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Politik und Gesellschaft

Langfristige Pläne: SPD Bargteheide traf sich zur Klausurtagung

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Foto: SPD Bargteheide/hfr

Bargteheide –Auch nach der Kommunalwahl im Mai ist natürlich die inhaltliche und themenbezogene Arbeit der SPD Bargteheide nicht vorbei“, erklärt Bargteheides SPD-Ortsvereinsvorsitzender Mehmet Dalklinc.

Aktuell traf sich die SPD-Fraktion Bargteheide zu einer zweitägigen Klausurtagung in Bad Malente, um unter anderem den Grundstein für die programmatische Arbeit bis zur nächsten Kommunalwahl und darüber hinaus zu legen.

Wir werden weiterhin an unseren Wahlversprechen festhalten: dazu gehören die Senkung der Kita-Gebühren, die Sicherheit in Bargteheide verbessern und den Schülerinnen und Schülern eine tolle Schulbildung ermöglichen. In der normalen Fraktionsarbeit bleibt oft wenig Zeit für lange strategische Planungen“, so Dalkilinc weiter.

Die erarbeiteten Themen und Ideen werden in unserer programmatischen Arbeit in den Gremien der Stadt der Leitfaden für die kommenden Jahre sein.“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Weingärtner. Die SPD Bargteheide wolle sich nach eigener Ausgabe so noch stärker mit Initiativen und Anträgen in der Stadt einbringen.

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Schleswig-Holstein

Bundestagsabgeodneter Beutin: “Sayn-Wittgenstein ist mitverantwortlich, dass Menschen mit dem Tod bedroht werden”

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Lorenz Gösta Beutin
Foto: Alexander Klebe/hfr

Bad Schwartau – Nachdem gegen eine Schule in Timmendorfer Strand und ein Kino in Bad Schwartau schlimme Drohungen durch eine Gruppe, die sich selbst den platten Nazi-Namen “Enkel Adolf Hitlers” gegeben hat, ausgesprochen wurden, sehen viele Mitbürger die Schuld für die geistige Brandstiftung für diesen und ähnliche Vorfälle auch bei der AfD. Genauer gesagt in diesem Fall bei der Landtagsabgeordneten Doris von Sayn-Wittgenstein. Denn diese hatte auf ihrem Facebook-Kanal vor der Drohung die Schule und das Kino explizit erwähnt und an den Pranger in den sozialen Medien gestellt. ”

„Die Vorführung eines Films, der eine linksradikale Band, die zu Gewalt gegen Polizisten aufruft, von der Mitglieder im Fokus des Verfassungsschutzes standen, positiv darstellt, ist ein Unding. Ebenso erdreistet sich der Ankündigungsbrief der Schule, ‚rechtes Gedankengut‘ und den Aufstieg der AfD in Zusammenhang mit ‚Rassismus und Rechtsextremismus‘ zu setzen. Politische Neutralität? Fehlanzeige! Ein gravierender Eingriff zudem in elterliche Rechte und ein massiver Verstoß gegen die Verfassung”, hatte die rechtspopulistische Landtagsabgeordnete kommentiert und dazu den Brief der Schule veröffentlicht. Anschließend kam es zu den Drohungen. Aufällig ist, dass es keine Drohungen gegen anderen Kinos oder Schulen gab, die diesen Film zeigen.

Dass ein Film im Sinne der Kunst- und Meinungsfreiheit durchaus nicht nur positiv gesehen werden muss, sondern als Diskussionsgrundlage dienen kann und es nicht darum geht, die Band nur positiv darzustellen, sondern eben durchaus in die Diskussion zu kommen, wie es in einer Demokratie üblich ist, scheint Sayn-Wittgenstein nicht als Teil  einer schulischen Bildung bekannt zu sein.

Das Posting von Sayn-Wittgenstein.
Screenshot: Facebook

Die AfD zündelt, gewaltbereite Rechtsextreme drohen mit Mord! Sayn-Wittgenstein muss Landtagsmandat niederlegen”, heißt es jetzt aus dem Büro des linken Stormarner Bundestagsabgeordneten Lorenz Gösta Beutin.

