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Bad Oldesloe

20 Jahre autonome Verwaltung: Cocktailparty und Vorträge im Inihaus

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Inihaus Bad Oldesloe Foto: SL

Bad Oldesloe – Partys, Konzerte, Vorträge und politische Arbeit: Seit 20 Jahren ist das Inihaus in Bad Oldesloe ein Ort, an dem sich Jugendliche verwirklichen können. Dass das autonome Jugendhaus jetzt schon seit zwei Jahrzehnten existiert, feiern die Initiatoren mit 20 Veranstaltungen. Eine davon ist die Cocktailparty an diesem Sonnabend.

Am 20. März 1999 öffnete das Inihaus das erste Mal seine Türen, nachdem ein paar Jugendliche das Gebäude am Bahnhof von der Stadt gegen eine symbolische Pacht übernahmen und mit der Renovierung begannen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte dem Projekt damals zugestimmt. Vielleicht auch, weil sich niemand so recht vorstellen konnte, dass Jugendliche die alte Industrieruine tatsächlich würden sanieren können. Die Stadt finanzierte lediglich das Dach und eine neue Fassade. Alles andere wurde in Eigenregie wieder aufgebaut, ganz autonom eben.

An diesem Sonnabend organisiert das Inihaus seine alljährliche Cocktailparty. Die Decken und Wände werden abgehängt, am Abend Longdrinks gereicht. Die meisten Gäste kommen in Abendgarderobe. Es ist neben dem Sommerfest und der Popkiller-Party am 25. Dezember einer von drei großen Abenden im Inihaus, an dem auch viele Ehemalige “ins Haus” kommen, in dem sie während der Schulzeit viele Wochenenden verbracht haben.

Das autonome Jugendzentrum bietet Jugendlichen vor allem den Platz, sich selbst verwirklichen zu können. Derzeit spart der Verein auf ein digitales Mischpult. Dann werden Technik-Workshops angeboten. Im Obergeschoss gibt es drei Probenräume, eine Bücherei und Platz für Projektgruppen. Die Linke Initiative Oldesloe “Arandela” organisiert von dort aus etwa einmal im Jahr die Politiktage, bei denen Vorträge gehalten und Workshops gegeben werden, das nächste Mal wieder am 31. August.

Der nächste politische Abend ist allerdings schon am Montag, 6. Mai. Dann wird im Inihaus der Film “Blut muss fließen – Undercover unter Nazis” gezeigt. Die Dokumentation basiert auf einer neunjährigen verdeckten Filmrecherche des Journalisten Thomas Kuban auf Neonazi-Konzerten und belegt die extreme Gewaltbereitschaft der Szene. An dem Abend, der um 19 Uhr beginnt, wird auch der Regisseur Peter Ohlendorf anwesend sein.

Wer das Haus schon vorher kennenlernen möchte, hat heute Abend die Gelegenheit.

Die Cocktailparty beginnt am Sonnabend, 13. April, um 20 Uhr. An anderen Tagen ist das Inihaus, Turmstraße 14a, ab 19 Uhr geöffnet (montags und sonntags geschlossen). Info: www.inihaus.de.

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Bad Oldesloe

Kein Vertrauen: Lokalpolitiker wollen Ausschussvorsitzenden Rohde absetzen

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Bad Oldesloe – Matthias Rohde (FBO), soll seinen Posten räumen. Die Fraktion Freie Wähler und Familie (FWF) sieht das Vertrauen in den Vorsitzenden des Oldesloer Wirtschafts- und Planungsausschusses derart gestört, dass sie in der nächsten Stadtverordnetenversammlung seine Absetzung beantragen wird.

Matthias Rohde (FBO). Foto: Fischer

Rohde stand in den vergangenen Monaten vermehrt wegen Äußerungen in der Kritik und weil er eine Einladung zu einem Bürgergespräch nicht an die Ausschussmitglieder weitergeleitet hatte.

„Das notwendige Vertrauen in den Ausschussvorsitzenden für eine respektvolle, gleichberechtigte und offene Zusammenarbeit sehen wir nicht mehr gegeben. Weder können wir eine zumindest überwiegende, überparteiliche und gerechte Wahrnehmung des Ausschussvorsitzes erkennen, noch zeichnet sich ab, dass dies künftig zu erwarten wäre“, heißt es in einem Antrag der FWF, unterschrieben vom Fraktionsvorsitzenden Tom Winter und seinem Stellvertreter Wolfgang Schmidt. So beteilige sich Rohde regelmäßig an der Diskussion zu Tagesordnungspunkten, ohne jemals die Leitung abzugeben.

Persönliche und wertende Stellungnahmen seien eher Regel als Ausnahme. Mit der Würde und den Rechten des Gremiums sei das nicht vereinbar. Alle Fraktionen hatten Rohde mehrfach kritisiert.

Dass der Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni (KuB-Saal, Beer-Yaacov-Weg 1) eine Mehrheit finden könnte, ist möglich.

