Folge uns!

Bad Oldesloe

“Fridays fur Future”: Hunderte Schüler demonstrierten für mehr Klimaschutz

Veröffentlicht

am

Schüler mit Plakaten auf der Klima-Demo. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Über 600 Schüler haben am Freitag auf dem Marktplatz in Bad Oldesloe für ein größeres Engagement von Politiker und Wirtschaftsbossen für den Klimaschutz demonstriert.

Die Stadtschule war sogar komplett angereist. Das Motto war – wie in vielen anderen Städten und Ländern – „Fridays for Future“ nach dem Vorbild der 16-jährigen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Dafür blieben die Schüler dem Unterricht fern.

Manche mit dem Segen der Schulleitung, so wie die Schülerinnen und Schüler der Ida-Ehre-Schule oder der Stadtschule, manche auch gegen den Willen ihrer Direktoren. Auch wenn die TMS ihren Schülern den Besuch untersagt hatte, genau wie die Beruflichen Schulen, waren auch eine ganze Reihe Schüler aus diesen Bildungseinrichtungen auf den Marktplatz gekommen. Sie kritisierten ihre Schulleitungen zum Teil scharf und machten deutlich, dass ihnen Sanktionen egal sind.

“Wenn die TMS unbedingt dieses konservative Image will und der Direktor soziales, politisches Engagement eher als Problem sieht, ist er wohl ein Teil des Problems”, so ein Demo-Teilnehmer. Einige TMS-Schüler ließen sich von dem Verbot auch nicht beeindrucken und waren trotzdem vor Ort.

Charleen Zell, Schülersprecherin der IES und Mitorganisatorin der Kundgebung, zeigte sich über das Verhalten mancher Schulleitungen erstaunt und auch enttäuscht.  “Selbst der Versuch eines klärenden Gesprächs brachte da nichts. Aber wir machen weiter. Das beeindruckt uns nicht und wir kämpfen weiter für unsere Sache”, so Zell. 

Einer der Kritikpunkte von Außen ist, dass die Schüler ja auch außerhalb der Unterrichtszeit demonstrieren könnten. Doch auch das wurde aus Initiatorensicht klargestellt. Die Idee hinter der Aktion ist nunmal auch ein wenig anzuecken und aufzufallen. Ganz bewusst werde die Schule bestreikt, um auch Aufmerksamkeit zu generieren.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte wie einige andere Politiker angekündigt, dass Schuldirektoren und Lehrern Sanktionen und disziplinarische Untersuchungen drohen, wenn sie einen Demo-Besuch als Entschuldigung akzeptieren. Dieses Problem umging die komplette Stadtschule. Der Demobesuch wurde einfach zum Ausflug mit pädagogischem Background. “Wir sind schließlich Klimaschule und das ist eines unserer Themen”, stellte Schulleiterin Sabine Prinz klar.

 

„Fehlstunden kann man verkraften, den Klimawandel nicht“, skandierten Schüler der Beruflichen Schulen. Nach eigener Aussage drohten ihnen “nur” unentschuldigte Fehlstunden. Das sei absolut zu verkraften.

Die Stimmung auf dem Marktplatz war ausgelassen. Es wurde gesungen, getanzt und gemeinsam protestiert. Dazu gab es auch Livemusikbeiträge und  Aufwärmübungen.

Lokalpolitiker von SPD, Linke und Grünen ergriffen neben den Initiatoren das Wort auf der Bühne. Sie unterstützen die Proteste ausdrücklich und freuten sich über das Engagement der jungen Mitbürger und bedankten sich bei Organisatoren und Teilnehmern. 

Die Hauptfrage wird für die Zukunft sein, ob diese Kundgebungen nachhaltige Effekt haben. Wie viele Schüler kommen zur nächsten Ausgabe? Wie viele sind wirklich interessiert?

Ad absurdum wurde das Anliegen teilweise nur Minuten vor und nach der Kundgebung geführt, wenn Eltern oder Freunde die Kundgebungsteilnehmer direkt mit ihren Fahrzeugen bis in die Innenstadt fuhren oder nach Schulschluss – wie so oft – mit laufenden Motoren vor der Schule warteten.

Erreicht haben die jungen Demonstranten zumindest Aufmerksamkeit und dass die Thematik diskutiert wird. In mehreren Reden wurde klar, dass man hofft, dass die Probleme an sich in den Alltag hineingetragen werden: Plastik gespart, unnötige Autofahrten gespart und so weiter.

Am 15.3 soll die nächste „Friday for future“ Demo in der Kreisstadt stattfinden. Interessant wird, ob dann wieder so viele Teilnehmer den Weg in die Stadt finden mit ihren bunten und zum Teil sehr kreativen Plakaten.

 

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

DRK Stormarn ruft auf: Schutzmasken nähen gegen den Lieferengpass!

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken werden derzeit in großen Mengen in Kliniken, Corona-Testzentren und in Arztpraxen benötigt. Leider kommt es für Pflegeeinrichtungen vielerorts zu Lieferengpässen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Stormarn fragt deshalb: Wer näht ehrenamtlich Mund-Nasen Masken?

Das DRK Stormarn benötigt für die Pflegenden in seinen vier Pflegediensten und einem Pflegeheim dringend entsprechende Masken.

Sie sollen in den DRK Pflegeeinrichtungen in Großhansdorf, Trittau, Glinde, Bargteheide, Reinfeld und Bad Oldesloe ausgegeben werden.

Eventuelle Überbestände wird das DRK Stormarn an andere Einrichtungen weitergeben.

Auch wenn selbstgenähte Mund-Nasen Maske nicht dem Standard der zertifizierten Masken entspricht, ist er dennoch sehr sinnvoll, denn die Menge an infektiösen Tröpfchen, die durch Sprechen oder Husten durch die Luft geschleudert werden, kann so zumindest reduziert werden.

Die Mund-Nasen Maske wird primär zum Schutz der Pflegebedürftigen getragen. Selbst genähter Mund-Nasen Masken sind zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine gute.

Abgabestellen unter www.drk-stormarn.de.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

Veröffentlicht

am

Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Schutzausrüstung wird knapp: Stormarn ruft Unternehmen zu Spenden auf

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Weil durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie auch hier bald die Schutzausrüstungen knapp werden könnten, bittet der Kreis Stormarn Unternehmen aus der Region um Hilfe.

Symbolfoto: Soni´s/Shutterstock

Die Stormarner Krankenhäuser bereiten sich zurzeit auf die Versorgung vieler Covid-19-Kranker vor.

“Die nötige Schutzausstattung ist derzeit überall ein Engpass, die Bundesländer, der Bund und die EU bemühen sich intensiv, Schutzausrüstung in ausreichendem Umfang zu besorgen und bereitzustellen. Auch der Kreis Stormarn kauft verfügbare Ausrüstungen”, schreibt der Kreis Stormarn in dem Aufruf an örtliche Unternehmen.

Um dem Engpass an Schutzkleidung entgegenzuwirken, wird darum gebeten, dass Stormarner Unternehmen, die über Schutzkleidung verfügen – aber nicht zum Gesundheitswesen zählen – und diese dem Kreis zur Verfügung stellen können, sich zur Unterstützung an den Kreis Stormarn zu wenden.

Unternehmen, die ihre Hilfe anbieten können, wenden sich bitte per Mail an: s4-versorgung@kreis-stormarn.de .

Benötigt werden OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz), FFP2/FFP3-Masken, Overalls, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen sowie Schutzkittel.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung