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Berlin

Hinschauen und helfen: Polizei wirbt für mehr Zivilcourage

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Foto: Aktion-tu-was.de/Hfr

Kiel/Berlin – Die Polizei ruft Mitbürger zu mehr Zivilcourage auf. „Ausgrenzung, Vandalismus oder Gewalt: Unser Zusammenleben geht alle etwas an“, heißt es im Auruf zur Kampagne.

„Wegsehen oder weglaufen gilt nicht, denn jeder kann helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen“

– Mit diesen Worten wirbt die Website der Aktion-tu-was-Kampagne der Polizei für mehr Zivilcourage.

„Die Website, die schon seit 2001 besteht, wurde aktualisiert. Ihr Ziel ist, insbesondere junge Menschen, zu mehr Bürgermut zu animieren. Da diese häufig nicht wissen, wie sie im Ernstfall am besten handeln, erhalten sie auf der Website hilfreiche Verhaltenstipps und Informationen“, so die Polizei.

Im Mittelpunkt der Aktion-tu-was stehen sechs kurze, einprägsame Merksätze, die deutlich machen, wie in schwierigen Situationen gehandelt werden kann.

„Oft reicht schon ein lautes Wort oder die Aktivierung von umstehenden Personen, um einen Täter von weiteren Tathandlungen abzubringen“, betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Foto: Aktion-tu-was.de/hfr

„Jeder kann helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, zum Beispiel in dem man im Ernstfall umgehend die Polizei verständigt“, so Klotter weiter. Transportiert werden die Merksätze von sechs Zivilcourage-Botschaftern, von denen jeder Einzelne jeweils für eine der sechs Regeln steht:

  1. Die Achtgeberin: Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr
  2. Der Polizeirufer: Ruf die Polizei unter 110
  3. Die Hilfe-Holerin: Bitte andere um Mithilfe
  4. Der Detail-Erkenner: Präg dir Tätermerkmale ein
  5. Die Ersthelferin: Kümmer dich um Opfer
  6. Der Mundaufmacher: Sag als Zeuge aus

Die Website www.aktion-tu-was.de gibt Antworten auf die Fragen: Was ist Zivilcourage? Wann ist Zivilcourage wichtig? Wie kann ich helfen?

Neben den sechs Merksätzen, die im Detail erklärt werden, erhalten Besucher auf www.aktion-tu-was.de Informationen und Verhaltenstipps zu verschiedenen Lebenslagen, in denen Zivilcourage gefragt ist: Gewalt, Vandalismus, Nachbarschaftshilfe, Belästigung, Kindesmisshandlung, Diskriminierung und Ausgrenzung, Cybermobbing und Extremismus. Am Beispiel dieser Situationen lernen Interessierte verschiedene Handlungsoptionen kennen und werden per Link zu der entsprechenden Regel geführt.

Darüber hinaus wird auf der Website auf externe Angebote, Kampagnen und Aktionen verlinkt, die sich ebenfalls dem Thema Zivilcourage widmen. Eine Plakatserie und ein Faltblatt ergänzen die Kampagne.

Foto: Aktion-tu-was/hfr

Auch im Faltblatt werden die einzelnen Merksätze von ihrem jeweiligen Botschafter kurz vorgestellt und konkrete Tipps gegeben, wie in brenzligen Situationen gehandelt werden kann.

Zum Beispiel wird erläutert, wie man andere Personen am besten um Hilfe bittet oder welche Merkmale für eine detaillierte Personenbeschreibung wichtig sind.

Das Faltblatt ist kostenlos bei jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann im Internet heruntergeladen werden

 

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Berlin

Bundeskanzlerin in Quarantäne: Behandelnder Arzt mit Corona infiziert

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Angela Merkel Archivfoto:360b/shutterstock

Berlin – Ein Arzt mit dem Bundeskanzlerin Angela Merkel in den vergangen Tagen Kontakt hatte, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Daher hat die Kanzlerin sich in Quarantäne begeben. Von dort aus wird sie die Dienstgeschäfte fortführen, teilte das Kanzleramt mit.

“Die Bundeskanzlerin wurde nach ihrem heutigen Presseauftritt davon unterrichtet, dass ein Arzt, der am Freitagnachmittag eine prophylaktische Pneumokokken-Impfung bei ihr vorgenommen hatte, mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde”, so Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend.

Daraufhin hat die Bundeskanzlerin entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben.

“Sie wird sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre. Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen”, so Seibert.

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Berlin

Bundeskanzlerin appeliert an Vernunft und Zusammenhalt in der Corona-Krise

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Archivfoto: 360b/shutterstock.com

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer ersten Fernsehansprache – abgesehen von der traditionellen Neujahrsansprache – an die Vernunft und den Zusammenhalt der Mitbürger appeliert.

Sie verkündete keine weiteren, noch strengeren Maßnahmen, wie von manchen Bürgern im Vorwege vermutet und befürchtet worden war.

“Was am Schwersten ist, dass uns Begegnungen fehlen, die sonst für uns selbstverständlich sind”, sagte die Kanzlerin.

“Es gehört zu einer offenen Demokratie, dass wir unser Handeln gut begründen und kommunizieren. Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn alle Bürgerinnen und Bürger sie als ihre Aufgabe verstehen”.

Es sei die größte Herausforderung für das solidarische Handeln und die demokratische Gesellschaft seit dem Ende des zweiten Weltkriegs 1945.

