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Bad Oldesloe

Oldesloer Kaufleute skeptisch: Droht ein absehbarer “Late Night Shopping” Flop?

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Vorweihnachtliche Oldesloer Innenstadt am späten Abend.
Foto: SL

Bad Oldesloe – „Late Night Shopping“ im weihnachtlich geschmückten Bad Oldesloe – das klingt erstmal ja durchaus  gut. Vielleicht da zu romantische und ruhige weihnachtliche musikalische Klänge – wäre auch keine schlechte Idee.

Seit einigen Wochen waberte das Gerücht über ein „Late Night Shopping mit Musik“ durch die Kleinstadt. Ein neuer Veranstalter sei in der Stadt und wolle sich ausprobieren. Er trägt den klangvollen Künstlernamen „Joe Berneau“ und es ist sehr umtriebig. Fast täglich trifft man ihn irgendwo in der Stadt.

Zum ersten Mal tauchte „Joe Berneau“ beim verkaufsoffenen Sonntag vor kurzer Zeit auf. Dort kündigte er auf der Bühne  selbstbewusst Veranstaltungen mit und am KuB auf.  Nachfragen bei der erstaunten Inken Kautter , Kulturchefin der Stadt, ergaben damals, dass keine Veranstaltungen mit Berneau geplant seien. Von Konzerten oder Veranstaltungen mit ihm in 2019 könnte keine Rede sein, sagte sie.

Anschließend wollte Berneau eine Eisbahn vor dem KuB aufstellen lassen. Auch dieses Projekt scheiterte. „Es gab nie eine konkrete Planung eine Eisbahn in der Stadt aufzubauen und es wurde auch niemand damit beauftragt. Das wird 2018 nicht passieren“, hatte Agnes Heesch, Veranstaltungsmanagerin der Stadt erklärt.

Mittlerweile sind nun Plakate aufgetaucht, die auf ein wohl tatsächlich existierendes Event von Joe Berneau hinweisen. Die Idee seines „Late Night Shopping“ soll  am 15.12 in der Innenstadt über die Bühne gehen. Allerdings sieht es damit etwas anders aus als gedacht. Mitmachen wird bei der Aktion ab 17 Uhr nämlich kaum ein Einzelhändler in der Innenstadt, wenn man sich umhört. Und unter „Late night shopping“ versteht man ja auch etwas anderes, als ein Einkauf zwischen 17 und 20 Uhr in Geschäften, die zum Großteil sowieso offen haben.

Nicole Brandstetter auf einer Veranstaltung der Wirtschaftsvereinigung
Foto: Fischer

Berneau setzt dabei auf Popschlagersternchen wie Matthias Eicke aus der Kreisstadt oder fast schon in Vergessenheit geratene Musiker und C-Stars wie „Big Harry“ und Frl. Menke, die in den Geschäften für zusätzliche Stimmung sorgen sollen. Er selbst möchte natürlich auch zum Mikrofon greifen. Schlager mitten im Weihnachtsshopping? Kann man natürlich machen, aber nur eine Minderheit unter den Kaufleuten findet, dass das nach einer wirklich guten Idee klingt.

Als an die Stadt Fragen herangetragen wurden, ob es Genehmigungen gebe oder sogar die Stadt mit in die Idee involviert und beteiligt wäre, warnte Ladenflächenmanagerin Inke Koch: „Wir sind gar nicht offiziell darüber unterrichtet und es gibt keine Genehmigungen“, schrieb sie. Und weiter: „Seien Sie achtsam“.

Allerdings benötigt Berneau auch keine Genehmigungen, wenn die Geschäfte die Musiker in ihren Läden auftreten lassen und sich alles im Rahmen des jeweils gesetzlich Erlaubten in Läden und Restaurants abspielt. Allerdings müssen die Geschäfte natürlich dafür sorgen, dass die Sicherheit bei der technischen Durchführung gewährleistet ist, der Brandschutz sichergestellt und sicherlich werden auch Rechnungen der GEMA und der Künstlersozialkasse (KSK) auf die Geschäfte zukommen, in denen Musiker auftreten.

