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Bad Oldesloe

Oldesloer Todesschüsse: Staatsanwaltschaft sieht klare Hinweise für Notwehr

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Bad Oldesloe – Kaum ein Thema bewegte die Stormarner in den vergangenen Tagen so sehr, wie der tödlich verlaufenen Polizeieinsatz, als der obdachlose und als psychisch krank eingestufte Robin L. (21) und drei Streifewagenbesatzungen aus Stormarn am Sonntag in der Schützenstraße aufeinandertrafen. 

Viele Fragen tauchten auf. Auf einige gibt die Staatanwaltschaft nun erste Antworten aus den Ermittlungen.

1.Frage: Handelte der Beamte in Notwehr? 

Hier geht die Staatsanwaltschaft nach dem aktuellen Ermittlungsstand davon aus, dass der Umstand der Notwehr vorlag. Der später verstorbene Obdachlose habe so dicht vor den Beamten gestanden, dass von einer Notwehrsituation gesprochen werden könne, erklärte die Staatsanwaltschaft gegenüber der dpa. 

2. Frage. Hätte der Beamte nicht in die Beine schießen können, um einen offenbar aggressiv auftretenden Robin L. mit möglichst nicht-tödlichen Schüssen zu stoppen?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Robin L. so nah an der Polizei stand, dass ein gezielter Schuss in die Beine nicht möglich gewesen sei. Aufforderungen das Messer fallen zu lassen seien ignoriert worden. Ebenso habe laut Polizei Pfefferspray keine Wirkung gezeigt, so dass am Ende nur der Einsatz der Schusswaffe blieb. Über potenziell nicht tödliche Waffen wie Taser verfügen die Streifenwagen in Schleswig-Holstein nicht. 

3. Frage: Anwohner äußerten den Verdacht, dass die Beamten sich nicht ausreichend um den angeschossenen Robin L. kümmerten. Ein Video eines Anwohners, das nach den Schüssen entstand und am Ereignisort kursierte, kann durchaus den Eindruck erwecken, als hätten sich die Polizisten nicht ausreichend um den auf dem Gehweg liegenden Robin L. gekümmert. Auch das Eintreffen des Rettungsdienstes soll laut Anwohnern “ungewöhnlich lange gedauert haben”. Haben sich die Beamten also der “unterlassenen Hilfeleistung” schuldig gemacht? 

Hier geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass man gegenwärtig nach den vorliegenden Hinweisen nicht davon sprechen könne, dass eine unterlassene Hilfeleistung vorliege. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft äußerte sich gegenüber der dpa dahingehend, dass es eher danach aussehe, dass Robin L. einen so erheblichen Blutverlust durch die Schusswunden erlitten habe, dass er sehr schnell verblutet sei. Schon Montag hieß es, die Polizisten vor Ort haben die Lage daher als “hoffnungslos” eingeschätzt und nicht gewusst, welche Erste Hilfe Maßnahme bei den erlittenen Wunden und dem starken Blutverlust angemessen sein könnten. Darauf deuten laut Staatsanwaltschaft auch Spuren am Ereignisort hin. 

Die Frage die weiterhin im Raum bleibt, ist, wie die Situation überhaupt so eskalieren konnte und weshalb Robin L. nicht schon lange vor dem tragischen Sonntag hätte ganz andere Hilfe erhalten konnte.  

( Ergänzung: Wir möchten an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass im Rahmen der Diskussion bitte der gegenseitige Respekt gewahrt bleibt. Kritisches Hinterfragen in alle Richtungen ist wichtig und erlaubt. Beleidigungen und Mutmaßungen bringen niemanden weiter. )

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Bundestagsabgeordneter diskutiert mit jungen Klimaschutzaktivisten

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Fridays for Future -Kundgebung auf dem Oldesloer Marktplatz

Bad Oldesloe – Lorenz Gösta Beutin, MdB, Klima- und Energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke und Landessprecher der Linke Schleswig-Holstein, diskutiert am 25. April um 19:00 im Alten Rathaussaal im KuB Bad Oldesloe mit Frederike Wrohn und Tom Petersen von “Fridays for Future Bad Oldesloe” und Nils Bollenbach von “Fridays for Future Bargteheide” über die Klimakrise, Klimagerechtigkeit und die stärker werdende Klimabewegung.

