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Fußball

Überraschung in Hamburg: Zweitligist HSV entlässt Trainer Titz

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HSV. Quelle: Pixabay

 
Hamburg – Er stieg mit dem HSV in die zweite Liga ab, galt aber trotzdem als der richtige Mann zur richtigen Zeit, der an der Seitenlinie den Umbruch schaffen sollte: Coach Christian Titz. Der Aufstieg ist auch noch immer möglich, obwohl es nicht ganz so läuft, wie gedacht. Der HSV dominiert zwar nicht die zweite Liga, hat aber Anschluss zur Spitzengruppe. 
 
Die Hamburger sind Tabellenfünfter mit 18 Punkten, allerdings nur zwei Punkte entfernt von Aufstiegsfavorit 1. FC Köln, der die Liga anführt. Schmerzen dürte es viele Fans eher, dass aktuell der beliebte Kiez-Club FC St. Pauli vor dem ehemaligen Bundesliga-Dino auf Platz drei steht.
 
Eigentlich sollte Titz genug Zeit bekommen, um eine neue Mannschaft aufzubauen und sie in die erste Liga zurückzuführen. Der Glaube daran ist im Verein allerdings wohl nicht mehr vorhanden. Heute kam es zur durchaus überraschenden Entlassung beim HSV.
 
“Ralf Becker und Bernd Hoffmann teilten Christian Titz am heutigen Morgen in einem persönlichen Gespräch mit, dass der Trainer mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden sei. Der Vorstand zieht damit die Konsequenzen aus der sportlichen Entwicklung”, heißt es von Seiten des Vereins.
 
Ein Vorgang, der unter den Fans sicherlich für Diskussion sorgen wird. Denn eigentlich hatte man gehofft, dass Ruhe im Verein einkehren würde. Viele hielten Titz für den richtigen Mann, um die Mannschaft zu entwickeln. Doch dominieren – wie erhofft – konnte der HSV die zweite Liga bisher nicht.
 

EX-HSV Coach Christian Titz mit dem Vorsitzenden des Oldesloer HSV Fanclubs “Oldesloer Rauten”. , Ansgar Tasche. Foto: Oldesloer Rauten/hfr

„Es gehört zu unserer Verantwortung, die sportliche Situation sachlich zu analysieren. Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass wir leider nicht die angestrebte Entwicklung genommen haben und ein erhöhtes Risiko sehen, dass wir unser Saisonziel verfehlen werden“, sagt Ralf Becker.

Am heutigen Nachmittag wird ein neuer Cheftrainer seine Arbeit aufnehmen: Hannes Wolf. Der 37-jährige Fußball-Lehrer, der 2017 mit dem VfB Stuttgart die Zweitliga-Meisterschaft gewonnen hatte, wird die Mannschaft morgen zur ersten Trainingseinheit bitten. Nach dem VfB soll er nun also mit dem HSV einen weiteren Verein zurück in die erste Liga führen.

Wolf ist damit der 18. (!) Trainer des HSV in den letzten 10 Jahren.


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Bad Oldesloe

Liveticker Fußball: Verbandsligaderby VfL Oldesloe – SSV Pölitz

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Bad Oldesloe – Schafft der VfL Oldesloe die Kehrtwende im Abstiegskampf oder holt der SSV Pölitz drei Punkt im Derby ?

 

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Fußball

Fünferpack Rönnau: SV Preußen feiert Herbstmeisterschaft mit Torfestival

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“Da kommt der ja schon wieder”…. Kirstof Rönnau ist ein echter Torwartschreck. Gegen Wankendorf traf er gleich fünf Mal. Foto: SL

Reinfeld – Der SV Preußen Reinfeld hat die Hinrunde der Fußball-Landesliga Holstein als Tabellenführer abgeschlossen. Im 16. Spiel gab es einen ungefährdeten 7:0 (4:0) Sieg. Die Reinfelder Offensive überrollt den Tabellenletzten TSV Wankendorf dabei vor allem in der ersten Halbzeit. Die Gäste spielten zwar engagiert mit, hatten den Stormarnern aber nicht viel entgegenzusetzen. 

