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Bad Oldesloe

“Fridays for Future”: Oldesloer Schüler streiken für das Klima

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Haben genug von der Umweltzerstörung: Tjark Wittfoth (von links), Tom Peterson und Friederike Wrohn von der Ida-Ehre-Schule wollen gemeinsam mit hunderten anderen Schülern am Freitag demonstrieren

Bad Oldesloe – „Fridays for Future“, heißt die Bewegung, die die schwedische Schülerin und Klimaaktivistin Greta Thunberg ins Rollen gebracht hat. Anstatt in der Schule zu sitzen, hat sie immer freitags für eine bessere Klimapolitik demonstriert.

Am kommenden Freitag, 1. Februar, beteiligen sich auch Schüler der Oldesloer Schulen an der Aktion. Ab 11 Uhr hoffen sie, auf dem Marktplatz mit Worten und Gesang ein offenes Ohr für den Klimaschutz zu finden. Egal, ob jung oder alt, wer sich daran beteiligen möchte, ist den Organisatoren der Ida-Ehre-Schule herzlich willkommen.

„Unsere Zukunft ist bedroht, deswegen müssen wir etwas unternehmen. Die Politik und die vorherigen Generationen haben nicht genug gegen den Klimawandel getan“, sagt Tom Petersen, Schüler der Ida-Ehre Schule. „Wir wollen, dass wir, unsere Kinder und unsere Enkel noch in einer Welt leben, die bewohnbar ist. Extremwetterereignisse wie der viel zu heiße Sommer im letzten Jahr häufen sich schon jetzt. Das muss geändert werden, sonst werden große Teile der Welt bald nicht mehr bewohnbar sein. Deswegen müssen wir raus aus der Kohle und die CO2-Emissionen deutlich senken und nachhaltigere Alternativen finden. Dafür gehen wir auf die Straße. Warum sollten wir auch für eine Zukunft lernen, die zerstört wird?“ „Das, was Greta Thunberg ins Rollen gebracht hat, war längst überfällig“, sagt Jessica Trost, eine Mitschülerin von Tom Petersen, „es muss jetzt etwas getan werden und nicht erst in zehn Jahren!“

Die Schulleitung der Ida-Ehre Schule in Bad Oldesloe unterstützt die Demonstration und sorgt dafür, dass es für die streikenden Schüler und Schülerinnen der Schule keine Konsequenzen geben wird. Auch die Stadtschule Bad Oldesloe stellt sich auf die Seite des Klimaschutzes. Grundschüler und Lehrer werden am Freitag ebenfalls auf dem Marktplatz demonstrieren.

Auch eine Oldesloer Grundschule wird sich an der Aktion beteiligen: „Wir gehen komplett als ganze Schule zur Demo, weil das zu unserem Konzept als Klimaschule passt. Das ist gelebte Beteiligung“, sagt Sabine Prinz, Leiterin der Stadtschule. Es solle den Kindern zeigen, das auch etwas getan werden könne. „Man kann nicht immer nur klagen und was gibt es wichtigeres, als sich fürs Klima einzusetzen“, sagt Prinz.

Die Politik ist über die Aktion geteilter Meinung

„Politisches Engagement und eine aktiv gelebte Demokratie von jungen Menschen begrüße ich sehr und beides wollen wir weiter fördern. Gerade bei drängenden Zukunftsfragen müssen wir die nächsten Generationen mit einbinden, denn die Entscheidungen von heute werden sie betreffen”, sagt die Landtagsabgeordnete Anita Klahn (FDP) aus Bad Oldesloe Allerdings dürfe es nicht sein, dass Schüler regelmäßig dem Unterricht fern bleiben, um zu demonstrieren, selbst wenn das Anliegen ‚Klimaschutz‘ ein wichtiges Ziel und das Verständnis für die Demonstrationen groß ist. “Politik und Schulleitung dürfen aber nicht darüber entscheiden, für welche Themen Schüler dem Unterricht fern bleiben dürfen und für welche nicht. Deshalb muss die Schulpflicht gelten.”

Die Linke sieht das anders. „Der Streik für eine konsequente Klimaschutzpolitik ist ein deutliches Signal an alle politisch Verantwortlichen“, sagt die Kreistagsabgeordnete Martina Bornstein. „Wenn jetzt eine FDP-Abgeordnete aus Bad Oldesloe die Schülerinnen und Schüler lieber brav in der Schule, als protestierend auf der Straße sehen möchte, so wundert uns das wenig, steht ihre Partei doch für das Ausbremsen des Kohleausstiegs und die Erschwerung des notwendigen Ausbaus der Windenergie in Schleswig-Holstein“, fügt Florian Kautter, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende hinzu.

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Bad Oldesloe

DRK Stormarn ruft auf: Schutzmasken nähen gegen den Lieferengpass!

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Bad Oldesloe – Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken werden derzeit in großen Mengen in Kliniken, Corona-Testzentren und in Arztpraxen benötigt. Leider kommt es für Pflegeeinrichtungen vielerorts zu Lieferengpässen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Stormarn fragt deshalb: Wer näht ehrenamtlich Mund-Nasen Masken?

Das DRK Stormarn benötigt für die Pflegenden in seinen vier Pflegediensten und einem Pflegeheim dringend entsprechende Masken.

Sie sollen in den DRK Pflegeeinrichtungen in Großhansdorf, Trittau, Glinde, Bargteheide, Reinfeld und Bad Oldesloe ausgegeben werden.

Eventuelle Überbestände wird das DRK Stormarn an andere Einrichtungen weitergeben.

Auch wenn selbstgenähte Mund-Nasen Maske nicht dem Standard der zertifizierten Masken entspricht, ist er dennoch sehr sinnvoll, denn die Menge an infektiösen Tröpfchen, die durch Sprechen oder Husten durch die Luft geschleudert werden, kann so zumindest reduziert werden.

Die Mund-Nasen Maske wird primär zum Schutz der Pflegebedürftigen getragen. Selbst genähter Mund-Nasen Masken sind zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine gute.

Abgabestellen unter www.drk-stormarn.de.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

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Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

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Bad Oldesloe

Schutzausrüstung wird knapp: Stormarn ruft Unternehmen zu Spenden auf

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Bad Oldesloe – Weil durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie auch hier bald die Schutzausrüstungen knapp werden könnten, bittet der Kreis Stormarn Unternehmen aus der Region um Hilfe.

Symbolfoto: Soni´s/Shutterstock

Die Stormarner Krankenhäuser bereiten sich zurzeit auf die Versorgung vieler Covid-19-Kranker vor.

“Die nötige Schutzausstattung ist derzeit überall ein Engpass, die Bundesländer, der Bund und die EU bemühen sich intensiv, Schutzausrüstung in ausreichendem Umfang zu besorgen und bereitzustellen. Auch der Kreis Stormarn kauft verfügbare Ausrüstungen”, schreibt der Kreis Stormarn in dem Aufruf an örtliche Unternehmen.

Um dem Engpass an Schutzkleidung entgegenzuwirken, wird darum gebeten, dass Stormarner Unternehmen, die über Schutzkleidung verfügen – aber nicht zum Gesundheitswesen zählen – und diese dem Kreis zur Verfügung stellen können, sich zur Unterstützung an den Kreis Stormarn zu wenden.

Unternehmen, die ihre Hilfe anbieten können, wenden sich bitte per Mail an: s4-versorgung@kreis-stormarn.de .

Benötigt werden OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz), FFP2/FFP3-Masken, Overalls, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen sowie Schutzkittel.

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