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Kiel

Schwimmunterricht stärken: Sportverband begrüßt Lösungsvorschläge des Landtags

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Schwimmen (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Kiel – Im Hinblick auf den in der kommenden Landtagssitzung vorgestellten Bericht der Landesregierung zur Förderung der Schwimmausbildung in Schleswig-Holstein begrüßt der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein grundsätzlich die darin vorgeschlagenen Maßnahmen.

„Dabei freut uns, dass eine Reihe von Lösungsvorschlägen, die von der gemeinsamen Arbeitsgruppe mit dem Bildungsministerium im Projekt ‚Schleswig-Holstein lernt Schwimmen‘ erarbeitet wurden, im Bericht Berücksichtigung gefunden haben“, führt die Landesvorsitzende Irene Johns aus. Dazu zählten insbesondere die Ausweitung der Aus- und Fortbildung von Schwimmlehrkräften und Alternativen zum herkömmlichen Schwimmunterricht, wie Projektwochen, Kompaktkurse oder Ähnliches, erläutert Johns weiter.

Darüber hinaus weist der DKSB LV SH auf die dringende Notwendigkeit des im weiterführenden Antrag „Zugang zu Schwimmunterricht in Schleswig-Holstein stärken“ formulierten Anspruches hin, dass jedes Kind in Schleswig-Holstein im Rahmen des schulischen Sportunterrichts bis zum Ende der Grundschule schwimmen lerne.

Die Forderung, den Schwimmunterricht bereits an Grundschulen für alle Schülerinnen und Schüler durch verbindliche Regelungen zu gewährleisten, stellt der DKSB LV SH bereits seit langem. „Nach den erschreckenden Umfrageergebnissen des letzten Jahres, wonach fast 60 Prozent der Zehnjährigen nicht sicher schwimmen können, halten wir eine Priorisierung des Schwimmunterrichts bereits in der dritten und vierten Klasse für dringend erforderlich. Daher sind wir sehr erfreut, dass dies auch im Antrag der Regierungsfraktionen Beachtung findet“, betont Johns. „Es geht nicht nur darum, dass der Schwimmunterricht einen lebensnotwendigen Beitrag zur Sicherheit sowie Gesundheitsförderung leistet oder dass Kinder umso besser lernen, je jünger sie sind – es geht auch um die soziale Teilhabe“, so die Landesvorsitzende.

„Das Gemeinschaftserlebnis macht Spaß und stärkt das Selbstbewusstsein. Gerade für Kinder aus sozial benachteiligten Familien ist es eine wichtige Erfahrung, einmal nicht aus finanziellen Gründen von sozialen Aktivitäten ausgeschlossen zu sein und eine wichtige Kompetenz lernen zu können“, führt die Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche aus. „Schwimmunterricht leistet daher auch einen wichtigen Beitrag zu mehr sozialer Teilhabe von Kindern und damit auch zur Bekämpfung der Folgen von Kinderarmut. Deshalb sollten wir ihn auf jeden Fall schon ab der Grundschule sicherstellen – so wie es ja auch schon im Koalitionsvertrag als Zielsetzung formuliert wurde“, fordert Irene Johns.

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Schleswig-Holstein

Hauptbahnhof Kiel: Ehrliche Finder geben Portemonaie mit 900 Euro ab

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Symbolfoto: Bundespolizei/hfr

Kiel – Mal eine schöne Polizeimeldung: Am Sonnabend klingelten zwei Männer an den Diensträumen der Bundespolizei im Kieler Hauptbahnhof.

Die beiden Syrer erklärten den Beamten, dass sie kurz zuvor im Sophienhof waren und in der dortigen Zweigstelle der Sparkasse eine Brieftasche gefunden hätten.

Als die Bundespolizisten in die Brieftasche blickten, waren sie beeindruckt, denn es befanden sich ca. 900 Euro Bargeld darin.

Auch der Besitzer der Brieftasche konnte anhand des Inhaltes ermittelt werden und sagte zu, die Brieftasche sofort abzuholen.

Kurze Zeit später erschien er dann bei der Bundespolizei und bedankte sich überglücklich bei den ehrlichen Männern mit einem entsprechenden Finderlohn.

“Wir sagen: “Daumen hoch!”, so Bundespolizeisprecher Gerhard Stelke

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Kiel

Waffenrecht: Grünen-Politiker von Notz fordert Verschärfung

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Waffe Symbolfoto: Ozqui Coskun/shutterstock

Kiel – Nachdem Neuseeland auf den Terror in Christchurch mit einem Verbot von Sturmgewehren und halbautomatischen Waffen reagierte, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Konstantin von Notz, auch für Deutschland eine Verschärfung des Waffenrechts.

