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Bad Oldesloe

Alltagshelden: Oldesloer “Kaktus” erhält Bürgerpreis in Kiel

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Michael Ringelhann (hinten, Mitte) und Oliver Ruddigkeit (rechts) von der Sparkasse Holstein freuen sich mit dem Oldesloer KAKTUS e.V. über den Gewinn des Bürgerpreises für Schleswig-Holstein. Foto: Frank Peter

Kiel/Bad Oldesloe – Nach einem spannenden Wettbewerb mit einer Rekordzahl von 128 Bewerbungen stehen jetzt die Preisträger des Schleswig-Holsteinischen Bürgerpreises fest.

Im Kieler Güterbahnhof zeichneten der Schleswig-Holsteinische Landtag und die Sparkassen in Schleswig-Holstein ehrenamtlich Aktive aus, die sich für die Gemeinschaft einsetzen und das Zusammenleben nachhaltig verbessern. Unter den Gewinnern ist auch der Freundeskreis Oldesloer KAKTUS e.V.

Das Motto des diesjährigen Bürgerpreises war „Zusammenhalt in der Gesellschaft“. Aus den 128 eingereichten Vorschlägen nominierte eine Jury vorab neun Projekte und Einzelpersonen. Die Nominierten wurden am Abend in einem Kurzfilm vorgestellt, bevor die Gewinner des Wettbewerbs verkündet wurden: Preisträger des Bürgerpreises 2018 sind das Theaterprojekt Inge.1945 (Kategorie „U 27“) aus Kiel, das sich mit dem Thema Flucht beschäftigt, und der Verein Freundeskreis Oldesloer KAKTUS (Kategorie „Alltagshelden“), der sich bereits seit 2015 für die umfassende Betreuung von Geflüchteten einsetzt.

Der Demokratiepreis würdigt gleich drei Pro-Europa-Initiativen: die Europa Union Schleswig-Holstein e.V., Pulse of Europe Kiel und Pulse of Europe Lübeck. Zusätzlich zu einem über sie erstellten Filmportrait durften sich alle Preisträger jeweils über 3.000 Euro Preisgeld freuen, das sich die mit dem Demokratiepreis ausgezeichneten Projekte teilen.

Landtagspräsident Klaus Schlie gratulierte den Preisträgern im Anschluss an die Verleihung. „Ich freue mich ganz besonders, dass wir uns gemeinsam entschlossen haben, den Bürgerpreis fortzuführen. Die hohe Resonanz zeigt, wie wichtig es ist, das Ehrenamt zu würdigen. Mit unserem erstmals verliehenen Sonderpreis wollen wir Europa auf die Straße bringen und ein Zeichen für die Stärke Europas setzen.“

Oldesloer KAKTUS: erfolgreiche Integration von Geflüchteten

Der Verein Oldesloer KAKTUS hat sich 2015 gegründet, um Hilfestellung bei der Integration von Geflüchteten zu leisten. So bietet der Verein etwa DaZ-Unterricht für diejenigen, die keinen Anspruch darauf haben, die Vermittlung und Betreuung von Sprachpartnerschaften oder Unterstützung in Alltagsfragen. Außerdem hat der Verein einen gemeinsamen Chor von Deutschen und Geflüchteten ins Leben gerufen, um nur einen Einblick in das hohe Engagement zu geben.

Preisgeld für alle Nominierten

Den Partnern der Initiative war es ein besonderes Anliegen, allen nominierten Projekten und Einzelpersonen für ihren Einsatz zu danken. Neben einem Exemplar des über sie erstellten Filmportraits erhalten die Nominierten daher ein Preisgeld von jeweils 500 Euro, das sie für ihre weitere ehrenamtliche Arbeit nutzen können. Neben Reinhard Boll ist Landtagspräsident Klaus Schlie Schirmherr des Schleswig-Holsteinischen Bürgerpreises. Der Wettbewerb wird von NDR 1 Welle Nord und dem Schleswig-Holstein Magazin des NDR Fernsehens als langjähriger Medienpartner begleitet. Landtag und Sparkassen verleihen Sach- und Geldpreise im Gesamtwert von 32.500 Euro.

