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Ratgeber

Einbruchschutz: Land fördert Hauseigentümer mit einer Million Euro

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Symbolfoto: Robert Hoeting/shutterstock

Kiel – Damit Eigentümer ihr Haus besser gegen Einbrecher schützen können, gibt es Fördergeld vom Land. Erneut hat der Landtag eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

„Mit dem Haushalt 2019 wird das erfolgreiche Einbruchschutz-Programm der letzten Jahre fortgesetzt. Auf Initiative der CDU-Fraktion haben die Koalitionsfraktionen erneut 1 Million Euro an Fördermitteln bereitgestellt, um Häuser und Wohnungen vor Wohnungseinbrüchen zu schützen“, so Tobias Koch, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kieler Landtag.

Mit der gleichen Fördersumme konnten im Jahr 2018 mehr als 900 Anträge bewilligt werden. Unter anderem sei der Einbau sowie die Nachrüstung von Fenster- und Terrassentürelementen sowie der Einbau von Alarmanlagen und Bewegungsmeldern gefördert worden.

Mit rund 100 Anträgen gehört Stormarn zu den Kreisen, mit der höchsten Antragszahl im ganzen Land. Darin spiegelt sich wieder, dass die Wohnungseinbruchskriminalität im Kreis Stormarn besonders ausgeprägt ist.

Im Kampf gegen Einbrecher ist ein aktiver Schutz des eigenen Hauses und der eigenen Wohnung ein unverzichtbarer Bestandteil. Deutlich mehr als 40 Prozent aller Einbruchsversuche sind im Jahr 2018 gescheitert. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen ihr Zuhause besser schützen würden.

Anträge können im nächsten Jahr wieder bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) gestellt werden. Wie bei dem Programm des Jahres 2018 sei davon auszugehen, dass Investitionskosten zwischen 1.000 und 10.000 Euro zu 15 Prozent bezuschusst würden. Auch bestehende Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Programmen dürften weiterhin möglich sein. So könnten zum Beispiel Maßnahmen zum Einbruchschutz mit energiesparenden Maßnahmen kombiniert werden.

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Bad Oldesloe

Messe im BiZ Bad Oldesloe: Infos rund um Weiterbildung und Qualifizierung

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Unterricht Symbolfoto: Chinnapong/shutterstock

Bad Oldesloe – Wer seine beruflichen Chancen verbessern möchte, kann sich am 13. Juni in der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe über Weiterbildungsmöglichkeiten in der Region informieren.

Von 12 bis 18 Uhr präsentieren 18 Bildungsträger aus dem Kreis Stormarn und der Region Hamburg ihre Angebote im Foyer und Berufsinformationszentrum (BiZ) in der Arbeitsagentur am Berliner Ring 8 – 10 in Bad Oldesloe. Veranstalter sind die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und das Jobcenter Stormarn.

Im Fokus stehen Möglichkeiten zum Nachholen von Berufsabschlüssen, Umschulungen oder Anpassungsqualifizierungen. Genauso finden sich aber auch Weiterbildungen im IT-Bereich oder zum Fachwirt verschiedener Richtungen. Mit vor Ort sind Fachleute der Arbeitsagentur und des Jobcenters, die bei der Suche nach einer passenden Aus- oder Weiterbildung helfen oder zu Fördermöglichkeiten beraten.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Jobsuchende. Auch Beschäftigte können sich informieren und beraten lassen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, als Ungelernter im Betrieb einen Berufsabschluss nachzuholen oder sich anderweitig zu qualifizieren. Die Berater der Arbeitsagentur geben Infos zu den Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für den Betrieb, zum Ablauf einer Qualifizierung und Hilfestellung, wie Interessenten eine Qualifizierung in ihrem Unternehmen anstoßen können.

Ergänzend gibt es zwischen 13 bis 17 Uhr fünf Vorträge:

13:00 Uhr        „Diagnostik – Orientierung – Coaching“ – für Jobsuchende

14:00 Uhr        „Perspektiven für eine berufliche Zukunft entwickeln“     

15:00 Uhr       „Lernen und Arbeiten in der Virtualität – geht das? Na Klar!“

16:00 Uhr       „Tätigkeiten in der Betreuung oder Pflege – eine Jobperspektive“

17:00 Uhr       „Digitalisierung, Arbeiten 4.0, New Work – was das mit mir und meinem Job zu tun hat“

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Kultur

Weniger kann mehr sein: Autor, der nur noch 50 Dinge besitzt, kommt nach Ahrensburg

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Die Ahrensburger Stadtbücherei. Foto: Stormarnlive.de

Ahrensburg – Joachim Klöckner hat geschafft, was sich viele wünschen. Er hat seinen Besitz auf das Notwendigste reduziert. Klöckner lebt mit nur noch 50 Dingen, die alle in sein Handgepäck passen.

Dabei hat er festgestellt, dass man viel weniger zum Glück braucht, als man glaubt. In seinem Buch „Der kleine Minimalist“ zeigt er uns, dass Minimalismus gar nicht so schwierig ist, wie es scheint.

