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Schleswig-Holstein

“Jack” macht Karriere: Ausgesetzter Welpe wird Polizeihund in Flensburg

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Welpe Jack ist bald ein echter Polizeihund. Foto: Polizei

Handewitt/Flensburg – Verlassen und frierend zwischen Europaletten wurde „Jack“ vor zwei Jahren auf einem Gewerbegrundstück in Handewitt (Kreis Schleswig-Flensburg) gefunden. Jetzt macht der Hund Karriere bei der Polizei!

Mitten in der Nacht und bei Minusgraden saß der etwa zehn Wochen alte Malinoisrüde schließlich im Streifenwagen auf dem Schoß eines Polizisten. Er brachte es nicht übers Herz, den Welpen des Nachts ins Tierheim zu bringen. Stattdessen nahm er den Hund nach Rücksprache mit seiner Familie, der Leitstelle und dem Tierheim bei sich zu Hause auf.

Da er selbst einen jungen Hund besaß und schnell klar wurde, dass in dem kleinen Welpen viel mehr steckte, als in einem “normalen” Familienhund, übergab er ihn an den Leiter der Diensthundestaffel der Polizeidirektion Flensburg.

Auch der erkannte das Potenzial des Malinois und beschloss ihn auszubilden. Tatsächlich hat „Jack“, getauft von einer Polizistin, es geschafft: Er befindet sich zurzeit in der Ausbildung zum Polizeidiensthund und ist auf dem besten Wege im nächsten Jahr seinen Vorgänger “Simba” als Schutzhund abzulösen und in den aktiven Polizeidienst zu wechseln!

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Schleswig-Holstein

Landtag bestätigt Verdacht: Mehr rechtsextreme Konzerte im Land

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Tobias von Pein (SPD). Foto: hfr

Kiel –  Der Stormarner SPD-Landespolitiker Tobias von Pein ist alarmiert. Beobachtungen haben ergeben, dass in Schleswig-Holstein immmer mehr  Konzerte mit klar rechtsextremem Bezug im Verborgenen stattfinden.

Das ergab sich als Ergebnis aus einer kleinen Anfrage, die der SPD-Landtagsabgeordnete und Sprecher gegen Rechtsextremismus, gestellt hatte.

Dass diese Veranstaltungen offenbar immer wieder ungehindert stattfinden können, erfüllt ihn mit großer Sorge, denn hier werden Volksverhetzung und Rassismus propagiert. Sie sind nachweislich eben nicht nur Musikveranstaltung auf denen Neonazis ihre Ansichten in Songs verpacken, sondern diese Events sind auch identitätsstiftend für die Szene und dienen unter anderem dem geschützten Austausch abseits der Öffentlichkeit.

Von Pein ist sich daher sicher: „Konzerte und Kampfsportveranstaltungen sowie der dort verkaufte Merchandise sind wichtige Einnahmequellen für die Szene und so kann ein vehementeres Vorgehen diese Strukturen auch finanziell hart treffen.“

Wenn die Polizei schon vor Ort ist, wie aus der Antwort auf die Anfrage ebenfalls hervorgeht, dann muss sie auch härter durchgreifen, als lediglich im Vorwege Personenkontrollen durchzuführen, bei denen verfassungsfeindliche Symbole gefunden werden.

Wenn Gruppen wie „Kategorie C“ (Hungrige Wölfe) und „Hausverbot“ auftreten, wie in Wahlstedt, ist mit großem Andrang aus der Szene zu rechnen, im vergangenen Jahr waren es 60 bis 80 Personen, die über einen Flyer und über einen Handykontakt über einen geheimen Konzertort informiert wurden.

In der Antwort der Landesregierung finden sich viele Leerstellen: von den insgesamt 10 im Verfassungsschutzbericht 2017 aufgeführten Konzerten kann die Landesregierung nur über eines nähere Angaben machen, mit Verweis auf Geheimhaltungspflichten.

Solche Konzerte und Liederabende müssen nach Meinung von Tobias von Pein aber in Zukunft stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden:

„Wenn schon bei dem einen Konzert, über das man exemplarisch informiert, derart bekannte Bands auftreten, würde mich auch interessieren, mit was für einer Qualität wir es insgesamt zu tun haben in Schleswig-Holstein. Die Landesregierung darf sich nicht hinter Geheimhaltungspflichten verstecken, sondern muss den Beteiligten aufzeigen, dass sie mitnichten im Dunkeln agieren können ohne Strafverfolgung fürchten zu müssen. Bis zu 170 Zuhörer sind keine Kleinigkeit, das ist vielmehr erschreckend.“

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Schleswig-Holstein

Rechte Terrordrohungen gegen Schüler und Kino: Bildungsministerin erstattet Anzeige

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Die linke Punkband “Feine Sahne Fischfilet” engagiert sich seit Jahren gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft. Foto: Andreas Hornoff/hfr

Kiel/Bad Schwartau – Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat nach den Drohungen gegen eine Schule in Timmendorfer Strand und ein Kino in Bad Schwartau eine Anzeige gegen unbekannt gestellt. Ziel sei es, dass die Aufklärung der Vorfälle stattfinde, heißt es. Entschlossen hat sich die Bildungsministerin dazu, weil direkte Zusammenhänge zwischen rechtsextremen Kreisen, einem Facebook-Posting der sowieso mehrfach schon schwer in der Kritik stehendne AfD-SH Vorsitzenden, Doris von Sayn-Wittgenstein und der Drohung möglich erscheinen. Das müsse laut Prien genau durchleuchtet werden. Die AfD weist diesen Zusammenhang derweil von sich.

