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Bad Oldesloe

Oldesloer Innenstadt: Besucher wünschen sich mehr Events und einen Biergarten

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Vorstellung der Studie im KuB-Saal Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Das Ergebnis hatte sich die Stadtverwaltung ein wenig anders vorgestellt. Statt nach der Studie zum Thema vitale Innenstädte des IFH Köln aus dem Jahr 2016 eine Verbesserung zu erreichen, ging die Durchschnittsbewertung der knapp über 400 Befragten in der Innenstadt um 0,3 Notenpunkte nach unten.

Statt bei einer glatten drei liegt das Ergebnis nun bei nur noch 3,3. Der Durschnitt aller 2016 teilnehmenden Städte lag bei 2,6, bei den Städten zwischen 25 000 und 55 000 Einwohnern ( zu denen Bad Oldesloe gehört ) bei immerhin 2,7.

Während die Erreichbarkeit gut abschneidet, lagen die Parkmöglichkeiten sowie Gastro und Ladenöffnungszeiten im Mittelfel. Es sind es vor allem die Lebendigkeit, die Attraktivität und das Freizeitangebot im Innenstadtbereich, der durch die Befragten kritisiert wurde und der schlecht abschnitt.

Der Bereich Kultur und Freizeit verbesserte sich zwar im Vergleich zu 2016 leicht um 0,1 Prozent. Doch Bürgermeister Jörg Lembke hatte sich dort einen deutlicheren Sprung nach vorne versprochen.

Die Kritik richtet sich nicht gegen die stattfindenden Events oder das bestehende Kulturangebot, sondern eher gegen die Anzahl und Dichte. Ganz im Gegenteil. 71 der Befragten ( und damit sogar mehr als der Bundesschnitt ) gaben an, dass Veranstaltungen wie das von Tiedemann Art Productions und Klngstdt organisierte Stadtfest oder Pflasterart sie motivieren die Oldesloer Innenstadt zu besuchen. Es geht eher um die Anzahl Events in dieser Qualität und darum, wie sich die Fußgängerzone abseits von Veranstaltungen präsentiert.

Die allgemeine Lebendigkeit, Attraktivität und Aufenthaltsqualität ist dabei die große Enttäuschung der Umfrage. Nur 16,1 Prozent (Bundesdurchschnitt über 47 Prozent ) gaben an, dass die Oldesloer Innenstadt an sich einen hohen Erlebnis- oder Erhaltungswert hat.

Im Gastrobereich gab es fast nur gute und befriedigende Beurteilungen. Ein Biergarten, um sich unter freiem Himmel zu treffen, werde vermisst, gaben die Befragten an.

Nicolaus Sondermann vom IFH Köln, das die Studie in 116 Städten durchführte, betonte, dass Kaufleute sich fragen müssten, weshalb fast jeder fünfte Befragte in der Stadt angab, während seines Besuchs kein Geschäft aufzusuchen. Auch ermahnte er die Kaufleute den Onlinebereich stärker im Blick zu haben. “Ohne Onlinepräsenz geht es nicht mehr”, sagte er. Denn auch die Kunden, die stationär in Städten wie Bad Oldesloe in der Innenstadt einkaufen, würden sich mittlerweile häufig vorher online über das Angebot erkundigen.

Man kann an der Umfrage allerdings auch eine Menge Kritik üben: Dass der Altersdurschnitt der Befragten bei 54 Jahren lag und dass nur an zwei Tage für wenige Stunden Menschen befragt wurden sowie dass nicht berücksichtigt wurde, dass man direkt nach den Sommerferien lag, in denene relativ viele Sport-, Freizeit- und Kulturangebote und so weiter pausiert hatten zum Beispiel.

Außerdem wäre es natürlich durchaus ein wichtiger Faktor Menschen zu befragen, die nicht in der Innenstadt – sprich bei den Supermärkten auf der “grünen Wiese” einkaufen – warum sie die Fußgängerzone nicht besuchten. Und so weiter. “Das sind interessante Aspekte. Solche qualitativen, individuellen Dinge wie die Urlaubsschließung eines Kulturzentrums, Sommerpause von Sportvereinen und so weiter, wissen wir natürlich nicht. Sie helfen dann aber vor Ort manche Ergebnisse einzuordnen”, sagte Sondermann.

