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Bad Oldesloe

Seniorenheime: Eigenteile explodieren. AWO startet Petition

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Altenpflegerin mit Senioren
Symbolfoto: Gagirdalilimages / Shutterstock

Bad Oldesloe/Kiel – Viele Seniorenheimbewohner und ihre Angehörigen kommen in den letzten Wochen auch in Schleswig-Holstein aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Ihnen sind Bescheide zugestellt worden, nach denen sie ab sofort mehrere hundert Euro Eigenanteile mehr an Heimkosten stationärer Pflege tragen sollen.

Der Grund dafür ist, dass die Heimbetreiber verpflichtet worden sind, mehr Personal einzustellen und dieses auch besser zu bezahlen. Doch legen die Betreiber diese Mehrkosten in den meisten Fällen 1:1 auf ihre Bewohner um und erhöhen die Beträge zum Teil drastisch.

Die Arbeiterwohlfahrt will diese Vorgänge nicht akzeptieren und hat daher eine Onlinepetition gestartet, dass die Bundesregierung eine Maximalhöhe für Eigenanteile von Heimbewohnern und Angehörigen festlegt.

AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker erklärt: „Seit Jahren macht die AWO auf die Tatsache aufmerksam, dass alle Kostensteigerungen, die in Pflegeheimen anfallen, aufgrund der Deckelung der Beträge, die die Pflegeversicherung zahlt, allein von den Bewohnerinnen und Bewohnern übernommen werden müssen. Für diese ist die Schmerzgrenze längst überschritten, denn sogar direkt durch die Pflege entstehende Kosten sind inzwischen in den zu zahlenden Eigenanteilen enthalten. Doch von Seiten der Politik wurde das Thema bisher nicht ernsthaft angegangen. Mit der Petition wollen wir zeigen, wie wichtig den Menschen dieses Thema ist. Wir sind überzeugt davon, dass wir die 50.000 Stimmen zusammenbekommen, damit der Bundestag sich mit einer gesetzlichen Neuregelung beschäftigen muss.“

Bereits 2017 lagen die Kosten, die eine versicherte Person selbst übernehmen musste, im Bundesdurchschnitt deutlich über der durchschnittlichen Rentenleistung.

„Wir wollen, dass steigende Pflegekosten aus Mitteln der Pflegeversicherung getragen werden, denn dafür wurde sie eingeführt und dafür zahlen Menschen ihre Beiträge“, betont Döcker und ergänzt: „Wir bitten nun alle Bürgerinnen und Bürger die Petition zu unterzeichnen und dieses wichtige Anliegen, womit sich früher oder später jede Familie auseinandersetzen muss, zu unterstützen.“

Aufgrund der gestiegenen Kosten in den letzten Jahren, waren und werden laut AWO zukünftig immer mehr Rentenbeziehende gezwungen sein, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, um ihre Pflege bezahlen zu können. Das ist gegenüber den Pflegebedürftigen unwürdig und führt auch bei deren Angehörigen zu extremen Unsicherheiten.

Darüber hinaus werden durch die Übernahme der Kosten aus der Sozialhilfe die kommunalen Haushalte weiter belastet. Die Ursache liegt in einer gesetzlichen Regelung. Als 1995 die Pflegeversicherung eingeführt wurde, wurden die Leistungsbeträge der Pflegekassen gesetzlich festgeschrieben und nicht dynamisiert. Die Erhöhungen der Leistungsbeträge der Pflegekassen in den nachfolgenden Jahren waren bei Weitem nicht ausreichend. Somit tragen die  pflegebedürftigen Menschen alle Kostensteigerungen.

„Aus Sicht der AWO ist es notwendig, Pflegekosten bundeseinheitlich zu definieren. Diese sind den Pflegekassen gesetzlich zuzuweisen, damit sie kein unkalkulierbares finanzielles Risiko mehr für Menschen mit Pflegebedarf darstellen. Das heißt, alle pflegebedingten Kosten sind aus Mitteln der Pflegeversicherung zu tragen. Eine Pflegeversicherung muss die Menschen absichern und ihnen sowie ihren Angehörigen Sicherheit geben“, betont Brigitte Döcker.