Fünf der sieben Reinfelder steuerte Torjäger Kristof Rönnau bei, der jetzt in 16 Landesligapartien bereits wieder 23 Mal getroffen hat. Der Torjäger sorgte für das 1:0, 2:0 und 3:0 zwischen der 18 und 25 Minute. Gemeinsam mit Paul Treichel – der vom Elfmeterpunkt zum 4:0 traf (28.) wirbelte Rönnau die Hintermannschaft der Wankendorfer immer wieder durcheinander, für die das alles viel zu schnell ging. Rönnau erhöhte durch zwei weitere Treffer. Auch der eingewechstele Simon Kunert traf für die Platzherren. 

Die Reinfelder drückten bis zum Ende der Partie immer wieder aufs Tempo und konterten so auch den Sieg des Tabellenzweiten Oldenburger SV, der Schackendorf bereits am Sonnabend mit 7:1 besiegt hatte. 

Die Reinfelder sind also aktuell auf einem guten Weg am Ende der Saison in die  Oberliga aufzusteigen, sollten sie sich in den verbleibenden 14 Spielen nicht mehr vom Oldenburger SV abfangen lassen. 

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Fußball

Reinfeld: Großer Einsatz für Erhalt und Sanierung des Sportplatzes

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Hunderte Demonstranten versammelten sich in Reinfeld
Foto: SL

Reinfeld – Selbst die Initiatoren waren erstaunt über die große Resonanz beim Fanprotestmarsch in Reinfeld. Über 400 Reinfelder waren dem Aufruf gefolgt vom Karpfenplatz zum Rathaus und von dort bis zum Stadion des SV Preußen Reinfeld zu ziehen. Der Grund für den Protest: Die seit Jahren angedachte Sanierung des Platzes des SVP wurdeerneut verschoben, Fördergelder nicht beantragt und jetzt wurden noch Pläne der CDU bekannt, den Platz komplett aus der Innenstadt zu verdrängen. Auf der grünen Wiese solle ein neues Stadion entstehen, visionierten die Christdemokraten ohne überhaupt mit den Sportlern darüber gesprochen zu haben. Doch dass das wirklich passiert, ist nach dem Protest am Mittwoch sowieso noch unwahrscheinlicher geworden. 

Dass die CDU bei der Kundgebung vor dem Rathaus sich dem Dialog durch Nicht-Anwesenheit entzog, erstaunte die Demonstrierenden nicht sonderlich. Laut SV Preußen Reinfeld plant die CDU nämlich als “angebliche Vision” den Umzug des Platzes auf ein Grundstück, dass einem CDU-Mitglied gehört. Der Christdemokrat würde natürlich dabei das eigene Konto durch den Verkauf füllen können und gleichzeitig entstünden im Stadtzentrum, dort wo jetzt noch der Sportplatz ist, attraktive Baugrundstücke. Das riecht nach Klientelpolitik und Vorteilsnahme – harter Tobak also, den der Verein gegen die lokale CDU vorbringt. Die die Gelegenheit aber auch nicht nutzte, darüber aufzuklären.  

Fußballabteilungsleiter Thorsten Rapp sah im Fernbleiben der CDU daher ein “deutliches Zeichen”.  Die “WIR” Fraktion und die SPD waren vor Ort und bekannten sich zum jetzigen Standort des Sportplatzes unter Applaus der Anwesenden. “Wir verstehen nicht, warum die Verwaltung und die Politik nicht handeln. Wir sind nicht gefragt worden, ob wir umziehen wollen. Die sogenannte Vision der CDU ist null mit uns abgestimmt. Dabei waren wir immer für den Dialog offen. Wir wollen in der Innenstadt bleiben. Wir wollen, dass unsere wichtige, ehrenamtliche Arbeit mal anerkannt wird. Wir sind ein Attraktivitätsfaktor für die Stadt Reinfeld”, so Rapp weiter. Der CDU empfahl er mal Politik im Sinne der Bürger und der Stadt und nicht im eigenen Sinne zu machen. 