„Die Entschlossenheit der neuseeländischen Regierung muss sich die Bundesregierung zum Vorbild nehmen und ihre Blockadehaltung beim Waffenrecht endlich aufgeben“, sagt der Abgeordnete aus Schleswig-Holstein. Die dringend notwendigen Verschärfungen auch unseres Waffenrechts dürften nicht weiter aufgeschoben werden.

„Das Waffenrecht hat die Aufgabe, Gefahren, die den Menschen und unserem Gemeinwesen durch die Verfügbarkeit bestimmter gefährlicher Waffen drohen, möglichst im Vorfeld zu begegnen“, sagt von Notz. Reformen der vergangenen Jahre hält der Grünen-Politiker für nicht ausreichend. Im Gegenteil. So würde die Bundesregierung Pläne zur Verschärfung des Waffenrechts der europäischen Kommission sogar blockieren. „Die FDP versucht sogar, das Waffenrecht weiter zu lockern“, kritisiert von Notz. Er fordert, dass die Bundesregierung entschlossener gegen illegalen Waffenbesitz vorgeht und außerdem ein Verbot von Schusswaffen, die leicht in automatische Waffen umgebaut werden können.

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Polizei und Feuerwehr

Tödlicher Schuss auf Mutter zum Jahreswechsel aus der Nähe abgegeben

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Schusswaffe (Symbolbild). Foto: Landespolizei Schleswig-Holstein

Schönberg – Der tödliche Schuss auf eine dreifache Mutter in Schönberg bei Kiel kam aus der näheren Umgebung. Das hat eine ballistische Untersuchung ergeben. Das LKA schließt einen Schuss aus hunderten Metern Entfernung aus.

Die Frau (39) war in der Silvesternacht wenige Minuten nach Jahreswechsel von einer Kugel am Kopf getroffen worden. Die dreifache Mutter verstarb am Neujahrstag im Krankenhaus, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Eine spätere Obduktion ergab, dass sie von einem Geschoss aus einer kleinkalibrigen Waffe getroffen worden war.

Daraufhin nahm das K 1 der Bezirkskriminalinspektion Kiel die Ermittlungen auf.

Auf Grundlage der Versuchsergebnisse suchten die Ermittler den Tatort in den vergangenen Tagen erneut auf, um die Schussrichtung unter Zuhilfenahme von Lasertechnik näher zu bestimmen.

Nach wie vor gehen die Staatsanwaltschaft Kiel und die Ermittler davon aus, dass es sich nicht um eine gezielte Schussabgabe, sondern um einen tragischen Unglücksfall gehandelt hat.

Ermittlungsgruppe eingerichtet

Im Februar war die Ermittlungsgruppe Schönberg eingerichtet worden, deren Mitarbeiter sich seitdem ausschließlich mit den Geschehnissen der Silvesternacht beschäftigen.

Kriminaltechniker des LKA Hamburg erstellten einen 3-D-Scan, mit dessen Hilfe sich die Ermittler in einer virtuellen Tatortdarstellung bewegen und Messungen durchführen können.

Das Hinweisportal der Polizei Schleswig-Holstein, auf dem private Videos aus der Silvesternacht hochgeladen werden konnten, wurde nur vereinzelt angenommen.

Neben der umfangreichen Spurensuche und Spurensicherung befragten die Ermittler die Anwohner und deren Partygäste. Auch die Besitzer von kleinkalibrigen Waffen wurden aufgesucht und überprüft. Die Waffenbesitzer zeigten sich äußerst kooperativ, Auffälligkeiten stellten die ermittelnden Beamten nicht fest.

3000 Euro für sachdienliche Hinweise

Eine Plakatierungsaktion am 23. Januar brachte zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Ermittler bitten weiter um Mithilfe aus der Bevölkerung. Sie suchen nach Personen, die sich in der Zeit von 00:00 Uhr bis 01:00 Uhr in dem Bereich Herder-, Goethe-, Hebbel- und Uhlandstraße aufgehalten haben und noch keinen Kontakt zur Polizei hatten. Ungeachtet ihrer Beobachtungen bitten die Ermittler um eine Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0431-160 3333.

Die Staatsanwaltschaft Kiel weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass für Hinweise, die zur Aufklärung des Sachverhaltes führen, eine Belohnung von 3000 Euro ausgelobt wurde.

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