Hier geht es zur Onlinepetition.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Betrunkene Autofahrerin (39) verursacht mehrere Unfälle

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Bad Oldesloe – Am 9. Oktober konnten die Beamten des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres Bad Oldesloe eine Trunkenheitsfahrt beenden und zwei Verkehrsunfallfluchten aufklären.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr eine 39-jährige Skoda- Fahrerin aus dem Kreis Stormarn die BAB 1 aus Hamburg kommend in Richtung Lübeck auf dem linken Fahrstreifen.

Kurz hinter der Anschlussstelle Ahrensburg wechselte die Fahrerin auf den mittleren Fahrstreifen und kollidierte mit einem dort fahrenden VW Golf eines 23-jährigen Mannes aus Eutin. Die 39- Jährige setzte ihr Fahrt fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Der Golf-Fahrer blieb unverletzt.

Anschließend kollidierte der Skoda zwischen den Anschlussstellen Bargteheide und Bad Oldesloe mit der rechten Leitplanke, auch danach setzte die Fahrerin ihre Fahrt unvermittelt fort.

Die Beamten konnten das in Schlangenlinien fahrende Fahrzeug auf dem Parkplatz Melmshöhe anhalten und kontrollieren.

Die 39-jährige Fahrerin war orientierungslos und stark alkoholisiert. Einen Atemalkoholtest lehnte sie ab. Die Blutprobenentnahme wurde angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Der Sachschaden wird auf 6.000 Euro geschätzt.

Die Skoda- Fahrerin wird sich wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, des Verdachts der Trunkenheit sowie des Verdachts der Verkehrsunfallflucht verantworten müssen.

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Bad Oldesloe

Vortrag über Realismus-Maler Harald Duve in Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe – Unter dem Titel „Kunst in Stormarn – ein kurzer Rückblick auf die letzten 150 Jahre“ stellt der ehemalige Kulturreferent des Kreises, Dr. Johannes Spallek, in den Jahrbüchern für den Kreis Stormarn Künstlerinnen und Künstler aus Stormarn vor, um aufzuzeigen, dass es in Stormarn ein interessantes Erbe der Bildenden Kunst gibt.

Harald Duwe: Ohne Titel (Stormarner Dorf), Foto: Johannes Spallek

“Durch meine gezielten Studien und gründlichen Recherchen konnte ich viel Neues entdecken”, sagt Spallek, “und bisher unbekannte oder kaum bekannte Kunstwerke erstmals beschreiben, wie z. B. das Leben und das künstlerische Werk von Karl Ballmer oder die Gemälde und zahlreichen „Kunst-am-Bau-Werke“ von Harald Duwe, die er in Stormarn realisierte.”

Der Heimatbund Stormarn (HBS) freut sich sehr, dass Johannes Spallek in einem ausführlichen Kunstvortrag neben diesen auch weitere bedeutende Stormarner Künstler besonders vorstellen wird.

„Bei meinen Studien geht es auch um die Frage nach dem Umgang mit dem kulturellen Erbe der Bildenden Kunst in Stomarn. Wo und wie kompetent wird sich um die Bildende Kunst, um Rezeption und den fachlichen Erhalt gesorgt?“ Eine hochaktuelle Frage! Wirdürfen sehr gespannt sein!

Der Vortrag findet im Kreisarchiv Sormarn, Bad Oldesloe, Mommsenstraße 14, statt und beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Begrenzte Teilnehmerzahl, es gilt die 3G-Regel.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe in alten Bildern: Der 13. Band kann jetzt bestellt werden

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Bad Oldesloe – Wie weit das Jahr bereits fortgeschritten ist erkennen treue Leserinnen und Leser der Bücher „Bad Oldesloe in alten Bildern“, jedes Jahr zur Weihnachtszeit kommt seit vielen Jahren ein neuer Band der beliebten Buchreihe auf den Markt.

