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Bad Oldesloe

Oldesloer Neujahrsempfang: Bärbel Nemitz bekommt den “Silbernen Schlüssel”

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Bärbel Nemitz (Mitte) mit Bürgerworthalterin Hildegard Pontow und Bürgermeister Jörg Lembke
Foto: SL

Bad Oldesloe – Es ist eine Tradition geworden, dass im Verlauf des Oldesloer Neujahrsempfang besonders engagierte Mitbürger als Auszeichnung den “Silbernen Ehrenschlüssel” der Stadt erhalten. In diesem Jahr überreichten Bürgerworthatlerin Hildegard Pontow und Bürgermeister Jörg Lembke diese besondere Ehrung an Bärbel Nemitz.

Nemitz gehört zu den Mitgründerinnen der Oldesloer “Bella Donna” Haus, engagiert sich aber auch darüber hinaus vielseitig. So ist sie als “Clownin” aktiv und als solche nicht nur auf Veranstaltungen zu erleben, sonder auch auf der Kinderstation des UKSH.  Während andere Menschen mit finanziell gutem Background vor allem Vermögen anhäufen und zuerst an sich selbst denken, nutzt Nemitz ihre Möglichkeiten, um zum Beispiel Kindertheaterprojekte zu unterstützen. Sie sorgt auch dafür, dass es im Kub das “Kindertheater für alle” gibt und auch so manche Puppentheateraufführung hätte es ohne Nemitz nicht gegeben.

“Ich weiß, dass ich in einer Position bin, Dinge zu tun, die nicht jedem gegeben sind. Ich möchte, dass es allen gut geht und mit allen, meine ich auch wirklich alle”, so die Geehrte.

Bürgerworthalterin Hildegard Pontow hatte zuvor Nemitz vorgestellt, sich aber auch ausführlich bei allen anderen Ehrenamtlichen in der Stadt von der Feuerwehr über den Sportverein bis hin zu Kulturschaffenden bedankt. Sie wolle in ihrer Amtszeit möglichst alle Ehrenamtlichen kennenlernen.

Bürgermeister Jörg Lembke sprach zu den 200 Gästen
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Bürgermeister Jörg Lembke hatte eingangs ähnliche Worte gefunden und das große Engagement vieler Oldesloer für ihre Stadt gelobt. Besonders hob er bei den Veranstaltungen des vergangenen Jahres das erfolgreiche Stadtfest – organisiert von Tiedemann art Productions und dem Klngstdt e.V. –  hervor. “Das war wirklich feiern wie zuhause”, bedankte er sich bei den Organisatoren, aber auch bei den Gästen, die mit ihrem friedlichen Feiern bei bestem Wetter für die gelungene Atmosphäre des Fests gesorgt hatten, das 2020 wieder stattfinden wird.

Aber natürlich gab es auch neben dem Stadtfest weitere gelungene Veranstaltungen. “Ich denke da zum Beispiel an das Kurparkfest oder Rock am Schloss – wer sagt, das in Bad Oldesloe nichts los ist, dem ist nicht mehr zu helfen”, so der Verwaltungschef.  Dass Bad Oldesloe beliebt sei, zeige sich auch an den 80 000 Touristen die 2018 in Oldesloer Hotels übernachteten und den 2000 Nutzern des Wohnmobilparkplatzes auf dem Exer.

Er blickte auch ein wenig in die Zukunft. So soll es an den Parkautomaten in der Stadt demnächst auch eine “Brötchentaste” für Kurzparker geben. Ein kompletter Verzicht auf Parkgebühren in der Innenstadt käme nicht in Frage. Er würde nur zu Dauerparkern führen, die dann die guten Parkplätze dauerhaft belegen. “Parkgebühren führen eben auch dazu, dass ein Parkplatz wieder frei wird. Das ist wichtig für den Handel in der Innenstadt.”

Außerdem steht für 2019 der Beginn der Umbauarbeiten in der Hagenstraße an, wenn die Politik den Planungen final zustimmt. Diese Sanierungen sollen der Auftakt zu einer Renovierung und Neugestaltung der Fußgängerzone sein.

Die Musikschule sorgte für die musikalischen Beiträge
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Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge sieht er als zweischneidiges Schwert. Die Freude bei vielen Mitbürgern könne etwas verfrüht sein, denn auch weiterhin müssen Straßensanierungen ja finanziert werden. Da man das über den normalen Haushalt machen muss, bedeute es langfristig mögliche Kürzungen an anderen Stellen wie zum Beispiel bei Bibliothek, Kultur, Schwimmhalle oder Jugendbereich. “Was auch immer es ist, es wird immer gleich weh tun”, sagte der Verwaltungschef. Er halte es auch für wahrscheinlich, dass der Zustand der Straßen sich verschlechtern werde, manch erhoffte Sanierung wegen der Finanzierung gar nicht erst angegangen werde.

