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Kiel

Feuerwehren trauern um Uwe Eisenschmidt

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Der ehemalige Landesbrandmeister Uwe Eisenschmidt ist verstorben. Foto: Archiv LFV SH

Meldorf – Die schleswig-holsteinischen Feuerwehren trauern um ihren Ehren-Landesbrandmeister Uwe Eisenschmidt (Meldorf) der nach kurzer schwerer Krankheit überraschend am 21. Dezember 2018 verstorben ist.

Uwe Eisenschmidt führte den Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein als Vorsitzender von 1994 bis 2006 mit großem ehrenamtlichem Engagement. Sein Wirken war gleichermaßen geprägt von Pflichtbewusstsein aber auch der Gabe, auf Menschen zuzugehen und sie von der Idee der Freiwilligen Feuerwehr mit Leidenschaft zu überzeugen.

Als Mittler zwischen Ehrenamt und Politik verstand er es, die beiderseitigen Interessen im Sinne der Sache abzuwägen. Beispielhaft sei sein Einsatz 1996 genannt, als er in Kiel mit über 8000 Feuerwehrkameraden auf die Straße ging, um letztlich erfolgreich die damalige Landesregierung für den Erhalt der Feuerschutzsteuer zu überzeugen – der finanziellen Lebensader des Feuerwehrwesens.

Uwe Eisenschmidt verdiente sich durch seine gerade, ehrliche und unschnörkelhafte Art den Respekt aller, die mit ihm zu tun hatten. Uwe Eisenschmidt trat 1966 in die Freiwillige Feuerwehr Meldorf ein und wurde 1983 deren Gemeindewehrführer. 1987 übernahm er das Amt des Kreiswehrführers des Kreises Dithmarschen und führte dieses bis Ende 2004 aus. Von 1991 bis 1994 bekleidete er zudem das Amt des stellvertretenden Landesverbandsvorsitzenden, ehe er von 1994 bis 2006 als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes aktiv war.

Für seine Verdienste wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. So ist er u.a. Träger des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Silber und Gold, sowie der Leistungsspange der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr in Silber.

Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht auffüllbar ist. Die Feuerwehren des Landes Schleswig-Holstein werden sein Andenken in Ehren halten.

Die Trauerfeier für Uwe Eisenschmidt findet am Dienstag, 8. Januar 2019 (11 Uhr) im Dom zu Meldorf statt. Anschließend bittet die Familie Eisenschmidt zu einem Beisammensein in die “Erheiterung”, Rosenstraße 6, Meldorf

Anstatt zugedachter Blumen und Kränze bitten wir um eine Spende zugunsten der “Jugendarbeit in den Feuerwehren” auf das Konto IBAN: DE49 222 500 2000 90 252 172 bei der Sparkasse Westholstein.

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Kiel

Verbrecherjagd aus der Luft: Die Polizei setzt ab sofort Drohnen ein

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Drohne mit Kamera (Symbolbild). Foto: Thomas Ehrhardt/Pixabay

Kiel – Bei Einsätzen will die Landespolizei Schleswig-Holstein künftig auch Drohnen einsetzen. Mit den unbemannten Flugobjekten könnten etwa Verbrecher verfolgt und Vermisste gesucht werden. Auch für die Erkundung von Tat- oder Unfallorten sollen die Geräte eingesetzt werden.

Die Landespolizei in Schleswig-Holstein verfügt bisher nicht über eigene Luftfahrzeuge wie zum Beispiel Hubschrauber. Werden Polizeihubschrauber benötigt, werden diese bei der Bundespolizei oder benachbarten Landespolizeien angefordert.

Neben dem bewährten Einsatz dieser Polizeihubschrauber wird nun getestet, ob zusätzlich auch Drohnen taktisch bei konkreten Einsatzanlässen genutzt werden können.

Die Testphase läuft zunächst bis zur Jahresmitte 2019. Danach wird ein Zwischenfazit gezogen und das weitere Vorgehen auf Basis der dann vorliegenden Erfahrungen geplant.

Für die Polizei sind Drohnen von Vorteil, da sich die Möglichkeit ergibt, auch unübersichtliches Gelände schnell und umfassend zu überprüfen. Damit können zum Beispiel vermisste oder flüchtige Personen schneller aufgespürt werden. Der Einsatz von Drohnen kann auch dem Schutz der eingesetzten Polizeikräfte dienen, um drohende Gefahren aufzuspüren, bevor die Einsatzkräfte damit konfrontiert sind.

Im Vorwege des Testverfahrens sind acht Polizeibeamtinnen und -beamte als Luftfahrzeugfernführer (Drohnensteuerer) ausgebildet worden. Zukünftig der Drohnensteuerer im Einsatz durch einen Video-Operator unterstützt, der für die Bedienung der Kameratechnik zuständig ist. Zu diesem Team stößt bei Bedarf noch ein “Spotter”, der für Luftraumbeobachtung und Kommunikation zuständig ist.

Zur eingesetzten Technik: Beide Drohnen sind in einer speziellen Version für den behördlichen Einsatz beschafft worden, die für die taktischen Anforderungen konfiguriert ist und eine Datenausleitung an Externe technisch unterbindet. Zum einen wird eine ein Kilogramm schwere Übungsdrohne verwendet, für den taktischen Einsatz ist eine größere vier Kilogramm schwere Drohne vorgesehen.

Beide Geräte können ca. 30 Minuten in der Luft eingesetzt werden und werden ausschließlich bei konkreten Einsatzanlässen verwendet. Speziell für die Suche nach Vermissten wurde auch eine Wärmebildkamera beschafft. Die Anschaffung hat rund 34.000 Euro gekostet.

