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Ahrensburg

Rathaus-Sanierung: Teile der Stadtverwaltung ziehen ins Gewerbegebiet

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Wird jetzt saniert: Das Ahrensburger Rathaus. Foto: Stormarnlive.de

Ahrensburg – Nun wird es ernst: Die lang geplante Sanierung des seit 2014 unter Denkmalschutz stehenden Ahrensburger Rathauses steht kurz vor dem Start.

Die europaweite Ausschreibung für die Sanierung des Rathauses wird im Februar 2019 als Vorabinformation verschickt, die Ausschreibungen sollen von März bis April 2019 laufen. Baubeginn soll dann im Mai/Juni diesen Jahres sein. Die Baumaßnahmen bestehen im Wesentlichen in der Energetischen Sanierung und der Optimierung des Brandschutzes des fast 50 Jahre alten Gebäudes.

62 Angestellte ziehen ins provisorische Rathaus

Um zügig mit der Sanierung des Rathauses beginnen zu können, sollen bereits diesen Monat vom 21.2. bis 23. Februar große Teile der Ahrensburger Verwaltung in das eigens zu diesem Zweck angemietete Bürogebäude An der Strusbek 23 im Gewerbegebiet Nord umziehen: Der komplette Fachbereich Stadtplanung/Bauen/Umwelt, das Rechnungsprüfungsamt, die Verkehrsaufsicht und die Datenschutzbeauftragte. Das sind insgesamt 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gleichzeitig werden die elf Angestellte aus den Containern zurück in das Rathaus ziehen. Hierbei handelt es sich um den Fachdienst II.7 Jugend und Kultur, Teile des Fachdienstes II.1 (Gewerbeangelegenheiten, Feuerwehr- und Versicherungsangelegenheiten, Marktmeister), die Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung und die Gleichstellungsbeauftragte. Die Container sollen dann zeitnah abgebaut werden.

Sanierung beginnt in den oberen Stockwerken

Auch die Fachdienste II.5 Schule/Sport/Senioren und II.6 Kindertageseinrichtungen aus dem 5. Stock ziehen zu diesem Zeitpunkt in die unteren Etagen im Rathaus um, da mit der Sanierung in den oberen Stockwerken begonnen wird und diese bereits so weit wie möglich geräumt werden sollen.

Bereits jetzt wird in den betreffenden Bereichen gesichtet und sortiert, denn einiges, was derzeit noch in den Büros aufbewahrt wird, ist eigentlich schon „archivreif“ und soll nicht mehr in das „Rathaus Nord“ im Gewerbebiet Nord umziehen, sondern vorher ans Rathaus Archiv abgegeben werden.

Vom 21. bis 25. Februar sind die betroffenen Bereiche dann zunächst nicht mehr erreichbar, da auch die Computer an den Arbeitsplätzen ab- und wieder aufgebaut und die Telefonanschlüsse neu geschaltet werden müssen. Für eventuelle Verzögerungen in der Bearbeitung einzelner Vorgänge wird daher bereits jetzt um Verständnis gebeten.

“Rathaus-Nord” öffnet am 26. Februar

Am Dienstag den 26. Februar hat dann das „Rathaus Nord“ im Gewerbegebiet erstmals geöffnet. Die Öffnungszeiten sind dieselben wie bisher: Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 Uhr bis 18 Uhr.

Sowohl vom Ahrensburger Bahnhof (Linie 169) als auch vom U-Bahnhof West (Linie 469) aus, ist das „Rathaus Nord“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Beide Buslinien halten an der nahegelegenen Haltestelle An der Strusbek (Nord).

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Kultur

Nachwuchsmusiker in der St. Johanneskirche

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Foto: privat/hfr

Ahrensburg – Am Sonntag, 24. Februar konzertieren wieder junge Musikpreisträger in der St. Johanneskirche. Die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend musiziert“ wollen ihre dafür eingeübten Stücke ab 17 Uhr zum Besten geben.

