, Polen, Ungarn und Tschechien bestimmt.

Auch Elektroartikel werden gefälscht, wie die Beschlagnahmung von insgesamt 3.756 Ohrhörern und 100 Videospielcontrollern zeigt. Auch wenn die Waren auf den ersten Blick wie die hochwertigen Originale aussehen, wird die mangelnde Qualität der Fälschungen sicherlich bald zu Beanstandungen in der Handhabung führen. Auch ist eine Gesundheitsgefährdung der Nutzer durch Kurzschlüsse nicht ausgeschlossen. Die Ohrhörer waren für den polnischen Markt und die Controller für den österreichischen Markt bestimmt.

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