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“Von der Wand”: Junge Filmemacher zeigen neues Werk

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Marius Jonathan Leopold und Chiara Noemi Müller mit dem Filmplakat.
Foto: SL

Bad Oldesloe – Es ist ihre dritte größere Zusammenarbeit und sie feiert am Freitag, 18. Januar, um 19 Uhr Premiere in der Aula der Oldesloer Theodor Mommsen Schule.

Der neue Film “Von der Wand” des jungen Regisseurs Marius Jonathan Leopold (17) rund um das Thema Mobbing brauchte in der Enstehung von der Idee 2016 bis zur Umsetzung 2018 ein wenig länger als gedacht, ist dafür auch das mit 28 Minuten bisher längste und professionelste Werk des Gymnasiasten.

Für die Geschichte und das Drehbuch sorgte wie schon bei den vorherigen Produktionen die ebenfalls 17-jährige Chiara Noemie Müller aus der Kreisstadt. Wichtig war dem Team, dass die Mobbing-Thematik nicht eindimensional und mit klischeehaftem Schwarz-Weiß-Denken behaftet auf die Leinwand kommt.  “Es geht auch darum, was die Täterin fühlt – wie es überhaupt dazu kommt”, so Marius.

Das erste Mal konnte die Crew auf professionelle Schauspieler zurückgreifen, die – begeistert von dem Projekt – auf Gagen verzichteten.  “Es war ein ganz anderes Arbeiten am Set. Sie konnten ein und dieselbe Einstellung vier- fünfmal mit derselben Betonung spielen, haben sich auch selbst eingebracht, wie sie sich manche Szenen vorstellen könnten”, so Marius. Als er dann eine der zentralen, schwierigeren Szenen auf dem Bildschirm sah, wie aus der Drehbuch-Idee der fertige Film wurde, dann sei das schon ein “Gänsehautmoment” gewesen.

Sowohl er als auch sein Drehbuchautorin wollen nach dem Abitur professionell im Filmbusiness tätig werden. Dritter im Produzententeam war Flemming Dokter (20), der auch schon bei früheren Produktionen mit von der Partie war. Lena Kehrer, im ersten Film “Laugther and tears” in der Hauptrolle zu sehen, hat einen Cameoauftritt und half ansonsten auch im Produktionsbereich mit. “Wir haben Querverweise zu unseren ersten beiden Filmen eingebaut. Es ergibt sich also für die Zuschauer, die unsere ersten beiden Werke kennen, eine eigene kleine Welt”, erklärt Marius.

Von Produktion zu Produktion lerne man außerdem natürlich dazu. Alte Fehler werden nicht wiederholt, aber auch neue Erfahrungen – positive wie auch frustierende – kommen ständig hinzu.

Ihre erste Premiere hatten die jungen Oldesloer im KuB feiern können. Dieses Mal ist die Schulaula der ausgewählte Ort. Für die Filmmusik war Paul Barth verantwortlich, der sie auch am Premierenabend zum Teil live präsentieren will. Dazu gibt es auch ein paar Fotos vom Set zu sehen und natürlich einen roten Teppich mit Fotowand.

Los geht es am Freitag, 18. Januar, um 19 Uhr in der TMS. Der Eintritt ist frei.

 

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Bad Oldesloe

Zeichen gegen Rechtsextremismus: Oldesloe zeigt “Wildes Herz”-Doku

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Walter Albrecht (von links) vom Bündnis gegen Rechts, die städtische Kulturmanagerin Inken Kautter und Kinobetreiber Heinz Wittern zeigen die Doku “Wildes Herz” in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Die Kulturabteilung der Stadt sendet ein deutliches Signal gegen Rechtsextremismus und zeigt im Oldesloer OHO-Kinocenter die Dokumentation “Wildes Herz” über die linke Punkband “Feine Sahne Fischfilet”. Zuvor war eine Vorführung in Bad Schwartau abgesagt worden, nachdem Neonazis mit einem Anschlag gedroht hatten.

Traditionell stellt sich in Bad Oldesloe ein breites Bündnis Versuchen rechtsextremer Einflussnahme auf die Gesellschaft entgegen. Als vor zwei Jahren Neonazis in der Stadt demonstrieren wollten, blockierten kurzerhand knapp 1000 Bürger den Startpunkt am Bahnhof. Die Rechten mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen.

