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Bad Oldesloe

Worst of Chefkoch: Diese zwei Typen kochen grauenhafte Gerichte auf der KuB-Bühne

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Lukas Diestel und Jonathan Löffelbein kochen im KuB schreckliche Kochideen nach. Foto: Marvin Ruppert

Bad Oldesloe – Am Freitag, 15. Februar, stellen die beiden Kölner Lukas Diestel und Jonathan Löffelbein die schrecklichsten Kochideen aller Zeiten im Programm „Worst of Chefkoch“ vor. Es wird gekocht, gelesen und vor allen Dingen gelacht. Ein Kochshow mit Kostproben, Kommentaren, Kochanleitungen, Kurzgeschichten und idiotischen Gedichten.

Was macht der moderne Mensch, wenn er etwas kochen möchte, ihm aber die Inspiration fehlt? Richtig: Er sucht im Internet nach einem Rezept. Häufig finden sich dort hervorragende Rezepte, die bereits unzählige Male nachgekocht, verändert oder verbessert wurden. Rezepte, die im Anschluss von der Familie immer wieder gewünscht werden.

Im Schatten der großen Foodblogs verbergen sich allerdings ganz anderer Rezepte. Solche, die selbst auf nüchternen Magen Übelkeit verursacht Zum Beispiel der Salzstangenauflauf, der überbackene Nutella-Fleischwurst-Käse-Toast oder die Bananen-Rotwein-Suppe.

Seit 2017 sammeln Lukas Diestel und Jonathan Löffelbein die Rezepte des Grauens und stellen sie auf ihren Blog „Worst of Chefkoch“ („Das Schlimmste von Chefkoch“) vor. Natürlich nicht ohne passende Kommentare und Texte. Die Idee zu ihrem Blog kam den beiden 2017. “Wir hatten uns schon seit längerer Zeit die schlechtesten Rezepte per Handy hin und her geschickt und uns köstlich amüsiert. Dann dachten wir irgendwann: Wird das eigentlich irgendwo gesammelt?”, erzählt Diestel.

Mittlerweile haben sie 170.000 Follower, ein eigenes Buch geschrieben und stehen mit ihrer Liveshow, in der sie die schlimmsten der Rezepte nachkochen, auf der Bühne. Dass sich bereits die Einkaufsliste für diese etwas andere Kochshow im KuB bedenklich liest, kann nicht weiter verwundern.

Die Macher der Seite haben dabei eine Hassliebe zu den kulinarischen Entgleisungen entwickelt. “Mein persönlicher Favorit ist so eine Fußballpizza, wo jemand einfach 750 Gramm Rahmspinat auf ein Blech kippt – als Rasen – und da werden dann Würstchen als Spieler reingesteckt. Das sieht herrlich unästhetisch aus”, sagt Diestel.

Damit sie auf kein Fake-Rezept hereinfallen, das vielleicht jemand bewusst hochgeladen hat, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, nehmen Lukas Diestel und Jonathan Löffelbein nur Rezepte in ihren Blog, die vor dem Jahr 2017 bei Chefkoch erschienen sind. Dabei möchten sie nicht die Erfinder der Rezepte durch den Kakao ziehen. Es geht ihnen darum, Foodblogs und Influencern den Spiegel vorzuhalten. Einen ersten Schritt in die Richtung haben Lukas Diestel und Jonathan Löffelbein schon geschafft. „Worst of Chefkoch“ wurde als Foodblog des Jahres 2017 ausgezeichnet.

Ticketbestellung (18,50 Euro, ermäßigt 14,50 Euro): 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de. Karten an der Abendkasse kosten 20,50 Euro (ermäßigt 16,50 Euro).

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Bad Oldesloe

195 bestätigte Corona-Fälle in Stormarn

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Bad Oldesloe – Anfang der Woche wird die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Stormarn 200 erreichen. Am Sonntag meldete die Behörde 195 bestätigte Fälle.

21 der betroffenen Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 126 in häuslicher Quarantäne. 46 gelten als genesen, zwei Erkrankte haben da Virus nicht überlebt.

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Bad Oldesloe

Coronakrise: Oldesloer Wirtschaftsvereinigung plant mehrere Aktionen

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Bad Oldesloe – Die Corona-Pandemie bringt eine ganze Reihe Bad Oldesloer Unternehmen in Bedrängnis. Daher unterstützt die Wirtschaftsvereinigung Oldesloer Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister mit mehreren Aktionen.

Mit einer Internet-Plattform für Oldesloer Unternehmen, die einen Liefer- oder Abholdienst anbieten oder weiterhin geöffnet sind, hat die Interessenvertretung schnell nach Bekanntwerden der Ladenschließungen reagiert.

„Inzwischen haben sich über 60 Unternehmen eingetragen. Wir hoffen, dass es noch mehr werden, denn für mehr Aufmerksamkeit ist es sinnvoll, Angebote gebündelt zu präsentieren“, sagt Holger Mahlke, zweiter Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung und macht ausdrücklich deutlich, dass sich diese kostenfreie Aktion an alle Einzelhändler und Gastronomen richtet, nicht nur an die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung.

Für die Teilnehmer wurden Plakate entworfen, auf denen sie ihren Service individuell bewerben können.

„Gemeinsam in Bad Oldesloe“ ist darauf zu lesen, verbunden mit dem Hinweis „Online suchen – lokal kaufen“. „Wir sind auf die Hilfe der Oldesloer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Wenn alle jetzt nur noch online einkaufen, dann ist unsere Innenstadt tot. Solidarität ist jetzt das Gebot der Stunde“, macht die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Nicole Brandstetter, deutlich. Neben Lieferungen und Plakataktion komplettiert der schon länger vorhandene Bad Oldesloer Einkaufsgutschein die Ideenpalette.

„Gerade zu Ostern, wenn man aufgrund der aktuellen Lage vielleicht nicht alle Ostergeschenke bekommt, kann man diesen Gutschein toll verschenken“, sagt Vorstandsmitglied Angela Dittmar.

Wenn alles wieder „normal“ läuft, kann der Beschenkte den Gutschein für seinen individuellen Wunsch bei über 40 teilnehmenden Unternehmen einlösen.

Derzeit überlegt die Wirtschaftsvereinigung, wie sie das System unbürokratisch auf noch mehr Läden ausweiten kann. Gutscheine sind derzeit in geöffneten Geschäften wie Lehmanns Bioladen, Famila, Hagebaumarkt oder der Spitzweg Apotheke erhältlich.

„Neben Marketing-Ideen benötigen die Unternehmen weitere lokale Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Einschränkungen“, sagt Nicole Brandstetter.

Daher ist die Wirtschaftsvereinigung mit einem Antrag auf Erstattung von Sondernutzungs- und Standgebühren für Einzelhändler, Gastronomen und Marktbeschicker sowie mit der Bitte um schnelle Bearbeitung von Stundungsanträgen bei Gewerbesteuervorauszahlungen an Politik und Verwaltung herangetreten.

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Bad Oldesloe

Respektlose Müllablagerungen: Oldesloer Gabenhaushelfer geben nicht auf

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Das “Gabenhaus” im “Tauschhaus” Foto: SL

Bad Oldesloe – Die Zahl der Menschen in Bad Oldesloe, die als obdachlos gelten, nimmt stetig zu, wie Statistiken der Behörden gerade Anfang des Jahres wieder belegten. Es geht dabei nicht nur um das typische Bild von Menschen die unter der sprichwörtlichen Brücke schlafen, sondern um Menschen, die eine Wohnung verloren haben und keine neue mehr finden.

Sie sind zum Großteil in städtisch angemieteten Wohnungen untergebracht, leiden aber natürlich trotzdem unter finanziellen Problemen, zum Teil hohen Schulden. Auch ansonsten gibt es viele Menschen, die am Existenzminimum leben. Für die Obdachlosen und besonders Bedürftigen ist dank des ehrenamtlichen Einsatzes mehrere Oldesloer, das von Karin Hoffman initiierte “Tauschhaus” in der “Coronakrise” in ein “Gabenhaus” umgewandelt worden.

Dort können nun Dinge eingestellt werden, die sich Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige kostenlos entnehmen dürfen.

Der Umgang damit zeigt eine zum Teile ignorante, respektlose bis wirklich ekelhafte Einstellung einiger Mitmenschen. Denn für so manche Mitbürger schein das Haus einfach nur ein Ort zur Entsorgung ihres Wohlrstandmülls zu sein.

Da finden sich Computerprogramme aus den 90er Jahren, abgewetzte alte Aktenordner, zerlesene vier Jahre alte Zeitschriften, runtergebrannte Kerzen, zerbrochene Gefäße eines Make-Up Sets, leere Parfümpackungen und so weiter – jeden Tag. Natürlich müsste man glauben, dass sich die entsprechenden Menschen – die zum Teil wohl in der Coronakrise ausmisten und die “Gelegenheit” Zur Entsorgung nutzen – schämen. Doch dem ist nicht so. Selbst wenn Einsteller von echtem, unbrauchbaren Schrott erwischt werden, kommen patzige Antworten wie “Ich nehme das bestimmt nicht wieder mit” oder “Was geht Sie das an?”

Doch die ehrenamtlichen Helfer, die sich in der Gruppe “Oldesloe hilft sich” gefunden haben, werden nicht aufgeben. Sie fahren nun mehrmals täglich zu dem Häuschen in der Mühlenstraße und entsorgen Müll. Sie hoffen, dass sich das ignorante Verhalten weniger Mitmenschen geben wird. Sie machen weiter.

Respektlos gegenüber den Engagierten und den Bedürftigen ist auch die neunmalkluge Diskussion einiger Besserwisser, die behaupten, es gebe in Bad Oldesloe gar keine Bedürftigen und dabei Fakten und Zahlen der Behörden ignorieren und dabei lieber auf ihr gefühltes “Viertelwissen” setzen.

Auch das bringt aber die Helfer nicht davon ab, weiterzumachen. An einer “Sie wisssen ja gar nicht, wer das dann da rausnimmt, vielleicht steht denen das gar nicht zu” Diskussion wird gar nicht erst teilgenommen.

Das Problem ist leider am Tauschhaus nicht neu. Auch Karin Hoffmann kämpfte schon seit längerer Zeit als Tauschhausinitiatorin gegen die Ignoranz einiger Mitbürger an, die dort nur ihren Müll entsorgten.

Die ehrenamtlichen “Tauschhaushelfer” setzen weiter auf die Mitbürger n und haben ihr Vertrauen noch nicht verloren.

Man wisse, dass das Haus durchaus auch richtig genutzt werde und dass es wichtig sei, dass es existierte. Entsprechend werde man das Projekt natürlich fortführen und hoffe, dass es sich rumspreche, dass das Einstellen von unbrauchbarem Schrott ganz einfach unsozial, unsolidarisch und den Bedürftigen gegenüber schlichtweg respektlos und verachtend ist.

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