Ein besonderes Lob hatte der Bürgermeister für seine Mitarbeiterin Anja Strohkirch parat. Diese unterstütze ihn nicht nur täglich in der Arbeit, sondern habe auch den Neujahrsempfang wieder perfekt organisiert. Allgemein lobte Lembke das Personal der Stadtverwaltung. Das Image vom “faulen Beamten” oder Verwaltungsmitarbeiter treffe auf die Oldesloer Stadtverwaltung mit Sicherheit nicht zu.

Für den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs sorgten iu diesem Jahr übrigens drei Klavier-Talente der Oldesloer Musikschule.

 

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Bad Oldesloe

Grüne und Linke wollen Klimanotstand in Stormarn ausrufen

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Fabriken Foto: Vladj55/Shutterstock

Bad Oldesloe – Zur nächsten Sitzung des Kreistages Stormarn am 21. Juni bringen die Fraktionen die Grünen und der Linken einen gemeinsamen Antrag zur Ausrufung des Klimanotstandes im Kreis Stormarn ein.

Ähnliche Anträge wurden in den letzten Monaten etwa in Kiel, Lübeck, Bad Segeberg und vielen anderen Kreisen und Städten bundesweit vorgelegt und beschlossen. Ziel des Stormarner Antrages ist es, auch auf Kreisebene alles zu tun, damit die weitere Erwärmung des Weltklimas noch gestoppt werden kann, bevor es zu spät ist.

Dafür sollen unter anderem alle Maßnahmen, die der Kreis beschließt auf ihre Auswirkungen auf das Klima überprüft werden.

Maßnahmen, die dem Klimaschutz förderlich sind, sollen Priorität erhalten. Das Klimaschutzprogramm soll weiterentwickelt werden, ein Konzept für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs entstehen und die Klimaschutzleitstelle wieder eingerichtet werden.

„Nach der Europawahl, in der die Grünen die stärkste politische Kraft in Stormarn geworden sind, wollen wir verschärft unsere klimapolitischen Ziele im Kreis durchsetzen. Dazu gehört die Aktualisierung und Fortschreibung des Klimaschutzprogrammes des Kreises und die Reaktivierung der Klimaschutz-Leitstelle. Wir wollen die Beratung für kommunale Klimaschutzprogramme und Radewegekonzepte intensivieren und ausweiten. Mittelfristig setzen wir uns weiterhin für einen eigenständigen Umweltbereich in der Kreisverwaltung ein. Es ist höchste Zeit, unsere klimapolitischen Ziele jetzt endlich umzusetzen“, sagt dazu Sabine Rautenberg, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Stormarn.

Klimakrise auf allen Ebenen bekämpfen

„Wir freuen uns sehr, dass wir diesen wichtigen Antrag gemeinsam mit den Grünen in den Kreistag einbringen und hoffen, dass er auch bei den anderen Fraktionen breite Unterstützung finden wird. Die Klimakrise muss auf allen Ebenen mit Nachdruck bekämpft werden, auch hier im Kreis. Wenn in möglichst vielen Städten und Kreisen der Klimanotstand ausgerufen wird, hat das nicht nur die Folge, dass vor Ort der Klimaschutz Priorität erhält, es setzt auch ein Zeichen an die Bundesebene, endlich zu handeln, statt wie bisher in Placebo-Gremien wie dem Klimakabinett die notwendige Klimawende zu verschleppen. Die Linke will, dass die Klimawende sozial gerecht abläuft, daher ist im Antrag auch festgehalten, dass Maßnahmen nicht einseitig die finanziell schwachen Menschen im Kreis treffen sollen.“, so Heidi Beutin, Fraktionsvorsitzende der Linken im Kreistag.

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Kein Vertrauen: Lokalpolitiker wollen Ausschussvorsitzenden Rohde absetzen

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Bad Oldesloe – Matthias Rohde (FBO), soll seinen Posten räumen. Die Fraktion Freie Wähler und Familie (FWF) sieht das Vertrauen in den Vorsitzenden des Oldesloer Wirtschafts- und Planungsausschusses derart gestört, dass sie in der nächsten Stadtverordnetenversammlung seine Absetzung beantragen wird.

Matthias Rohde (FBO). Foto: Fischer

Rohde stand in den vergangenen Monaten vermehrt wegen Äußerungen in der Kritik und weil er eine Einladung zu einem Bürgergespräch nicht an die Ausschussmitglieder weitergeleitet hatte.

„Das notwendige Vertrauen in den Ausschussvorsitzenden für eine respektvolle, gleichberechtigte und offene Zusammenarbeit sehen wir nicht mehr gegeben. Weder können wir eine zumindest überwiegende, überparteiliche und gerechte Wahrnehmung des Ausschussvorsitzes erkennen, noch zeichnet sich ab, dass dies künftig zu erwarten wäre“, heißt es in einem Antrag der FWF, unterschrieben vom Fraktionsvorsitzenden Tom Winter und seinem Stellvertreter Wolfgang Schmidt. So beteilige sich Rohde regelmäßig an der Diskussion zu Tagesordnungspunkten, ohne jemals die Leitung abzugeben.

