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Bad Oldesloe

Berufliche Schulen engagieren sich gegen Rechts

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Schüler der Schülervertretung und des Projekts „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ führen durch die Ausstellung.
Foto: Knieriem/hfr

Bad Oldesloe – Deutliches Signal gegen politische Strömungen von rechts, die so tun, als seien sie plötzlich salonfähig: als Gemeinschaftsprojekt der Schülervertretung der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe und der Arbeitsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird vom 4. bis zum 28. Februar die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe gezeigt.

Die Ausstellungseröffnung findet am 4. Februar um 12:30 Uhr im pädagogischen Zentrum der Schule statt. Nach einleitenden Worten von Jasmin König als Vertreterin der Friedrich-Ebert-Stiftung hält im Anschluss das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein einen Vortrag über die aktuellen Entwicklungen im Land.

Die Ausstellung erklärt auf insgesamt 16 Tafeln die Gefahren für Demokratie und Menschenwürde, die von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus ausgehen. Sie zeigt die Grundlagen unserer Demokratie, Ursachen rechtsextremen Verhaltens sowie die Formen, die rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können.

Thematisiert wird ebenfalls der fließende Übergang zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Besondere Aufmerksamkeit wird auf einer eigenen Tafel der Lage im Land Schleswig-Holstein gewidmet.

Ab dem 5. Februar kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe besucht werden. Interessierte melden sich hierfür bitte vorweg im Schulsekretariat (E-Mail: info@bs-oldesloe.de, Tel.: 04531 1601700) an.

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Bad Oldesloe

Unbekannter feuert auf Gebäude in Travenbrück: Polizei ermittelt

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Travenbrück – Am Sonntagmorgen (20. Oktober) kam es in der Sühlener Straße in Travenbrück zu einem Schusswaffengebrauch. Der unbekannte Schütze schoss auf ein Gebäude, die Hintergründe sind unklar.

Gegen 5.15 Uhr wurde eine Sachbeschädigung gemeldet bei der auch ein Schuss gefallen sein soll.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam zu einer Schussabgabe gegen ein Haus, bei welchem ein Fenster beschädigt wurde. Alle beteiligten Personen konnten vor Ort unverletzt durch die Polizisten angetroffen werden.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach weiteren Zeugen. Wer hat zum Tatzeitraum im Bereich Sühlener Straße und / oder Höker Weg verdächtige Personen, bzw. Fahrzeuge gesehen. Wer kann Angaben zu der Schussabgabe machen? Zeugen werden gebeten sich an die Kriminalpolizei Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Collagen, WortArt, Gedichte: Galerie BOart zeigt Papierkunst

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Bad Oldesloe – In „Zu Papier gebracht“ werden in der Oldesloer Galerie Boart gemalte Papierobjekte, Collagen, Aquarelle und WortArt zu sehen und zu lesen sein.

Foto: Friderike Bielfeld

Die drei Künstlerinnen überraschen das Publikum diesmal mit einem gemeinsamen BOart Projekt. Nach der Idee von Friderike Bielfeld, die das Ganze künstlerisch gestaltet und für das Layout verantwortlich war, ist ein Katalog „Viel zu entdecken..“ entstanden. Es enthält Collagen von Silvia Banthien und Gedichte von Barbara Schleth. Eine echte Teamarbeit, die in ihrer Farbigkeit, die dunklen Tage erhellen und/oder auch verschenkt werden kann.

Die Gedichte werden am 23. November um 19.30 Uhr bei der Veranstaltung „Wortklang“ vorgestellt und von dem Duo „Hang & Harfe“ musikalisch begleitet. Infos unter www.galerie-boart.de

Vernissage ist am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 29. November in der Galerie Boart (Mühlenstraße 9-10) zu sehen.

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Bad Oldesloe

Erstes Stormarner Hospiz: Nur noch ein paar Monate bis zur Eröffnung

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Bad Oldesloe – Noch dominiert im Oldesloer Hospiz der Beton, die Fenster sind vernagelt, Arbeiter verlegen die letzten Stromkabel und Wasserleitungen.

Bis Frühjahr 2020 soll aus dem Rohbau ein Ort der Einkehr und Begegnung entstanden sein. Für Menschen, die dem Tode nahe sind. Und für deren Angehörige. Viele Menschen werden auf dem Gelände am Sandkamp sterben. Doch es soll kein trauriger Ort werden.

Bauherrin Sabine Tiedtke (rechts) mit Enkelin Zoe und Katja Balkenhol vom Vorstand des Förderverein Lebensweg in der Eingangshalle des Oldesloer Hospiz

Auf dem Außengelände will der Lebensweg-Verein Therapie-Alpakas halten und einen ausgemusterten S-Bahn-Waggon für Projekte mit Jugendlichen aufstellen.

Sabine Tiedtke vom Lebensweg-Verein steht in einem der kahlen Flure: „Es ist für mich noch immer total unwirklich“, sagt sie, während ihre Vision durch die Hände der Mitarbeiter der beauftragten Baufirmen Schritt für Schritt Wirklichkeit wird.

Zum ersten Mal führt sie Journalisten über die Baustelle. Über das großzügige Außengelände, durch die etwa fünf Meter hohe Eingangshalle und den ebenso ausladenden Ess- und Aufenthaltsbereich.