Bürgermeister Heiko Gerstmann, der ebenfalls in der Kritik der Sportler und ihrer Fans steht, stellte sich im Gegensatz zu den Christdemokraten den Vorwürfen. Ihm wird angekreidet, dass er trotz Zusage einen Antrag auf Sportstättenbauförderung beim Land nicht fristgerecht gestellt hatte. Dazu steht Gerstmann auch. “Das Problem ist, dass wir wegen der Haushaltslage keinen Kredit aufnehmen dürfen. Daher konnte ich nicht mit meiner Unterschrift garantieren, dass eine Finanzierung gesichert sei. 2019 wollen wir das aber wieder angehen”, so Gerstmann unter Buhrufen. 

Demo durch die Stadt
Foto: SL

Der Verwaltungschef beklagte sich auch, dass er zu wenig Personal in der Verwaltung habe, um solche Projekte seriös anzugehen. Weshalb die CDU eine Verlegung des Platzes ins Gespräch brachte, sei ihm allerdings auch schleierhaft. Er selbst stehe zu dem aktuellen Standort. “Es gibt doch  einen politischen Grundsatzbeschluss, dass der Platz bleibt, wo er jetzt ist. Die CDU kann das gerne diskutieren, aber der politische Entschluss besteht. Der müsste dann erst gekippt werden. Stand jetzt ist aus meiner Sicht ganz klar, dass der Platz bleiben wird, wo er ist”, so Gerstmann. Dafür gab es natürlich Applaus. “Wir werden diese Worte behalten und Sie daran messen”, sagte Rapp. “Es ist schön zu sehen, dass wir einen Bürgermeister haben, der unsere Sorgen und Wünsche ernst nimmt, wenn es denn auch wirklich so ist”, blieb er etwas skeptisch. 

Nicht verstehen kann der SVP außerdem, dass einzelne Anwohner sich plötzlich vom Sportplatzlärm gestört fühlen. Wer an einen Sportplatz ziehe, wisse worauf er oder sie sich einlasse.  Man sei in all den vergangenen Jahrzehnten immer im Dialog gewesen oder zu einem bereit. Dass einzelne Anwohner nun den Weg über die Medien gesucht haben, stößt dem Verein sauer auf. “Das sind  Einzelmeinungen. Es gibt zahlreiche Anwohner, die voll hinter uns stehen. Auch heute werden wir von Anwohnern direkt unterstüzt. Am Zaun unseres Sportplatzes wurde von ihnen sogar ein Transparent befestigt, dass uns viel Glück wünscht”, so Rapp. Auch weiterhin sei man aber  gegenüber Kritikern bereit in den Dialog zu treten. Die generelle Haltung bleibe aber ganz klar: der Sportplatz wird in der Innenstadt bleiben.

Einige Anwesende der Demonstration unkten auch, dass es ja schon etwas seltsam sei, dass unter den Beschwerdeführern gegen den Platz eine Architektin sei, die zugleich laut Zeitungsberichten von Wohnungsbau auf dem Sportplatz spreche. Da müsste ebenso wie bei dem angedachten Grundstück für den Sportplatzneubau ganz genau hingeschaut werden, ob es nicht ganz andere Motive als den angeblich nicht mehr “sozialadäquaten” Lärm gibt. “Es ist doch kein Kunststück für den Bereich einen Investor zu finden. Natürlich wäre das attraktives Bauland mitten in der Stadt”, weiß Rapp. 

Der Verein werde nicht ruhen, bis der Platz am jetzigen Standort saniert sei. Wenn sich nichts tue, würde man eben erneut auf die Straße gehen. 

 

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