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Bargteheide

Kampf gegen Blutkrebs: Bargteheide plant Typisierung mit DKMS

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Mehmet Dalkilinc mit seiner Frau Havva Nur. Foto: Privat

Bargteheide – Blutkrebs kann jeden treffen. Deswegen plant ein Bargteheider, dessen Frau vor drei Jahren an Leukämie erkrankte, vor Weihnachten eine Typisierungsaktion mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Über das Register können Patienten weltweit passende Spender finden.

Die 32-jährige Havva Nur aus Bargteheide erkrankte vor drei Jahren ganz plötzlich an Blutkrebs. Eine Stammzellspende war ihre einzige Überlebenschance. Glücklicherweise kam damals Havva Nurs Bruder als Spender in Frage und ihr geht es heute gut. Jedoch kämpfen noch viele andere Patienten gegen die Krankheit und suchen (weltweit) nach ihrem genetischen Zwilling.

Wie etwa Heidi Hamann (52) aus Badendorf im Norden Stormarns. Die Frau bekam im Oktober die Diagnose Leukämie und hat keinen Verwandten, der als Spender in Frage kommt. Freunde organisierten deswegen am vergangenen Wochenende eine Typisierung. Über 400 Menschen kamen und ließen sich in die Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eintragen. 

Bargteheide plant DKMS-Typisierung

Wer an dem Termin nicht konnte, hat vor Weihnachten in Bargteheide die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen.

 

Denn Blutkrebs-Patienten können nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist.

„Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden“, sagt Mehmet Dalkilinc. Er ist der Ehemann von Havva Nur, der federführend gemeinsam mit der DKMS die Registrierungsaktion in Bargteheide organisiert.

Mehmet und Havva Nur ist es ein großes Anliegen über das Thema Blutkrebs aufzuklären und sich dafür einzusetzen, dass sich möglichst viele Menschen als Stammzellspender registrieren lassen.

„Hätte ich damals nicht das Glück gehabt, dass mein Bruder als Spender für mich infrage gekommen wäre, wäre auch ich, wie viele andere Blutkrebs-Patienten, auf einen Fremdspender angewiesen. Oft ist es die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Viele Menschen haben nicht das Glück, dass in der Familie ein Spender gefunden werden kann. Mehmet und ich möchten uns dafür einsetzen, dass allen Blutkrebs-Patienten eine Chance auf Leben geschenkt werden kann“, sagt Havva Nur.

Unter dem Motto „Bargteheide gegen Blutkrebs appellieren sie an die Menschen (17 bis 55 Jahre alt) in der Region, sich am 23. Dezember von 14 bis 19 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt bzw. im Ratssaal in die DKMS aufnehmen zu lassen.

Typisierung ohne Blutabnahme

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.

Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Auch Detlev Buck unterstützt Mehmets Familie und den Aufruf der Aktion: „Ich finde es absolut wichtig, sich in der Gemeinschaft, in der man lebt, Aufmerksamkeit zu schenken und zu helfen, wenn es geht“, sagt der berühmte Regisseur.

Da die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft im Kampf gegen Blutkrebs auf Spendengelder angewiesen ist, wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Jeder Euro zählt!

DKMS-Spendenkonto: Kreissparkasse Tübingen, IBAN: DE64 6415 0020 0000 2555 56, Verwendungszweck: WMD 001

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Kultur

Noah-Quartett spielt in der Bargteheider Kirche

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Foto: Gelucka/hfr

Bargtheide – Am Sonntag, 28. April, um 18.00 Uhr ist die Elbphilharmonie zu Gast in der Bargteheider Kirche.

Das Noah Quartett spielt von Wolfgang Amadeus Mozart das Dissonanzen Quartett C-Dur KV 465 sowie von Ludwig van Beethoven das Streichquartett in cis-Moll Op. 131. Die Mitglieder des Noah Quartetts: Alexandra Psareva (Violine), Michael Stürzinger (Violine), Erik Wenbo Xu (Viola) und Bettina Barbara Bertsch (Violoncello) haben zwar unterschiedliche kulturelle Hintergründe, aber eine gemeinsame musikalische Wahlheimat: das NDR Elbphilharmonie Orchester.

Die vier mehrfach preisgekrönten Musikerinnen und Musiker einte der Wunsch, sich neben der Orchesterarbeit künstlerisch auch in der Kammermusik auszudrücken: Dies führte zur Gründung des Noah-Quartetts.