Alle in der Gemeinschaft sollen geschützt und der Schaden für alle Bereich begrenzt werden. Daran arbeite die Regierung, die aber auf jede Unterstützung der Bevölkerung angewiesen sei.

“Es wird weltweit unter Hochdruck geforscht, aber noch gibt es weder Therapie noch Impfstoff”, erklärt die Kanzlerin. Es sei ernst, daher solle man die Situation auch ernst nehmen.

Es gelte jetzt Zeit zu gewinnen, um entsprechende Therapien und Medikamte zu entwickeln, aber auch um die Kapazitäten in den Kliniken nicht zu sprengen.

Deutschland habe eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, aber auch hier seien die Kapazitäten begrenzt. Die Erkrankten seien keine Zahlen oder Statistiken, sondern Mitmenschen, stellte die Kanzlerin klar.

Sie bedankte sich bei den Mitarbeitern in Arztpraxen und Krankenhäusern für ihre Arbeit. “Ich danke Ihen von ganzen Herzen dafür”, so Merkel.

Die weitere Ausbreitung müsse verhindert werden. “Das öffentliche Leben soll so weit es geht heruntergefahren werden”, so Merkel. “Alles was Menschen gefährdet, muss minimiert werden”.

Sie wisse wie hart alle Schließungen und Absagen seien und dass die Einschränkungen deutlich spürbar seien. Es seien tatsächlich auch die härtesten Einschränkungen seit der Gründung der Bundesrepublik 1949.

“Die nächsten Wochen werden noch schwerer. Aber die Bundesregierung tut alles was sie kann, die wirtschaftlichen Folgen abzufedern und vor allem Arbeitsplätze zu sichern”, führte die Kanzlerin fort.

Alle können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung gesichert ist”, sagt Merkel. “Hamstern als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letzlich vollkommen unsolidarisch”, sagt die Bundeskanzlerin. Sie dankte den Mitarbeitern im Einzelhandel. “Sie halten den Laden buchstäblich am Laufen”, so Merkel.

“Jetzt muss jeder und jede Einzelne helfen. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen. Es braucht unser aller Anstrengung. Das zeigt uns eine Epidemie. Wir verwundbar wir sind und wie sehr abhängig vom Handeln der anderen”, so Merkel. Genau das stärke aber auch den Zusammenhalt.

“Wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand nehmen”, so die Kanzlerin. Jedes Treffen, dass nicht unbedingt sein müsse, könne abgesagt werden. “Am besten keinen Kontakt mehr zu den ganz Alten”, warnt Merkel.

Körperliche Zuneigung ist momentan keine Fürsorge. Der gut gemeinte Besuch oder sinnlose Reisen sind eine Ansteckungsgefahr. Enkel und Großeltern sollen sich aktuell nicht mehr begegnen.

Es ginge auch darum, niemanden alleine zu lassen. Wir werden als Gesellschaft und Familie andere Formen des Kontakts finden. Es gibt schon jetzt viele kreative Wege. Auch Briefe schreiben sei wieder eine gute Möglichkeit.

Nachbarschaftshilfe sei gestartet. “Da geht noch viel mehr. Wir werden als Gemeinschaft zeigen, dass wir einander nicht allein lassen”, ist die Kanzlerin sicher.

Kanzlerin Merkel zu Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert in einer TV-Ansprache an die Deutschen, bei der Eindämmung der Corona-Pandemie zu helfen. Ihre komplette Rede:

Gepostet von ZDF heute am Mittwoch, 18. März 2020

“Wir werden als Regierung stets überprüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch, was vielleicht noch nötig ist”, kündigte sie langfristig möglich weiter Maßnahmen an. “Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen”, legte Merkel fest.

“Dieses ist eine historische Aufgabe”, sagt die Regierungssprecherin. “Die Situation ist ernst und sie ist offen. Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder die Regeln akzpetiert und umsetzt. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden einzelnen auf”, sagt Merkel.

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Berlin

Corona-Pandemie: Bundeskanzlerin hält Ansprache zum aktuellen Stand in Deutschland

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Angela Merkel Archivfoto:360b/shutterstock

Berlin – Das erste Mal in ihrer Amtszeit hält Bundeskanzlerin Angela Merkel eine offizielle Fernsehansprache – abgesehen von der traditionellen Neujahrsansprache.

Entgegen anderslautender wilder Gerüchte soll es dabei allerdings nicht um einen Shutdown des Landes oder weitere drastische Maßnahmen gehen.

Die Kanzlerin will viel mehr über den aktuellen Stand in Sachen Corona-Virus in Deutschland informieren und erläutern, welche Maßnahmen getroffen wurden und warum.

Sie wird auch erläutern, warum es so existeniell wichtig ist, das öffentliche Leben so weit wie möglich herunterzufahren. Außerdem spricht sich die Kanzlerin nochmal deutlich gegen Hamsterkäufe und für schnelle Hilfen für die Wirtschaft aus.

Kanzlerin Merkel zu Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert in einer TV-Ansprache an die Deutschen, bei der Eindämmung der Corona-Pandemie zu helfen.

Gepostet von ZDF heute am Mittwoch, 18. März 2020

Ansprache im Livestram auf ZDF ab 19.20 (18. März)

Nach der Tagesschau ca. 20.15 Uhr in der ARD (18. März)

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