“Die Drohung einer Nazi-Gruppe war brutal und offen: Wenn im Rahmen der Schulkinowoche in Bad Schwartau für eine Klasse aus Timmendorfer Strand der Film „Wildes Herz“ über die Band „Feine Sahne Fischfilet“ gezeigt würde, würden sie die “Volksverräter” erschießen und das Kino in Bad Schwartau in die Luft sprengen”.

“Zuvor hatte Doris von Sayn-Wittgenstein, Rechtsaußen-Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein, die Filmvorführung öffentlich angeprangert und den Namen der Schule und des Kinos und den Treffpunkt für die Filmvorführung veröffentlicht”, stellt Beutin klar den Zusammenhang her.

„Sayn-Wittgenstein hat damit eindeutig den Startschuss gegeben für rechtsextreme Gewalt gegen Menschen. Sie ist mitverantwortlich, dass in unserem Land Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und ein Kinobetreiber sowie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Tod bedroht wurden. Hier geht die Saat des Hasses auf. Wer Nazis gegen Kinder aufhetzt, hat jegliche Menschlichkeit und Politikfähigkeit verloren. Ich fordere Frau Sayn-Wittgenstein auf, Verantwortung für ihr geistiges Zündeln zu übernehmen und ihr Landtagsmandat niederzulegen. Die Ermittlungsbehörden fordere ich auf, wegen des Verdachts auf Anstiftung zu Straftaten gegen Frau Sayn-Wittgenstein zu ermitteln”, so Lorenz Gösta Beutin.

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Kultur

Leserbrief zum Bargteheider Kino: “Letzter Kreativer muss gerettet werden”

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Schreiben analog und virtuell
Symbolfoto: Mrmohock/shutterstock

Bargtheide – Der Bargteheider Bürger Shai Sinai ist sauer über die Vorgänge im “Kleinen Theater”. Zu seinen Gedanken hat er einen Leserbrief verfasst. Verantwortlích für den Leserbrief ist Shai Sinai. Der Text ist redaktionell nicht bearbeitet, nicht gekürzt und in keiner Weise verändert worden. Der Leserbrief spiegelt keine Redaktionsmeinung, sondern die Meinung von Herrn Sinai zu diesem Thema wider:

“Es war einmal ein Kleines Theater in einer kleinen Stadt namens Bargteheide. Im Gebäude waren zwei Parteien. Kulturring mit Herrn Manfred Kutsche, der mit zwölf hochkarätigen Vorstellungen im Jahr den Saal besetzte und Kirsten Martensen, die für die restlichen Theater- und Kinotage sorgte. Sogar für Gastronomie sorgte Frau Martensen. Sie hatten oft Auseinandersetzungen, mit sich selbst und miteinander, aber sie haben sich immer irgendwie geeinigt. Später kamen zwei weitere Parteien dazu, Hans-Peter Jansen und Baki Abazi. Der eine hat für ein noch besseres Kinoprogramm und der andere für noch viel bessere Gastronomie gesorgt. Sie hatten oft Auseinandersetzungen, aber sich immer irgendwie geeinigt. Einmal hat es sogar richtig gekracht im Hause der Kultur, aber: Ende gut – alles gut. Man (und frau) hat sich hingesetzt und miteinander gesprochen. Die Bürger der Stadt konnten sich auf hohe Qualität verlassen.

Kirsten Martensen starb, aber Ihre künstlerische Arbeit wurde von Caroline Dibbern und Angela Kroß übernommen. Für die hohe Qualität war weiterhin gesorgt, weil jeder von Ihnen ein Profi auf seinem Gebiet und mit Leidenschaft dabei war. Nur die Verwaltung des Gebäudes war noch zu vergeben. Herr Jansen hat sich angeboten, aber aus irgendeinem mir unbekannten Grund entschied sich das damalige Stadtoberhaupt, Dr. Henning Görtz (CDU), gegen Herrn Jansen. Stattdessen hat er lieber pensionierte Freunde aus seinem Bekanntenkreis um Hilfe gebeten. Sie waren stets zu Diensten und so übernahm der neu gegründete Trägerverein ehrenamtlich und kommissarisch für die Stadt Bargteheide die Verwaltung des Kleinen Theaters.

