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Kiel

Verbrecherjagd aus der Luft: Die Polizei setzt ab sofort Drohnen ein

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Drohne mit Kamera (Symbolbild). Foto: Thomas Ehrhardt/Pixabay

Kiel – Bei Einsätzen will die Landespolizei Schleswig-Holstein künftig auch Drohnen einsetzen. Mit den unbemannten Flugobjekten könnten etwa Verbrecher verfolgt und Vermisste gesucht werden. Auch für die Erkundung von Tat- oder Unfallorten sollen die Geräte eingesetzt werden.

Die Landespolizei in Schleswig-Holstein verfügt bisher nicht über eigene Luftfahrzeuge wie zum Beispiel Hubschrauber. Werden Polizeihubschrauber benötigt, werden diese bei der Bundespolizei oder benachbarten Landespolizeien angefordert.

Neben dem bewährten Einsatz dieser Polizeihubschrauber wird nun getestet, ob zusätzlich auch Drohnen taktisch bei konkreten Einsatzanlässen genutzt werden können.

Die Testphase läuft zunächst bis zur Jahresmitte 2019. Danach wird ein Zwischenfazit gezogen und das weitere Vorgehen auf Basis der dann vorliegenden Erfahrungen geplant.

Für die Polizei sind Drohnen von Vorteil, da sich die Möglichkeit ergibt, auch unübersichtliches Gelände schnell und umfassend zu überprüfen. Damit können zum Beispiel vermisste oder flüchtige Personen schneller aufgespürt werden. Der Einsatz von Drohnen kann auch dem Schutz der eingesetzten Polizeikräfte dienen, um drohende Gefahren aufzuspüren, bevor die Einsatzkräfte damit konfrontiert sind.

Im Vorwege des Testverfahrens sind acht Polizeibeamtinnen und -beamte als Luftfahrzeugfernführer (Drohnensteuerer) ausgebildet worden. Zukünftig der Drohnensteuerer im Einsatz durch einen Video-Operator unterstützt, der für die Bedienung der Kameratechnik zuständig ist. Zu diesem Team stößt bei Bedarf noch ein “Spotter”, der für Luftraumbeobachtung und Kommunikation zuständig ist.

Zur eingesetzten Technik: Beide Drohnen sind in einer speziellen Version für den behördlichen Einsatz beschafft worden, die für die taktischen Anforderungen konfiguriert ist und eine Datenausleitung an Externe technisch unterbindet. Zum einen wird eine ein Kilogramm schwere Übungsdrohne verwendet, für den taktischen Einsatz ist eine größere vier Kilogramm schwere Drohne vorgesehen.

Beide Geräte können ca. 30 Minuten in der Luft eingesetzt werden und werden ausschließlich bei konkreten Einsatzanlässen verwendet. Speziell für die Suche nach Vermissten wurde auch eine Wärmebildkamera beschafft. Die Anschaffung hat rund 34.000 Euro gekostet.

Der Test wird sowohl vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz, als auch von der Luftsicherheitsbehörde begleitet. Die taktischen Einsätze der Drohne finden auf Grundlage des geltenden Polizei- bzw. Strafprozessrechts statt. Bei Versammlungen ist der Einsatz der Drohne grundsätzlich nicht zulässig.

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Schleswig-Holstein

Polizei-Tipps für einen sicheren Schulweg

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Sicher auf dem Schulweg Foto:Polizeidirektion Flensburg/hfr

Flensburg/Schleswig-Holstein – Die Sommerferien in Schleswig-Holstein sind zu Ende und die Schüler starten wieder in ein neues Schuljahr. Die Polizei gibt entsprechende Sicherheitstipps für den Straßenverkehr.

Auch wenn in diesem Jahr vieles anders ist als sonst, beginnt insbesondere für die Erstklässler am Mittwoch ein völlig neuer und aufregender Lebensabschnitt. Der Weg zur Schule ist für sie ebenfalls eine neue Erfahrung und oftmals sind sie auch hier “Anfänger”.

Die Polizeidirektion Flensburg hat deshalb auch in diesem Jahr auf die ABC-Schützen und die weiteren Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk. Das gilt natürlich auch für das restliche Land.

Schulwegsicherung und die Überwachung von Geschwindigkeiten, Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht werden gezielt im Bereich von Schulen und Kindergärten sowie auf stark frequentierten Schulwegen stattfinden.

Die Kommunen, Schulen, die Verkehrswacht und die Polizei sind auch in diesem Jahr wieder sehr bemüht, den Eltern zum Schulbeginn Ihrer Schützlinge mit Rat und Tat zur Seite zu stehen:

Tipps für einen sicheren Schulweg:

-Informieren Sie sich an Ihrer Schule über den “Schulwegplan”, der Ihnen sichere Schulwege empfiehlt. Wählen Sie diesen sicheren Weg, auch wenn dadurch ein Umweg in Kauf genommen werden muss.

-Trainieren Sie den Schulweg mit Ihrem Kind einige Zeit, bevor es diesen selbstständig gehen soll. Erklären Sie dabei immer wieder was Sie tun und warum das wichtig ist. Ihr eigenes Verhalten ist dabei wichtig: Sie sind das Vorbild Ihres Kindes! Bobachten Sie ihr Kind genau: kann es sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren, Entfernungen von herannahenden Fahrzeugen richtig einschätzen, den Unterschied zwischen Fahrbahn, Gehweg und Radweg erkennen und sich auf besondere Situationen im Straßenverkehr (parkende Autos, Baustellen, u.ä.) einstellen?

-Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor jeder Straßenüberquerung, auch an Ampeln und Zebrastreifen, immer aufmerksam zu beiden Seiten schaut. Oft können Kinder rechts und links noch nicht unterscheiden. Grundsätzlich soll es sich in beide Richtungen absichern. Vor dem Überqueren müssen Sie mit Ihrem Kind am Bordstein stehen bleiben. Dabei sollten mindestens 20 cm Abstand zur Fahrbahn eingehalten werden. Am Zebrastreifen sollte Ihr Kind zusätzlich den Arm nach vorne ausstrecken, damit es für Autofahrer besser erkennbar ist.

-Üben Sie mit Ihrem Kind auf verkehrsrelevante Geräusche zu achten und deren Wichtigkeit zu beurteilen (Martinshorn, Hupen, Motorengeräusche, etc.).

-Wecken Sie Ihr Kind morgens rechtzeitig: Zeitdruck und Hektik können sich auf das Verhalten im Straßenverkehr negativ auswirken. Ein gesundes/ausgewogenes Frühstück ist ebenso von besonderer Bedeutung, weil dadurch die Konzentrationsfähigkeit gestärkt wird.

– Achten Sie auf gut sichtbare Kleidung Ihres Kindes im Straßenverkehr! Ihr Kind wird spätestens in den Herbstmonaten häufig auch in der Dunkelheit und in der Dämmerung im Straßenverkehr unterwegs sein. Deshalb ist helle und reflektierende Kleidung lebenswichtig!

– Verabreden Sie sich mit anderen Eltern und lassen Sie die Kinder in Kleingruppen gemeinsam zur Schule gehen. Vereinbaren Sie mit den Schulanfängern, dass sie aufeinander warten und zusammenbleiben. Stärken Sie hierbei das Verantwortungsgefühl der kleinen ABC-Schützen.

-Denken Sie bitte auch immer an Ihr eigenes Vorbildverhalten. Dieses prägt Kinder wesentlich intensiver, als zeitlich begrenzter Verkehrsunterricht an Schulen und Kindergärten.

-Auch wir, Ihre Polizei, werden besonders zu Beginn des neuen Schuljahres wieder vermehrt an Schulen und Schulwegen präsent sein und durch zusätzliche Verkehrsüberwachungs- und Präventionsmaßnahmen für die Sicherheit der Schüler, insbesondere der ABC-Schützen, sorgen. Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an!

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Gesundheit

SH verzichtet auf Corona-Lockerungen und kündigt Bußgelder gegen Maskenverweigerer an

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Kiel – Aus Sorge vor einer zweiten Welle verzichtet das Land Schleswig-Holstein auf weitere Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen.

Datenstand: 04.08.2020 19:34:13. Quelle: RKI/schleswig-holstein.de

Das hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) gemeinsam mit Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) in Kiel mitgeteilt.

Bislang bestand noch die Hoffnung, dass es zum 10. August eine neue Verfügung in Kraft tritt. Doch steigende Infektionszahlen sprechen dagegen.

“Es ist jetzt nicht die Zeit, weiter zu Lockern”, sagte Ministerpräsident Günther am Mittwoch in Kiel. “Wir haben jetzt eine Situation, wo wir genau hinschauen müssen.”

Sorge bereiten der Landesregierung vor allem der Schulstart und die Urlaubsrückkehrer, die für einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen sorgen könnten.

Wegen der angespannten Lage will Schleswig-Holstein jetzt stärker gegen Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen vorgehen.

Wer im ÖPNV keine Mund-und-Nasenbedeckung trägt, muss künftig mit Bußgeldern rechnen.

Nordrhein-Westfalen hatte bereits angekündigt, entsprechende Verstöße künftig mit 150 Euro Strafe zu ahnden. Wie hoch das Bußgeld in Schleswig-Holstein sein wird, ließen Günther und Garg noch offen.

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Polizei und Feuerwehr

Unfall in Kiel: 23-Jährige am ersten Ausbildungstag von Fahnenmast erschlagen

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Rettungswagen im Einsatz Symbolfoto: SL

Kiel – Es sollte ein feierlicher Tag werden und er endete im Drama. Eine 23-Jährige ist in Kiel am ersten Ausbildungstag von einem Fahnenmast erschlagen worden.

“Die 23 Jährige war kurz vorher im Ratssaal gemeinsam mit 50 weiteren neuen Auszubildenden der Landeshauptstadt Kiel an ihrem ersten Ausbildungstag empfangen worden. Im Anschluss wollten sich diese für ein gemeinsames Foto auf dem Rathausplatz versammeln. Im gleichen Moment rangierte am Rande des Platzes ein Lkw und stieß dabei gegen einen Fahnenmast. Der Mast brach ab und stürzte auf die junge Frau”, teilt die Stadtverwaltung Kiel mit.

„Ich bin zutiefst erschüttert und geschockt“, sagt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Er war Zeuge des Unfalls auf dem Rathausplatz. „Es gibt keine Worte für das Entsetzen über dieses tragische Geschehen. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen.“

Die städtischen Auszubildenden, von denen einige ebenfalls ZeugInnen des tragischen Unfalls geworden sind, wurden vor Ort vom Kriseninterventionsteam betreut.

Am Dienstag werden SeelsorgerIinnen und die Stadtverwaltung den Auszubildenden erneut Hilfe anbieten, damit diese das Geschehen verarbeiten können.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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