Bad Oldesloer Vereine, Veranstalter und Kaufleute machen sich jetzt Sorgen, dass das  so kurzfristig angekündigte „Late Night shopping“ – auch vor allem bei möglichen Kunden aus anderen Städten –  falsche Erwartungen weckt, die nicht dem entsprechen, was Berneau auf die Beine stellen konnte. 

Eine ganze Reihe Kaufleute hat daher einen offenen Brief der Wirtschaftsvereinigung unterschrieben, die Joe Berneau bittet mit Rücksicht auf die Qualität sein Konzept nochmal zu überdenken. Sie finden die Idee eines „Late-Night-Shopping“ generell gar nicht schlecht, wenn denn wirklich eine große Mehrheit der Kaufleute auch wirklich dahinter stehe und alles gut durchgeplant sei.

Aufgrund der bisher eher geringen Anzahl an teilnehmenden Einzelhandelsgeschäften an dem geplanten Event haben sie aber große Sorge, dass sich der Begriff des Late Night Shoppings als missverständlich erweist und bei Besuchern und auch eventuell bei Unternehmern, die bereits ihre Zusage zur Teilnahme gegeben haben, falsche Erwartungen an die Veranstaltung wecken”, heißt es in dem Schreiben, das der Stormarnlive-Redaktion vorliegt. 

„ Als verschiedene Händler uns ihre Verunsicherung in Bezug auf das geplante Event mitgeteilt haben, haben wir das Gespräch mit dem Veranstalter gesucht, sind aber auf kein Interesse an einem gegenseitigen Austausch getroffen. Uns ist wichtig, dass das Image der Bad Oldesloer Unternehmer nicht ungerechtfertigt durch fehlende personelle und finanzielle Planungen von Veranstaltern im Vorfeld in der Öffentlichkeit leidet“, sagt Nicole Brandstetter, Sprecherin der Wirtschaftsvereinigung.

Es besteht die Angst, dass die Veranstaltung falsche Erwartungen wecke und somit zu Enttäuschungen auf verschiedenden Seiten führe. „Gleichzeitig ist ihre größte Befürchtung, dass dadurch das Image der Oldesloer Einzelhändler erneut negativ beeinflusst werden könnte“, heißt es im Schreiben der Wirtschaftsvereinigung.

Günter Knubbe aus dem Vorstand des Vereins „Wir für Bad Oldesloe“ ist auch skeptisch und erklärt: „Wir begrüßen Engagement und Begeisterungsfähigkeit, haben jedoch erkannt, dass es mindestens genauso wichtig ist, nachhaltige Aktionen zu gestalten.“

„Da wir damals mit der GOK mal ähnliche Veranstaltungskonzept im größeren Stil durchgeführt haben und Musik im Spiel ist, wurde ich natürlich angesprochen, ob Klangstadt damit etwas zu tun hat. Das kann ich definitiv verneinen. So etwas bräuchte mehr Vorlauf. Gute Organisation und Planung ist wichtig. Außerdem wäre uns wichtig, dass dann möglichst alle Geschäfte mitmachen und man musikalisch qualitativ ein viel breiteres Spektrum anspricht. Wichtig ist es in Bad Oldesloe – das hat sich über die Jahre immer wieder gezeigt – mehr an einem Strang zu ziehen und die Qualität im Blick zu haben, bestehende Netzwerke und Strukturen zu nutzen. Quantitativ gibt es genug Veranstaltungen. Es geht also nicht darum, dass „endlich mal was los ist“, sondern dass die Konzepte stimmen. Alleingänge mit dem Kopf durch die Wand können da eher schaden”, so Klngstdt Sprecher Patrick Niemeier. 

“Es soll auch – so sagte man – suggeriert worden sein, dass Verbindungen zum Stadtfest bestehen. Das kann ich als Mitorganisator des Stadtfests 2020 nur komplett dementieren. 2019 wird es definitiv kein Stadtfest geben und für 2020 ist keinerlei Kooperation mit einem Joe Berneau geplant“, so Niemeier weiter. 

