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Bad Oldesloe

Oldesloer Politik stärkt Schulsozialarbeit

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Die Oldesloer Stadtschule. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Nach Protesten der Schulen hat die Oldesloer Politik die Streichung einer Stelle in der Schulsozialarbeit verhindert. Stattdessen muss die Stadtverwaltung einen neuen Sozialarbeiter einstellen – und das unbefristet. Das hat der Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss auf Antrag der Linken einstimmig beschlossen.

Um die Arbeit in den DaZ-Zentren („Deutsch als Zweitsprache“) an der Stadt- und Theodor-Storm-Schule zu verbessern, hatte die Stadt 2017 eine zweite Sozialarbeiterin angestellt. Sie bekam allerdings nur einen Jahresvertrag und kündigte nach ein paar Monaten. Daraufhin wollte die Stadtverwaltung die Stelle nicht neu besetzen. „Wir folgen damit nur dem Wunsch der Politik“, verteidigte Bürgermeister Jörg Lembke die Pläne. Immerhin sei die Stelle von vornherein als befristet beschlossen gewesen. „Eine Neubesetzung hätte nicht gelohnt.“

Das sorgte an den Oldesloer Schulen für Unruhe. Allein im DaZ-Bereich werden pro Jahr rund 40 Kinder auf die Regelschulen vorbereitet. Viele sind mit ihren Familien aus Krisengebieten gekommen und traumatisiert. „Die meisten haben keinerlei Schulerfahrungen und sind nicht alphabetisiert“, sagte Schulleiterin Sabine Prinz. Nur eine Sozialarbeiterstelle für zwei Schulen sei völlig unpraktikabel.

Das sah der Ausschuss ähnlich. „Die letzte Schulsozialarbeiterin hat mangels Perspektive eine bessere Stelle angenommen. Daher muss die neue Stelle unbefristet ausgeschrieben werden“, sagte Cornelia Steinert (Die Linke) und brachte einen entsprechenden Antrag zur Abstimmung. Der fand überparteiliche Zustimmung.

Dagmar Danke-Bayer (Die Grünen): „Wir haben immer noch Kinder, die traumatisiert sind und andere kulturelle Erfahrungen haben. Integration heißt für mich, auch langfristig zu schauen.“ Und eine verlässliche Schulsozialarbeit komme letztendlich allen Kindern zugute.

Der Beschluss muss braucht noch die Zustimmung des Finanzausschusses (10.11.) und der Stadtverordnetenversammlung (19.11.).

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Bad Oldesloe

TÜV gefälscht: Oldesloer Polizei zieht Gammel-Sprinter aus dem Verkehr

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Bad Oldesloe – Völlig durchgerostet und mit gefährlichen Mängeln: Die Oldesloer Autobahnpolizei hat einen Sprinter aus dem Verkehr gezogen. Wie sich herausstellte, war das HU-Gutachten gefälscht.

Fotos. Polizei

Am 25.September 2021, gegen 10:30 Uhr, stoppten Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres Bad Oldesloe auf der A1 an der Anschlussstelle Bad Oldesloe, einen Hamburger Fiat-Sprinter zu einer Fahrzeugkontrolle.

Bei der Begutachtung des Baufahrzeuges aus Hamburg fielen diverse Mängel wie Unfallschäden, starke Durchrostungen und technische Mängel an der Beleuchtung auf.

Stutzig wurden die Beamten bei der Durchsicht der Fahrzeugpapiere und der Inaugenscheinnahme des Kennzeichens, als diese eine Fälligkeit zur nächsten Hauptuntersuchung für den Juni 2022 aufwiesen.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Stempel eines technischen Überprüfungsvereins in den Fahrzeugpapieren gefälscht und die Hauptuntersuchungsplakette von einem anderen Fahrzeug abgelöst und auf das Kennzeichen des LKW geklebt wurde.

Das Fahrzeug selbst fiel zuletzt Ende 2020 mit diversen Durchrostungen und dem Hinweis “gefährlichen Mängel” durch die Hauptuntersuchung.

