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Schleswig-Holstein

Verein Jordsand unterstützt Projekt “Basstölpel und Meeresmüll”

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Foto: Elmar Ballstaedt /hfr

Ahrensburg/Helgoland – Besonders Makroplastik stellt eine Todesfalle für Meereslebewesen wie Seevögel dar, die sich im Plastik verfangen und qualvoll sterben.

Auf Helgoland bauen fast alle Basstölpel, eine Hochseevogelart die deutschlandweit nur hier brütet, Plastik in ihre Nester ein. Dies ist auch eine Gefahr für andere Seevogelarten, die im gleichen Gebiet brüten.

Das kleinste Naturschutzgebiet Schleswig-Holsteins, der Lummenfelsen, beherbergt neben Trottellumme und Basstölpel noch drei weitere, für Deutschland einzigartige Hochseevogelarten und hat damit eine bundesweite Bedeutung als Brutplatz aber auch als Naturschutzgebiet. Darüber hinaus bietet die Insel durch die Anbindung an führende Institutionen mit den Forschungsthemen Meeresmüll und Seevögel hervorragende Untersuchungsbedingungen.

Im Januar 2019 startete eine Pilotstudie , die erstmalig das Ausmaß der Plastikverschmutzung in der Helgoländer Kolonie, die Auswirkungen auf die Population sowie die Herkunft des Plastiks näher untersuchen wird.

Bislang werden die Konsequenzen der Verstrickung von Seevögeln im Meeresmüll wissenschaftlich nur wenig beleuchtet. Aber vor allem um Prognosen für den Bestand der einzigartigen Kolonien vor dem Hintergrund der Meeresvermüllung zu erlangen, ist diese Untersuchung von großer Bedeutung.

Chemische Analyse des Nistmaterials Foto: Ballstaedt/hfr

„Wir erhoffen uns durch die erstmalige chemische Analyse von über einem Kilogramm künstlichem Nistmaterial aus den Basstölpelnestern Erkenntnisse darüber, aus welchen Kunststoffarten das genutzte Material besteht. Damit könnte man es im besten Fall Industriesparten zuordnen und Lösungen erarbeiten“ so Elmar Ballstaedt, der das Projekt im Rahmen seiner Promotion durchführt.

In diesem Frühling besteht die Hauptarbeit darin, aus den Nestern geborgenes Plastik im Labor zu untersuchen. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Feldarbeit direkt im Felsen. „Durch tägliche Zählrunden möchten wir die jährlichen Verstrickungsraten bestimmen, um die Auswirkungen auf die Population berechnen zu können“ so Ballstaedt weiter. Zusätzlich werden ausgewählte Nester und die dazugehörigen Basstölpel beobachtet um ein erstes Verständnis dafür zu bekommen, in welcher Phase des Nestbaus Plastik eingetragen wird.

Die hohe Öffentlichkeitswirksamkeit und die weitestgehend fehlenden Informationen zum Thema veranlassten die Gemeinde Helgoland, die Arbeit mit einem vierjährigen Stipendium zu unterstützen.

Gesammeltes,künstliches Nistmaterial Foto: Ballstaedt/hfr

Weitere Kooperationspartner für die anfallenden Arbeiten und die Betreuung der Promotion sind das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Universität Kiel (FTZ), das Alfred-Wegener-Institut (AWI), das Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“, die Naturschutzstiftung Jordsand sowie der Verein Jordsand e. V..

Der Verein Jordsand e. V. konnte über die Postcode-Lotterie, vorerst für ein Jahr, zusätzlich noch Drittmittelgelder für das Projekt einwerben.

Elmar Ballstaedt ist zuversichtlich, in den kommenden vier Jahren mit der Unterstützung, der finanziellen Grundlage und der Kompetenz der beteiligten Institutionen einen Schritt in die richtige Richtung zu machen: „Das Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit Plastik nimmt immer weiter zu, ich hoffe durch unsere Arbeit hier auf Helgoland können wir mit unseren erstmalig durchgeführten Untersuchungen einen kleinen Beitrag leisten, um der Verschmutzung der Weltmeere und in Seevogelnestern entgegen zu wirken“.


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Schleswig-Holstein

Elf Kilo Kokain übergeben: Spezialeinheiten nehmen Drogenhändler fest

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Kaltenkirchen – Nachdem in einem Industriegebiet elf Kilo Kokain ihren Besitzer wechselten, haben Spezialeinheiten von LKA und Zoll bei Kaltenkirchen zwei Drogenhändler festgenommen.

Symbolfoto: Tomasworks/Shutterstock.com

Zunächst erhielten die Strafverfolgungsbehörden Kenntnis von der bevorstehenden Übergabe einer großen Menge an Betäubungsmitteln.

Ein namentlich bekannter 41-jähriger ausländischer Staatsangehöriger begab sich hierzu aus seinem Heimatland mit einem Lkw auf die Fahrt nach Kaltenkirchen, wo ein 45-jähriger, ebenfalls polizeibekannter Lieferant ihm in einem Industriegebiet Drogen gegen Bargeld übergeben hat.

