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Schule und Jugend

Mobbing: Kinderschutzbund schaltet Hotline für Eltern und Schüler

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Viele Kinder leiden unter Mobbing durch andere Schüler (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Kiel – Den Anti-Mobbing-Tag in Schleswig-Holstein am 2. Dezember 2018 ist in diesem Jahr Anlass für die Nummer gegen Kummer in Schleswig-Holstein, auf das Beratungsangebot für Eltern von betroffenen Kindern aufmerksam zu machen. Denn Mobbing ist ein weitverbreitetes Phänomen und kommt wohl in jeder Schule vor. Für die PISA-Studie von 2015 ermittelten die Wissenschaftler, dass elf Prozent der Schülerinnen und Schüler selbst Mobbing erlebt haben. Für die gemobbten Kinder ist entscheidend, wie die Schule und auch die Eltern mit der Situation umgehen. Die ersten Gefühle, die beschrieben werden, sind meistens: Hilflosigkeit und Scham.

„An unseren Beratungstelefonen führt Mobbing das Ranking als Anlass für den Anruf zwar nicht an, doch berichten unsere ehrenamtlichen Berater und Beraterinnen, dass die anrufenden Eltern einen besonderen Leidensdruck für ihre Kinder und auch sich selbst beschreiben“, erklärt Katja Kirschall, Koordinatorin des Elterntelefons am Standort Neustadt in Trägerschaft des Kreisverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes Ostholstein. Am Elterntelefon sprächen die Eltern von betroffenen Kindern oft zum ersten Mal über die Not ihrer Kinder und überwänden ihre eigene Scham, auch die eigene Hilflosigkeit in Worte zu fassen. „Und von da aus lässt sich in der Regel auch sehr gut ein Weg aus dem Mobbing entwickeln“, so Katja Kirschall weiter.

„Unsere Beraterinnen und Berater sind erster Ansprechpartner für alle Fragen, Probleme und helfen in besonders kritischen Situationen. Bei Bedarf öffnen sie den Weg zu weiteren Hilfen. Und so ist es auch beim Thema Mobbing. Durch die sorgfältigen Schulungen zu besonderen Themen können die Anrufenden sich darauf verlassen, dass sie neben der Entlastung durch das Gespräch auch verlässliche Tipps zu weitergehenden Hilfen und Beratungen erhalten“, erläutert Nina Becker, Koordinatorin der Landesarbeitsgemeinschaft Nummer gegen Kummer in Schleswig-Holstein. Die Beraterinnen und Berater sind ehrenamtlich tätig, haben eine rund 70-stündige Ausbildung absolviert und bilden sich durch Fortbildungen zu speziellen Beratungsthemen regelmäßig weiter.

Etwa dreiviertel der Anrufenden am Elterntelefon sind weiblich und zwischen 30 und 44 Jahre alt. Die Gesprächsdauer beträgt in über der Hälfte der Beratungsgespräche zwischen zehn und 30 Minuten. So war es auch, als die Mutter eines 13-jährigen Mädchens anrief, weil sie und ihre Tochter alleine nicht weiterkamen. Das Mädchen wurde von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern verspottet und ausgegrenzt, es konnte im Klassenverband nicht Fuß fassen. Der Klassenlehrer des Mädchens hatte sich in seiner Reaktion überfordert gezeigt und so wusste die Mutter nicht mehr weiter. Nach einem erprobten Leitfaden sprach der Berater mit ihr. Die Mutter fühlte sich am Ende des Gesprächs gestärkt und in der Lage, in Absprache mit ihrer Tochter als nächsten Schritt Kontakt zum Schulsozialarbeiter an der Schule aufzunehmen.

Mobbing-Hotline für Eltern: 0800 – 111 0 550 (werktags 9 bis 11 Uhr, Dienstag und Donnerstag zusätzlich von 17 bis 19 Uhr).