Persönliche und wertende Stellungnahmen seien eher Regel als Ausnahme. Mit der Würde und den Rechten des Gremiums sei das nicht vereinbar. Alle Fraktionen hatten Rohde mehrfach kritisiert.

Dass der Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni (KuB-Saal, Beer-Yaacov-Weg 1) eine Mehrheit finden könnte, ist möglich.

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Oper “Weiße Rose”: Musikstudenten zeigen die letzten Stunden der Geschwister Scholl

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Bad Oldesloe – Die Stunden vor der endgültigen Dunkelheit: Den inneren Kampf zweier junger Menschen in einer Todeszelle zeigt die Oper „Weiße Rose“, die an diesem Wochenende von Studenten der Musikhochschule Lübeck in Kultur- und Bildungszentrum (KuB) in Bad Oldesloe aufgeführt wird.

Foto: Fischer

Acht Gesangssolisten der Musikhochschule verkörpern in einer eindrucksvollen Inszenierung die innere Gefühlswelt der von den Nazis zum Tode verurteilten Geschwister Hans und Sophie Scholl, wie sie versuchen, ihre Todesangst Stunden vor der Urteilsvollstreckung in Visionen, Selbstgesprächen und reflektierten Monologen zu verarbeiten.

Dabei kommt die von Regisseur Selçuk Cara umgesetzte Zimmermann-Oper (1986) ganz ohne Effekthascherei pathetische Heldeninszenierung, Geschrei und Blut aus, ohne Requisiten und aufwendige Kostüme. Nur Licht, Schatten, Nebel, Gesang und Schauspiel. Keine Ablenkung.

Reduktion als Stilmittel

Für Selçuk Cara ist Reduktion eines der stärksten Stilmittel, die die Opernwelt zu bieten hat: „Wir wollen die Gefühle zeigen und die Gedanken, die diesen beiden Menschen womöglich in der Todeszelle kamen.“ Alles, was dabei stören könnte, hat der preisgekrönte Regisseur und Opernsänger mit Zustimmung Udo Zimmermanns und dem Verlag gestrichen. Selbst auf das Finale, den Tod der Geschwister Scholl, wird verzichtet. Ebenso wie auf die übliche „Moral von der Geschichte“ am Ende des Stücks. Vielmehr schwingt diese im Subtext der Inszenierung mit: Die Nazis konnten vielleicht die Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl umbringen, ihre Gedanken aber nicht.

Nicht nur inhaltlich hat das Stück nur noch wenig mit einer Oper im klassischen Sinne gemein. Die Bühne ist schon aufgebaut, diesmal als Podest in der Mitte des Raumes.

Eine klassische, frontale Oper werden die Zuschauer am Wochenende hier nicht zu sehen bekommen. Stattdessen finden sie sich inmitten des Schauspiels wieder. Als Wandeloper bezeichnet Selçuk Cara das Konzept. Reduziert ist auch die Ausstattung des Saals: Stühle gibt es keine. Nur eine Sitzreihe, damit sich Zuhörer bei Bedarf während der 70 Minuten langen Oper ausruhen können. Während der Aufführung können und sollen sich die Besucher frei um die Bühne herum bewegen.

Begleitet werden die Studierenden von einem Kammerorchester der Musikhochschule Lübeck unter der musikalischen Leitung von Professor Robert Roche. Auch hier weichen die Theatermacher von den üblichen Normen ab. Das Orchester spielt diesmal nicht auf der Bühne, sondern oberhalb des Geschehens auf der Empore. „Bis Probenbeginn wussten wir nicht, wie das wirken würde aber es funktioniert“, sagt Robert Roche. Die Auslagerung der Instrumente hat einen pädagogischen Grund. Die Sängerinnen und Sänger, so sagt es Selçuk Cara, sollen nicht immer zum Dirigenten schauen, um ihren Einsatz nicht zu verpassen, sondern auf die Musik hören.

Bei den Proben wird deutlich: Die mittlerweile mehrjährige Kooperation zwischen dem KuB und der Musikhochschule bietet ein perfektes Umfeld und viel Raum für Experimente. Selçuk Cara jedenfalls ist zufrieden: „Ich würde das Stück so wie es jetzt ist auch jedem anderen Opernhaus der Welt aufführen.“

Die „Weiße Rose“ wird am Sonnabend, 15. Juni, um 20 Uhr und am Sonntag, 16. Juni, um 19.39 Uhr im Saal des Kultur- und Bildungszentrums aufgeführt. Für beide Vorstellungen gibt es noch Karten an der Abendkasse für 20,50 (erm. 14,50 Euro). Infos unter www.kub-badoldesloe.de

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