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Schleswig-Holstein

Kontrollwoche: Polizei überprüft landesweit Lastwagen und Busse

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Die Autobahnpolizei auf Lastwagenstreife. Foto: Fischer

Kiel – Um die Sicherheit auf den Autobahnen zu verbessern, wird die Landespolizei in Schleswig-Holstein in der nächsten Woche ihren Schwerpunkt auf die Kontrollen von Lastwagen und Bussen legen.

In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgen zielgerichtete Kontrollen durch speziell geschulte Einsatzkräfte.

Die Verkehrsströme des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs wachsen seit Jahren an, die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen leider auch. In den vergangenen fünf Jahren betrug der Anstieg 12,8 Prozent. In diesem Vergleichszeitraum wurden acht Prozent mehr Verkehrsteilnehmer verletzt oder gar getötet. Auf den Bundesautobahnen ereigneten sich im vergangenen Jahr 35,9 Prozent der aufgenommenen Verkehrsunfälle mit Güterkraftfahrzeugen, wobei die Bundesautobahnen nur 5,6-Prozent-Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen haben. LKW-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer.

Hauptunfallursachen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, mangelnde Ladungssicherung und Übermüdung. Übermüdete Fahrer, zu schnelle und technisch nicht einwandfreie Fahrzeuge stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar.

Darum ist es wichtig, durch möglichst häufige intensive Kontrollen die anderen Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfallfolgen insbesondere auf Bundesautobahnen zu bewahren.

Zum Hintergrund von TISPOL: TISPOL (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind u.a. Geschwindigkeit, Ablenkung, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.

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Schleswig-Holstein

Tierquäler schießt mit Armbrust auf Schaf

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Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Elmshorn – Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag (4./5. Mai) ist es auf einer Viehweide in der Straße Sandberg in Elmshorn zu einem Angriff auf ein Schaf gekommen. Der verschossene Pfeil blieb im Rückenbereich des Tieres stecken.

Gegen 10 Uhr bemerkte eine Passantin das verletzte Schaf auf der Weide. Der benachrichtigte Eigentümer des Schafs. Ein 69-Jähriger aus Raa-Besenbek versorgte das Schaf beim Eintreffen der Elmshorner Polizeibeamten bereits. Seinen Angaben zufolge war das Schaf am Vorabend gegen 20 Uhr noch unverletzt. Aktuell befindet sich das Tier auf dem Weg der Besserung.

Bei dem verwendeten Geschoss handelt es sich um einen lila Armbrustpfeil des Herstellers “Anglo Arms” von ungefähr 40 Zentimetern Länge. Vorne mit einer schwarzen Stahlspitze versehen, verfügt dieser am Ende über eine rote und zwei gelbe Gummifedern.

Dem aktuellen Stand der Ermittlungen zufolge könnte der Schütze von einem angrenzenden Fußweg aus oder selbst auf der Wiese stehend geschossen haben.

Die Umweltermittler des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Elmshorn bitten in diesem Zusammenhang Zeugen, unter der Rufnummer 04121 40920 Kontakt aufzunehmen.

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Schleswig-Holstein

Bahnstrecke Neumünster-Bad Oldesloe: Kinder legen Verkehr lahm

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DB Notfallmanagement im Einsatz Archivfoto: SL

Neumünster – Am Freitag gegen 17 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz auf der Bahnstrecke von Bad Oldesloe nach Neumünster gerufen.

Dort hatte ein Lokführer der Nordbahn, in Neumünster auf Höhe der Altonaer Straße, drei Kinder im Gleisbereich gemeldet. Aufgrund dessen hatte er seinen Zug sofort gestoppt und eine Streckensperrung veranlasst.

“Als kurz darauf eine Streife der Bundespolizei am besagten Ort eintraf, konnten die drei Kinder im Alter von 13 Jahren angetroffen werden. Die reumütigen Jungs räumten bei der Befragung ihre Verfehlung unumwunden ein, waren sich aber der Lebensgefahr in die sie sich begeben hatten, in keiner Weise bewusst”, so Bundespolizeisprecher Heiko Kraft.

Glücklicherweise kam es zu keinen Personenschäden. Die Bundespolizisten erläuterten den Dreien die Gefahren im Bahnbereich und kündigten für die nächsten Tage einen Besuch bei den Erziehungsberechtigten an.