Seit Monaten streiken Schüler und Schülerinnen weltweit im Rahmen von “Fridays for Future” für eine konsequente Klimapolitik.

“Zuvor hat man schon bei den Auseinandersetzungen um den Hambacher Forst sehen können, dass sich eine wachsende Zahl an Menschen mit dem „Weiter so“ der Bundesregierung beim Klimaschutz und dem Zögern bei einem konsequenten Kohleausstieg nicht mehr abfinden wird. Die Klimabewegung wächst und der Druck vor allem auch der Jugendlichen auf die Regierung nimmt merkbar zu”, heißt es in der Einladung der Linken.

Lorenz Gösta Beutin Foto: Klebe/hfr

„Das Engagement der Schülerinnen und Schüler ist großartig. Ich freue mich auf eine spannende Diskussion.“, sagt Lorenz Gösta Beutin.

„Fridays for Future hat der Forderung nach einer radikalen Wende beim Klimaschutz den Nachdruck verliehen, der nötig ist. Denn die Zeit ist knapp. Der Klimaschutzbericht 2018 zeigt klar, dass Deutschland seine 2030-Ziele nicht erreichen wird, wenn nicht schnell gehandelt wird. Deutschland hat ein starkes Klimaschutzgesetz so dringend nötig wie nie. Ein Gesetz, das alle Wirtschaftsbereiche auf Klimaschutz verpflichtet.“, so Beutin weiter.

„Der Ausstieg aus der Kohle darf nicht immer weiter hinausgezögert werden. Statt zu handeln wird aber ausgesessen und Placebos wie das „Klimakabinett“ eingerichtet.“

„Für Die Linke ist Klimaschutz auch eine soziale Frage, denn arme Menschen sind weltweit am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, sei es direkt, oder weil die gesellschaftlichen Kosten des Klimawandels auf die abgewälzt werden”, so Beutin.

Die Veranstaltung findet statt am 25. April, um 19 Uhr im Alten Rathaussaal im KuB, Beer-Yaakov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe.

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Bad Oldesloe

BiZ: Infos rund um den Fluglotsenberuf

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Fluglotse bei der Arbeit Foto: Agentur für Arbeit/Hfr

Bad Oldesloe – Fluglotsen : ohne sie könnte kein Flugzeug sicher starten, landen oder fliegen. Sie koordinieren vom Tower oder einem Kontrollzentrum aus alle Flugbewegungen. In diesem Beruf benötigt man höchste Konzentration und schnelles Handeln, genießt als Partner der Piloten aber auch hohes Vertrauen.

Wer sich über den Beruf und die Ausbildung zum Fluglotsen informieren möchte, kann dies am 16. Mai um 16 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe (Berliner Ring 8 – 10 in Bad Oldesloe).

Jonas Gittermann von der Deutschen Flugsicherung GmbH stellt das Auswahlverfahren und die dreijährige zweistufige Ausbildung vor und berichtet aus dem Arbeitsalltag eines Fluglotsen.

Wer dabei sein möchte, kann sich im BiZ unter der Telefon 0 45 31 / 167- 214 oder per E-Mail an badoldesloe.biz@arbeitsagentur.de anmelden.

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Bad Oldesloe

Sperrbezirk eingerichtet: Erneut “Bienen-Pest” in Bad Oldesloe ausgebrochen

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Eine Biene (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Nachdem in einem Bienenstand in der Stadt Bad Oldesloe im Kreis Stormarn am 17.04.2019 der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt worden ist, wird das Gebiet in einem Umkreis von drei Kilometern um den befallenen Bienenstand gemäß 10 Abs. 1 Bienenseuchen-Verordnung zum Sperrbezirk erklärt.

Die tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung wurde auf der Internetseite des Kreises Stormarn bekanntgemacht und kann dort nachgelesen werden. Eine kartografische Darstellung kann der Allgemeinverfügung ebenfalls entnommen werden.

Für Rückfragen steht der Fachdienst Veterinärwesen des Kreises Stormarn unter der Tel.: 04531/160-1425 gerne zur Verfügung.

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