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Ahrensburg

“Blackout”-Vorsorge: Neue Rathaus-Antenne soll auch im Krisenfall senden

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Bürgermeister Michael Sarach (v.l.) mit den Amateurfunkern Bastian Kühn, Stefan Reyers, Holger Dörschel und Lutz Radloff

Ahrensburg – Amateurfunker wollen in Ahrensburg ein Notnetz aufbauen und haben dafür als ersten Schritt eine leistungsstarke Antenne auf dem Rathausdach installiert. Es könnte in einem Krisenfall wie einem länger andauernden Stromausfall die Kommunikation sicherstellen.

“Ein Handy funktioniert solange der Akku voll ist und der Netzbetreiber ein Netz zur Verfügung stellt”, sagt Amateurfunker Holger Dörschel. Im Krisenfall kann dieser Service schnell vorbei sein. Wenn die Funkzellen keinen Strom mehr haben, fällt das Mobilfunknetz aus. TV, Internet, mittlerweile digitales Radio – alles wird früher oder später nicht mehr funktionieren. Es folgt die buchstäbliche Funkstille. Privatpersonen ist es quasi unmöglich bei einem länger andauernden Blackout noch an Informationen oder Nachrichten zu kommen.

Die Amateurfunker vom Ortsverein Ahrensburg und Großhansdorf werden sich auch dann noch miteinander unterhalten können. Ihr Know-How wollen die Technik-Freaks jetzt nutzen, die Region vom Ahrensburger Rathaus aus – sollte es irgendwann einmal tatsächlich zum Ernstfall kommen – mit Funkwellen zu versorgen. Das kann dann auch der weniger technikaffinen Bevölkerung nutzen.

Das neue Relais auf dem Rathausdach in 42 Meter Höhe über Null ist extrem leistungsfähig und sendet bis zu 30 Kilometer weit. “Es wird uns möglich sein, beispielsweise Textnachrichten per Funk auf Pager zu versenden und das über Wochen selbst wenn der Strom weg ist”, sagt der Funk-Experte Lutz Radloff. Derzeit werden die Pager nur noch von Feuerwehren für die Alarmierung oder in Krankenhäusern genutzt. “Aber vielleicht hatten sie auch Platz in einem Notfunk-Konzept”, sagt Radloff, der beruflich Kommunikationswege für Militärschiffe entwickelt und auch in seiner Freizeit nicht von der Technik lassen kann.

Die Möglichkeiten, die die neue Anlage auf dem Rathausplatz bietet, sind vielseitig. Möglich wäre auch ein leistungsstarkes Wlan und ein Intranet, das mit Mobiltelefonen erreicht und über das Nachrichten versandt werden können. So könnte die Bevölkerung auch noch informiert werden, wenn es über Fernsehen und Internet nicht mehr möglich ist. “Man müsste sich dann nur mit Wlan einwählen”, sagt der Vorsitzende des Amateurfunker-Ortsvereins Ahrensburg und Großhansdorf Stefan Reyers. Für ihn geht mit der Antenne auf dem Rathausdach ein kleiner Traum in Erfüllung. Anderthalb Jahre hätten die Beschaffung der Technik und das Einholen der nötigen Genehmigungen gedauert. “Es ermöglicht die lokale aber auch weltweite Kommunikation”, sagt Reyers.

Die Installation der Antenne ist ein erster Schritt. Die Technik soll kontinuierlich erweitert werden. So soll die Akku-Kapazität erweitert werden, um möglichst lange autark funken zu können. Stefan Reyers: “Wir stehen noch ganz am Anfang.” Das gilt auch für das Notfunk-Konzept. Bürgermeister Michael Sarach ist begeistert von den Möglichkeiten: “Es kann immer etwas passieren, auf das wir nicht vorbereitet sind.” Schon lange versuche er die Stadtverordneten etwa von einer Notstromversorgung für das Rathaus zu überzeugen. Bislang ohne Erfolg. Das Projekt der Amateurfunker kann den Blick vielleicht etwas erweitern”, so Sarach. Er will jetzt auch mit der Feuerwehr und anderen Organisationen sprechen, ob sich der Amateur-Notfunk ein bestehende Konzepte einbinden lässt.

Dass ein Szenario, in dem tagelang der Strom ausfällt, nicht völlig absurd ist, zeigt aktuell die Situation im südamerikanischen Venezuela. Seit Tagen ist dort in weiten Teilen des Landes der Strom ausgefallen – möglicherweise durch Sabotage oder einen Cyberangriff.

Infos zum Amateurfunk-Verein auf www.e09.de.

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Ahrensburg

Ahrensburg: Zeugen nach Raubüberfall auf 90-Jährige gesucht

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Ahrensburg – Bereits am Mittwoch, 14. August, gegen 19.20 Uhr, kam es in der Bahnhofstraße in Ahrensburg zu einem Straßenraub.

Eine 90-jährige Ahrensburgerin war zu Fuß auf dem Weg nach Hause, als von hinten eine männliche Person mit einem Fahrrad an sie heranfuhr und ihr die Handtasche von der Schulter riss. Die Geschädigte hielt die Handtasche noch instinktiv fest, wurde dabei jedoch umgerissen und stürzte zu Boden.