Die Polizei ermittelt nun gegen den 20- jährigen Halter und den 52- jährige Fahrer aus Hamburg wegen des Verdachts der Urkundenfälschung in zwei Fällen. Die Weiterfahrt mit dem Fahrzeug wurde untersagt.

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Bad Oldesloe

Nach CDU-Pannen-Wahlkampf: Junge Union greift Laschet an

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Zahnloses Programm, Beschimpfungen im Wahlkampf, zahlreiche Patzer des CDU-Kandidaten: Die Junge Union Herzogtum Lauenburg übt nach der Bundestagswahl heftige Kritik an Armin Laschet und fordert “personelle Konsequenzen”.

Foto: JU

„Lange Monate haben wir nichts gesagt und an einem Strang gezogen“, sagt Florian Slopianka, Kreisvorsitzender der Jungen Union Herzogtum Lauenburg und Mitglied im Landesvorstand der Jungen Union Schleswig-Holstein.

Mit dem Rückhalt ist es jetzt, einen Tag nach dem CDU-Wahldesaster, offenbar vorbei:

„Wir haben an tausenden Haustüren geklingelt, uns an Wahlständen für Lacher und Ideenlosigkeit beschimpfen lassen und rechtfertigen müssen. Geholfen hat dies offensichtlich nichts.“

In einer Pressemitteilung schreibt sich der Jungpolitiker den Frust der letzten Monate von der Seele. Armin Laschet und alle, die für seine Kanzlerkandidatur verantwortlich sind, kommen dabei alles andere als gut weg.

„Die Bundestagswahl ist eine Katastrophe für die CDU. Dieses Ergebnis haben diejenigen persönlich zu verantworten, die der Parteibasis und der Bevölkerung bei der Nominierung des Kanzlerkandidaten bewusst den Rücken zugekehrt haben. Hier müssen jetzt auch persönliche Konsequenzen folgen.“

Und für die JU ist an der Zeit für einen „radikalen Neuanfang“

„Zu sehr haben Proporz und Genügsamkeit die letzten Jahre geprägt. Zu wenig haben wir den Mut zu klaren Positionen gefunden. Das muss sich jetzt dringend ändern. Die alten Parteistrukturen der CDU haben ausgedient“, so Florian Slopianka. Er fordert eine stärkere Einbindung aller Parteimitglieder, „um den Neuanfang auf die Beine zu stellen.“

Neben dem Kanzlerkandidaten und „zahnlosen“ Programm kritisiert Florian Slopianka auch die Kampagne zur Bundestagswahl:

„Die SPD spielte in den Betrachtungen des Adenauerhauses offensichtlich keine Rolle. Eine fatale Fehleinschätzung. Konfrontationen wurden bei nahezu keinen Themen gesucht.“

Gleichzeitig bekennt er: „Es tut mir weh, diese Worte zu wählen. Jetzt werden sicherlich viele Kritik üben daran, dass ich meine Einschätzung der Dinge öffentlich mache. Doch das, was wir mit dieser Bundestagswahl erlebt haben, verlangt nach einem lauten Aufschrei.“

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Mann verletzt sich während der Fahrt mit Schusswaffe

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Bad Oldesloe – Während der Fahrt hat sich ein Mann auf der Autobahn 1 bei Bad Oldesloe mit einer Schusswaffe lebensgefährlich verletzt. Der Hamburger verstarb Stunden später im Krankenhaus.

Rettungsdienst im Einsatz Symbolfoto: SL

Zu dem tragischen Vorfall kam es am 25. September zwischen den Anschlussstellen Bad Oldesloe und Bargteheide.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist ein 68- jähriger Fahrer aus Hamburg in Fahrtrichtung Fehmarn unterwegs gewesen. Im Verlauf der Fahrt habe er vermutlich in suizidaler Absicht eine Schusswaffe gegen sich selbst gerichtet. Das Fahrzeug fuhr danach gegen die Mittelschutzplanke und kam im Anschluss nach rechts von der Fahrbahn ab. Ungefähr 100 Meter neben der Fahrbahn kam das Fahrzeug auf einem Feld zum Stehen.

Der Fahrzeugführer wurde lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenige Stunden später verstarb.

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