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Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein: SEK verhaftet drei Terrorverdächtige

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Festnahme
Symbolfoto: Tomasworks/Shutterstock

Schleswig-Holstein/Karlsruhe – Die Bundesanwaltschaft hat heute 30. Januar, nach eigenen Angaben am frühen Morgen den 23-jährigen irakischen Staatsangehörigen Shahin F., den 23-jährigen irakischen Staatsangehörigen Hersh F. sowie den 36-jährigen irakischen Staatsangehörigen Rauf S. durch Spezialkräfte der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) festnehmen lassen.

Zudem werden die Wohnungen der Beschuldigten sowie weiterer bislang nicht tatverdächtiger Personen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg durchsucht.

„Shahin F. und Hersh F. stehen in Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet und in diesem Zusammenhang gegen das Sprengstoff sowie das Waffengesetz verstoßen zu haben . Rauf S. soll ihnen hierzu Hilfe geleistet haben “, so Oberstaatsanwälting Frauke Köhler vom Bundesgerichtshof.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatten sich laut BGH Shahin F. und Hersh F. Ende 2018 dazu entschlossen, in Deutschland einen islamistisch motivierten Anschlag zu verüben. Vor diesem Hintergrund begannen die beiden Beschuldigten spätestens Anfang Dezember mit ersten Vorbereitungen.

„So verschaffte sich Shahin F. über das Internet verschiedene Anleitungen für den Bau eines Sprengsatzes. Zudem bestellte er bei einer Kontaktperson in Großbritannien eine Zündvorrichtung. Deren Auslieferung an den Beschuldigten wurde allerdings von den britischen Strafverfolgungsbehörden vereitelt“, so Köhler.

Ende Dezember 2018 unternahmen Shahin F. und Hersh F. Laut Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft erste Sprengversuche mit Schwarzpulver aus Silvesterböllern. Im weiteren Verlauf entschieden sich die beiden Beschuldigten, bei ihrem Anschlagsvorhaben auch eine Schusswaffe zu verwenden. Sie baten daher Rauf S., ihnen eine solche zu besorgen. Rauf S. nahm daraufhin Verhandlungen mit dem gesondert Verfolgten Walid Khaled Y. Y. auf.

Die ihnen angebotene Schusswaffe vom Typ Makarov 9 mm war Shahin F. und Hersh F. allerdings bislang zu teuer. Zudem erwogen die Beschuldigten, bei ihrem Anschlagsvorhaben ein Kraftfahrzeug einzusetzen. Daher begann Shahin F. spätestens Anfang 2019, Fahrunterricht zu nehmen.

Ein konkretes Ziel für ihren Anschlag hatten die Beschuldigten den bisherigen Erkenntnissen zufolge bislang noch nicht ins Auge gefasst. Ob die Beschuldigten in eine terroristische Vereinigung eingebunden waren, müssen die weiteren Ermittlungen klären.

Die Beschuldigten werden dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt, der über den Erlass von Haftbefehlen und den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden wird.

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Schleswig-Holstein

Elf Kilo Kokain übergeben: Spezialeinheiten nehmen Drogenhändler fest

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Kaltenkirchen – Nachdem in einem Industriegebiet elf Kilo Kokain ihren Besitzer wechselten, haben Spezialeinheiten von LKA und Zoll bei Kaltenkirchen zwei Drogenhändler festgenommen.

Symbolfoto: Tomasworks/Shutterstock.com

Zunächst erhielten die Strafverfolgungsbehörden Kenntnis von der bevorstehenden Übergabe einer großen Menge an Betäubungsmitteln.

Ein namentlich bekannter 41-jähriger ausländischer Staatsangehöriger begab sich hierzu aus seinem Heimatland mit einem Lkw auf die Fahrt nach Kaltenkirchen, wo ein 45-jähriger, ebenfalls polizeibekannter Lieferant ihm in einem Industriegebiet Drogen gegen Bargeld übergeben hat.

Bei dieser Übergabe wurden beide bereits von der Polizei beobachtet. Im Anschluss konnten beide Männer an unterschiedlichen Orten durch die eingebundenen Spezialkräfte der Polizei aus Hamburg und Schleswig-Holstein vorläufig festgenommen werden.

Im Führerhaus des Lastwagen wurden Pakete mit insgesamt rund elf Kilo Kokain aufgefunden und beschlagnahmt.