Darunter auch Ella Späth (11). Sie spielt Oboe und Klavier, seit kurzem musiziert sie auch mit ihrem Bruder Arvid, gemeinsam. Beim regionalen Wettbewerb in Lübeck spielten sie Klavier und Posaune im Duett und machten den 1. Platz.

„Wir haben viel zusammen gelacht beim Üben“ erzählt Ella. Täglich proben die Geschwister, um auch bei der zweiten Runde von „Jugend musiziert“ Anfang März in Husum musikalisch zu glänzen. Eins ihrer Stücke, die sie in der St. Johanneskirche spielen werden, ist sogar experimentell. „Mehrere Tischtennisbälle springen dabei auf den Saiten des Flügels, was besonders klingt“, sagt Ella.

Ihr Bruder Arvid ist begeistert von seinem Instrument: „Ich mag die Posaune vor allem, weil man im Orchester, aber auch in der Jazz-Band mitspielen kann“, sagt der 13-Jährige.

Der Förderverein St. Johannes Ahrensburg gibt jungen Musikern im Alter von 12 bis 18 Jahren bereits seit mehreren Jahren eine Bühne. Organisatorin ist Christiane Reiling, Musiklehrerin und Fördervereinsmitglied.

Zudem werden vier Geigerinnen und Geiger aus verschiedenen Altersgruppen ihre beim regionalen Wettbewerb gekrönte Stücke spielen, unter anderem von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Giuseppe Tartini, Dmitri Schostakowitsch und Camille Saint-Saens.

Marlon Kopp wird mit einer Percussion-Show begeistern. Unter anderem wird der Jugendliche auch ein Stück an einem selbstgebauten Schlagzeug aus Töpfen präsentieren.

Schon rund eine Millionen Kinder und Jugendliche haben bei „Jugend musiziert“ seit dem Start in 1964 mitgemacht. Damit zählt es zu den international größten und erfolgreichsten Wettbewerben. Zahlreiche heute international renommierte Musikerinnen und Musiker konnten so ihre ersten Bühnenerfahrungen sammeln und ihr Können vor einer renommierten Jury präsentieren.

Der Eintritt ist frei, Spenden dienen dem Erhalt der St. Johanneskirche.

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Ahrensburg

Die Ahrensburger Kultur: Wie lebte es sich in einer Eiszeit?

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Das Ahrensburger Tunneltal. Foto: Furken

Ahrensburg – Vor über 160 Besuchern berichtete der Archäologe und Archäotechniker Kai de Graaf im Rahmen der Vortragsserie über das Ahrensburger Tunneltal. Eine wichtige Aussage kam gleich zur Begrüßung und nochmals am Schluss bei den Gesprächsrunden nach dem Vortrag: „Ahrensburg kann stolz auf seine Funde sein“.

Der weltweit unangetastete Erstnachweis für die Nutzung von Pfeil und Bogen in der Menschheitsgeschichte wurde im Ahrensburger Tunneltal durch die Bergung von 100 Pfeilen erbracht. Über 30.000 archäologisch bedeutsame Objekte wurden in kurzer Zeit von dem Ahrensburger Autodidakten Alfred Rust gehoben. Leider konnten die geborgenen Pfeile zur damaligen Zeit nicht konserviert werden, aber es sind sehr detaillierte Zeichnungen erhalten.

Diese Pfeile waren hochentwickelte Waffen für die Jagd auf die Rentiere während der Zeit der Ahrensburger Stufe. Die damaligen Rentierjäger sparten Material und betrieben aktives „Recycling“, indem die Pfeilschäfte von Tieren die nicht getötet wurden, von den Pfeilspitzen abfielen.

Ein Wanderleben zwischen den ertragreichen Orten

Die Jäger konnten diese wieder einsammeln und mussten nur die Spitzen wieder neu einsetzen. Der Experimental-Archäologe de Graaf berichtete von dem Leben eines Eiszeitjägers und welche Überlebensstrategien damals angewandt wurden. Ein Wanderleben zwischen den ertragreichen Orten erklärt, warum im Tunneltal und Stellmoor nur einzelne Knochen von Pferden gefunden wurden.