Der Eintritt für dieses besondere Konzert beträgt 10, ermäßigt 8 und 5 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse oder um einen Euro günstiger im Vorverkauf in der Bargteheider Buchhandlung, der Arkaden Buchhandlung und der Filiale der Sparkasse Holstein.

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Bargteheide

ADFC organisiert Radtour in den Bargteheider Norden

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Radtour mit dem ADFC. Foto: ADFC Bargteheide

Bargteheide – Die erste ADFC-Feierabend-Tour in diesem Jahr führt in den Bargteheider Norden.

Start ist um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Bargteheide. Die Tour führt dann über Tremsbüttel, Sattenfelde, Elmenhorst, Jersbek zurück zum Startpunkt. Die Tour führt meist auf landwirtschaftlichen Wegen, hin und wieder ist auch einmal ein Feldweg dazwischen.

Die Tourenlänge beträgt etwa 26 Kilometer und ist auch für nicht Geübte zu schaffen. Bei einem Tempo von durchschnittlich 16 km/h beträgt die Fahrzeit ca. 1,5 bis 2 Stunden. Zwischendrin gibt es ein Picknick. Also Stulle und Limo mitbringen!

Für Rückfragen gibt es ein Tourentelefon unter 0176 / 53 08 65 11, das ab etwa zwei Stunden vor dem Start angerufen werden kann.

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos und Termine unter: www.adfc-stormarn.de

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Kultur

Dead vs. Alive: Der erste Poetry Slam mit toten Künstlern

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Öffnen die Türen der Friedhofskapelle zum Poetry-Slam (v.l.): Slamer Pastor Jan Roßmanek, Moderator Lennart Hamann, Mitorganisator Kai Jentsch, Friedhofsverwalter Kai Passow und Slamer Hannes Maaß

Bargteheide – Bei „Dead vs. Alive“ treten (lebendige) Poetry Slammer gegen tote Poeten an. Die kuriose Slam-Show wird von „Wort für Wort“ in der Bargteheider Friedhofskapelle organisiert.

Bei dieser Sonderform des Poetry Slams treten vier lebendige Poet*innen gegen vier, von Schauspieler*innen dargestellte, tote Poet*innen an. Um den Toten möglichst viel Leben einzuhauchen, sind dabei Verkleidungen und Requisiten ausnahmsweise erlaubt.

In Duellen messen sich moderne Bühnenpoeten mit den Altmeistern der Dichtung, Performance-Genies von heute messen sich mit den Bühnen Koryphäen von gestern und vorgestern.

Die Jury ist, wie beim Poetry Slam üblich, das Publikum, das zum Richter über die Lebenden und die Toten wird. Denn am Ende kann nur ein Team den Sieg und die goldene Urne mit nach Hause tragen.

Am 27. April wird die Bargteheider Friedhofskapelle (Glindfelder Weg 15, 22941 Bargteheide) zum Schauplatz des einmaligen Battles zwischen Dies- und Jenseits. Wo normalerweise Leute unter die Erde gebracht werden, stehen sie ein letztes Mal wieder auf, um den jungen Wilden von heute zu zeigen, wo der sprichwörtliche Hammer hängt.

Beim Dead vs. Alive Slam wird sich zeigen, dass die Kapelle nicht nur ein Ort zum Trauern ist, sondern auch ein Ort voller Leben, voller Lachen und voller Begeisterung.

Auf der Seite der Toten treten Falco (Hinnerk Köhn), Janis Joplin (Zoë Hars), Edgar Allan Poe (Hannes Maaß) und Astrid Lindgren (Julia Schaub) an.

Die lebendige Fraktion besteht aus Felix Treder (amtierender Schleswig Holstein U20 Meister), Victoria Helene Bergemann (Schleswig Holstein Meisterin 2017), Jan Roßmanek (Bargteheider Pastor und Fußballgott) und Paulina Behrendt (amtierende Hamburger U20 Meisterin). Moderation: Lennart Hamann.

Die Show beginnt um 19.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr). Der Eintritt kostet fünf Euro, für Schulbesuchende, Studierende und Auszubildende nur drei Euro. Vorverkauf ab sofort in der Bargteheider Buchhandlung (Rathausstraße 25, 22941 Bargteheide).

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