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Bad Oldesloe

Trotz Regenwetter: Hunderte Schüler gehen fürs Klima auf die Straße

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Schüler demonstrieren in Bad Oldesloe gegen die Zerstörung der Umwelt

Bad Oldesloe – Trotz Regen haben in Bad Oldesloe rund 300 Kinder und Jugendliche für mehr Klimaschutz demonstriert. Auch Erwachsene, darunter Lehrer von Oldesloer Schulen, beteiligten sich diesmal an den Protesten. “Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut”, skandierten die Teilnehmer unter Anleitung der Mitorganisatorin Friederike Wrohn vor der Bühne auf dem Marktplatz. Zuvor waren die Demonstranten vom Schulzentrum in der Olivet-Alle aus mit Begleitung der Polizei die Hamburger Straße entlang in die Innenstadt gezogen.

Kundgebung auf dem Marktplatz

In Bargteheide gingen Schüler schon vormittags auf die Straße. Trotz der Gefahr für ihren Protest einen Verweis zu bekommen. In Bad Oldesloe wurde die Schule an diesem Freitag nicht geschwänzt. Die Organisatoren hatten die Demonstration in der Kreisstadt auf den Nachmittag gelegt, um die Öffentlichkeit auf das eigentliche Thema, die Umwelt, zu lenken und Kritikern damit “den Wind aus den Segeln zu nehmen.”

Die Forderung ist eigentlich ziemlich simpel: Die Erwachsenen sollen aufhören, für Geld und aus Bequemlichkeit die Welt zu zerstören! 

 

Klare Ansage

“Letztes Mal wurde hauptsächlich berichtet, dass wir demonstrieren und das zur Schulzeit. Dieses Mal wollen wir, dass mal mehr über das Thema Klimaschutz an sich gesprochen und berichtet wird”, so Tom Petersen aus dem Organisationsteam.

Umweltprojekttag im Inihaus

Doch beirren ließen sich die Schüler von der Kritik nicht. Im Gegenteil. In 123 Ländern an mehr als 2000 Orten waren für Freitag Demonstrationen angekündigt. “Eine Bewegung, die die Wucht und das Potential entwickelt hat, tatsächlich etwas zu verändern. Wir werden gehört und wir werden gesehen. Auch wenn viele Profis mit ihren Aktenkoffern das nicht so gerne wahrhaben möchten”, sagte Merle Fischer von der Jugendpolitikgruppe Arandela ihrer Rede.

Das Inihaus veranstaltet am Sonnabend, 16. März, von 10 bis 17 Uhr einen Umweltprojekttag. Die Workshops: “Was Macht Klimawandel – Soziale Gerechtigkeit und globale Verflehtungen”, “Aktiv für Klimagerechtigkeit – Warum Ökostrom und Kleidertausch nicht alles sind”, “How to make SeedBomb – Für die Kleingarten Guerilla”.

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Bad Oldesloe

Jürgen Heins neuer Präsident des Lions Club Stormarn

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Bad Oldesloe – Jürgen Heins (56) ist von den Mitgliedern des Lions Clubs Stormarn zum Präsidenten gewählt worden und hat sein Amt am 24. Juni 2020 angetreten. Er folgt damit dem bisherigen Präsidenten Walter Gyhr.

Der bisherige Präsident Walter Gyhr (rechts) übergibt die Präsidentennadel an den neuen Präsidenten Jürgen Heins. Foto: Lions Club Stormarn

Der Lions Club Stormarn besteht seit mehr als 50 Jahren und gehört in Schleswig-Holstein zu den traditionsreichsten und mit einem Spendenaufkommen von weit über einer Million EURO auch zu den erfolgreichsten Clubs. Er ist Teil der internationalen Lions-Organisation, die sich der Unterstützung Bedürftiger verschrieben hat und aktiv für die bürgerliche, kulturelle und soziale Entwicklung der Gesellschaft und die Förderung der Völkerverständigung eintritt. Weltweit ist Lions International in über 200 Ländern mit rd. 1,4 Millionen Mitgliedern vertreten. In Deutschland gibt es etwa 1.500 Clubs mit rd. 50.000 Mitgliedern.