Hochwasser in der Besttorstraße Mitte der 1950iger Jahre. Über dem Geschäft vom Lederhaus Schulz erkennt man das Werbeschild mit der Aufschrift „Offenbacher Lederware“. Otto Schultz steht derweil vor seinem Geschäft, direkt unter dem Werbeschild, und blickt nach links.

Daran ändert sich auch dieses Jahr nichts. „Wir haben wieder richtig viel Material von den Oldesloern bekommen“, berichtet Verleger Nico v. Hausen. Das es den 13. Band geben wird, daran gab es im Frühjahr bereits keinen Zweifel mehr. „Den Lockdown im Frühjahr musste man ja zwangsläufig viel in den eigenen vier Wänden verbringen. Das haben einige Menschen wohl auch zum Durchstöbern alter Bilder genutzt und uns angesprochen. Da waren wieder einige Bilderschätze dabei. Spätestens da wussten wir das es einen neuen Band geben wird“, so von Hausen.

Der Verlag kann sich auf eine treue Leserschaft verlassen, wobei auch immer wieder „Neulinge“ dazukommen. Das hat der Verlag gerade im letzten Jahr gemerkt. Viele haben in der Pandemie das Lesen wieder für sich entdeckt.

Die Vogelschießerumzugsspitze geht hier 1966 den Berliner Ring hinauf zur Kreuzung. Im Hintergrund hat man noch freie Sicht auf das Kinderheim – die Hochhäuser am Berliner Ring stehen noch nicht.

Der Verlag von Hausen gibt in diesem Jahr sogar vorab mehr über den Inhalt preis als in den letzten Jahren.

So wird das Lederhaus Schulz, welches 1989 für immer seine Türen schloss, beleuchtet. Dank Sybille Fischbach, geb. Schulz, dürfen sich die Leser nicht nur über Bilder vom Hause Schulz sondern auch über einige historische Oldesloer Aufnahmen freuen.

Die Geschichte der Königin-Luise-Schule ist auch vertreten. „Wir haben von Hansjochen Beth, der 1959 aus der Schule entlassen wurde, ältere Bilder von seiner Klasse und von Klassentreffen bekommen. So kann man getrost von einer Klasse im Wandel der Zeit sprechen. Das lockert die Geschichte noch ein bischen auf“, freut sich Verleger von Hausen.

Auch der Oldesloer Friedhof der ev. Kirchengemeinde kommt im 13. Band mit vielen historischen Aufnahmen vor. Desweiteren hält der Verlag von Hausen einige Bildern aus Mitte der 1980iger Jahre für seine Leser bereit. „Die Schranken in der Ratzeburger Straße, Blick auf den mit Parkstreifen versehenen Marktplatz oder auch ein Blick in die Mühlenstraße mit Kaufhaus Nickel sind nur einige Beispiele“, so von Hausen jun., der zusammen mit seinem Vater Claus im Augenblick die letzten Bilder durchgeht. Dazu kommt auch noch ein Musikfest im Travestadion, Schnee in der Hindenburgstraße 1969, die Tunneleröffnung in der Ratzeburger Straße und andere interessante Themen. Denn alles möchte der Verlag dann doch nicht verraten.

Kein Geheimnis ist auch in diesem Jahr wieder die Vorbestellphase, in der Vorbesteller des neuen Buches wieder fünf Euro sparen können. Statt regulär 19,80 € kostet es für Vorbesteller 14,80 €. „Fünf Euro gespart, aber vorallem ist man auf der sicheren Seite ein Exemplar zu bekommen“, so Nico v. Hausen.

Vorbestellen kann man „Bad Oldesloe in alten Bildern 13“ direkt beim Verlag von Hausen unter 0 45 31 / 18 10 58, bei der Buchhandlung Willfang, bei Pareibo und beim Buchservice Rehme bis zum 31. Oktober 2021.

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