Diese Pferdenahrung wurde vermutlich in der Sommerzeit konserviert und dann beim Wandern zur Rentierjagd verzehrt. Es lebte sich in der Eiszeit begründet durch das appetitliche Nahrungsangebot wie Rentieren, Lachsen, Pferden (Pferde gab es nur im Süden!) und manch anderen Säugetieren in Ahrensburg gar nicht so schlecht. Auch wurden die Zelte sicher nicht zu nahe am Gletscher aufgestellt. Ein Halbnomadentum war aber aufgrund der Wanderung der Tiere unabdingbar.

Grabungen könnten weitere Funde zu Tage fördern

Die Besonderheit des Ahrensburger Tunneltals resultiert aus zwei Faktoren. Zum einen konserviert der Feuchtboden im Tunneltal Knochen, Holz, Kohle und Leder hervorragend. Zum anderen muss hier über mindestens ein Jahrtausend ein sehr ertragreiches Jagdgebiet gewesen sein. Dies bestätigte bereits schon vor einem Jahr Ingo Clausen vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein durch seine Probebohrungen im Hinblick auf den Ausbau der Bahnstrecke Hamburg – Ahrensburg.

Sollten hier weitere Grabungen begonnen werden, verspricht das mit hoher Sicherheit weitere Funde. Im Gegensatz zu früher, würde man aber weniger Masse, dafür exakter kartieren, wo, was in welchem Zustand gefunden wurde. Der Referent des Abends in der Stadtbücherei Ahrensburg de Graaf wäre da auf jeden Fall gerne mit dabei sein.

Die nächste gemeinsame Veranstaltung der IG-Tunneltal, der Stadtbücherei und der VHS Ahrensburg mit Dr. Thomas Kleinen, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg „Das Klima der Eiszeiten“ findet am Donnerstag, 7. März um 19 Uhr wieder in der Stadtbücherei Ahrensburg statt. Der Eintritt ist frei.

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Ahrensburg

Gemeinsam mit Bürgern: Grüne wollen Radverkehrskonzept verbessern

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Radverkehr (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Ahrensburg – Mit einem Radverkehrskonzept wollen die Grünen die Mobilität der Zukunft in Ahrensburg nachhaltiger gestalten und laden zu einer Diskussion beim nächsten Grünschnack ein.

Die Fraktion hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die Vorschläge für eine Aktualisierung des bestehenden Veloroutenkonzepts aus dem Jahr 2013 erarbeitet hat. Diese decken sich teilweise mit den bereits vorhandenen Vorschlägen, teilweise gehen sie weiter.

„Auch die Verwaltung hat bereits die Umsetzung einiger Maßnahmen des Veloroutenkonzepts für 2019 geplant, was uns sehr freut“, sagt Claudia Brüggemann von den Grünen. „Damit weitere Maßnahmen prioritär behandelt werden, wollen wir – gerne auch mit weiteren Fraktionen – entsprechende Anträge stellen.“ Ein Budget von 125.000 Euro für kurzfristig realisierbare Maßnahmen ist bereits auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen in den Haushalt der Stadt eingestellt worden.

Claudia Brüggemann: „Bevor wir unsere Vorschläge in die politischen Gremien einbringen, möchten wir gemeinsam mit interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern, Verwaltung, Polizei, ADFC und anderen über Radfahren in Ahrensburg diskutieren: Was ist gut, was muss noch besser werden?“

So haben die Grünen bereits in der letzten Sitzung der von der Verwaltung organisierten Rad-AG angekündigt, dort ihre detaillierten Ideen vorzustellen: „Wir glauben, dass wir mit unseren Vorschlägen und dem in der Rad-AG vorhandenen Knowhow einiges voranbringen können.“

Neben der Vorstellung in der Rad-AG möchten die Grünen auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern ihre Ideen vorstellen, diese diskutieren und weitere Vorschläge aufnehmen.

Zu diesem Zweck lädt die Partei zum Grünschnack unter dem Motto „Das grüne Radverkehrskonzept für Ahrensburg“ am Donnerstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr ins Peter-Rantzau-Haus ein.

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