Unterstützung bekommt sie aus Reihen der Linken und der FDP für dieses Vorgehen. „Die AfD scheint sich immer mehr für eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz empfehlen zu wollen“, so Christopher Vogt von der FDP.

“Sayn-Wittgenstein hat damit eindeutig den Startschuss gegeben für rechtsextreme Gewalt gegen Menschen. Sie ist mitverantwortlich, dass in unserem Land Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und ein Kinobetreiber sowie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Tod bedroht wurden. Hier geht die Saat des Hasses auf. Wer Nazis gegen Kinder aufhetzt, hat jegliche Menschlichkeit und Politikfähigkeit verloren”, so der Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin (Die Linke). 

Eine rechtsextreme Gruppierung , die sich “Enkel von Adolf Hitler” nennt, hatte mit Anschlägen auf das Kino in Bad Schwartau, Schüler und Lehrer gedroht, sollten sie den Film “Wildes Herz” über den Frontmann der linkspolitisch eingestellten Band “Feine Sahne Fischfilet” zeigen, beziehungsweise diesen Film besuchen. Im Vorwege hatte von Sayn-Wittgenstein die Vorführung des Filmes und den Ort öffentlich gemacht und den Vorgang zu einem Skandal erklärt. Sie sah die politische Neutralität der Schulen gefährdet und hat natürlich auch eine Abneigung gegen die politische Einstellung der genannten Band.

Die Punkband “Feine Sahne Fischfilet” engagiert sich seit Jahren gegen einen Rechtsruck in der Gesellschaft. Zwischenzeitlich wurde die Band im Verfassungsschutzbericht erwähnt und als linksradikal eingeordnet. Die Band hat den Zorn der Rechtspopulisten vor allem zusätzlich besonders durch die Teilnahme am “Konzert gegen Rechts” in Chemnitz erstrecht auf sich gezogen. Rechte Kreise behaupten, die Combo sei erst seitdem bekannt geworden, was allerdings nicht stimmt. Die Punkband war bereits zuvor seit Jahren erfolgreich auf vielen großen Festivals vertreten. Nach der Drohung gegen das Kino in Bad Schwartau, verzögerte sich auch ein Auftritt der Band in Chemnitz, weil es eine Bombendrohung gegen den Veranstaltungsort gab. Die Band ließ sich nicht abschrecken und trat nach der Durchsuchung der Location trotzdem auf.

“Wenn die gleichen Leute, die durchdrehen und in jedem Flüchtling einen Terroristen sehen, abfeiern, dass Neonazis Bombendrohungen verschicken, dazu aufrufen Kinos hochzujagen und Kinder, Schüler und Lehrer abzuknallen, weil sie sich Wildes Herz, einen Film über uns anschauen wollen, dann weiß man, wie sehr all diesen AFD-Fans doch aufrichtigst das ”Wohl der Kinder” am Herzen liegt und was für erbärmliche Lappen es sind”, bezieht die Band klar Stellung.

Mehrere Politiker forderten bereits die sofortige Niederlegung ihres Landtagsmandats von der AfD-Frau von Sayn-Wittgenstein.

Die Staatsanwaltschaft hat bereits seit dem Auftauchen der Drohungen ein Ermittlungsverfahren gegen die noch unbekannten Versender der Drohung gegen Schüler und Kino wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

In Stormarn wird mittlerweile diskutiert, wo der Film “Wildes Herz” gezeigt werden wird. Man wolle nicht vor rechten Drohungen zurückschrecken, heißt es. “Wir sind in Gesprächen und würden den Film gerne zeigen”, so Inken Kautter, Kulturchefin der Stadt Bad Oldesloe.

 

 

 

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Schleswig-Holstein

“Entführter” auf Friedhof täuschte die Tat wohl nur vor

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Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Timmendorfer Strand – Im Oktober gab es große Aufregung und Rätselraten rund um eine Tat in Timmendorfer Strand. Jetzt kommt raus, dass wohl alles nur vorgetäuscht war. Weniger mysteriös wird der Vorfall dadurch aber nicht unbedingt.

Am Abend des Oktobers wurde auf dem Parkplatz des Waldfriedhofes in Timmendorfer Strand ein 38-jähriger Mann aufgefunden, der an den Händen und Füßen gefesselt war (wir berichteten).

Daher leitete die Lübecker Kriminalpolizei Ermittlungen wegen des Verdachts einer möglichen Entführung ein.

„Fortlaufende Ermittlungen begründen jetzt den dringenden Verdacht, dass die vorgegebene Tat offenbar vorgetäuscht wurde“, so Polizeipressesprecher Ulli Fritz Gerlach .

Die weiterhin andauernden Ermittlungen haben deutliche Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die von dem 38- jährigen vermeintlich Geschädigten beschriebene Entführung lediglich vorgetäuscht wurde.

„Staatsanwaltschaft und Polizei liegen Beweismittel vor, die den Schluss zulassen, dass sich der Mann zu einem Zeitpunkt, zu dem er sich nach seinen Angaben in den Händen der Entführer befunden haben will, in einer größeren Stadt im norddeutschen Raum aufgehalten hat. Mit Blick auf die Verletzungen, die bei dem Mann festgestellt worden waren, bestehen begründete Zweifel daran, dass diese ihm durch eine andere Person zugefügt worden sind“, so Gerlach.

Gegen den Lübecker ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat eingeleitet worden.

Warum der Mann sich offenbar selbst zum Entführungsopfer machte oder machen ließ, bleibt komplett unklar.

„Die Gründe für das Vortäuschen der Tat sind noch unbekannt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, so Gerlach.

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