Die Herren Rainer Wiegard, Joachim Krämer und Olaf Nehls, die nun das Kleine Theater verwalten, sind wohlhabend und mächtig. Sie können sich auch auf Rückenwind aus der CDU und/oder den Rotarier-Club verlassen. Die Stelle des Verwalters war anscheinend nicht genug für Sie. Sehr bald haben Sie Hunger bekommen und es auf Herrn Kutsche, Frau Dibbern und Frau Kroß abgesehen. Wie man schwächere Menschen, womöglich empfindliche Künstler, zum Wahnsinn treibt, das scheinen die Herren vom Trägerverein sehr wohl zu beherrschen. Es hat nicht lange gedauert und weg waren sie, die „schwierigen“ Kreativen.

Mist, einer ist immer noch da und er ist auch noch so hartnäckig. Macht nix, den werden sie auch noch raus jagen, den Herrn Jansen. Am besten mit Hilfe ihrer Parteifreunde. Das klappt bestimmt. Manch einer spricht die gleiche Sprache und weist ähnliche Qualitäten auf. Das durfte ich selbst erleben, als ich am 24.10.18 exakt drei Minuten bekommen habe, vor dem Hauptausschuss zu sprechen. Dann haben Sie, Herr Steinbuck, während ich gesprochen habe, sich sehr intensiv mit ihrem Smartphone beschäftigt. Genau diese Art überheblicher Missachtung hat Herr Jansen dem Vereinsvorstand vorgeworfen. Einfach unverschämt!

Jetzt sieht es so aus: der Trägerverein, der rechtlich keinerlei Entscheidungen über das Kino treffen darf, hat angeblich schon einen Nachfolger für Herrn Jansen. In zwei Jahren, wenn der Vertrag von Herrn Baki ausläuft, will der Trägerverein auch über die Gastronomie bestimmen. Herrscher über alles! Wie gierig kann man sein? Und warum diese Allmacht? Haben sie nicht schon genug erreicht?

Mit Herrn Jansen verlieren zwei nicht wohlhabende, langjährige Mitarbeiter ihren Job. Der letzte kreative Fachmann, der die Stadt nichts kostet, soll nun für wohlhabende Herren, die auf Kosten der Stadt dort ihren “Palast” errichten wollen, die Bühne frei machen. Die Stadt trägt dabei alle Risiken und wir, die Bürger, die Nebenwirkungen. Also wir verlieren an Qualität, wir verlieren die Vielfalt und geben dafür viel mehr Geld aus. Herr Wiegard, ich bin kein Finanzgenie, aber wie wollen Sie mir das erklären?

All das konnte nur passieren weil die Stadtverwaltung versagt hat und nicht rechtzeitig angegriefen. Jetzt, Frau Bürgermeisterin, sind Sie gefragt. Jetzt können Sie, wenn Sie den Mut haben, gegen alle Mächte, noch den letzten Kreativen im Kleinen Theater retten und somit uns Bürger. Wenn Sie jetzt versagen, bleiben uns in Bargteheide nur noch schwarze Nullen.”

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Politik und Gesellschaft

Eskalierter Streit: Wie geht es weiter mit dem Bargteheider Kino?

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Kinoerlebnis
Symbolfoto: Stocklite/shutterstock.com

Bargteheide – Der Streit zwischen dem treuhänderisch für die Stadt tätigen Trägerverein “Kleines Theater” und dem mehrfach preisgekrönten “Cinema Paradiso” Betreiber Hans-Peter Jansen ist eskaliert, das Tischtuch ist zerstritten. Kann es noch eine gemeinsame Zukunft in dem Haus geben?

Wir wollen an dieser Stellte einigen Fragen nachgehen. Wichtig ist dabei eingangs nochmal zu erklären, dass es aktuell nur um den Kinobetrieb geht. Der laufende Theater- oder Restaurantbetrieb sind von den Diskussionen nicht betroffen.

Warum wollte Hans-Peter Jansen seinen Vertrag nicht mehr verlängern?

