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Bad Oldesloe

Zeichen gegen Rechtsextremismus: Oldesloe zeigt „Wildes Herz“-Doku

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Walter Albrecht (von links) vom Bündnis gegen Rechts, die städtische Kulturmanagerin Inken Kautter und Kinobetreiber Heinz Wittern zeigen die Doku „Wildes Herz“ in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Die Kulturabteilung der Stadt sendet ein deutliches Signal gegen Rechtsextremismus und zeigt im Oldesloer OHO-Kinocenter die Dokumentation „Wildes Herz“ über die linke Punkband „Feine Sahne Fischfilet“. Zuvor war eine Vorführung in Bad Schwartau abgesagt worden, nachdem Neonazis mit einem Anschlag gedroht hatten.

Traditionell stellt sich in Bad Oldesloe ein breites Bündnis Versuchen rechtsextremer Einflussnahme auf die Gesellschaft entgegen. Als vor zwei Jahren Neonazis in der Stadt demonstrieren wollten, blockierten kurzerhand knapp 1000 Bürger den Startpunkt am Bahnhof. Die Rechten mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen.

Vorführung ist Reaktion auf Bombendrohung durch Rechtsextreme

„Es gibt hier einen breiten Widerstand und wenn etwas passiert, dann sind wir auf der Straße. Oder eben im Kino“, sagt Walter Albrecht vom Bündnis gegen Rechts. Im November vergangenen Jahres musste in Bad Schwartau eine Vorführung der Dokumentation „Wildes Herz“ abgesagt werden, nachdem eine Gruppe namens „Enkel von Adolf Hitler damit gedroht hatte, Schüler mit einer Bombe und Sturmgewehren zu töten. Diese Drohung nimmt die Stadt Bad Oldesloe und das Bündnis gegen Rechts zum Anlass, den Film auch hier zu zeigen.

„Rechte Strukturen versuchen immer häufiger, auf diese Weise Kultur zu beeinflussen und das dürfen wir nicht hinnehmen“, sagt Inken Kautter, Kulturmanagerin bei der Stadtverwaltung. Immer wieder kommt es zu bundesweit Drohungen gegen bei Rechten unliebsame Veranstaltungen. Sie bekomme zunehmend mit, dass Kulturinstitutionen immer häufiger präventiv kritische Veranstaltungen streichen oder gar nicht erst ins Programm aufnehmen, um Ärger zu vermeiden. „Das kann auf keinen Fall der Weg sein.“

Mehr politische Veranstaltungen gegen „rechten Kulturkampf“

Sowohl das Kultur- und Bildungszentrum (KuB) als auch die Stadtverwaltung geht die entgegengesetzte Richtung: Mehr politische Veranstaltungen, die sich kritisch mit Rechtsextremismus auseinandersetzen. Bürgermeister Jörg Lembke wird daher die Vorführung im OHO-Kinocenter eröffnen. Nach der Begrüßung wird das Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck einen Kurzvortrag halten, der sich mit dem „Rechten Kulturkampf“ als Angriff auf die Demokratie befasst. „Wir dürfen Rechte mit ihren Strategien nicht gewinnen lassen. Wenn solche Angriffe erfolgreich sind, könnte das Nachahmer finden“, sagt Daniela Kost von der Beratungsstelle.

Kinobetreiber Heinz Wittern will sich von Drohungen wie zuletzt in Bad Schwartau nicht beeindrucken lassen: „Den Film muss man nicht mögen. Das ist aber kein Grund, ihn nicht zu zeigen.“

Die Dokumentation „Wildes Herz“ von Charly Hübner wird am Mittwoch, 30. Januar, ab 20 Uhr in OHO-Kinocenter, Hamburger Straße 13, in Bad Oldesloe gezeigt. Die Leihkosten übernimmt die Stadt, der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

500 Euro Belohnung für Täterhinweise: Vandalismus beim Oldesloer Autohaus Schröder

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Foto: Privat/hfr

Bad Oldesloe – Vandalismus beim Autohaus Schröder in der Hamburg Straße in Bad Oldesloe. Inhaber Tim Schröder ist fassungslos.

„In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde bei uns auf dem Hof ein Neuwagen durch Fusstritte beschädigt. Dieser stand direkt an der Straße. An dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von ungefähr 2000,- Euro
Außerdem wurde unsere Mülltonne umgeworfen“, erklärt Schröder.

Er will die Tat nicht so hinnehmen. „Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen würde ich 500 Euro Belohnung zahlen, oder auch nach einem anonymen Hinweis spenden“

Homepage des Oldesloer Autohaus Schröder

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Bad Oldesloe

Oldesloer Heimatmuseum zeigt die vergessenen Urzeit-Schätze von Ahrensburg

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Andreas Ahne und Petra-Maria Schark vom Oldesloer Heimatmuseum mit Präparator Hans-Jürgen Lierl

Bad Oldesloe – In Fachkreisen ist die von Richard Wenck in Ahrensburg ausgegrabene und zusammengetragene Sammlung versteinerter Urzeitwesen lange bekannt und gefeiert.

Eine Sonderausstellung des Oldesloer Heimatmuseums befasst sich jetzt mit dem Lebenswerk des Unternehmers, der vor allem für sein Hobby lebte: Fossilien.

