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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Zu wenig Bio und Vertragsverstöße – Mensacaterer soll gehen

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Die Mensa der Stadtschule in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Die Stimmung war spürbar angespannt. Nach diversen und anhaltenden Beschwerden über die Qualität des Essens an dern Oldesloer Grundschulmensen kam es in einer Sondersitzung des Bildungs- Sozial- und Kulturausschuss quasi zum Showdown zwischen Eltern, Verwaltung und Lokalpolitik.

Immer wieder hatten sich in den vergangenen Monaten Oldesloer Grundschuleltern über das Verhalten des Caterers Dussmann beschwert. Einer der Hauptkritikpunkte war, dass – anders als vertraglich zugesagt – der Anteil der verwendeten Bio-Produkte nicht ausreichte. Außerdem sei ein Bio-Siegel illegal geführt worden. Hinzu seien Datenschutzprobleme gekommen. Die Speiseplanzusammenstellung sei darüber hinaus nicht kindgerecht.

Während in einer vorangegangenen Sitzung die Verwaltung noch eher zurückhaltend auf die zum Teil sehr harten Vorwürfe reagiert hatte, gestand sie jetzt ein, dass es tatsächlich Verstöße gegen die festgelegten Vertragsbedingungen durch Dussmann gegeben habe.

Tatsächlich sei zum Beispiel nicht der vereinbarte Anteil Bio-Lebensmittel verwendet worden und auch wegen des Verstoßes gegen die Datenschutzverordnung sei Ende Januar eine Abmahnung erfolgt.

Nich genau erklären konnte die Verwaltung, weshalb von der Verletzung der Datenschutzverordnung betroffene Eltern nicht durch die Verwaltung informiert worden seien. Unverständnis darüber machte sich im sowieso schon empörten Publikum aus der Elternschaft breit.

Allerdings, so Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak, habe Dussmann in Gesprächen Probleme erläutern können und immer auch nachgebessert. Zum Teil habe das Profi-Cateringunternehmen aus Berlin wohl Vertragsinhalte nicht genau gekannt und habe Fehler eingeräumt und anschließend Abhilfe geschaffen.

“Hier wird alles wieder nur klein- und schöngeredet”, war Marion Cornehl vom Elternbeirat der Stadtschule aufgebracht. Anders als Sobczak von Dussmann erfahren haben wollte, habe der Caterer keine echten Lieferlisten vorgelegt, die Nachweisen konnten, woher die Zutaten stammen.

Auch andere Eltern legten nach: Sie hätten nicht das Gefühl vom Caterer oder der Verwaltung ernst genommen worden seien. Im Gegenteil zum Teil fühle man sich so, als sei man belächelt worden und dass man einen Maulkorb verpasst bekommen habe. Es sei der Eindruck entstanden, die Verwaltung habe Angst, dass Dussmann bei zu vielen Beschwerden womöglich von sich aus kündige. “Wir hatten lediglich gesagt, die Beschwerden bitte direkt an den Schulträger und nicht an den Caterer zu richten”, widersprach Sobczak.

“Es ist eine Farce. Das klingt immer so, als sei ein Gespräch zwischen Verwaltung und Dussmann ein Streit unter Freunden, bei dem man auch mal ein Auge zudrücken kann. Das ist aber nicht so. Es geht um schwerwiegende Verstöße gegen Verträge und Essensversorgung für Grundschulkinder”, sagte Ausschussmitglied Tom Winter (FWF).

Gesundes Kochen Symbolfoto: Artem Oleshko/shutterstock

Auch Dagmar Danke-Beyer (Die Grünen) sah größere Probleme. “Das haben wir alles schonmal damals gehört, als Dussmann noch die Mensa in der Olivet-Allee betrieben hatte. Angeblich alles nur Missverständnisse oder etwas funktioniere nicht”, sagte sie. Nach dem Wechsel zu einem anderen Betreiber ( der “Mensa-Crew” ) habe sich dann alles verbessert.

Torben Klöhn (SPD) sah es auch so, dass die Politik jetzt tätig werden müsse. “Es sind immer nur Nebelkerzen, die gezündet werden. Das Vertrauensverhältnis ist so stark beschädigt, dass wir für die Kündigung des Vertrags sind”, sagte der Sozialdemokrat.

Winter unterstrich nochmal den Umgang des Cateres un der Verwaltung mit den engagierten ehrenamtlichen Eltern. “Wir halten hier immer das Ehrenamt hoch und wie wichtig es ist. Wenn ich hier merke, was für Geschütze aufgefahren werden, dann ist das nur noch traurig. Da wird ehrenamtlichen Eltern unterstellt, dass sie Geheimnisverrat betreiben, wenn sie in der Öffentlichkeit über die existierenden Probleme sprechen”, so der Politiker der Familienpartei.