“Ich kann nur dazu aufrufen, dass wir aufhören, auf die schlechten Dinge zu schauen und die Sachen gemeinsam anpacken. Damit meine ich auch speziell die Wirtschaftsvereinigung. Es bringt doch nichts immer zu sagen, was Ahrensburg, Lübeck oder Bargteheide hat und wir vieleicht nicht. Ich war kürzlich in Bargteheide und ich wüsste jetzt nicht, warum ein Oldesloer oder überhaupt wer nach Bargteheide fahren sollte”, so Horst Möller (CDU).

Auch Sondermann sah es optimistisch. “Ihre Stadt hat Potenzial. Machen sie etwas draus”, sagte er. Viele Probleme seien nicht untypisch für eine Kleinstadt in der Nähe zu einer Metropole wie Hamburg und zum Beispiel mit dem KuB habe man einen Ort mit einem tollen Kulturangebot geschaffen. “Vielleicht muss das zum Beispiel noch besser kommuniziert werden”.

Ob nämlich die Antworten der Befragten sich auf wirkliche Mängel bezug nahmen oder nur auf etwas, was sie auf Grund eines bestimmten Images so erwarteten, sei nicht Teil der Umfrage.



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Bad Oldesloe

Aus nach wenigen Monaten: Oldesloer FWF-Fraktion löst sich auf

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Das Stadthaus in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Nach nur ein paar Monaten Zusammenarbeit lösen Familien-Partei und Freie Wähler ihre Fraktion in der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung wieder auf. Das hat auch Auswirkungen auf die Arbeit in den Ausschüssen.

Erst im Februar des Jahres hatten die beiden Parteien eine gemeinsame Fraktion gegründet, um künftig eine Stimme in den Ausschüssen zu bekommen. Zuvor konnten Vertreter der Parteien sich lediglich beratend beteiligen. Jetzt hat Wolfgang Schmidt, einziger Stadtverordneter der Freien Wähler in Bad Oldesloe, die Fraktion verlassen:

„Das war an einigen Stellen nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und dann trennt man sich besser wieder. So habe ich mich entschieden“

Schmidt entschied sich am Wochenende für den Schritt und informierte darüber bereits Anfang der Woche Bürgerworthalterin Hildegard Pontow und die Stadtverwaltung.

Die Entscheidung hat Konsequenzen. Nicht nur für Wolfgang Schmidt, der künftig in Ausschüssen kein Stimmrecht mehr hat. Gleiches gilt für die Familien-Partei, die ebenfalls nur noch in einen einzigen Ausschuss ein beratendes Mitglied entsenden und nicht mehr über Anträge abstimmen darf.

Die Grünen dürften sich über diese Entwicklung freuen. Sie waren im Frühjahr die Leidtragenden der Entwicklung gewesen und mussten nach der Bildung der neuen Fraktion jeweils einen Ausschusssitz abgeben. Der wird jetzt zurückgefordert. Diese Entscheidung ist bereits gefallen und der Stadtverwaltung mitgeteilt worden. Der Grünen-Stadtverordneter Hartmut Jokisch dazu:

„Das ist doch eine Selbstverständlichkeit. Wir verzichten doch jetzt auf keinen Sitz, der uns demokratisch zusteht.“

Tom Winter, Familien-Partei, wurde von der Entwicklung überrascht. Schmidt habe die Gründe für sein Aufkündigen der Fraktion noch nicht erklärt. Es werde ein Gespräch geben. „Unserer Partei besteht ja nun nicht nur aus mir. Wir werden uns also natürlich erstmal intern besprechen und dann sehen, wie wir uns unter den alten neuen Verhältnissen organisieren und uns natürlich möglichst effektiv in die Stadtpolitik einbringen.“

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Bad Oldesloe

100 Oldesloer Ballettschülerinnen tanzen den geheimen Garten

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Bad Oldesloe – Mit „Der geheime Garten“ arbeitet die Oldesloer Schule für Ballett und Tanz an einer ihrer größten Aufführungen. 100 Kinder und Jugendliche werden auf der Bühne stehen und dabei musikalisch vom Kammerensemble der Musikschule begleitet.

