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Wahl des Bundesvorsitzenden: Stormarner CDU will Friedrich Merz

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Die Stormarner CDU will Friedrich Merz als Bundesvorsitzenden. Foto: CDU

Bargteheide – Es ist ein deutliches Stimmungsbild: 80 Prozent der anwesenden Delegierten stimmten auf dem Kreisverbandsausschuss der CDU in Bargteheide für Friedrich Merz als neuen Bundesvorsitzenden. Jens Spahn erhielt keine einzige Stimme.

Wenn es nach den Mitgliedern der Stormarner CDU ginge, die sich im Ganztagszentrum Bargteheide zum mitgliederoffenen Kreisverbandsausschuss getroffen hatten, wäre die anstehende Wahl für den Bundesvorsitz ihrer Partei eine klare Sache: 80 Prozent ( 32 Stimmen) der anwesenden Parteimitglieder votierten für den Kandidaten Friedrich Merz, 20 Prozent für Annegret Kramp-Karrenbauer (acht Stimmen), niemand für Jens Spahn.

Dass Friedrich Merz eine derart große Unterstützung von der Stormarner CDU bekommt, überrascht. Bundesweit ist bislang kein klarer Favorit auszumachen. Merz gilt als Hardliner, Merkel-Gegner und wirtschaftsnah. Seine Äußerung, man müsse über das Grundrecht auf Asyl reden, brauchte ihm auch in der CDU viel Kritik ein. 

Unter dem Motto „Wie würden Sie entscheiden?“ war die Parteibasis in Stormarn zwei Tage vor dem Hamburger Bundesparteitag der CDU eingeladen, über die drei Bewerber zu diskutieren und ihr Votum abzugeben.

Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kieler Landtag und Kreisvorsitzender in Stormarn: „Sicherlich ein Wermutstropfen, dass unser Einfluss arg begrenzt ist, aber nehmen Sie es mit Humor: Wir sind der Eine unter 1001.“

Es folgte eine teils kontroverse Diskussion, in der vielschichtig und sachlich argumentiert wurde. Die Fürsprecher von Friedrich Merz waren sich darin einig, dass seine Kandidatur der CDU starken Aufwind gebracht habe. Mehrfach wurde gesagt, dass Merz am meisten Wirtschaftskompetenz und Weltläufigkeit habe. Außerdem könnte er der CDU am ehesten ein schärferes Profil geben.

Als Argumente für Annegret Kramp-Karrenbauer wurden deren soziale Kompetenz und ihr Engagement als CDU-Generalsekretärin für ein neues Grundsatzprogramm der Partei genannt, auch der Kontakt zur Parteibasis auf ihrer „Zuhör-Tour“ durch die Republik.

Jens Spahn dagegen erschien den meisten Rednern als noch zu unprofiliert, seine Kandidatur komme möglicherweise zu früh, auch wenn gelobt wurde, dass er im Laufe der Vorstellungsrunde auf acht Regionalkonferenzen an Format gewonnen habe.

Ausnahmslos erfreut waren die Redner aus ganz Stormarn über die Möglichkeit, dass die Parteibasis im Kreis ihre Meinungen zur bundespolitischen Personalie äußern konnte. „Meines Wissens hat kein anderer Kreisverband in Schleswig-Holstein eine solche Diskussionsveranstaltung angeboten“, so Tobias Koch.

Er resümierte die Diskussion: „Wir haben drei exzellente Kandidaten, um die uns andere Parteien beneiden. Egal wer für den Parteivorsitz gewählt wird: Wir brauchen sie alle.“ Koch sagte, er werde das Votum der Basis bei der Abstimmung in Hamburg respektieren.

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Geschäft mit der Angst: So nutzen Betrüger die Corona-Pandemie für ihre Zwecke

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Kiel/Bad Oldesloe – Mit Angst lässt sich ein gutes Geschäft machen: Kriminelle nutzen derzeit vermehrt die Corona-Pandemie für ihre eigenen Zwecke. Jetzt warnt die Deutsche Rentenversicherung vor betrügerischen Anrufen in ihrem Namen.

Foto: Shutterstock.com

“Leider nutzen Kriminelle die aktuelle Verunsicherung durch die Corona-Pandemie, um an sensible Daten unserer Versicherten heranzukommen”, warnt Sebastian Bollig, Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Nord.

Die Person gibt sich dabei am Telefon als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung aus und behauptet, Daten abzugleichen, da Angaben fehlen würden.

Die getäuschten Versicherten werden sodann nach persönlichen Daten wie Bankverbindung, Geburtsdatum oder Sozialversicherungsnummer gefragt.

Die Deutsche Rentenversicherung Nord warnt eindringlich davor, aufgrund vermeintlicher Anrufe der Rentenversicherung persönliche Daten preiszugeben, zu bestätigen oder sogar Verträge telefonisch abzuschließen.

Insbesondere Anrufe mit unterdrückter Telefonnummer sind verdächtig. Zwar finden vereinbarte Beratungsgespräche wegen der Corona-Pandemie derzeit überwiegend telefonisch statt, doch melden sich die Beraterinnen und Berater des gesetzlichen Rentenversicherungsträgers in der Regel nicht unaufgefordert.

