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Bad Oldesloe

Polizei: Tödliche Schüsse auf Obdachlosen (†21) nach Warnschuss und Pfefferspray

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Der Ereignisort wurde bis in den Abend hinein weiträumig abgesperrt. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Nach den tödlichen Schüssen auf einen Obdachlosen (21) in Bad Oldesloe werden weitere Details bekannt. Laut Polizei soll der Mann psychisch krank gewesen sein und die Beamten angegriffen haben. 

Psychische Erkrankung war der Polizei bekannt

Das ist am Sonntag geschehen: Gegen 11.30 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei, weil sie einen Mann mit einem Messer am Travebad beobachtet hatten. Um wen es sich dabei handelt, war der Polizei wohl schon vor dem Einsatz bekannt: 

“Aufgrund der Personenbeschreibung bestand bei den Polizeibeamten die Vermutung, dass es sich um einen amtsbekannten und psychisch kranken 21-jährigen Oldesloer handeln dürfte”, sagt Polizeisprecher Stephan Muhtz am Montag. 

Der 21-jährige und in der Stadt bekannte Obdachlose, der Robin L. heißen soll, wurde einige hundert Meter von der Schwimmhalle entfernt in der Schützenstraße gestellt. Zu diesem Zeitpunkt soll er ein Messer in der Hand gehabt haben. 

Polizei setzte Pfefferspray ein 

Das schreibt die Polizei in einem Polizeibericht: “Nach ersten Zeugenaussagen ist derzeit davon auszugehen, dass es nach der vorangegangenen Abgabe eines Warnschusses zu einer Konfrontation mit den Polizeibeamten kam, in welcher der 21-jährige Mann trotz mehrfacher Aufforderung das Messer wegzulegen und nach Einsatz eines Pfeffersprays bedrohlich und mit gegen den Oberkörper gerichteten Stichbewegungen auf die Beamten zuging.”

Ein Beamter des Polizeireviers Bad Oldesloe gab dann zwei Schüsse ab. Er konnte am Sonntag nicht vernommen werden, weil er unter Schock stand.

Die Schüsse trafen den 21-jährigen im Oberkörperbereich. Der junge Mann ist noch am Einsatzort an den Folgen der Schussverletzung gestorben.

Der Leichnam wurde in die Lübecker Rechtsmedizin gebracht. Eine Obduktion ist durch die Staatsanwaltschaft Lübeck angeordnet. Die Ermittlungen dauern an.

Hinweis: Am gestrigen Sonntag wurde in der Folgemeldung der Polizei das Alter der verstorbenen Person falsch angegeben. Der Mann war nicht 22 sondern 21 Jahre alt.

Gewerkschaft der Polizei: “Gefahr ist Wegbegleiter”

Mittlerweile hat sich auch die Gewerkschaft der Polizei “mit Entsetzen” zu dem Schusswaffeneinsatz in Bad Oldesloe. geäußert.

“Es ist sehr tragisch, dass ein Mensch bei dem Einsatz ums Leben gekommen ist. Der Einsatz zeigt aber auch, mit welchen unberechenbaren Gefahren und Gewalt der Polizeiberuf verbunden ist”, sagt Marco Hecht-Hinz, Vorsitzender der GdP-Regionalgruppe Lauenburg-Stormarn.

Die Streifen- und Einsatzpolizisten müssten tagtäglich damit rechnen, mit derartigen heiklen Situationen und Entscheidungen rund um die Uhr und unter anderen vielfältigen Stressfaktoren konfrontiert zu werden.

Nach Schüssen: “Viele betroffene Kollegen leiden erheblich”

“Das ist oft ein Ritt auf der Rasierklinge, denn anschließend müssen diese unter Entscheidungsdruck getroffenen polizeilichen Maßnahmen einer juristischen Überprüfung stand halten”, erklärt der GdP-Vertreter. Hecht-Hinz macht aber auch noch auf eine weitere Facette aufmerksam. Die psychischen Folgewirkungen und -Belastungen für einen Polizisten nach einem Schusswaffengebrauch gegen Menschen würden allgemein unterschätzt: “Viele betroffene Kollegen leiden erheblich darunter, auf einen Menschen geschossen zu haben.”

Große Anteilnahme in Bad Oldesloe

Oldesloer haben Kerzen und Blumen für den getöteten Obdachlosen aufgestellt. Foto: Fischer

Dort wo am Sonntag der 22-jährige Obdachlose starb, haben Oldesloer Blumen und Kerzen aufgestellt, um ein Zeichen zu setzen. Vor Ort und im Verlaufe des Tages war von vielen Menschen zu hören, dass sie den jungen Mann kannten.

Manche erzählten, dass sie ihm manchmal halfen, Kleidung spendeten, Zigaretten schenkten, andere hatten darüber nachgedacht, was man für den offensichtlich psychisch Kranken tun könnte. Doch diese Hilfe hat er abgelehnt.

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Bad Oldesloe

Tank leer: Unbekannte klauen Diesel aus Stormarn Magics-Truck

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Bad Oldesloe – Gerade erst haben wir über den Elternverein des Waldkindergartens berichtet, der vor einer Woche bestohlen wurde. Jetzt hat es die Stormarn Magics getroffen.

“Da will man los fahren und dann bleibt der LKW liegen. Tank aufgebohrt und gesamter Treibstoff gestohlen”, schreibt die Marching Band auf ihrer Facebook-Seite. Unbekannte haben Diesel aus dem Band-Truck abgezapft!

Damit das nicht noch einmal passiert, suchen die Stormarn Magics nach einem sicheren Stellplatz für den Lastwagen. “Möglichst im Raum Bad Oldesloe.” Kontakt über Facebook oder stormarn-magic.de.