Bei dieser Übergabe wurden beide bereits von der Polizei beobachtet. Im Anschluss konnten beide Männer an unterschiedlichen Orten durch die eingebundenen Spezialkräfte der Polizei aus Hamburg und Schleswig-Holstein vorläufig festgenommen werden.

Im Führerhaus des Lastwagen wurden Pakete mit insgesamt rund elf Kilo Kokain aufgefunden und beschlagnahmt.

An der Wohnanschrift des Lieferanten konnten erhebliche Bargeldmengen im sechsstelligen Bereich beschlagnahmt werden.

Beide Männer wurden dem Polizeigewahrsam in Kiel zugeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel werden beide heute dem Amtsgericht Kiel mit dem Ziel des Erlasses von Haftbefehlen vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

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National

Maskenpflicht bleibt: Gesundheitsminister geben Druck der Lobbyisten und Populisten nicht nach

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Symbolfoto: Anirat1705/pixabay

Berlin – Seit vergangener Woche rumorte es kräftig. Verschwörungstheoretiker sehen in Masken ja schon länger ein Zeichen für Bevormundung oder “Angstmache” und es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich über die Mund- und Nasenschutz-Pflicht im Einzelhandel wunderbar aufregen können. Doch nun erhielten diese Gruppen auch Beistand aus Teilen der Politik und aus der Einzelhandelslobby.

Lobbyverbände des Handels sowie manche Wirtschafstminister forderten die Aufhebung der Maskenpflicht. Der Grund: Die Infektionszahlen seien gesunken, gleichzeitig hemme der Mund- und Nasenschutz offenbar die Kauflust.

Gesundheitsexperten und Virologen warnten sofort, dass dieser Schritt zu früh komme. Die Bundesregierung positionierte sich ebenfalls eindeutig für einen Erhalt der Mund- Nasenschutzpflich beim Einkauf. Die Gesundheitsminister haben in einer gemeinsamen Schalte nun dem Druck aus Lobbyverbänden und Wirtschaft entsprechend nicht nachgegeben. Es dürfe auch auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass die Infektionsgefahr vorbei sei.

Denn tatsächlich ist die Corona-Pandemie auch nicht vorbei. Der Mund- und Nasenschutz ist laut Experten ein wichtiger Beitrag, um Lockerungen aufrecht zu erhalten und erneute , erhöhte Infektionszahlen zu vermeiden.

Tatsächlich ist es auch ein wenig seltsam, wie sehr sich manche Mitmenschen über diesen doch sehr kleinen, persönlichen Beitrag zur Eindämmung der Virusausbreitung aufregen können. Das Tragen des Mund- und Nasenschutz ist auch ein Zeichen der Rücksicht auf die Mitbürger.

In Sachen Shoppingerlebnis stellt sich auch die Frage, was es denn für die Konsumgesellschaft eigentlich bedeutet, dass die Geschäfte Probleme bekommen, wenn nur noch zielgerichtet die Produkte gekauft werden, die man gerade benötigt.

Eine komplette Beendung der Maskenpflicht hatte die AfD gefordert. Die FDP möchte ein “Ausstiegszenario”.

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Schleswig-Holstein

Strandampel: Ticker zeigt, an welchem Strandabschnitt noch Platz ist

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Scharbeutz – Auch wenn das Wetter das noch nicht an allen Tagen so direkt zeigt: Die Sommerferien haben begonnen und trotz der weiter bestehenden Corona-Pandemie sind Strandbesuche an der Ostsee möglich.

Allerdings gelten auch dort weiterhin Abstands- und Hygieneregeln. Es kann also in dieser Saison dazu kommen, dass einer oder mehrere Strandabschnitte wegen des Ereichens der Kapazitätsgrenzen geschlossen werden.

Über Pfingsten und am ersten Ferienwochenende geschah das in einzelnen Ostseebädern bereits.

Wer wissen möchte, ob an einem Strandabschnitt in der Lübecker Bucht (Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf und Neustadt in Holstein mit Pelzerhaken und Rettin) noch genug Platz am Strand ist, der kann jetzt den „Strandticker“ nutzen.

Unter www.strandticker.de zeigt eine Ampel nach Angabe des Standorts oder des gewünschten Seebads in der Lübecker Bucht an, wie die Situation an den Stränden ist.

Grün bedeutet, dass im jeweiligen Strandabschnitt noch genug Platz ist, gelb weist darauf hin, dass es langsam eng wird und wenn die Ampel rot angezeigt wird, ist der jeweilige Strandabschnitt bereits an seiner Kapazitätsgrenze angekommen.

Die Ampel soll verhindern, dass weitere Tagestouristen sich auf den Weg zu einem bereits überfüllten Strandabschnitt machen. Auch die Verkehrs- und Parksituation soll sich so entspannen.

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