Jansen wirft dem Trägerverein vor, dass dieser vertragsbrüchig geworden sei und deutlich mehr als seine ihm zustehende 65 Tage im Saal genutzt habe. Tatsächlich hat der Trägerverein das für einen Teil der Tage auch zugegeben. Die angebotenen Ausgleichszahlungen waren Jansen viel zu niedrig. Der Trägerverein betonte, dass er als gemeinnütziger Verein aber keine Verdienstausfälle mit ein berechnen dürfe. Jansen betont, dass er seine 300 Tage im Jahr brauche, um das Kino wirtschaftlich, aber auch vor allem verlässlich betreiben zu können. Der Trägerverein betont, dass sich durch veränderte Schulzeiten (Ganztagsschule etc.) die Probenzeiten für die Theaterschule halt nach hinten verschoben hätten.

 Der Streit zwischen Jansen und dem Trägerverein besteht schon länger. Jansen äußerte bereits 2017 den Eindruck, der Verein wolle nicht mit ihm kooperieren, sondern lieber alles selbst machen. Er stützt diese Behauptung darauf, dass auch andere Kulturschaffende wie Caro Dibbern, Jan Roßmanek, Angela Kroß oder der Ex-Kulturring-Vorsitzende Manfred Kutsche das Haus im Streit mit dem immer wieder als “technokratisch” und “emotionslos” mit “wenig Gefühl für Kreative und ihre Bedürfnisse”  beschriebenen Trägerverein verlassen hätten. Er sieht sich daher als “Letzten Kreativen im Haus”. “Mit Martensen, Kutsche und Jansen gab es ein Drei-Gänge-Spitzenmenü. In Zukunft dann nur noch Essen auf Rädern”, so Jansen.

Welche Vorwürfen werden gegen den Trägerverein erhoben ?

Tatsächlich sind die Muster der Streitereien und der mehrfach daraus resultierenden Abschiede von engagierten Kreativen aus dem “Kleinen Theater” in den letzten zwei Jahren immer sehr ähnlich: Ob Kutsche, Dibbern oder Roßmanek – alle beschrieben die Zusammenarbeit mit dem Trägerverein und vor allem die Atmosphäre seit dessen Tätigkeit im Haus als “unangenehm” bis “unmöglich”. Das liege vor allem an den unterschiedlichen Auffassungen.

Angeprangert wird dabei häufig, dass der Trägerverein eine große Nähe zu CDU und Rotary-Club in der Stadt haben soll und nicht überparteilich handle. SPD und Grüne hätten mit Jansen auch durchaus über eine Verlängerung seines Vertrags diskutiert, konnten sich aber politisch nicht gegen CDU und die liberal-konservativen Kräfte durchsetzen. Stützt das die Sorge ?  Mehrfach hatten die Kreativen gefordert, dass das Konstrukt mit dem Förderverein auch daher überdacht werden müsse. Personelle Konsequenzen hat es auf Seiten des Trägervereins bisher nicht gegeben. Der Trägerverein fühlt sich durch Aussagen von Kutsche und jetzt von Jansen in weiten Teilen ungerecht beurteilt und behandelt.

Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht steht der aktuellen Struktur allerdings mittlerweile auch eher kritisch gegenüber. Eigentlich sollte erst 2021 ein neues Konstrukt diskutiert, beziehungsweise diskutiert werden, wie es weitergehen könne. Der Trägerverein galt als Interimslösung bis zu dem Punkt. Ein Ziel war es eigentlich eher, Ruhe und Struktur in das Haus und die Kooperationen zu bekommen. Angesichts der Abschiede scheint das nicht gelungen zu sein.

Der Prozess der Evaluation und des Arbeitens an einem funktionierenden Folge-Konstrukt soll nun laut Kruse-Gobrecht möglichst beschleunigt werden. Dass die frühere Theaterschule in ihrer eigentlichen Form nicht mehr existiert und quasi neu gegründet wurde – nicht mehr unter dem überregional bekannten Titel “Blaue Wolke” und “Blaues Wölkchen” – und dass der Kulturring sich nach genau 50 Jahren sogar komplett zurückzog, alarmierte die Verwaltungschefin natürlich. Dass unter denselben Vorzeichen ein Abschied des bekannten Kinomachers droht, bestätigt sie in ihren Bedenken.

Fühlen sich zu Unrecht angegriffen: Der Trägervereinsvorsitzende Olaf Nehls (r.) mit seinem Finanzvorstand Rainer Wiegard. FOTO: SL Archiv

Wie sind die die aktuellen Pläne für das Kino ?