Vorführung ist Reaktion auf Bombendrohung durch Rechtsextreme

“Es gibt hier einen breiten Widerstand und wenn etwas passiert, dann sind wir auf der Straße. Oder eben im Kino”, sagt Walter Albrecht vom Bündnis gegen Rechts. Im November vergangenen Jahres musste in Bad Schwartau eine Vorführung der Dokumentation “Wildes Herz” abgesagt werden, nachdem eine Gruppe namens “Enkel von Adolf Hitler damit gedroht hatte, Schüler mit einer Bombe und Sturmgewehren zu töten. Diese Drohung nimmt die Stadt Bad Oldesloe und das Bündnis gegen Rechts zum Anlass, den Film auch hier zu zeigen.

“Rechte Strukturen versuchen immer häufiger, auf diese Weise Kultur zu beeinflussen und das dürfen wir nicht hinnehmen”, sagt Inken Kautter, Kulturmanagerin bei der Stadtverwaltung. Immer wieder kommt es zu bundesweit Drohungen gegen bei Rechten unliebsame Veranstaltungen. Sie bekomme zunehmend mit, dass Kulturinstitutionen immer häufiger präventiv kritische Veranstaltungen streichen oder gar nicht erst ins Programm aufnehmen, um Ärger zu vermeiden. “Das kann auf keinen Fall der Weg sein.”

Mehr politische Veranstaltungen gegen “rechten Kulturkampf”

Sowohl das Kultur- und Bildungszentrum (KuB) als auch die Stadtverwaltung geht die entgegengesetzte Richtung: Mehr politische Veranstaltungen, die sich kritisch mit Rechtsextremismus auseinandersetzen. Bürgermeister Jörg Lembke wird daher die Vorführung im OHO-Kinocenter eröffnen. Nach der Begrüßung wird das Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck einen Kurzvortrag halten, der sich mit dem “Rechten Kulturkampf” als Angriff auf die Demokratie befasst. “Wir dürfen Rechte mit ihren Strategien nicht gewinnen lassen. Wenn solche Angriffe erfolgreich sind, könnte das Nachahmer finden”, sagt Daniela Kost von der Beratungsstelle.

Kinobetreiber Heinz Wittern will sich von Drohungen wie zuletzt in Bad Schwartau nicht beeindrucken lassen: “Den Film muss man nicht mögen. Das ist aber kein Grund, ihn nicht zu zeigen.”

Die Dokumentation “Wildes Herz” von Charly Hübner wird am Mittwoch, 30. Januar, ab 20 Uhr in OHO-Kinocenter, Hamburger Straße 13, in Bad Oldesloe gezeigt. Die Leihkosten übernimmt die Stadt, der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Großhansdorfer Historiker forscht zur Hammaburg

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Foto: Bock/Hfr

Bad Oldesloe – Der Geschichtsforscher Günther Bock aus Großhansdorf beschäftigt sich seit langem intensiv mit der Geschichte Stormarns im Rahmen der europäischen Geschichte.

Neben neu aufgekommenen historischen Methoden bieten insbesondere die in jüngster Zeit erzielten Ergebnisse der Archäologie dazu interessante neue Bewertungsmöglichkeiten. Sie fanden Niederschlag in seinem Buch „Drehscheibe Unterelbe – Regionale Herrschaftsträger im Kontext europaweiter Vernetzungen im 11. – 13. Jahrhundert“, das im Rahmen der Reihe „Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins“ erschienen ist.

Die darin dargestellten neuen Informationen zur Geschichte der Hammaburg sollen Gegenstand einer gemeinsamen Veranstaltung des Heimatbunds Stormarn und des Kreisarchivs Stormarn sein.

In Form einer anspruchsvollen Präsentation wird Günther Bock am Beispiel der Hammaburg tiefgreifende Veränderungen der bisher vertretenen Geschichtsbilder vorstellen.

Die Besucher dürfen gespannt sein auf eindrucksvolle Forschungsergebnisse und „Neues aus dem Stormarner Mittelalter“.

Der Vortrag findet am 21. Februar 2019 im Kreistagssitzungssaal, Bad Oldesloe, Mommsenstraße 13, statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind allerdings erwünscht. Das Buch kann am Vortragsabend erworben werden.

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