Während sich über den Ahrensburger Prähistoriker Alfred Rust einiges an Literatur finden lässt, ist der Name Richard Wenck nur wenigen ein Begriff.

„Die Funde von Wenck sind spektakulär“

Zu unrecht, wie Hans-Jürgen Lierl findet. Als Geowissenschaftlicher Präparator und rechte Hand des Hamburger Paläontologen Prof. Dr. Urich Lehmann beschäftigte er sich auch mit Wencks Erbe. „In der Wissenschaft ist Ahrensburg ein Begriff und das nicht nur wegen Alfred Rust“, sagt Hans-Jürgen Lierl. Die Funde von Reinhard Wenck seien ähnlich spektakulär, wie die des Archäologen.

„Ich finde es sehr schade, dass Ahrensburg kein Museum hat, in dem die Sammlungen von Rust und Wenck gezeigt werden“, sagt der Wissenschaftler, der in dieser Woche die Ausstellung im Oldesloer Heimatmuseum vorbereitet hat. Jahrzehnte waren die aus Stormarn und Herzogtum-Lauenburg stammenden, versteinerten Tintenfischgehäuse („Ammoniten“) und Saurierknochen hier eingelagert.

Nur hin und wieder wurden kleine Teile der Sammlung öffentlich ausgestellt. Gesammelt hatte Richard Wenck die Fossilien in Kiesgruben, unter anderem im Forst Hagen.

Manchmal war der Speditionskaufmann sogar mit Alfred Rust (links auf dem Foto) selbst auf Grabungen, wie dieses Foto belegt.

Während der sein Augenmerk auf Pfeilspitzen und andere prähistorische Zeitzeugen legte, sammelte Wenck eine enorme Menge an versteinerten Urzeittieren an. Mehrere tausend Artefakte soll die Sammlung insgesamt umfassen. Zu viel, um alles auszustellen.

„Es ist ein Querschnitt, die spektakulärsten Funde, die wir hier zeigen wollen“, sagt Lierl, der Wenck in seiner Schulzeit kennenlernte und der ihm beibrachte, wie sich die Fossilien von eiszeitlichem Schutt unterscheiden lassen.

Museumsmitarbeiter Andreas Ahne bereitet die Ausstellung vor

200 Einzelstücke werden im Oldesloer Heimatmuseum ausgestellt sein. „Oben stehen noch 20 weitere Kisten“, sagt Museumsleiterin Petra-Maria Schark. Es sei ein glücklicher Umstand gewesen, dass das Heimatmuseum einen Teil der Geschiebesammlung im Jahr 1985 habe erwerben können. „Ein kleiner Teil davon wurde in den 80ern und später nochmal 2008 gezeigt“, sagt Schark. Doch mittlerweile sei die Sammlung dank Hans-Jürgen Lierl katalogisiert und Epochen zugeordnet.

Die Ausstellung „Lebensspuren im Stein – Urzeitschätze der Sammlung Wenck“ ist ab sofort bis zum 19. Oktober im Heimatmuseum zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

BiZ informiert über Teilzeitausbildung: Keine halbe Sache

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Foto: Agentur für Arbeit

Bad Oldesloe – Vom 27. bis zum 29. Mai bieten Sylvia Freund, Sonja Redmann und Irene Schumann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und den Jobcentern Stormarn und Herzogtum Lauenburg, eine Hotline zum Thema „Ausbildung in Teilzeit“ an. Sie sind an den drei Tagen jeweils von 8 bis 13:00 Uhr unter den Telefon-Nummern 0 45 31 / 167 208 und 0 45 31 / 167 209 erreichbar und gehen auf alle Fragen ein.

Informieren können sich alle, die trotz Kindererziehung oder der Pflege Angehöriger gern eine Ausbildung beginnen würden, diese aber nicht in der üblichen Vollzeitausbildung absolvieren können. Genauso beraten die drei Fachfrauen auch Unternehmen, die ausbilden oder ausbilden möchten, aber noch keine Erfahrung mit einer Ausbildung in Teilzeit haben. Sie erklären, wie die Ausbildung abläuft, wie die wöchentliche Ausbildungszeit reduziert werden kann, ob sich die Ausbildungsdauer dadurch verlängert oder nicht und was sonst noch beachtet werden muss.

„Obwohl seit 14 Jahren die gesetzliche Möglichkeit einer Ausbildung in reduzierter wöchentlicher Ausbildungszeit besteht, wird dies nur in einem geringen Umfang genutzt“, erklären Freund, Redmann und Schumann. 2005 wurde die Ausbildung in Teilzeit im Berufsbildungsgesetz verankert. „In Schleswig-Holstein wurden im Jahr 2017 insgesamt 20.103 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, davon aber nur 144 für eine Teilzeitberufsausbildung. Das ist ein Anteil von 0,7 Prozent. Dabei können alle profitieren: denen, die Betreuungsaufgaben haben, bietet sich die Chance auf einen Berufsabschluss und Unternehmen sprechen vor dem Hintergrund rückläufiger Zahlen an Ausbildungsbewerbern neue Potentiale an, wenn sie sich auch für eine Ausbildung in Teilzeit öffnen. Und: es wird nur die wöchentliche Ausbildungszeit reduziert, fachlich und inhaltlich werden keine halben Sachen gemacht“, so die Fachfrauen. 

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