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Bad Oldesloe

„Super, und dir?“: Ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit

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Kathrin Weßling liest im KuB aus ihrem Roman “Super, und dir?”. Foto: Melanie Hauke

Bad Oldesloe – Der Roman von Kathrin Weßling „Super, und dir?“ ist das Porträt einer Generation, die gekonnt den Schein wahrt, irgendwann aber an den Ansprüchen der Außen- und Arbeitswelt zerbricht. Während ihr Leben nach außen hin wirkt, als lebe sie den Traum, scheitert die Protagonistin des Romans Marlene an dem Leistungsdruck ihres neuen Jobs und dem eigenen Selbstoptimierungsdrang.

Am Freitag, den 29. März liest Schriftstellerin, Poetry Slammerin und Bloggerin Kathrin Weßling im KuB aus ihrem Roman. Beginn ist um 20 Uhr.

70-Stunden-Woche, Fitnessstudio, Beziehung und nachts Party machen – während Marlene an dem Druck langsam zerbricht, postet sie weiter fröhliche Selfies auf Instagram. In ihrem Roman “Super, und dir?” zeigt Kathrin Weßling auf, was die moderne Arbeitswelt aus Menschen machen kann. Am Freitag, den 29. März stellt die Schriftstellerin den Roman über den Selbstoptimierungszwang unserer Zeit vor – ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit.

Marlene Beckmann hat alles richtig gemacht: Abitur als Jahrgangsbeste, Studium in Rekordzeit und das begehrte Marketing-Volontariat mit Option auf Festanstellung oben drauf. You go Girl!, jubelt die Motivations-App auf ihrem Smartphone, dabei braucht Marlene Beckmann im Grunde niemanden, der sie anfeuert. Sie braucht keine Hilfe und hat auch nie danach gefragt. Wenn man sich erkundigt, wie es Marlene Beckmann geht, lautet die Antwort: Super, und dir? Alles läuft nach Plan. Marlene ist Anfang 30, sie lebt in der Großstadt in ihrer eigenen Wohnung, hat einen Job und 532 Facebook-Freunde. Die Zukunft, von der sie seit ihrer Kindheit geträumt hat, beginnt jetzt. So viel Zeit, so viel Leben. Und so viele Zweifel. Ist es das, was sie mit ihrer Zukunft anfangen will? Ist es dieser Job? Diese Beziehung? Was, wenn sie auf allen Ebenen versagt? Gedanken, die auf Shuffle laufen. Dann muss sie eben noch härter an ihrer Persönlichkeit arbeiten. Wer in dieser Welt mithalten will, muss therapiert und reflektiert sein, muss geil und kinky sein, muss cool aber auch lieb sein.

Sie weiß, dass sie den Urlaub, den man ihr freundlich versagt, dringend braucht, um sich vom Stress (Drogen) und den Schlafproblemen (Drogenproblemen) zu erholen, und noch dringender, um ihre Beziehung mit Jakob zu retten. Sie weiß, dass sich was ändern muss. Doch das Eingeständnis, dass hier etwas nicht stimmt (mit ihr etwas nicht stimmt) würde den Zusammenbruch ihres mühsam errichteten Imperiums bedeuten, ihres Fake Empires, der Lüge, die ihr Leben ist. Also alles gut, nein, super.

In ihrem Roman Super, und dir? zeichnet Kathrin Weßling das Bild einer jungen Frau, die auf radikale, oft unbequeme Weise ihre Entscheidungen, Verluste und Erwartungen reflektiert. Dabei beweist sie ein beachtliches Gespür für die Beobachtungen im Innenleben ihrer Protagonistin, die im Kontrast zur inszenierten Selbstdarstellung stehen, mit der Marlene nach Außen auftritt. Mit Super, und dir? entzaubert Kathrin Weßling jeglichen Wunsch nach Selbstoptimierung und setzt in ihrer Schonungslosigkeit eine ganze Generation unter Druck.

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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