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Der Kreis

“Gewalt kommt nicht in die Tüte”: Die Kampagne gegen prügelnde Partner

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Symbolfoto: Sean Bolt/shutterstock.com

Bad Oldesloe – 82 Fälle häuslicher Gewalt meldete die Polizei an die Frauenberatungsstellen „Frauen helfen Frauen“ im vergangenen Jahr. Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher sein. Mit der Kampagne „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ wird am 25. November wieder kreisweit auf das Problem aufmerksam gemacht.

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn, die Frauenfacheinrichtungen und das Projekt „KIK Stormarn – Netzwerk bei häuslicher Gewalt“ konnten auch in diesem Jahr die Bäcker-Innung Holstein–Stormarn als Kooperationspartnerin für Veranstaltungen rund Antigewalttag gewinnen. Die Kampagne findet bereits zum 15. Mal im Kreis Stormarn statt.

In diesem Jahr hat Frau Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung, die Schirmfrauschaft übernommen.

Insgesamt beteiligen sich in Schleswig-Holstein in diesem Jahr 50 Bäckereibetriebe, die Mitglied im Landesinnungsverband Schleswig-Holstein sind. In ihren zahlreichen Filialen setzen die Betriebe gut 320.000 Brötchentüten zum Einpacken der Backwaren ein.

Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sind notwendig. Dies belegen auch die Fallzahlen der Frauenfachberatungsstellen und die Auskünfte der Polizei im Kreis Stormarn.

Von den 82 polizeibekannten Fällen häuslicher Gewalt wurde bei 26 eine polizeiliche Wegweisung des Täters ausgesprochen worden. Das bedeutet, dass der Täter die Wohnung oder das Haus verlassen musste. Weitere 30 Frauen meldeten sich selbständig wegen häuslicher Gewalt in der Frauenberatungsstelle.

Das Frauenhaus bot im Jahr 2017 Schutz und Wohnmöglichkeit für 52 Frauen und 48 Kinder. Viele weitere Anfragen mussten an andere Frauenhäuser im Land vermittelt werden. Diese Zahlen bilden nur das Hellfeld ab, also die bekannt gewordenen Fälle. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Betroffenen deutlich höher ist, denn nur Wenige rufen die Polizei zur Hilfe bzw. suchen von sich aus Hilfe.

Auf den Tüten befindet sich die Telefonnummer der bundesweiten Hilfetelefons GEWALT GEGEN FRAUEN: 0 8000 116 016. Das kostenlose Hilfetelefon ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar.

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Bargteheide

Die DLRG in Bargteheide sucht kurzfristig einen neuen Bufdi

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Bundesfreiwilligendienst bei den Lebensrettern: Bei der DLRG Bargteheide ist kurzfristig eine Stelle freigeworden. Bewerbungen werden ab sofort angenommen.

Rettungsring (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

„Wir waren so glücklich, dass wir frühzeitig in diesem Jahr die Stelle besetzen konnten, um so schmerzlicher ist es, dass wir jetzt eine kurzfristige Absage aufgrund persönlicher Umstände erhalten haben“, so Martin Knaffel, Vorsitzender der Ortsgruppe.

Die Stelle ist zum 1. August oder spätestens zum 1. September dieses Jahres frei. „Wir bieten vielfältige Aufgabengebiete und geben viel Raum für die persönliche Gestaltung und Projektarbeit. Die Mitarbeit erfolgt hauptsächlich in der Schwimmausbildung, der Jugendarbeit, dem Kindergartenprojekt und im Wasserrettungsdienst, dazu kommt dann noch der persönliche Einsatz nach eigener Interessenslage.“, ergänzt Carsten Rüscher, stellv. Vorsitzender der Ortsgruppe.

Die DLRG Bargteheide hofft nun, dass die Stelle sehr schnell besetzt werden kann und freut sich auf die Kontaktaufnahme von interessierten jungen Menschen, die die kommenden 12 Monate die Ortsgruppe unterstützen möchte, über die Homepage unter www.bargteheide.dlrg.de/bfd oder telefonisch oder per Mail an einen der beiden Vorsitzenden.

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Großhansdorf

DRK-Sozialstation Großhansdorf: Sabine Wardius in Ruhestand verabschiedet

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Viele bunte Wimpel schmückten den Außenbereich der Sozialstation Großhansdorf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), denn dort gab es etwas zu feiern. Mit einem bunten Sommerfest und rund 60 Gästen wurde die Leiterin der Sozialstation, Sabine Wardius, in den Ruhestand verabschiedet. 

DRK-Vorstand Sibylle Schulze und Olaf Berndsen, Bereichsleiter Pflege und Betreutes Wohnen, verabschieden Sabine Wardius in den Ruhestand. Foto: Iris Lewe/hfr

29 Jahre lang hat sich Sabine Wardius – zunächst beim DRK Trittau und seit 1. Dezember 1999 beim DRK Großhansdorf – um kranke und hilfsbedürftige Menschen gekümmert, und das stets mit großem Engagement und einem noch größeren Herzen. Zahlreiche Fortbildungen hat sie absolviert, darunter Zusatzausbildungen zur Wundexpertin und zur Palliativ-Fachkraft. Am 1. Januar 2017 wurde die gelernte Krankenschwester Leiterin der Sozialstation Großhansdorf. 

DRK-Vorstand Sibylle Schulze und Olaf Berndsen, Bereichsleiter Pflege und Betreutes Wohnen, überreichten ein Präsent und würdigten ihre jahrzehntelangen Verdienste. Auch die Kolleg*innen fanden viele lobende Worte. 

Und fürchtet sie nun Langeweile? Keineswegs! „Ich freue mich auf den neuen Lebensabschnitt. Einfach das Leben und meinen Garten genießen, ohne Verantwortung zu tragen, das wird richtig schön“, so Sabine Wardius. 

Bevor die Gäste den eigens angerollten Foodtruck bestürmen durften, hatten die Kolleginnen und Kollegen aber noch eine besondere Überraschung parat: Durch ein Spalier ging es über einen „roten Teppich“, bepustet von Seifenblasen, zum Geschenk: eine wunderschöne, gemütliche Gartenbank aus Holz, auf der der Gatte bereits Platz genommen hatte. Schließlich soll sich Sabine Wardius ja auch mal ausruhen. Denn das hat sie sich redlich verdient!“ 

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Bad Oldesloe

Aktion und Performance vor dem KuB: Eine Hommage ans Jammern

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Am Samstag, den 2. Juli macht das Jammermobil Station vor dem KuB in Bad Oldesloe.

Ab 10 Uhr darf bei dieser Aktion jede Bürgerin und jeder Bürger jammern was das Zeug hält. Das Jammermobil ist eine Aktion von BAUCHLADEN MONOPOL und wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

Das Bauchladen Monopol macht Jammern salonfähig! Dafür touren sie mit einem Transporter – dem Jammermobil – durch die ganze Republik und öffnen ihre Mobiltüren auf belebten Plätzen und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns sowie regionale Reizthemen.

Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern wird gesucht, sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.

„Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Austausch stattfindet. Trotz des durch die Pandemie bekannte social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten schaffen wir Räume, in denen Begegnungen möglich werden.“, so die Performerin Sophia Guttenhöfer, die seit 2010 Straßentheater und Interventionen an theaterunübliche Orte durchführt. 

Zwei clowneske Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam.

Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt. 

Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare  aufzugeschrieben oder zu malen, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So wächst über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt.

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