Mitglied im Lions Club Stormarn ist Jürgen Heins seit 2013. Er hat seitdem verschiedene Funktionen im Club und im Vorstand ausgeübt.

Jürgen Heins ist Diplom-Ingenieur und arbeitet bei einem renommierten Pumpenhersteller in Hamburg als Business Development Manager. Er wohnt mit seiner Ehefrau Susanne und den beiden Töchtern Helene (20) und Henriette (15) seit 2003 in Bargteheide. Sein Hobby ist das Fliegen. Als Inhaber einer Privatpilotenlizenz geht er in seiner Freizeit gern in die Luft.

Jürgen Heins: „Ich übernehme das Amt des Präsidenten im Lions Club Stormarn sehr gern, weil in unserem Club die Lions – Idee, in freundschaftlichem Miteinander für die Unterstützung Hilfsbedürftiger und für die Förderung begabter Jugendlicher zu arbeiten, vorbildlich gelebt wird. Mit dem Schwerpunkt des Lions Club Stormarn, Kindern und Jugendlichen im Kreis Stormarn zu helfen, kann ich mich besonders gut identifizieren.“

Das Lions-Benefizkonzert Rock am Schloss in Blumendorf war für den 15. August 2020 geplant und musste wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. Das trifft den Lions Club Stormarn und den neuen Präsidenten, der bei der Planung und Organisation des populären Konzerts engagiert mitgewirkt hat, besonders hart.

„Mit Rock am Schloss in Blumendorf spielt der Lions Club Stormarn einen Großteil der Mittel ein, die wir für unsere Unterstützungsleistungen im sozialen Bereich verwenden. Der gemeinsame Einsatz bei Rock am Schloss für den guten Zweck hat zudem auch unsere Clubgemeinschaft weiter gefestigt. Dass Rock am Schloss ausfällt, ist ein herber Schlag, weil damit auch wichtige Einnahmen fehlen.

Mir kommt es in der Zeit meiner Präsidentschaft darauf an, auch in dieser schwierigen Zeit trotz beschränkter Kontaktmöglichkeiten die enge Verbundenheit aller Mitglieder und das gemeinsame Engagement für die gute Sache zu erhalten, und dies auch im Rahmen virtueller Treffen.“

Auch wenn die schwierigen Zeiten präzise Planungen erschwerten, werde der Lions Club Stormarn weiterhin dafür arbeiten, dass denen, die im Kreis Stormarn unter den Folgen der Coronakrise besonders zu leiden haben, geholfen werde.

Jürgen Heins abschließend: „Die aktuelle Lage bringt besondere Herausforderungen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit der stabilen Gemeinschaft des Lions Club Stormarn auch in dieser Zeit unsere Ziele erreichen, in unserem Heimatkreis Stormarn und auch darüber hinaus Probleme in unserer Gesellschaft dort abzumildern, wo staatliche Hilfe fehlt. Und weil wir optimistisch sind, planen wir bereits jetzt für Rock am Schloss 2021.“

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Anwohner in Angst vor Rasern in der 30 Zone

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30-Zone Theodor Storm Straße Foto: SL

Bad Oldesloe – Eigentlich ist die Theodor-Storm-Straße in Bad Oldesloe eine 30-Zone. Doch laut Anwohnern halten sich immer mehr Autofahrer nicht an diese Regelung. Teilweise werde deutlich schneller gefahren.

In der Stadtverodnetenversammlung trugen sie entsprechende Sorgen vor. Neben der Angst um die Gesundheit von Radfahrern und Fußgängern käme auch Ärger über Beschädigungen an geparkten Fahrzeugen hinzu.

So würden bei der Raserei zum Beispiel Außenspiegel abgefahren. Die Frage sei, ob erst etwas Schlimmes passieren müsse, bis die Politik und die Verwaltung einschreiten.

Bürgermeister Jörg Lembke betonte, dass er bereits nach der letzten Beschwerde über das Fahrverhalten in der 30-Zone mit der Polizei Rücksprache gehalten habe. Diese habe auch eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Diese habe aber keine besonders alarmierenden oder im Vergleich ungewöhnlichen Ergebnisse gezeigt.

