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Polizei und Feuerwehr

Messerattacke im Linienbus: Tatverdächtiger ist schuldunfähig

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Symbolfoto: SL

Lübeck – Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lübeck im Zusammenhang mit der Messerattacke eines Deutsch-Iraners in einem Linienbus in Lübeck Kücknitz am 20.07. sind abgeschlossen. teilte heute die Staatsanwaltschaft mit. .

“Die von der Staatsanwaltschaft beauftragte forensisch-psychiatrische Sachverständige kommt in ihrem vorläufigen Gutachten zu dem Ergebnis, dass der Beschuldigte bei Begehung der Tat aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig war”, heißt es in dem Statement.

Ein Strafverfahren – mit dem Ziel einer Bestrafung des Beschuldigten – kann daher nicht durchgeführt werden. Da der Beschuldigte nach Einschätzung der Sachverständigen jedoch krankheitsbedingt gefährlich für die Allgemeinheit ist, hat die Staatsanwaltschaft eine Antragsschrift im Sicherungsverfahren beim Landgericht Lübeck eingereicht. In dem Sicherungsverfahren wird das Gericht nach Durchführung einer Hauptverhandlung über die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus  zu entscheiden haben.

“Der 34 Jahre alte Mann ist dringend verdächtig des tateinheitlich versuchten Mordes in 48 Fällen, darüber hinaus der ebenfalls tateinheitlich begangenen schweren sowie versuchten besonders schweren Brandstiftung, der gefährlichen Körperverletzung in acht Fällen und der Körperverletzung in vier Fällen”,so die Staatsanwaltschaft.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen besteht der folgende Verdacht: Der Beschuldigte sah sich wahnhaft einer Verschwörung ausgesetzt und hatte daher den Plan gefasst, einen Linienbus in Band zu setzen und alle Insassen des Busses durch das Feuer und Messerstiche zu töten, um die Verschwörung zu beenden.

In Ausführung dieses Planes setzte er am 20.07.2018 in einem mit 48 Personen besetzten Linienbus mehrere Spiritusflaschen in einem Rucksack in Brand und legte diesen im Bereich des Drehgelenks des Busses ab, wo sich das Feuer schnell ausbreitete. Im Anschluss daran griff er zunächst im Bus und – nachdem der Busfahrer den Bus gestoppt hatte und die Fahrgäste ausgestiegen waren – auch außerhalb des Busses Fahrgäste mit einem Küchenmesser und mit Faustschlägen an und verletzte sie. Der Versuch, das Löschen des Brandes durch Schläge gegen den Busfahrer zu verhindern, schlug fehl.

Der Beschuldigte konnte schließlich zunächst von Businsassen und sodann von zwei eintreffenden Polizeibeamten überwältigt und festgenommen werden.

Insgesamt sind 12 Personen durch den Beschuldigten verletzt worden. Bei einem der Opfer hat konkrete Lebensgefahr bestanden. Der junge Mann konnte durch eine Notoperation gerettet werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.

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Hamburg

Im Regionalzug: Exhibitionst (19) zieht sich aus und wird festgenommen

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Bundespolizisen im Einsatz am Hamburger Hauptbahnhof. Symbolfoto: Bundespolizei/hfr

Hamburg – Nach derzeitigem Sachstand der Hamburger Bundespolizei, entblößte ein 19-jähriger Mann am 17. Mai 2019 gegen 05:30 Uhr in der Regionalbahn von Neumünster nach Hamburg sein Geschlechtsteil. “Anschließend manipulierte der aus Afghanistan stammende Mann an diesem herum”, so Bundespolizeisprecher Ronny von Bresinski. .

Reisende bemerkten dies und informierten den Zugbegleiter. Dieser wiederum alarmierte die Hamburger Bundespolizei. Nach Einfahrt des Zuges im Hamburger Hauptbahnhof, konnte der Mann gestellt werden. Anschließend wurde er dem Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof zugeführt.

Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Erste Ermittlungen ergaben, dass der Mann bereits auf der Fahrt von Kiel nach Neumünster exhibitionistische Handlungen vorgenommen hatte.

Zeugen der Vorfälle werden gebeten, sich bei der Hamburger Bundespolizei unter 040/6699505-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Eine echter “Tatort- Mediziner” besucht die Oldesloer Universitätsgesellschaft

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Foto: Dr. Cornelius Courts /privat/hfr

Bad Oldesloe – Wir kennen aus dem Fernsehen “Dr. Joseph Roth” vom Kölner Tatort oder “Prof. Boerne” aus dem Tatort, der in Münster spielt.