„Bei allen Bemühungen um das Image unserer Stadt und ihrer Unternehmer sowie um die Belebung der Innenstadt muss die Qualität ein wesentliches Merkmal sein. Dazu gehören tragfähige Konzepte und professionelle Umsetzung. Wir brauchen Aktionen, die positiv in die Region ausstrahlen. Dass das gelingen kann, zeigt zum Beispiel unser Luscher-Heft“, so Wirtschaftsvereinigungs-Sprecherin Brandstetter.

Den Bedenken und kritischen Aussagen der Wirtschaftsvereinigung hat sich eine breite Unterstützergruppe angeschlossen und das Schreiben unterzeichnet.  Sie bitten um eine “Überprüfung der Veranstaltung „Late Night Shopping“ in Bezug auf ihre Imagewirkung und Nachhaltigkeit”

– Albrecht´s Classic Man & Woman

– Arko

– Autohaus Karl Blohm

– BKK original Thaimassage

– Buchhandlung Wilfang

– Fahrradplus

– Gebr. Witthöft

– Preisparadies

– Blumenhaus Hugo

– B & K Junge Mode

– City Sport Oldesloe

– Famila Bad Oldesloe

– Foto Ketelhohn

– Eventbetriebe Hagen

– Haus und Grund Stormarn e.V.

– Hans Jörg Steglich (Koordinator verkaufsoffene Sonntage)

– Juwelier Schnaars

– Klngstdt e.V.

– Kreativwelt Bastian

– LED Events

– Löwen Apotheke

– Mahlke Hörakusik

– Marco Schulze Haustechnik

– Neudek – Küchen, Koch- und Tischambiente

– Preisparadies

– Prima Autopflege

– Schülerhilfe

– Seidensticker Optik

– Street One

– Süverkrüp Automobile

– Wir für Bad Oldesloe e.V.

– Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe e.V.

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Bad Oldesloe

Großes Mädchenfußball-Hallenturnier in der Stormarnhalle

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Hallenfußball (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Fußball liegt bei Mädchen aus Bad Oldesloe, Reinfeld und Umgebung weiter im Trend. Bei der SG Oldesloe/Reinfeld werden altersentsprechende Teams für alle Altersklassen angeboten.

Am 09. und 10. Februar 2019 wird das Können der Soccergirls in der Stormarnhalle präsentiert. Denn dann veranstaltet die SG Oldesloe/Reinfeld den 10. Timo-Heller-Cup, das traditionelle Hallenturnier für Mädchenmannschaften aller Altersklassen.

“Mädchen, die mit dem Gedanken spielen, mit dem Fußballspielen anzufangen, sind eingeladen, sich den Mädchenfußball live anzuschauen”, so Sprecher Nico von Hausen. 

Der Eintritt ist natürlich frei. Neben Mädchenfußball werden Speisen und Getränke sowie eine Tombola mit attraktiven Preisen angeboten.

Der Turnierplan:

Samstag, 09.02.2019
09:30 – G- und F-Juniorinnen (U9)
13:00 – C-Juniorinnen (U15)
17:30 – B-Juniorinnen (U17)

Sonntag, 10.02.2019
09:30 – E2-Juniorinnen (Princess-Cup) (U11)
12:30 – E1-Juniorinnen (Queens-Cup) (U11)
15:30 – D-Juniorinnen (U13)

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Bad Oldesloe

Messe im BiZ zeigt Ausbildung und Studium im öffentlichen Dienst

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Aussteller zeigen auf der Messe die Karrieremöglichkeiten im öffentlichen Dienst. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Am 7. Februar findet im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit zum vierten Mal eine Messe statt, auf der sich ausschließlich Einrichtungen des öffentlichen Dienstes mit ihren Ausbildungs- und Studiengängen vorstellen. Interessierte finden Informationen und Ansprechpartner von A wie „Agentur für Arbeit“ über L wie „Land Schleswig-Holstein“ bis hin zu Z wie „Zoll“.

Wer sich für eine Ausbildung oder ein Studium im öffentlichen Dienst interessiert, kann sich am 07. Februar zwischen 15 und 18 Uhr im BiZ der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe (Berliner Ring 8 – 10 in Bad Oldesloe) ausführlich informieren. Insgesamt stellen 16 Institutionen des öffentlichen Dienstes ihre Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor.