Der Test wird sowohl vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz, als auch von der Luftsicherheitsbehörde begleitet. Die taktischen Einsätze der Drohne finden auf Grundlage des geltenden Polizei- bzw. Strafprozessrechts statt. Bei Versammlungen ist der Einsatz der Drohne grundsätzlich nicht zulässig.

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Bad Oldesloe

Seniorenheime: Eigenteile explodieren. AWO startet Petition

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Altenpflegerin mit Senioren
Symbolfoto: Gagirdalilimages / Shutterstock

Bad Oldesloe/Kiel – Viele Seniorenheimbewohner und ihre Angehörigen kommen in den letzten Wochen auch in Schleswig-Holstein aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Ihnen sind Bescheide zugestellt worden, nach denen sie ab sofort mehrere hundert Euro Eigenanteile mehr an Heimkosten stationärer Pflege tragen sollen.

Der Grund dafür ist, dass die Heimbetreiber verpflichtet worden sind, mehr Personal einzustellen und dieses auch besser zu bezahlen. Doch legen die Betreiber diese Mehrkosten in den meisten Fällen 1:1 auf ihre Bewohner um und erhöhen die Beträge zum Teil drastisch.

Die Arbeiterwohlfahrt will diese Vorgänge nicht akzeptieren und hat daher eine Onlinepetition gestartet, dass die Bundesregierung eine Maximalhöhe für Eigenanteile von Heimbewohnern und Angehörigen festlegt.

AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker erklärt: „Seit Jahren macht die AWO auf die Tatsache aufmerksam, dass alle Kostensteigerungen, die in Pflegeheimen anfallen, aufgrund der Deckelung der Beträge, die die Pflegeversicherung zahlt, allein von den Bewohnerinnen und Bewohnern übernommen werden müssen. Für diese ist die Schmerzgrenze längst überschritten, denn sogar direkt durch die Pflege entstehende Kosten sind inzwischen in den zu zahlenden Eigenanteilen enthalten. Doch von Seiten der Politik wurde das Thema bisher nicht ernsthaft angegangen. Mit der Petition wollen wir zeigen, wie wichtig den Menschen dieses Thema ist. Wir sind überzeugt davon, dass wir die 50.000 Stimmen zusammenbekommen, damit der Bundestag sich mit einer gesetzlichen Neuregelung beschäftigen muss.“

Bereits 2017 lagen die Kosten, die eine versicherte Person selbst übernehmen musste, im Bundesdurchschnitt deutlich über der durchschnittlichen Rentenleistung.

„Wir wollen, dass steigende Pflegekosten aus Mitteln der Pflegeversicherung getragen werden, denn dafür wurde sie eingeführt und dafür zahlen Menschen ihre Beiträge“, betont Döcker und ergänzt: „Wir bitten nun alle Bürgerinnen und Bürger die Petition zu unterzeichnen und dieses wichtige Anliegen, womit sich früher oder später jede Familie auseinandersetzen muss, zu unterstützen.“

Aufgrund der gestiegenen Kosten in den letzten Jahren, waren und werden laut AWO zukünftig immer mehr Rentenbeziehende gezwungen sein, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, um ihre Pflege bezahlen zu können. Das ist gegenüber den Pflegebedürftigen unwürdig und führt auch bei deren Angehörigen zu extremen Unsicherheiten.

Darüber hinaus werden durch die Übernahme der Kosten aus der Sozialhilfe die kommunalen Haushalte weiter belastet. Die Ursache liegt in einer gesetzlichen Regelung. Als 1995 die Pflegeversicherung eingeführt wurde, wurden die Leistungsbeträge der Pflegekassen gesetzlich festgeschrieben und nicht dynamisiert. Die Erhöhungen der Leistungsbeträge der Pflegekassen in den nachfolgenden Jahren waren bei Weitem nicht ausreichend. Somit tragen die  pflegebedürftigen Menschen alle Kostensteigerungen.

„Aus Sicht der AWO ist es notwendig, Pflegekosten bundeseinheitlich zu definieren. Diese sind den Pflegekassen gesetzlich zuzuweisen, damit sie kein unkalkulierbares finanzielles Risiko mehr für Menschen mit Pflegebedarf darstellen. Das heißt, alle pflegebedingten Kosten sind aus Mitteln der Pflegeversicherung zu tragen. Eine Pflegeversicherung muss die Menschen absichern und ihnen sowie ihren Angehörigen Sicherheit geben“, betont Brigitte Döcker.

Hier geht es zur Onlinepetition.

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Hamburg

DWD warnt: Sturmtief zieht noch bis Dienstagmittag über Schleswig-Holstein

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Sturmwarnung
Symbolfoto: Olaf Naami

Stormarn – Bis Dienstagmittag hält das stürmische Wetter auch in Stormarn an. Zumindest sieht so die Prognose aus.

“Bis in die Nacht hinein teils schwere Sturmböen um 95 km/h aus West. In Verbindung mit einzelnen Gewittern orkanartige Böen um 105 km/h (Bft 11) nicht ausgeschlossen. Im Laufe der Nacht langsam von Süd nach Nord sich abschwächender Sturm. Am Dienstag tagsüber noch verbreitet Windböen, teils stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 8) aus West. Zum Abend weiter nachlassender Wind”, so der Wetterbericht des Deutschen Wetterdienstes für Hamburg und Schleswig Holstein.

“Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände!”, warnt der DWD

 

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