Leider sei es so, dass solch “individuelles Fehlverhalten” ihm ständig auch in anderen Ortsteilen beschrieben werde. Es sei generell in der Theodor-Storm-Straße so, dass dort allerdings kein Unfallschwerpunkt oder ähnliches sei.

Die Anwohner kritisierten, dass die Geschwindigkeitsmessung zwar stattgefunden habe, aber zu einer Uhrzeit in der die Straße nicht so stark befahren sei und bei Regen, als weniger Verkehr herrschte.

Der Bürgermeister versprach, das Thema im Auge zu behalten.

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Bad Oldesloe

Stadtverordnete gegen Rechtsruck und Verrohung: “Bad Oldesloe ist eine bunte, weltoffene Stadt”

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Internationale Begegnungen Symbolfoto: Riccadro Piccinini/shutterstock

Bad Oldesloe – Nach dem wiederholten Auftreten von rechtspopulistischen und rechtsextremen Stickern in der Kreisstadt, haben die Stadtverordneten in einem Statement klargestellt, dass solche Tendenzen in Bad Oldesloe nicht toleriert werden. 30 von 31 Stadtverordneten stimmten für das Statement in der folgenden Form. Nur ein FBO-Mitglied enthielt sich bei der Zustimmung.

“Viele Bürgerinnen und Bürger, die über 200 Vereine und Organisationen leben diese Vielfalt in ihrer täglichen Arbeit und tragen durch ihr unermüdliches Engagement zum friedlichen Zusammenleben unserer Kreisstadt bei. Dabei besteht für die Politik die besondere Verantwortung, weiterhin aktiv für eine pluralistische Stadtgemeinschaft einzutreten, indem wir diejenigen Werte beschützen, die uns als demokratische, tolerante und offene Gesellschaft auszeichnen.

In den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der letzten Jahre sind Grundgesetz verachtende Tendenzen feststellbar und ein gefährlicher Rechtsruck zu beobachten.

Dieser nimmt zunehmend menschenverachtende Züge an und äußert sich in der Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Sachbeschädigung und der Verbreitung von Hass anstelle von Toleranz. Dieses Verhalten gefährdet nachhaltig unsere Demokratie!

Daraus ergibt sich für alle demokratischen Kräfte die Verpflichtung, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und bunte Farbe zu bekennen.

Im Geiste des gegenseitigen Respekts setzen wir uns als Bad Oldesloer Stadtverordnete durch konsequentes Eintreten für gleiche Rechte aller Teile der Bevölkerung für ein solidarisches Zusammenleben in Bad Oldesloe ein. Wir fördern den friedlichen Dialog zwischen unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft und tragen so zu einem respektvollen und toleranten Miteinander bei.

Wir sehen Diversität als Bereicherung unserer Stadtgemeinschaft an und pflegen somit einen positiven Umgang mit Vielfalt und einer offenen und pluralistischen Kultur.

Um das Zusammenleben in unserer städtischen Gemeinschaft zu schützen und zu pflegen, positionieren wir Stadtverordnete uns deutlich gegen Diskriminierung und Intoleranz.

Niemand darf insbesondere aufgrund der sozialen oder ethnischen Herkunft, der Hautfarbe, des Geschlechts, der geistigen, psychischen oder körperlichen Fähigkeiten, des Alters, der sexuellen und geschlechtlichen Identität, der Religion oder der Weltanschauung herabgewürdigt oder ausgegrenzt werden.

Die Lösung von Konflikten innerhalb der Gesellschaft kann nur gewaltfrei und durch Kommunikation erfolgen.

Gleichwohl ist unsere Bereitschaft zum Dialog und damit unsere Toleranz nicht grenzenlos. Sie hört dort auf, wo sich Einzelne, Gruppen, weltliche wie religiöse Institutionen in ihren Strukturen, in ihrer Haltung und ihrem Handeln gegen die Werte unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung sowie die Werte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte richten.

Wir sind im Hinblick auf die von uns vertretenen Werte kompromisslos und tolerieren keinerlei Form von Hass, Gewalt und Ausgrenzung-egal woher diese kommt.”

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