Auch im öffentlichen Dienst möglich: Eine Ausbildung zum/zur Biologielaborant/in. Foto:grafikfoto.de

„Auf unserer Messe können sich Interessierte davon überzeugen, dass sich der öffentliche Dienst nicht mehr als Behörde, sondern als Dienstleister versteht“, erklärt Carola Oder aus dem BiZ. „Die Ausbildungsmöglichkeiten sind vielfältig und bieten neben sicheren beruflichen Perspektiven interessante Aufgaben und gute Aufstiegsmöglichkeiten. Wer sich einen Überblick über Ausbildungen und Studien im öffentlichen Dienst verschaffen möchte, ist auf unserer Messe genau richtig. So viele Ansprechpartner aus den verschiedensten Bereichen öffentlicher Aufgaben sind sonst kaum zu finden.“

Mit dabei sind die Bundespolizei, der Kreis Stormarn, der Kreis Herzogtum Lauenburg, die Stadt Bad Oldesloe, die Feuerwehr Hamburg, der Zoll, die Bundeswehr, die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe sowie das Land Schleswig-Holstein mit seinen Ausbildungsbereichen allgemeine Verwaltung, Oberlandesgericht, Straßenbau und Verkehr, Justizvollzug, Landeslabor, Landespolizei, Steuerverwaltung sowie Vermessung und Geoinformation.

„Das Land ist ein sehr attraktiver Arbeitgeber mit vielfältigen Angeboten und hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten“, sagt Staatssekretär Dirk Schrödter, der Chef der Staatskanzlei. Klappern gehöre zum Handwerk, daher präsentiere sich das Land bei Berufsmessen und informiere über die zahlreichen Ausbildungsangebote. Das betreffe auch technische Berufe. „Viele junge Menschen denken beim Stichwort ‚Verwaltung‘ ausschließlich an einen Bürojob. Das Land wird aber auch als Arbeitgeber für technische Berufe immer attraktiver. Auch das wollen wir in Bad Oldesloe zeigen“, so Schrödter.

Neben den typischen Beratungs- und Verwaltungstätigkeiten finden sich auch Ausbildungsberufe und Tätigkeiten, bei denen man nicht sofort an den „öffentlichen Dienst“ denkt, wie zum Beispiel Biologielaborant/in , Baustoffprüfer/in oder Straßenwart/wärterin.

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Bad Oldesloe

Von arabisch bis plattdeutsch: Welt-Kapelle macht Musik ohne Grenzen

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Die WELTkapelle
Foto: Gudrun Molitor/hfr

Bad Oldesloe – Die Weltkapelle gastiert am Sonnabend, den 02.Februar, um 20 Uhr im KuB (Kultur- und Bildungszentrum) Bad Oldesloe.

Die mittelholsteinische Weltkapelle fand sich 2016 zusammen, als einige geflüchtete  Musiker aus dem orientalischen Raum bis zum Nord-Ostsee-Kanal gelangten. Die musikalischen Hintergründe und die Musik, die sie spielen, sind so vielfältig, wie die Instrumente, die sie verwenden. Von Oud über Mandoline hin zu Klarinette und Cello.

Dazu singen sie auf Arabisch, Türkisch, Deutsch und op platt.

Anfang 2018, also vor ungefähr einem Jahr, gaben die Musiker ihr allererstes abendfüllendes Konzert und zwar im ausverkauften Saal des KuBs in Bad Oldesloe. Nun kehren sie – erneut auf Einladung von Bärbel Nemitz – mit ihrem zweiten Programm nach Bad Oldesloe zurück.

Der Stil der Weltkapelle ist geprägt durch arabische, jiddische, und balkanesische Einflüsse auf der Basis von nordischem Folk.

“Die Musik erzählt von der Fremde und der Heimat und davon, dass sich in der Fremde auch immer etwas Heimat finden lässt.”

Die Besucher erwartet laut Veranstalter ein “vergnüglicher, nachdenklicher, beschwingter Abend mit vertrauten und fremden Klängen mit Stücken aus dem Nahen und Mittleren Osten bis Holstein und allem, was geografisch und stilistisch dazwischen liegt”

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de  

Preis: VVK: 16,50 €/ 12,50 € (erm), AK 18,50€ / 14,50 € (erm.)

 

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