Folge uns!

Schleswig-Holstein

Zahl der Wohnungseinbrüche im Land deutlich zurückgegangen

Veröffentlicht

am

Symbolfoto: Robert Hoeting/shutterstock

Kiel – Die Polizei hat landesweit eine erste Bilanz der Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein im Jahr 2018 gezogen. So registrierte die Landespolizei im abgelaufenen Jahr 4.950 Fälle von vollendeten und versuchten Wohnungseinbrüchen.

Dies sind rund 500 Fälle weniger als im Jahr 2017 (5491 Fälle). Damit bestätigt sich weiterhin der Trend zurückgehender Fallzahlen, allerdings auf einem, für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein, immer noch hohem Niveau.

Im Dezember 2018 wurden in Schleswig-Holstein 728 Taten festgestellt. Dies stellt zwar den höchsten Wert des Jahres 2018 dar, ist aber der niedrigste Wert der vergangenen Jahre (2017: 787, 2016: 883, 2015: 1565, 2014: 959) im Monat Dezember.

Gegenüber dem Vormonat November 2018 mit 606 Wohnungseinbrüchen ist dies ein Anstieg von absolut 122 Taten, entsprechend 20 %. Damit bestätigte sich erneut die saisonale Steigerung in der “dunklen Jahreszeit”.

“Wir freuen uns über den deutlichen Rückgang der Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die Landespolizei hat in diesem Deliktsbereich erneut sehr intensiv gearbeitet. Die enge Zusammenarbeit von Ermittlern, Spurensicherern, Präventions- und Kontrollkräften ermöglicht es, Ermittlungsansätze zu generieren und die Zahl der Taten möglichst gering zu halten.”, so Thomas Bauchrowitz, Leiter des Landeskriminalamtes.

Ein wichtiger Konzeptbaustein seien die Kontrollmaßnahmen. Aktuell setzt die Polizeidirektion Bad Segeberg in den Landkreisen Pinneberg und Segeberg auch weiterhin auf Anhalte- und Sichtkontrollen im öffentlichen Verkehrsraum.

Die ursprüngliche Anordnung der Maßnahmen gemäß § 180 Abs. 3 Landesverwaltungsgesetz Schleswig-Holstein ist jüngst vom Amtsgericht Bad Segeberg verlängert worden. Sie gilt bis zum 6. Februar 2019.

Landespolizeidirektor Michael Wilksen betont: “Die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Damit ist zum einen die situative Wachsamkeit gemeint, also die Sensibilität für verdächtige Personen in der eigenen Nachbarschaft und die sofortige Benachrichtigung der Polizei über die Notrufnummer 110. Zum anderen geht es auch um das thematische Interesse für die richtige Sicherung der eigenen vier Wände. Je besser die eigene Wohnung gesichert ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Einbrecher erfolglos bleiben.”

Ein wichtiger Hinweis zu den eingangs verwendeten Daten: Es handelt sich um aktuelle Lagedaten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem der Landespolizei, nicht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).

Aktuelle Lagezahlen eignen sich für operative Zwecke und gewinnen aufgrund ihrer zeitnahen Erfassung zunehmend an Bedeutung. Sie stellen die tatsächlich durch die Polizei aufgenommenen Einbrüche dar.

Sie haben aber als “Eingangsstatistik” keine PKS-vergleichbare Qualität. Sie liefern andere Zahlen als die Ausgangsstatistik PKS. Die Darstellung von Lagezahlen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem erfolgt nach dem Erstelldatum des Vorgangs.

 

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Schleswig-Holstein

Video: Ministerpräsident lobt Mitbürger – erste Erkenntnisse in der nächsten Woche

Veröffentlicht

am

Kiel – Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bedankt sich bei allen Mitbürgern und erklärt, dass man nächste Woche erste Bilanzen ziehen kann, ob die Maßnahmen die erhofften Effekte haben.

Der Ministerpräsident stellte an anderer Stelle bereits klar, dass Lockerungen der aktuellen Regelungen vor dem 19. April nicht zur Debatte stehen.

Am Wochenende trotz Frühlingssonne an die Regeln halten, in der kommenden Woche dann die aktuellen Zahlen auswerten und…

Gepostet von Schleswig-Holstein.de am Freitag, 27. März 2020
Weiterlesen

Schleswig-Holstein

Stormarn: 18 weitere bestätigte Coronainfektionen in Stormarn an einem Tag – ingesamt jetzt 113

Veröffentlicht

am

Coronavirus Symbolfoto: Mintart/shutterstock

Bad Oldesloe – Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn ist stärker als in den Vortagen angestiegen. Während die Zahl gestern,27. März, noch bei 95 lag, beträgt sie jetzt 113 (Stand: 28.03., 15:00 Uhr)

Zwölf in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, die Anderen in häuslicher Quarantäne.

Zwei Personen konnten bislang als genesen aus der Quarantäne entlassen werden.

Insgesamt sind in Schleswig-Holstein mittlerweile über 900 Personen klinisch nachgewiesen mit dem Virus infiziert worden.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

Veröffentlicht

am

Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung