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Bad Oldesloe

Zu viel Gier und Frust: Ostereiersuche in Bad Oldesloe fällt aus

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Objekte der Begierde. Osterhase und Osterei im Schnee
Foto: SL

Bad Oldesloe – Es war eine Entscheidung , die absehbar war. Eines Tages musste es passieren, dass die ehrenamtlichen Organisatoren des “Ostereiersuche” im Kurpark in Bad Oldesloe genug davon haben, sich Jahr für Jahr mit undisziplinierten Kindern und gierigen Eltern auseinanderzusetzen. Statt freudig strahlender Kinderaugen gab es zu häufig Tränen, schimpfende Verwandte und Frust. 

Immer wieder kam es zu Streit,  weil eine durchaus größere Anzahl an Eltern – wenn auch nicht die Mehrheit – es nicht hinbekam oder auch nicht einsah, den eigenen Kindern mitzuteilen, dass die Ostereiersuche kein Wettlauf um möglichst viele Funde und ein Training für die Ellenbogengesellschaft ist. Und so wurde gedrängelt und gerafft. Konzeptänderungen, Mahnungen, Bitten der Organisatoren und auch des Bürgermeisters – der immer das Startsignal gab – brachten keine Besserung.

Ob nun verboten wurde Rucksäcke und Taschen mitzunehmen und zu füllen oder nicht. Ob die Eltern darum geboten wurden nicht mitzusuchen – die meisten Bitten und Regeln verhallten bei zu vielen Teilnehmern scheinbar ungehört. Große Geschwister suchten mit, Jackentaschen wurden gefüllt. Und wurde darum gebeten anderen Kindern etwas abzugeben, gab es teilweise noch unverschämte Sprüche.

Betont werden sollte, dass es – anders als manche Gerüchte sagen – nicht vor allem Menschen mit Migrationshintergrund oder offenbar finanziell Schwache waren, die zu den Problemen führten. Die Eltern, die ihre Kinder nicht im Griff hatten oder sogar noch dazu antrieben, möglichst viel zu sammeln und Rücksichtslosigkeit quasi einforderten (“die anderen haben auch mehrere Überraschungseier, nimm dir ruhig”) kamen aus allen möglichen sozialen Schichten. Sie einte dabei eben nur, dass sie sozial schwach sind.

Die Organisatoren und Helfer
Foto: SL

Fakt ist: 2019 wird es keine Ostereiersuche im Kurpark mehr geben. Eine für viele Familien liebgewonnen Tradition endet damit. Mindestens ein Jahr ist erstmal Pause und die Kurpark AG – die die Veranstaltung gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr durchführte – wird überlegen, ob es 2020 vielleicht wieder eine Suche mit neuem Konzept geben kann.

“Wir bedauern diesen Schritt, können ihn aber auch nachvollziehen. Wir wollen uns vor allem herzlich bei den Ehrenamtlern bedanken, die in den vergangenen Jahren diese Aktion überhaupt erst möglich gemacht hatten”, so Agnes Heesch von der Oldesloer Stadtverwaltung.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Durchsuchung wegen des Verdachts der Schleusungskriminalität

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Verhaftung Symbolfoto: Brian A Jackson/shutterstock

Bad Oldesloe/Itzehoe – Gestern, am 26. Februar, wurden in einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Itzehoe wegen des Verdachtes der Schleusungskriminalität diverse Durchsuchungsbeschlüsse in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen umgesetzt – auch in Bad Oldesloe.

“Der Einsatz ist das Ergebnis von Ermittlungen, die bis 2018 zurückreichen und europaweit geführt wurden. In Zusammenarbeit mit Polizeibehörden in Griechenland und Spanien sowie unter der kontinuierlichen analytischen und operativen Unterstützung durch Europol waren aufgrund des guten Informationsaustausches schnell Fortschritte zu verzeichnen”, so der Bad Segeberger Polizeisprecher Marc Ziehmer .

Bereits im Juli 2019 wurden in zusammenhängenden Verfahren in Griechenland sowie im Februar dieses Jahres in Spanien polizeiliche Maßnahmen durchgeführt.

Gegenstand der Verfahren war in allen Fällen die Schleusungskriminalität in Zusammenhang mit gewerbsmäßiger Urkundenfälschung von Personaldokumenten und dem Eingehen von Scheinehen.

Gegen 12 Uhr begannen zeitgleich Durchsuchungen in Elmshorn, Neumünster, Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Bad Oldesloe und Horst sowie in Hamburg und Niedersachsen. Die Beamten durchsuchten eine Gesamtzahl von 28 Privat- und Gewerbeobjekte.

Gegen einen 44-jährigen indischen Hauptverdächtigen konnte ein Haftbefehl wegen Fluchtgefahr vollstreckt werden.

Weiterhin beschlagnahmten die Einsatzkräfte Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich sowie zahlreiche Datenträger, Dokumente und Papiere zur weiteren Auswertung. In zwei Fällen bestätigte sich bereits darüber hinaus der Verdacht des illegalen Aufenthalts.

Insgesamt waren rund 175 Kräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein, des Zoll, des Landeskriminalamtes Hamburg, der Polizei Niedersachsen, der Bundespolizei und Europol in die Maßnahmen eingebunden.

Der Durchsuchungseinsatz dauert gegen 18:30 Uhr an einzelnen Objekten noch an.

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Bad Oldesloe

Neuer Verein will Courage-Preis an Oldesloer Jugendliche vergeben

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Bad Oldesloe – Eingreifen statt wegschauen, Dialog statt Diffamierung: Mit einem Courage-Preis will ein neuer Verein in Bad Oldesloe Demokratie-Projekte von Jugendlichen fördern und damit gegen Rassismus und Hetze einstehen.

Christian Vollpott (von links), Matina Kock und Wolfgang Abel vom Oldesloer Jugend-Courage-Preis Verein vor dem Blauen Haus

„Wir wollen keine große Politik machen aber einen Beitrag leisten, unsere Demokratie lebendig zu gestalten“, sagt Wolfgang Abel, der den Verein mit zehn weiteren Oldesloern gegründet hat.

Ziel ist es, einmal im Jahr Preise an Jugendprojekte zu vergeben. Die erste Verleihung ist für den 9. November 2020 geplant.

Ein geschichtsträchtiges Datum – ebenso wie der Ort, an dem die Ehrenamtler ihren neuen Verein vorstellten: Das Blaue Haus an der Hude in Bad Oldesloe. „Das haben wir nicht zufällig gewählt“, wie Wolfgang Abel sagt. Während der Nazizeit nutzte die Gestapo das Gebäude, um Systemkritiker zu inhaftieren. „Hier wurden Menschen geschlagen, gefoltert und getötet, die für ihre Überzeugungen couragiert eingetreten sind, während andere wegschauten“, erzählt der Vereinsgründer.

Mit dem Courage-Preis will der Verein couragiertes Verhalten belohnen, um „die Ewiggestrigen und Populisten auch mit einer möglichst breiten Unterstützung der Zivilgesellschaft in die Schranken zu weisen.“

Bis zum 15. September können Schüler, Lehrer, Vereine und Einzelpersonen au Bad Oldesloe und Umgebung Vorschläge einreichen, die anschließend von einer Jury gesichtet werden.

Die Preisgelder, dessen Höhe noch nicht feststeht, stammen aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Matina Kock, zweite Vorsitzende: „Neben spannenden Projekten suchen wir auch weitere Vereinsmitglieder und Spender, die unsere Arbeit unterstützen möchten.“ Da es sich um einen gemeinnützigen Zweck handelt, sind Spenden steuerlich absetzbar. Weitere Infos zum Courage-Verein unter www.ojcp.de.

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Bad Oldesloe

Neue Ausstellung im Oldesloer KuB: „Was heißt schon alt?“

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Bad Oldesloe – Das Alter hat viele Gesichter. Die Ausstellung, die ab sofort im Foyer des Kultur- und Bildungszentrums (KuB) in Bad Oldesloe zu sehen ist, verdeutlicht mit großformatigen Fotos und Videos, wie vielfältig und individuell das Alter ist.

Ausstellung „Was heißt schon alt?“ im KuB

Die Ausstellung „Was heißt schon alt?“ zeigt die besten Beiträge aus dem gleichnamigen Foto- und Videowettbewerb des Bundesfamilienministeriums.

Sie werden mit Aussagen aus dem sechsten Altenbericht und Alterssurvey ergänzt. Ziel ist es, die heute sehr vielfältigen Lebenswirklichkeiten der älteren Generationen zu beleuchten – ohne die weniger schönen Aspekte des Alterns auszublenden.

Ausstellung „Was heißt schon alt?“ im KuB

Mit der Ausstellung setzt der Sachbereich Kultur der Stadt Bad Oldesloe sein Vorhaben fort, Angebote speziell für die älteren Oldesloerinnen und Oldesloer zu stärken.

„Egal ob jung oder alt – die Ausstellung macht es einem leicht, seine eigenen Vorstellungen vom Alter auf den Prüfstand zu stellen und ins Gespräch zu kommen“, so Tim Knackstedt vom Kulturbüro. Das findet auch der Seniorenbeirat der Stadt Bad Oldesloe, der kürzlich die Ausstellung besuchte. „Besonders gefällt mir die fein ausbalancierte Mischung aus einfallsreichen Fotografien, Humor und ernsten Denkanstößen“, sagt Manfred Huppermann vom Seniorenbeirat.

Bad Oldesloe ist in diesem Jahr die einzige Station der Ausstellung in Schleswig-Holstein. Sie ist noch bis zum 9. März 2020 zu den Öffnungszeiten des Kultur- und Bildungszentrums (KuB), Beer-Yaacov-Weg 1, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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