Die Rentenversicherung warnt: Sensible Informationen wie Bankverbindungen werden in solchen Gesprächen nicht abgefragt.

Im Zweifel sollten sich Versicherte die Telefonnummer der Beratungsstelle geben lassen, um sich dort rückzuversichern.

Der Flyer “Vorsicht Trickbetrüger” der Deutschen Rentenversicherung erklärt die häufigsten Maschen der Betrüger und informiert, wo Kunden im Falle eines Falles Hilfe bekommen. Weitere Auskünfte erhalten Interessierte über das kostenlose Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung unter der Nummer 0800 1000 480 22. 

Den Flyer und eine Übersicht der Telefonnummern unserer Beratungsstellen finden Sie Online unter www.drv-nord.de

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Oldesloer Bürgermeister: “Betreten von Sport- und Spielplätzen ist momentan eine Straftat!”

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Gesperrter Kunstrasen in Bad Oldesloe Foto: SL

Bad Oldesloe – Leider haben es zu viele Mitmenschen noch nicht verstanden und für manche könnte es nun langsam zu richtig unangenehmen Konsequenzen kommen.

Aktuell sind per Erlass der Bundesregierung und der Landesregierung alle Spiel- und Sportplätze im Land gesperrt. Die Grundlage dafür ist der Infektionsschutz. Die Ausbreitung und vor allem die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus soll verlangsamt und im besten Fall so weit es geht, gestoppt werden.

Dafür ist es zwingen notwendig, dass Abstand zueinander gehalten wird und private Treffen in kleineren oder größeren Gruppen nicht stattfinden.

Gesperrtes Skateland Foto: SL

Und da alle Sport- und Spielplätze in der Kreisstadt gesperrt sind, versteht es sich von selbst, dass man sich dort gar nicht aufhalten darf.

“Die Polizei soll und wird das härter und deutlicher kontrollieren”, sagt Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke. Auch das Ordnungsamt kontrolliere im Rahmen seiner Möglichkeiten und hole im Zweifel die Polizei dazu.

“Es handelt sich dabei um eine Straftat. Das muss man ganz klar sagen. Mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt. Ich kann verstehen, dass Kindern und Jugendlichen momentan zum Teil die Decke auf den Kopf fällt – Schwimmhalle zu, Sportvereine, Fitnessstudio zu, keine Konzerte und so weiter – , aber private Verabredungen und Co. sollen vermieden werden und das Betreten von Sport- und Spielplätzen ist momentan ganz klar eine Straftat, die mit Verfahren und Strafen endet”, so der Bürgermeister.

Übrigens: Eltern minderjähriger Kinder könnten sich der Verletzungs ihrer Aufsichtspflicht schuldig machen, wenn ihre Kinder Spiel- und Sportplätze betreten.

Treffen in Gruppen sollten möglichst aktuell weder in der Öffentlichkeit noch privat stattfinden, so der Bürgermeister.

Es sollten auch allgemein keine Übernachtungspartys für Jugendliche und Kindern von Eltern erlaubt werden oder der lustige Treff mit Nachbarn im Garten, warnen Experten und Behören. Soziale Kontakte sind für die nächsten Wochen auf ein Minimum zu beschränken. Ansonsten droht auch in Schleswig-Holstein eine generelle Ausgangssperre.

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Schleswig-Holstein: Inseln werden abgeriegelt. Touristen sollen nicht kommen oder abreisen

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Sylt aus der Luft: Symbolfoto: IURII BURIAK/shutterstock

Kiel – Schleswig-Holstein Ministerpräsident Daniel Günther hat als Reaktion auf die Corona-Pandemie an mögliche Schleswig-Holstein-Urlauber appelliert, Reisen in den Norden zu unterlassen. Das gab die Landesregierung am Sonntag bekannt.

Die Landesregierung hat in einer Telefonkonferenze beschlossen, die schleswig-holsteinischen Inseln an Nord- und Ostsee ab Montag früh, 6.00 Uhr, für Touristen abzuriegeln.

Personen, die ihren Erstwohnsitz auf einer der Inseln haben oder auf den Inseln arbeiten, sind von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen. Wer dort nur seinen Zweitwohnsitz hat, soll in seinen Heimatort zurückkehren.

Auch die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt. Die Polizei werde die Anordnungen sicherstellen und den Verkehr entsprechend regeln.

Urlauber, die bereits auf einer der Insel Quartier bezogen hätten, forderte Günther auf, den Heimweg anzutreten. Menschen mit Erstwohnsitz auf einer der Inseln, wird empfohlen, möglichst zügig an ihren Heimatort zurückzukehren.

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg begründete die Entscheidung mit dem Ziel, die medizinische Versorgung auch in der aktuell kritischen Lage für die Inselbewohner sichern zu müssen. Die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln seien nicht für eine große Anzahl an Touristen ausgelegt.

Außerdem wird die Grenz nach Dänemark ab Montag, 16.3, um 6 Uhr gesperrt.

Für Montag kündigte Ministerpräsident Daniel Günther außerdem weitergehende Regelungen für den Tourismus in ganz Schleswig-Holstein an.

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