Durch den Vorfall kam es zu einer fünfzehnminütigen Streckensperrung, die aber keinerlei Verspätungen der Züge zur Folge hatte

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Schleswig-Holstein

Feuerwehren im Land: 49 120 ehrenamtliche Brandbekämpfer aktiv

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Landtagspräsident Klaus Schlie und Innenminister Hans-Joachim Grote (r.) besuchten die Landesfeuerwehrversammlung in Oldenburg unter der Leitung von Landesbrandmeister Frank Homrich. Foto: Bauer/LFV SH

Schleswig-Holstein – Insgesamt waren in den 1342 Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 49 120 Mitglieder aktiv. Damit haben die Wehren im Land – gegen den bundesweiten Trend – auch im vergangenen Jahr ihre Mitgliederzahlen leicht ausbauen können. Es waren 207 mehr als noch im Vorjahr – und imerhin über 1000 mehr seit 2014.

Mit dieser Erfolgsstatitik konnte Landesbrandmeister Frank Homrich in seinem ersten Rechenschaftsbericht nach Amtsantritt im Rahmen der Landesverbandsversammlung aufwarten.

“Diese Zahlen zeigen trotz aller Befürchtungen durch die demografische Entwicklung, dass es sich lohnt, für eine Mitgliedschaft in den Feuerwehren zu werben und dass die Feuerwehren durchaus eine attraktive Freizeitbeschäftigung bieten”, sagte Homrich vor rund 250 Delegierten und Gästen – darunter Innenminister Hans-Joachim Grote und Landtagspräsident Klaus Schlie.

Wie sehr sich die Schleswig-Holsteiner auf “ihre” Feuerwehren verlassen können, zeigt ein Blick in die Einsatzstatistik: 8154 Brände (Vorjahr 7132) wurden im Berichtsjahr bekämpft – darunter 454 Großbrände (622). 19.742 Mal musste sogenannte Technische Hilfe, zum Beispiel bei Verkehrs- oder Gefahrgutunfällen geleistet werden.

Das entsprach landesweit einer Verminderung von 1970 Einsätzen und ist in erster Linie auf weniger spektakuläre Unwetterlagen zurückzuführen.

Die Zahl der Fehlalarme stieg allerdings von 5762 auf 7651 doch deutlich an. Unter “Sonstige Einsätze” weist die Statistik für das Jahr 2018 6398 Einsätze (2817) aus.

Die vier existierenden Berufsfeuerwehren im Lande ergänzen die Statistik um 177.413 Rettungsdienst-Einsätze (+ 73.329), so dass die Gesamtzahl aller Feuerwehreinsätze im Berichtsjahr 219.358 (141.507) beträgt.

In Oldenburg sprach auch Innenminister Hans Joachim Grote zu den Delegierten. Grote würdigte die Feuerwehren im Land: “Was Sie für den Zusammenhalt in Schleswig-Holstein leisten, ist unbezahlbar und unverzichtbar. Jede einzelne Feuerwehr ist wichtig.”

Landtagspräsident Klaus Schlie fand deutliche Worte gegen die vereinzelt auftretenden Gewaltausbrüche gegen Einsatzkräfte. “Respekt gegenüber denjenigen, die diesen unverzichtbaren Dienst leisten, muss selbstverständlich sein. Gewalt ist nicht akzeptabel”, so Schlie.

Wie schnell Feuerwehren auch in dieser hochtechnisierten Welt noch an ihre Grenzen kommen, habe der Brand in der Kathedrale Notre Dame in Paris gezeigt, so Homrich. Das zeige, dass es 100prozentige Sicherheit nie geben könne. “Umso wichtiger ist eine auskömmliche Personaldecke”, so Homrich.

“Die aktuellen Zugänge dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Lust am Ehrenamt lässt sich nicht nur mit motivierender guter Ausstattung erreichen.”

Mindestens genauso wichtig seien moderne Führungsstrukturen und bezahlbarer Wohnraum um Abwanderungen zu minimieren und damit Tagesverfügbarkeit sicherzustellen, mahnte der Landesbrandmeister. Hierzu seien Führungskräfte und Kommunalpolitik gleichermaßen gefordert.

Gewählt wurde auch:

– Jörg Nero (Groß Kummerfeld), zum stellv.Landesverbandsvorsitzenden

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