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Bad Oldesloe

Oper “Weiße Rose”: Musikstudenten zeigen die letzten Stunden der Geschwister Scholl

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Bad Oldesloe – Die Stunden vor der endgültigen Dunkelheit: Den inneren Kampf zweier junger Menschen in einer Todeszelle zeigt die Oper „Weiße Rose“, die an diesem Wochenende von Studenten der Musikhochschule Lübeck in Kultur- und Bildungszentrum (KuB) in Bad Oldesloe aufgeführt wird.

Foto: Fischer

Acht Gesangssolisten der Musikhochschule verkörpern in einer eindrucksvollen Inszenierung die innere Gefühlswelt der von den Nazis zum Tode verurteilten Geschwister Hans und Sophie Scholl, wie sie versuchen, ihre Todesangst Stunden vor der Urteilsvollstreckung in Visionen, Selbstgesprächen und reflektierten Monologen zu verarbeiten.

Dabei kommt die von Regisseur Selçuk Cara umgesetzte Zimmermann-Oper (1986) ganz ohne Effekthascherei pathetische Heldeninszenierung, Geschrei und Blut aus, ohne Requisiten und aufwendige Kostüme. Nur Licht, Schatten, Nebel, Gesang und Schauspiel. Keine Ablenkung.

Reduktion als Stilmittel

Für Selçuk Cara ist Reduktion eines der stärksten Stilmittel, die die Opernwelt zu bieten hat: „Wir wollen die Gefühle zeigen und die Gedanken, die diesen beiden Menschen womöglich in der Todeszelle kamen.“ Alles, was dabei stören könnte, hat der preisgekrönte Regisseur und Opernsänger mit Zustimmung Udo Zimmermanns und dem Verlag gestrichen. Selbst auf das Finale, den Tod der Geschwister Scholl, wird verzichtet. Ebenso wie auf die übliche „Moral von der Geschichte“ am Ende des Stücks. Vielmehr schwingt diese im Subtext der Inszenierung mit: Die Nazis konnten vielleicht die Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl umbringen, ihre Gedanken aber nicht.

Nicht nur inhaltlich hat das Stück nur noch wenig mit einer Oper im klassischen Sinne gemein. Die Bühne ist schon aufgebaut, diesmal als Podest in der Mitte des Raumes.

Eine klassische, frontale Oper werden die Zuschauer am Wochenende hier nicht zu sehen bekommen. Stattdessen finden sie sich inmitten des Schauspiels wieder. Als Wandeloper bezeichnet Selçuk Cara das Konzept. Reduziert ist auch die Ausstattung des Saals: Stühle gibt es keine. Nur eine Sitzreihe, damit sich Zuhörer bei Bedarf während der 70 Minuten langen Oper ausruhen können. Während der Aufführung können und sollen sich die Besucher frei um die Bühne herum bewegen.

Begleitet werden die Studierenden von einem Kammerorchester der Musikhochschule Lübeck unter der musikalischen Leitung von Professor Robert Roche. Auch hier weichen die Theatermacher von den üblichen Normen ab. Das Orchester spielt diesmal nicht auf der Bühne, sondern oberhalb des Geschehens auf der Empore. „Bis Probenbeginn wussten wir nicht, wie das wirken würde aber es funktioniert“, sagt Robert Roche. Die Auslagerung der Instrumente hat einen pädagogischen Grund. Die Sängerinnen und Sänger, so sagt es Selçuk Cara, sollen nicht immer zum Dirigenten schauen, um ihren Einsatz nicht zu verpassen, sondern auf die Musik hören.

Bei den Proben wird deutlich: Die mittlerweile mehrjährige Kooperation zwischen dem KuB und der Musikhochschule bietet ein perfektes Umfeld und viel Raum für Experimente. Selçuk Cara jedenfalls ist zufrieden: „Ich würde das Stück so wie es jetzt ist auch jedem anderen Opernhaus der Welt aufführen.“

Die „Weiße Rose“ wird am Sonnabend, 15. Juni, um 20 Uhr und am Sonntag, 16. Juni, um 19.39 Uhr im Saal des Kultur- und Bildungszentrums aufgeführt. Für beide Vorstellungen gibt es noch Karten an der Abendkasse für 20,50 (erm. 14,50 Euro). Infos unter www.kub-badoldesloe.de

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Inner Wheel Stormarn: Elvers folgt als neue Präsidentin auf Hintze

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Bad Oldesloe – Mitte Juni hat die traditionelle Ämterübergabe des 2001 gegründeten Inner Wheel Clubs Stormarn stattgefunden.

Ulrike Elvers ist für das kommende Jahr die Präsidentin des IWC Stormarn. Sie übernahm diese Aufgabe von Sabine Hinze. der sie anlässlich der Ämterübergabe für ein interessantes Inner Wheel-Jahr dankte, das von zahlreichen kulturellen Themen und sozialen Projekten geprägt gewesen sei.

Das nächste Projekt ist das 3. Benefiz-Paddeln am 29. Juni. Die Inner Wheelerinnen rudern mit Unterstützung des Hamberger Kanuvereins um den Wanderpokal. Der Erlös geht in diesem Jahr an das Mehrgenerationenhaus OASE, Bad Oldesloe.

. Weitere Infos unter www.iwc-stormarn.de.

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