An der Wohnanschrift des Lieferanten konnten erhebliche Bargeldmengen im sechsstelligen Bereich beschlagnahmt werden.

Beide Männer wurden dem Polizeigewahrsam in Kiel zugeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel werden beide heute dem Amtsgericht Kiel mit dem Ziel des Erlasses von Haftbefehlen vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

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National

Maskenpflicht bleibt: Gesundheitsminister geben Druck der Lobbyisten und Populisten nicht nach

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Symbolfoto: Anirat1705/pixabay

Berlin – Seit vergangener Woche rumorte es kräftig. Verschwörungstheoretiker sehen in Masken ja schon länger ein Zeichen für Bevormundung oder “Angstmache” und es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich über die Mund- und Nasenschutz-Pflicht im Einzelhandel wunderbar aufregen können. Doch nun erhielten diese Gruppen auch Beistand aus Teilen der Politik und aus der Einzelhandelslobby.

Lobbyverbände des Handels sowie manche Wirtschafstminister forderten die Aufhebung der Maskenpflicht. Der Grund: Die Infektionszahlen seien gesunken, gleichzeitig hemme der Mund- und Nasenschutz offenbar die Kauflust.

Gesundheitsexperten und Virologen warnten sofort, dass dieser Schritt zu früh komme. Die Bundesregierung positionierte sich ebenfalls eindeutig für einen Erhalt der Mund- Nasenschutzpflich beim Einkauf. Die Gesundheitsminister haben in einer gemeinsamen Schalte nun dem Druck aus Lobbyverbänden und Wirtschaft entsprechend nicht nachgegeben. Es dürfe auch auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass die Infektionsgefahr vorbei sei.

Denn tatsächlich ist die Corona-Pandemie auch nicht vorbei. Der Mund- und Nasenschutz ist laut Experten ein wichtiger Beitrag, um Lockerungen aufrecht zu erhalten und erneute , erhöhte Infektionszahlen zu vermeiden.

Tatsächlich ist es auch ein wenig seltsam, wie sehr sich manche Mitmenschen über diesen doch sehr kleinen, persönlichen Beitrag zur Eindämmung der Virusausbreitung aufregen können. Das Tragen des Mund- und Nasenschutz ist auch ein Zeichen der Rücksicht auf die Mitbürger.

In Sachen Shoppingerlebnis stellt sich auch die Frage, was es denn für die Konsumgesellschaft eigentlich bedeutet, dass die Geschäfte Probleme bekommen, wenn nur noch zielgerichtet die Produkte gekauft werden, die man gerade benötigt.

Eine komplette Beendung der Maskenpflicht hatte die AfD gefordert. Die FDP möchte ein “Ausstiegszenario”.

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Schleswig-Holstein

Strandampel: Ticker zeigt, an welchem Strandabschnitt noch Platz ist

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Scharbeutz – Auch wenn das Wetter das noch nicht an allen Tagen so direkt zeigt: Die Sommerferien haben begonnen und trotz der weiter bestehenden Corona-Pandemie sind Strandbesuche an der Ostsee möglich.

Allerdings gelten auch dort weiterhin Abstands- und Hygieneregeln. Es kann also in dieser Saison dazu kommen, dass einer oder mehrere Strandabschnitte wegen des Ereichens der Kapazitätsgrenzen geschlossen werden.

Über Pfingsten und am ersten Ferienwochenende geschah das in einzelnen Ostseebädern bereits.

Wer wissen möchte, ob an einem Strandabschnitt in der Lübecker Bucht (Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf und Neustadt in Holstein mit Pelzerhaken und Rettin) noch genug Platz am Strand ist, der kann jetzt den „Strandticker“ nutzen.

Unter www.strandticker.de zeigt eine Ampel nach Angabe des Standorts oder des gewünschten Seebads in der Lübecker Bucht an, wie die Situation an den Stränden ist.

Grün bedeutet, dass im jeweiligen Strandabschnitt noch genug Platz ist, gelb weist darauf hin, dass es langsam eng wird und wenn die Ampel rot angezeigt wird, ist der jeweilige Strandabschnitt bereits an seiner Kapazitätsgrenze angekommen.

Die Ampel soll verhindern, dass weitere Tagestouristen sich auf den Weg zu einem bereits überfüllten Strandabschnitt machen. Auch die Verkehrs- und Parksituation soll sich so entspannen.

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