Foto: Finn Fischer

„Ich mache schon Ballett seit ich vier Jahre alt bin“, sagt Maylin Teichmann. Die 17-Jährige gehört zu den älteren Schülerinnen und übernimmt in der Aufführung eine der anspruchsvolleren Rollen: „Das erste Mal tanze ich auch allein ohne eine größere Gruppe.“

Bisher übten die Mädchen die Schritte und Pirouetten für das neue Stück in den Ballettstunden. Jetzt geht es um das große Ganze.

Tanzlehrerin Nana Leveke Klamp steht vor der großen Bühne, gibt Anweisungen, macht die nächsten Drehungen vor. Damit alles glatt läuft, wird es noch ein paar Proben brauchen. Auch, weil die Musik diesmal nicht „aus der Konserve“ kommt, wie die Ballett-Dozentin sagt:

„Wenn wir vom Band spielen, gibt es eine Konstante, mit einem Kammerorchester kann die Geschwindigkeit variieren und das ist ein bisschen schwieriger für die Tänzerinnen.“

Doch allein schon die Größe des Ensembles ist eine Herausforderung. Der komplette Fachbereich mit allen Ballettschülerinnen und der musikalischen Früherziehung beteiligt sich an der Umsetzung. Die jüngsten sind sieben Jahre alt.

Das Stück selbst ist vage an den Kinder- und Jugendroman „Der geheime Garten“ von Frances Hodgsen Burnett angelehnt.

Die Geschichte handelt von einem Mädchen, dass auf dem Anwesen ihres Onkels ein zugewuchertes Tor zu einem geheimen Garten findet, in dem sie sich eine eigene Welt aufbaut. „Ich habe das Buch sehr gern gelesen“, sagt Nana Leveke Klamp. Um daraus ein Ballettstück zu machen beteiligte sie auch die Kinder. „In dem Buch gibt es keine fantastischen Wesen wie Feen, das haben wir ein bisschen geändert und es kindgerechter gestaltet“, sagt sie. Kostüme, von Tutus einmal abgesehen, wird es nicht geben. „Wir wollen alles möglichst schlicht halten, damit der Fokus auf dem Spiel liegt“, erklärt die Tanzlehrerin.

Die Musik kommt vom Kammerensemble der Oldesloer Musikschule. Leiterin Susanna Pocs freut sich über die Kooperation. Für ihr Orchester sei das eine besondere Erfahrung: „Nur die Noten spielen reicht nicht. Alle müssen darauf achten, was auf der Bühne passiert.“

„Der geheime Garten“, Sonnabend, 2. November, um 16 Uhr (Einlass 15.30 Uhr), Festhalle (Olivet-Allee 2) in Bad Oldesloe. Tickets gibt es im Vorverkauf für 12,50 Euro (erm. 7,50 Euro) bei shop.luebeck-ticket.de.

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Bad Oldesloe

Workshop für Berufsanfänger in Bad Oldesloe: Dein starker Auftritt

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Bad Oldesloe – Am 15. Oktober bietet die Agentur für Arbeit Bad OIdesloe in der Zeit von 10 bis 13 Uhr im Berufsinformationszentrum (Berliner Ring 8 – 10 in Bad Oldesloe) einen Workshop speziell für Berufsanfänger an. Das Thema: „Dein starker Auftritt“.

Dieser Workshop richtet sich an junge Leute, die die ersten Schritte ins oder im Berufsleben machen.

Unter der Leitung von Kommunikationstrainerin Anke Patzak stehen folgende Themen im Mittelpunkt des Workshops und werden in kleinen Übungen praktiziert: Tipps für mehr Wirkung und einen sicheren Auftritt, mit authentischer Rhetorik sein Gegenüber für sich gewinnen, Umgang mit Lampenfieber und Stresssituationen sowie eigene Stärken und Schwächen gut darstellen. 

„Es ist für junge Menschen als Berufsanfänger schwierig, sich im Berufsleben zu bewegen. Der berufliche Alltag stellt hier andere Herausforderungen als sie aus der Schule kennen. Sie bekommen in dem Workshop Tipps und Techniken von mir mit, damit sie sicher und möglichst souverän auf berufliche Situationen reagieren können. Mein Ziel ist ihr starker Auftritt“, sagt Trainerin Patzak. „Persönlichkeit und gute Kommunikation fördern die eigene Entwicklung und stärken das Selbstvertrauen.“

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Interessenten können sich im BiZ anmelden: telefonisch unter 04531 – 167 214 oder per Mail an badoldesloe.biz@arbeitsagentur.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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