Auch die FDP sah Probleme, befürchtete aber, dass man womöglich keinen Nachfolger finde. Eine Sorge, die die anwesenden Eltern nicht teilten. Sie hätten schon mit vier Caterern Kontakt aufgenommen. Mindestens zwei seien ernsthaft interessiert.

Mehrheitlich wurde entschieden, dass dem Caterer Dussmann nun fristgemäß gekündigt wird. Für das neue Schuljahr muss die Verwaltung also einen neuen Caterer für die Versorgung der Grundschulen mit Mittagessen finden.

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Bad Oldesloe

Bürgermeister Lembke: “Auch Menschen aus unserer Stadt erkrankt”

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Bad Oldesloe – Die Corona-Krise stellt alle vor noch nie in dieser Art dagewesene Herausforderungen. Soziale Distanz, existenzielle Sorgen, aber auch die bislang problemlos möglichen Dinge, wie Einkaufen oder Kinderbetreuung, stellen nun schwer zu lösende Herausforderungen dar.

In einem offenen Brief richtet sich Bürgermeister Jörg Lembke jetzt an alle OldesloerInnen:

Leider sind mittlerweile auch Menschen in unserer Stadt am Corona-Virus erkrankt und leider steigt die Zahl der Erkrankten im Kreis Stormarn weiterhin an. Daher ist es mir wichtig nochmals an die BürgerInnen zu appellieren, sich unbedingt weiter an die verfügten Maßnahmen zu halten und die Vorgaben des RKI zu befolgen. Es wurde in der Vergangenheit wiederholt auf die rechtlichen Konsequenzen hingewiesen. Ich möchte jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass die große Mehrheit der Oldesloer Bürger*innen und Unternehmer*innen sich vorbildlich und verantwortungsvoll verhalten – dafür möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken!

Mein Dank geht darüber hinaus an die Menschen die helfen. Ich danke den Feuerwehren und Hilfsdiensten, die unsere Sicherheit unter den erschwerten Bedingungen weiterhin für uns sicherstellen, den politischen Beiräten, die innerhalb ihrer Interessengruppen bestmöglich Unterstützung anbieten, der Wirtschaftsvereinigung, die quasi über Nacht zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft das Lieferportal www.gemeinsam-in-oldesloe.de erstellt hat, aber auch den vielen Menschen, die sich aktuell zusammenfinden um ihren Mitbürgern und Nachbarn zu helfen.

Meinen größten Dank richte ich natürlich vor allem an all die Menschen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Apotheken und in der Lebensmittelversorgung in dieser Zeit Außergewöhnliches leisten.

Ich danke auch meinen Mitarbeiter*innen hier in der Stadtverwaltung. Innerhalb kürzester Zeit konnten viele Telearbeitsplätze eingerichtet, sowie weitere notwendige Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden, damit ist die Grundversorgung der BürgerInnen gesichert.

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Bad Oldesloe: Einbruch in Gartenhaus – Zeugen gesucht

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Bei einem Einbruch in ein Gartenhaus in Bad Oldesloe haben unbekannte Täter diverse Werkzeuge erbeutet. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise geben können.

Im Zeitraum vom 01. April 2020, 21:00 Uhr, bis zum 02. April 2020, 14:30 Uhr, verschafften sich die Täter gewaltsam Zutritt zu einem im Garten gelegenem Holzhaus eines Wohnhauses in der Lübecker Straße.

Aus dem Inneren entwendeten sie diverse Werkzeuge und einiges Zubehör. Der Gesamtwert des Stehlgutes dürfte bei mehreren tausend Euro liegen.

Die Kriminalpolizei Bad Oldesloe hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die Angaben zur Tat machen können oder die verdächtige Beobachtungen im Tatzeitraum gemacht haben, melden sich bitte bei der Kriminalpolizei in Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531/501-0.

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Bad Oldesloe

Corona in Stormarn: 161 bestätigte Infizierte – 20 Mitbürger im Krankenhaus

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Arzt bei der Arbeit Symbolfoto: Bannafarsai_Stock

Bad Oldesloe – Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn beträgt jetzt 161 (Stand 2. April), gab die Kreisverwaltung Stormarn heute bekannt.

20 in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 125 in häuslicher Quarantäne.

15 Personen konnten zwischenzeitlich als genesen aus der Quarantäne entlassen werden.

Eine Person ist verstorben. In ganz Schleswig-Holstein sind seit dem Beginn der Pandemie 1343 positiv auf das Virus getestet worden.

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