Hierbei zog sie sich Verletzungen an einer Hand und einem Bein zu.

Der Täter flüchtete in Richtung Woldenhorn und Hamburger Straße. In der Handtasche befand sich noch das Portemonnaie der Geschädigten mit einer geringen Menge Bargeld.

Eine Anwohnerin hörte die Schreie der Geschädigten und verständigte daraufhin die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg.

Die 90-jährige wurde vor Ort von einem RTW behandelt.

Sie konnte den Täter nur vage wie folgt beschreiben.

– ca. 1,80 m groß – schwarze Mütze – schwarze Jacke -schwarzes älteres Fahrrad

Zeugen gesucht. Wer kann Angaben zu der Tat oder dem Täter machen? Wer hat eine Person gesehen, auf die die Beschreibung zutrifft? Zeugenhinweise bitte an die Krimipolizei in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102/809-0

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Ahrensburg

Stormarner Pflegeanbieter schaffen neues Qualifikationsangebot

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Ahrensburg – Der Pflegenotstand ist in aller Munde. Doch anstatt über den Fachkräftemangel zu jammern, haben sich drei Pflegeanbieter aus der Region Stormarn zusammengeschlossen und ein Qualifikationsangebot für angehende Pflegehelfer entwickelt.

Foto: Kai Schwarzmayr

Vom 7. Oktober bis zum 1. November geht die Basisqualifikation für die berufliche Pflege in die dritte Runde. Bewerbungen sind noch bis zum 6. September per Mail an bewerbung@ig-basisqualifikation.de möglich. Interessierte haben am 28. August von 16.30 bis 18 Uhr im Peter-Rantzau-Haus (Raum 2) in Ahrensburg die Möglichkeit, den Anbietern Fragen zu stellen.

Der vierwöchige Kurs setzt sich zusammen aus fünf Tagen Theorie sowie 14 Tagen Pflegepraktikum im ambulanten und stationären Bereich und ist für die Teilnehmer kostenlos. Er richtet sich an Schulabgänger, Quereinsteiger, Menschen mit Migrationshintergrund (mit Deutschkenntnissen auf Niveau B2) und alle Interessierten, die herausfinden möchten, ob eine Beschäftigung in der Pflege etwas für sie ist.

Wer die Basisqualifikation erfolgreich absolviert hat, erhält ein Stellenangebot als Pflegehelfer. Bei entsprechenden Voraussetzungen besteht danach die Möglichkeit, sich berufsbegleitend zum Pflegeassistenten oder zum Examinierten Altenpfleger weiterzubilden – beides Berufe mit Zukunft und hervorragenden Karrierechancen.

Initiiert wurde die Basisqualifikation vom Tobias-Haus Alten- und Pflegeheim gGmbH und dem Pflegedienst Gesundheits- und Krankenpflege zu Hause in Ahrensburg sowie vom Pflege- und Beratungszentrum Zwick GmbH in Bargteheide. Um das Angebot umzusetzen, haben die drei Anbieter die Interessensgemeinschaft „IG Basisqualifikation“ gegründet. Unterstützt wurden sie dabei vom Pflegestützpunkt im Kreis Stormarn. Die Initiative ist aus dem Netzwerk trotz Alter in Ahrensburg hervorgegangen, das sich seit 2003 für die Senioren in der Region engagiert.

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Ahrensburg

Ahrensburger Freundeskreis spendiert Büchergutscheine für Kinder von Geflüchteten

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Ahrensburg – Zur Unterstützung der Kinder von Geflüchteten hat der Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg e.V. (FKF) erstmalig eine Aktion mit Büchergutscheinen gestartet.

Milena und Ashot aus Armenien nehmen in der Buchhandlung Stojan ihre Bücher entgegen

Kinder im schulpflichtigen Alter erhalten für Lektüren, Schulbücher und Arbeitshefte einen Gutschein in Höhe von 30 Euro, um die Sprachkompetenz zu fördern.

Sprache ist der Schlüssel zur Integration und Bildung. Das Erlernen der deutschen Sprache ist die Voraussetzung, um unsere Gesellschaft zu verstehen und sich zu integrieren. Integration kann ohne Bildung nicht funktionieren. Das Lesen von Büchern hilft den Kindern, ihre Sprachkompetenz zu erweitern.

Zu Beginn des Schuljahres ist die Ausgabe der Büchergutscheine ein guter Zeitpunkt, um Schulanfänger/innen anzusprechen und bei Schülern und Schülerinnen die neue Motivation zu nutzen.

Die Ausgabe der Gutscheine erfolgte ab dem 24. Juli 2019 im Ruki (Büro des Freundes- kreises in der Rudolf-Kinau-Straße 13-15).

Die Aktion kam sehr gut an, denn es wurden bereits am ersten Tag über 100 Büchergutscheine ausgegeben.

Die Gutscheine können bis zum 7. September in der Buchhandlung Stojan, Hagener Allee 3A in Ahrensburg eingelöst werden.

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