Jansen hat aktuell nach eigener Aussage rund 1000 Unterschriften gesammelt, die für seinen Verbleib in Bargteheide protestieren. Er will abwarten, wie die neuen Rahmenbedingungen aussehen und ob er sich dann an dem Interessensbekundungsverfahren beteiligt.

Eine Stärkung des Trägervereins würde er nicht akzeptieren. Ebenso wenig schlechtere Vertrags-Konditionen wie etwa eine Unterschreitung der aktuellen Saalnutzung durch sein Kino. Jansen gilt als ausgewiesener Kinoexperte und betreibt neben dem “Cinema Paradiso” noch sechs weitere Kinos. “Ich brauche Bargteheide nicht, aber diese Haus braucht mich”, betonte er. Unterstützung erhält er unter anderem von Profi-Regisseur Detlev Buck, der betont, dass die Bargteheider sich für Jansen einsetzen sollen, damit das anspruchsvolle, preisgekrönte Kino nicht verschwinde. “Was weg ist, ist dann sonst weg”, so Buck. Jansen halte in Bargteheide die kulturelle Fahne hoch, so der bekannte Filmemacher.

Wird für sein Kinio in Bargteheide mit Auszeichnungen überhäuft: Hans-Peter Jansen

Der Trägerverein hat als Option ins Spiel gebracht, die Kinoleitung zu übernehmen und selbst einen Dienstleister zu beauftragen, sich um das Kinogeschäft zu kümmern. Auch diese Option gilt als Interessensbekundung und wird diskutiert werden.  Jansen sieht diesen Vorschlag unter künstlerischen Aspekten nicht als reale Option: “Ein Dienstleister ist kein Kinobetreiber, sondern nur ein Dienstleister. Der kümmert sich nicht um ein attraktives Kinoprogramm, der liefert nur, womit man ihn beauftragt.” Eine große Zukunft hätte das kleine Kino aus seiner Sicht damit dann wohl nicht mehr. Ob es weitere Bewerber gibt, ist nicht bekannt. Die Rahmenbedingungen für die Ausschreibungen sollen laut dem Referent der Bürgermeisterin, Alexander Wagner, am 20.11 vom Hauptausschuss diskutiert und beschlossen werden.

Was ist dran an den Gerüchen eines Kino-Neubaus? 

Der ehemalige Bargteheider Bürgermeister Werner Mitsch hat Trägerverein und Kinobetreiber zur Vernunft aufgerufen. Im Zentrum solle die Zukunft des Kinos stehen und nicht ein Streit. Da es auch schon früher Konflikte gegeben habe, die aber zwischen den damals handelnden Personen immer beigelegt werden konnten, schlug er einen Kinoanbau vor. Allerdings wird dieser Vorschlag von Teilen der Lokalpolitik finanziell kritisch gesehen und auch die Verwaltung stufte einen Anbau als eher nicht finanzier- und planbar ein.

Wie soll es konkret weitergehen?

Die Verwaltung plant, dass das Kino am 1. Februar mit einem neuen (oder dem alten) Betreiber wieder öffnet. Anfang des Jahres müssen laut Verwaltung sowieso technische Sanierungen durchgeführt werden, so dass ein Neustart am 1. Januar vom Tisch sei. Damit bleibe auch ein wenig mehr Zeit und es bestehe etwas weniger Druck. Jansen plant seine letzte Vorführung mit dem Film “Cinema Paradiso” am 18.12. mit einer großen Abschiedsvorstellung. Plakate, die für diesen Tag in Form einer Traueranzeige warben, wurden laut Jansen vom Trägerverein entfernt, weil sie “irgendwelche Botschaften” verbreiteten. Außerdem betonte Jansen, dass er alles zurückbauen werde, was er in dem Haus selbst finanziert habe, sollte er sich Ende Dezember verabschieden – von Stühlen bis zur Wandbespannung. Hier laufen noch die Aufarbeitungen, wem wirklich was im Inventar gehört. 

Am 20.11 legt nach der nicht-öffentlichen Sitzung der Arbeitsgruppe “Kultur” jetzt der Hauptausschuss die Rahmenbedingungen für das Interessensbekundungsverfahren fest. “In diesem kann Herr Jansen – wie jeder andere auch – natürlich sein Interesser auch wieder bekunden”, so Wagner.

 

 

 

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