Mobbing-Hotline für Kinder: 116111 (werktags von 14 bis 20 Uhr). Samstags können Kinder ebenfalls zwischen 14 und 20 Uhr unter der Nummer mit Gleichaltrigen sprechen.

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Bad Oldesloe

Keine Kinderstadt: KjR sagt Stormini ab

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Bad Oldesloe – Im letzten Jahr war das Stormini-Team noch optimistisch und hatte nach dem Motto „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ die Kinderstadt Stormini in dieses Jahr verschoben. Leider wird es nun auch in diesem Jahr keine Kinderstadt geben.

„Wir haben uns lange mit der Entscheidung Zeit gelassen, doch eine gewohnte Durchführung von Stormini wird auch in diesem Sommer durch Covid-19 nicht möglich sein.“, so der Geschäftsführer des Kreisjugendring Stormarn e.V. (KJR) Uwe Sommer. „Die Anmeldungen verlieren ihre Gültigkeit und die bereits gezahlten Teilnahmebeiträge werden zurückerstattet.“

Damit der Sommer aber nicht ganz ohne ein Stormini-Gefühl vergehen muss, hat sich das Stormini-Team eine Alternative überlegt:

Um den voraussichtlich auch im Sommer geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie Auflagen gerecht zu werden, geht „Stormini on tour“.

„Der Plan sieht Tagesveranstaltungen an fünf Standorten im Kreis an jeweils fünf Tagen vor. Die Teilnehmer*innenzahl ist hierbei an den Standorten auf 40 begrenzt. Es soll – wie bei Stormini – Arbeitsangebote, politische Akteure, einen Markt und Freizeitangebote geben; aber eben alles viel kleiner als gewohnt. Die angemeldeten Kinder von 2020 haben ein Vorbuchungsrecht, sodass wir zunächst keine öffentliche Anmeldung für „Stormini on Tour“ planen.“, so die Projektleiterin Johanna Mierendorff. Projektleiter Hannes de Buhr ergänzt: „Im Februar hatten wir alle Stormini-Helfer*innen zu einem Onlinetreffen eingeladen, um mit ihnen gemeinsam nach Alternativen zu suchen. Wir möchten uns hiermit noch mal für die Teilnahme an diesem Treffen und die vielen tollen Ideen bedanken. Einige Vorschläge werden bei „Stormini on Tour“ umgesetzt.“

Stefan Kühl, 1. Vorsitzender des Kreisjugendring Stormarn e.V., sagte: „Die Kinder standen bei der Planung der Alternative im Vordergrund, sodass wir vielen Helfer*innen auch in diesem Jahr keine ehrenamtliche Tätigkeit bei unserem Sommerprojekt anbieten können, was wir sehr bedauern. Wir würden uns aber freuen, wenn die Helfer*innen auch 2022 für Stormini wieder zur Verfügung stehen. Vielleicht benötigt der Verein vor Eurer Haustür in diesem Jahr noch Unterstützung für sein Sommerprojekt? Fragt doch einfach mal nach!“

Die Durchführung von „Stormini on tour“ hängt natürlich ebenfalls von den dann geltenden Bestimmungen ab, sodass es auch kurzfristig zu einer Absage kommen kann.

Stormini 2022

Die Hoffnung stirbt zuletzt, sodass der KJR in 2022 von einer „normalen“ Kinderstadt Stormini ausgeht. Die Bewerbung für Helfer*innen startet wie gewohnt am 01.11.2021 und die Kinderanmeldung ist im Zeitraum vom 01.02.2022 bis 15.02.2022 auf www.stormini.de möglich.

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Bad Oldesloe

Stormarner Vorlesewettbewerb in diesem Jahr per Videokonferenz

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Bad Oldesloe – Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser der Stadt/des Landkreises Stormarn? Der Regionalentscheid der 62. Runde des Vorlesewettbewerbs fand in diesem Jahr digital per Video-Einreichung statt.

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Die 12 SchulsiegerInnen des Kreises Stormarn konnten ihren Vorlesebeitrag bis Mitte Februar aufzeichnen und über das Video-Portal des Wettbewerbs hochladen. 