„Das Herzstück des Hospiz“, wie sie sagt. Es geht weiter durch die Küche, die Büros, die zwölf Zimmer der künftigen Bewohner. Noch liegen überall freie Kabel, an vielen Wänden fehlt der Putz. Eine Heizung gibt es noch nicht. Baustrahler beleuchten die Gänge, die einem Labyrinth gleichen. Eine Treppe führt hinauf in den Gruppenraum und aufs Dach, von dem aus man einen Blick über das Gewerbegebiet und ins Grüne hat. Eine Dachterrasse soll hier gebaut werden. 3,5 Millionen Euro wird das Anwesen wert sein.

Sabine Tiedtke ist die Erschafferin des stationären Stormarner Hospiz, das gerade am Stadtrand von Bad Oldesloe gebaut wird.

„Ich kann mich noch immer an den Zeitpunkt der ersten Idee erinnern“, sagt sie. Das war vor sechs Jahren. Damals gründete die Oldesloerin den Lebensweg-Verein, scharte Mitstreiter um sich, warb um Spenden. Aus der anfangs 26 Mitglieder kleinen Gruppe sind mittlerweile 320 Menschen geworden, die sich für das Projekt einsetzen. Ein Wunder sei es, sagt Tiedtke, dass sie so weit gekommen seien.

So richtig real wird es wohl erst werden, wenn in ein paar Monaten die letzten Wände verputzt und die großen Fenster in der Eingangshalle eingesetzt sind, das eigene Blockheizkraftwerk Wärme liefert und die 40 Angestellten anfangen, die Bewohner des neuen Hauses zu versorgen. Im März soll das Hospiz schlüsselfertig übergeben werden und einen Monat später in Betrieb gehen.

Bauherrin Sabine Tiedtke zeigt ihrer Enkelin Zoe den Gemeinschaftsraum des Oldesloer Hospiz

Sabine Tiedtke hat ihre Enkelin Zoe mitgebracht. Sie zeigt der 8-Jährigen, womit sich ihre Großmutter in ihrer Freizeit beschäftigt: Welche Fußböden sollen in welchen Räumen verlegt werden? Was für ein Baum wird einmal den Vorplatz zieren? Bald wird sie Gespräche mit potenziellen Mitarbeitern führen. Pflegekräfte, Hausmeister, sozialer Dienst.

Erste Bewerbungen sind schon eingegangen. Sogar Anfragen für Praktikumsplätze gibt es schon. Die kommen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Während es vor einigen Monaten noch um das große Ganze ging, beschäftigen sich die Gedanken von Sabine Tiedtke mittlerweile mit den Details.

Einer dieser Akzente ist ein S-Bahn-Waggon, der künftig etwas abseits auf einem der stillgelegten Bahngleise stehen wird. Anfang der Woche ist das Gestell geliefert worden. Der Waggon wird in der voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte mit einem Schwertransport folgen. Der Lebensweg-Verein wird für das ungewöhnliche Nebengebäude aus Blech und Stahl nichts bezahlen müssen.

„Es ist eine Spende der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft“, sagt Thomas Hemsing. Der Ehrenamtler kam auf die Idee mit dem Eisenbahnwagen und fragte bei den Eisenbahnfreunden in Neumünster nach. „Die haben mir den Kontakt vermittelt und bei der NEG hatten sie gleich diesen Wagen für uns.“

Nur für den Transport wird der Lebensweg-Verein rund 5000 Euro zahlen müssen. Wie alles andere, das auf dem Gelände am Sandkamp zu finden ist, wird auch dieses Teilprojekt mit Spenden finanziert. 160.000 Euro benötigt der Lebensweg-Verein pro Jahr, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Die Bewohner sollen nichts zahlen müssen. Für sie ist die letzte Station auf Erden kostenlos. 95 Prozent der Kosten übernehmen die Kranken- und Pflegekassen. Die restlichen fünf Prozent trägt der Verein.

Die ersten drei Bewohner des Hospiz werden Cremchen, Enno und Bernd sein. Nicht, weil sie krank wären oder sterben müssten. Es sind drei Alpakas. Sie sind zwischen zwei und drei Jahren alt, wie Katja Balkenhol vom Vorstand des Lebensweg-Fördervereins sagt:

„Das ist ein therapeutischer Ansatz. Bewohner oder Angehörige können mit den Tieren spazieren gehen.“

Das Stormarner Hospiz ist Teil eines Netzes, das gerade in Norddeutschland entsteht. In Schleswig-Holstein befinden sich derzeit sechs Hospize im Bau. In zwei Jahren, so glaubt Sabine Tiedtke, wird sich ihre Zahl mehr als verdoppelt haben. In Bad Oldesloe will der Lebensweg-Verein mit dem Haus auch einen Ort für eine Vernetzung der verschiedenen Palliativ-Organisationen schaffen. Sowohl in der Kreisstadt als auch in Ahrensburg gibt es bereits ambulante Freiwilligendienste, die Sterbende zu Hause begleiten. Im Gruppenraum des Oldesloer Hospiz könnten beispielsweise Fortbildungen oder andere Veranstaltungen organisiert werden. Das Ziel: Eine lebendige Gemeinschaft bilden.

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