Klöckner begann vor über 30 Jahren, seinen Haushalt zu reduzieren. Er fing an, immer weniger zu besitzen, und merkte: Die Abschaffung solch „lebloser“ Dinge lässt ihm mehr Raum für das Leben selbst und das Lebendige seiner Mitwelt.

So besitzt Joachim Klöckner beispielsweise kein Arbeitszimmer und keinen Schreibtisch, sondern arbeitet in Cafés oder Co-Working-Stationen.

Seine Kleidung besteht aus Regencape, Fleece-Poncho, zwei Overalls (einer mit kurzen Armen und Beinen), zwei T-Shirts, zwei Unterhosen, fünf Paar Socken und einem Schal – und das alles in weiß und gelb, damit es in eine Waschladung passt.

Indem er sich von den meisten Gegenständen getrennt hat, die ihm eigentlich lebensnotwendig erschienen, bekam er gleichzeitig die wachsende Komplexität seines Alltags in den Griff.

Unterhaltsam zeigt Klöckner am 14. Juni ab 19 Uhr seinen Lebensweg auf und gibt den Zuhörern praktische Hilfestellungen und kluge Tipps für ein erfüllteres und glückliches Leben.

Eine komplette Abkehr vom Materiellen ist dabei gar nicht das Ziel, er zeigt auch nicht mit dem Zeigefinger auf andere. Vielmehr leistet der Autor des Buches „Der kleine Minimalist“ Hilfe zur Selbsthilfe für alle, die das Glück finden wollen und dabei vielleicht ein kleines Stück des Minimalisten-Wegs gehen möchten.

Klöckner erzählt und berichtet von seinem Leben. Denkanstöße wird es an diesem Abend sicher geben.

Eintrittskarten gibt es vorab zu den üblichen Öffnungszeiten kostenfrei in der Stadtbücherei Ahrensburg (04102) 77 171 oder stadtbuecherei@ahrensburg.de oder bei der Buchhandlung Stojan, Hagener Allee 3A, 22926 Ahrensburg (04102) 50 431

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Politik und Gesellschaft

Durchsuchungen und Verhöre: Deutschlandweite Polizeiaktion zur Bekämpfung von Hasspostings

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Foto: Shutterstock.com

Wiesbaden – “Meinungsfreiheit” wird noch immer – nicht nur im Internet von manchen Menschen komplett fehlinterpretiert, missverstanden oder bewusst umgedeutet. Heraus kommen dabei in Kommentaren: Bedrohungen, Nötigungen, fremdenfeindliche Kommentare oder Beleidigungen.

Obwohl das Verfassen von Hasskommentaren kein Kavaliersdelikt ist, kommt es im Internet, insbesondere in den sozialen Netzwerken, häufig zu hasserfüllten und damit auch strafbaren Beiträgen.

Der am 6. Juni stattfindende bundesweite “Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings” ist daher wichtiger Bestandteil des konsequenten Vorgehens von Polizei und Justiz bei der Bekämpfung dieses Phänomens.

Seit den Morgenstunden, des 6.6 um 6 Uhr, waren Polizeidienststellen in 13 Bundesländern im Rahmen dieses Aktionstages im Einsatz. In Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden 38 polizeiliche Maßnahmen durchgeführt, darunter Wohnungsdurchsuchungen und Vernehmungen.

Den Tätern wird vorgeworfen, Hasskommentare im Internet gepostet zu haben, etwa öffentliche Aufforderungen zur Begehung von Straftaten, Beleidigungen von Amtspersonen oder antisemitische Beschimpfungen. Tätern, die solche strafbaren Inhalte im Netz verbreiten, drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Der bundesweite Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings wird vom Bundeskriminalamt als Zentralstelle der deutschen Polizei koordiniert. Er wurde vor drei Jahren etabliert und findet seitdem einmal jährlich statt.

Das gemeinsame Vorgehen gegen Hass im Netz zeigt Wirkung: Wurden 2017 in den Fallzahlen zur Politisch motivierten Kriminalität (PMK) noch 2.270 Fälle von Hasskommentaren gezählt, waren es 2018 1.472 Fälle, ein Rückgang um 35 Prozent.

Ein Großteil davon (77 Prozent) lässt sich dem rechtsextremen Spektrum zuordnen, knapp 9 Prozent der Kommentare sind linksextrem, die verbleibenden 14 Prozent sind ausländischen oder religiösen Ideologien, beziehungsweise keiner konkreten politischen Motivation zuzuordnen.

Der Rückgang der Fallzahlen bei den Hasspostings ist eine positive Entwicklung. Um diese fortsetzen zu können, seien laut BKA auch künftig operative wie präventive Projekte des Bundes, der Länder und auch nichtstaatlicher Organisationen (NGOs) erforderlich, um Hass im Netz wirkungsvoll entgegenzutreten.

Das Bundeskriminalamt ruft dazu auf, Hass, Hetze und verbale Gewalt konsequent bei der Polizei anzuzeigen. Einige Bundesländer halten dafür Internetportale bereit, über die jeder solche Straftaten auch anonym anzeigen kann.

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