An den Vorlese-Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich in diesem Jahr bundesweit mehr als 4.300 SchulsiegerInnen.

Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands.

In diesem Jahr waren rund 350.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen am Start. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken.

Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Auch in diesem Jahr unterstützen darüber hinaus die experimenta gGmbH und vier Sparda-Regionalbanken die Aktion.

Die Etappen führen von der Schule über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale, das voraussichtlich im Juni 2021 in Berlin stattfinden wird. Die rund 600 Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen organisiert.

Der Regionalentscheid Stormarn wurde auch dieses Jahr von der Stadtbibliothek organisiert. Die Jury, bestehend aus der früheren Stadtbibliotheks-Mitarbeiterin Barbara Preiss und den BibliotheksmitarbeiterInnen Saskia Boos und Jens A. Geißler hat am 17.2.2021 alle eingereichten Video-Beiträge gesichtet und bewertet.

Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis.

Als Sieger aus dem knappen Rennen ging Kalle Gerke hervor, der das Theodor-Mommsen-Gymnasium in Bad Oldesloe besucht.

Er tritt damit beim nachfolgenden Bezirksentscheid an.

Aktuelles zum 62. Vorlesewettbewerb sowie alle Infos, Termine und Teilnehmerschulen sind auf der Internetseite www.vorlesewettbewerb.de zu finden.

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Bad Oldesloe

Aus “Fack Ju Göhte” ins Oldesloer Klassenzimmer der TSS

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Foto: TSS Bad Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Kreidetafeln wirken auf den ersten Blick eigentlich wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit, wird doch zumeist moderner Unterricht mindestens mit einem abwischbaren Whiteboard, besser noch digital, mit Beamer, Computer oder Smartboard erteilt.

Bei der altmodisch anmutenden Tafel, welche die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Theodor-Storm-Schule seit wenigen Tagen in ihrem Klassenraum vorfinden, handelt es sich allerdings wirklich um etwas Besonderes.

Nachdem die Elternvertreter der 6a, das Ehepaar Pia und Joachim Fahl, auf dem letzten Elternabend der Klasse feststellen mussten, dass sich im Klassenraum aktuell keine beschreibbare Tafel befindet und es nach Angaben der Klassenlehrkräfte wohl noch etwas dauern könnte, bis der TSS für besagten Klassenraum eine Tafel zur Verfügung gestellt werde, entschlossen die beiden Elternvertreter sich, zu handeln.

Eine kurze Internetrecherche später und Joachim Fahl sah sich auf dem Weg nach Hamburg Bergedorf, um bei einem Händler, der unter anderem Firmenevents ausstattet, eine Kreidetafel für kleines Geld zu kaufen und gleich auf dem geliehenen Anhänger nach Bad Oldesloe zu transportieren.

Als die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte der 6a am nächsten Tag in die Schule kamen, trauten sie ihren Augen nicht. Die neue Tafel war nicht irgendeine, sondern die Originaltafel aus dem Spielfilm „Fuck Ju Göthe 3“, die für eine Pressekonferenz genutzt wurde. Mitsamt Filmlogo und Originalbeschriftung durften die Lernenden die Tafel bewundern. „Also, das ist ja jetzt wirklich mal richtig cool“, äußerte sich Schülerin Lilly Zörkler zur neuen Ausstattung.

Mittlerweile kann die Tafel jetzt auch zum Schreiben genutzt werden. Die Logos sind abgewischt und  es bleibt sicher noch etwas von der Aura, welche diese besondere Requisite umgibt.

Für Elternvertreter Fahl war die Beschaffung dieses besonderen Stücks übrigens eine Selbstverständlichkeit: ,,Als ich gehört habe, dass es keine Tafel gibt, wollte ich sofort handeln. Es sollte möglichst einfach und schnell gehen, damit die Kinder mit einer Tafel lernen können. Dass ich dabei so etwas Besonderes finde, ist natürlich umso toller.“

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