Alles spannende Geschichten – aber wie sieht die Wirklichkeit am Seziertisch aus?

Das fragt die Oldesloer Universitätsgesellschaftssektion einen den echten Rechtsmediziner Dr. Cornelius Courts vom Kieler UKSH (Universitäts-Krankenhaus-Schleswig-Holstein), einen Experten für Forensische Molekularbiologie. Entgegen vielen populärmedialen Darstellungen sucht der forensische Molekularbiologe – also der Tatort-Mediziner – nämlich nach der Wahrheit, nicht nach Schuld – sie beziehungsweise er kann ebenso gut den Nachweis von Unschuld ermöglichen.

Ermittler an einem Tatort Symbolfoto: Presslab/shutterstock

Für diese Aufgabe nutzt er ein vielfältiges Methodenrepertoire – mit zum Beispiel gentechnische Verfahren – , das durch anhaltende Forschungsanstrengungen beständig erweitert und optimiert sowie durch eigene Lehre an Nachwuchswissenschaftler weitervermittelt wird.

Die forensische Molekularbiologe an Instituten für Rechtsmedizin ist neutral und unabhängig und dient der Gerechtigkeit; deshalb ist es für einen Rechtsstaat unabdingbar, dass es unabhängige Institute mit gesicherter Finanzierung und freier Forschung gibt.

“Wir sind besser als die Kollegen von der CSI in Amerika, aber schlechter finanziert!” sagt Dr. Cornelius Courts, der 2016 den Preis für den “Prof of the Night” in Kiel gewann

Wer mehr über ihn und dieses spannende Thema erfahren möchte, kann seinen Blog http://scienceblogs.de/bloodnacid/ besuchen.

Sehen und sprechen kann man ihn in Bad Oldesloe am Donnerstag, den 23. Mai; um 20 Uhr im Bürgerhaus in der Mühlenstraße 22. Eintritt 5 Euro (Schüler und Studenten kommen um 60% billiger in den Genuss des Vortrages). Der Zugang ist barrierefrei möglich.

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Berlin

Feuerwehrverband mahnt: “Einsatzbeteiligte nicht alleine lassen”

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Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: Kzenon/shutterstock.com

Berlin – „Ich freue mich, dass Sie sich hier zu einem Austausch treffen; das hat eine enorme Bedeutung für die Arbeit in den Feuerwehren“, sagte Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), bei der Eröffnung des 6. Symposiums „Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren“ in Fulda.

Die Fortbildungsveranstaltung zur Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) wird gemeinsam von der DFV-Stiftung „Hilfe für Helfer“ und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) organisiert. „Wir dürfen die Beteiligten bei Einsätzen nicht alleine lassen“, so Ziebs, „wer sich mit dieser Thematik befasst, muss das aus dem Herzen machen, sonst funktioniert diese Aufgabe nicht.“

Guido Blömker (Feuerwehr Münster) berichtete von Herausforderungen und Maßnahmen beim Amoklauf am „Kiepenkerl“ im vergangenen Jahr, bei dem ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gefahren war.

Feuerwehrleute im Einsatz Symbolfoto: John Hanley/shutterstock.com

Er betonte die Bedeutung von Gefährdungseinschätzung, Schutzmaßnahmen, Beurteilung der psychischen Stabilität der Einsatzkräfte, regelmäßigen Briefings, Einzelgesprächen und dem Gespür für die eigene Betroffenheit und Belastung. BBK-Referent Thomas Knoch stellte eine Checkliste für Führungskräfte #PSNV vor – auf örtliche Gegebenheiten anpassbar, mit Tipps für Einsatzauswertung. Diese soll auf der Webseite des Bundesamtes bestellbar sein.

„Trauer ist nicht wie ein Schalter, den man einfach umlegen kann“, erklärte Mark Overhagen (Feuerwehr Oberhausen) zur „Lücke im Team“ nach dem Tod eines Kollegen im Einsatz. „Wir leben in einer Gesellschaft, die über wenig Ruhe verfügt“, widmete sich Erneli Martens, DFV-Bundesbeauftragte für Feuerwehrseelsorge, Aspekten gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Das 7. Symposium der Stiftung „Hilfe für Helfer“ wird am 14. Mai 2020 in Fulda stattfinden. Informationen folgen auf www.hilfefuerhelfer.de.

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