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Bad Oldesloe

Erfolgsprojekt endet: Ein letztes Mal Lindy-Hop im KuB

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Dorreen Fiedler unterrichtet Lindy-Hop
Foto: Fiedler/hfr

Bad Oldesloe – Am Sonntag, den 24. Februar verwandelt sich der KuB-Saal ab 14.45 Uhr zum vorerst letzten Mal in ein großes Tanzparkett.

Zunächst lädt Fräulein Doreen zum Lindy-Hop-Einsteigerkurs, ab 16 Uhr folgt der offene Tanz, den Christoph Wiatre (Gesang & Piano) live mit Klassikern der 1930er bis 1950er begleitet. Der Eintritt zum offenen Tanz ab 16 Uhr ist kostenfrei.

Und so sieht das erfolgreiche Konzept aus: Beim Tanztee im KuB  wird zu Livemusik getanzt. Los geht’s mit einem Lindy-Hop-Einsteigerkurs mit Fräulein Doreen alias Doreen Fiedler. Die Tanzlehrerin aus Lübeck, die sehr aktiv in der dortigen Swing-Community ist, führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Grundwesen des Swingtanzes ein. Erste Grundschritte und kleine Variationen werden vermittelt, die die Teilnehmer beim anschließenden offenen Tanz ab 16 Uhr direkt ausprobieren können.

Wiatre bei einem Auftritt im KuB
Foto: SL Archiv

Dazu spielt und singt Christoph Wiatre am Klavier Swing-Klassiker der 1930er bis 1950er Jahre. Er ist nicht nur Sänger und Pianist, sondern selbst auch leidenschaftlicher Lindy-Hop- und Rock ‘n‘ Roll-Tänzer und weiß daher genau, was ins Ohr und ins Tanzbein geht. Abgerundet wird dieser Sonntagnachmittag stilecht durch Kuchen, Kaffee und Tee.

Lindy-Hop gilt als Ursprungsform des Swing-Tanzes und entwickelte sich in den 1930er Jahren vor allem in den legendären New Yorker Ballrooms wie dem Savoy, in denen auch die Big Bands von Benny Goodman und Count Basie die Massen zum Toben brachten. Später gingen aus dem Lindy-Hop Tänze wie Jive, Boogie-Woogie und der akrobatische Rock ’n’ Roll hervor. Seit einigen Jahren gewinnt der Swing-Tanz und speziell auch der Lindy Hop immer mehr Freunde, in vielen Städten finden regelmäßige Tanztreffen statt.

Tickets sind online und in der Stadtinfo im KuB erhältlich.

Ticketbestellung telefonisch: 04531/504-199

Preis: 7,50 Euro / ab 16 Uhr freier Eintritt zum offenen Tanz

 

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Bad Oldesloe

Bauwagen durchwühlt: Einbrecher beklauen Oldesloer Waldkindergarten

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Hier gelangten die Einbrecher in den Bauwagen: Christina Tippel mit Sohn Gero vor der kaputten Terrassentür

Bad Oldesloe – Sie schlugen ein Fenster ein, durchwühlten die Sachen der Kinder und verursachten einen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro: Diebe sind am vergangenen Wochenende zwischen dem 8. und 10. Februar in den Bauwagen des Oldesloer Waldkindergarten Muckestutz eingebrochen.

„Kinder zu beklauen ist schon ziemlich asozial“, sagt Christina Tippel, Vorsitzende des Elternvereins. Der Bauwagen befindet sich im Kneeden, einem Waldstück im Nordosten von Bad Oldesloe an der Bundesstraße 75. „Es ist abgelegen, die Einbrecher hatten wohl viel Zeit“, sagt die Mutter. Alles sei verwüstet worden.

Unter den gestohlenen Sachen waren Dinge wie Regenjacken, eine Gitarre, Feuerlöscher und Aufladegeräte. „Sogar Rauchmelder wurden geklaut“, wundert sich Christina Tippel. Um das Diebesgut abzutransportieren, nutzten die Täter den Bollerwagen des Kindergartens, der seitdem ebenfalls verschwunden ist.

Die Einbrecher haben den Bauwagen durchwühlt

„Man rechnet einfach nicht damit, dass jemand bei einem Kindergarten einbricht“, sagt Tippel. Der Holz-Trailer, der gerade erst durch eine hübsche Veranda erweitert wurde, ist eigentlich verhältnismäßig gut gesichert. Doch wer Zeit hat, kann überall einbrechen. Jetzt will der Kindergarten die Scheiben in Fenstern und Türen gegen Sicherheitsglas austauschen, um Einbrechern die Arbeit so schwer wie möglich machen. Der Elternverein wurde durch den Einbruch schwer getroffen.

Waldkindergarten hofft auf Unterstützung

„Weil wir ein Verein sind und zum Jahreswechsel ein ausgeglichenes Konto haben müssen, haben wir gerade erst Anschaffungen gemacht“, sagt Christina Tippel. Jetzt ist das Geld knapp, um kurzfristig für Ersatz zu sorgen. Wer den Eltern helfen möchte, kann mit dem Muckestutz-Kindergarten (vorstand@muckestutz.de) Kontakt aufnehmen. Im Waldkindergarten werden 15 Kinder von zwei Betreuungskräften beaufsichtigt. Die Kinder verbringen die meiste Zeit im Wald. Der Bauwagen dienst als Schutzraum an Regentagen .

Jetzt hofft der Kindergarten auf Hinweise und Zeugen, die am vergangenen Wochenende im Kneeden verdächtige Beobachtungen gemacht haben und Hinweise auf die Täter liefern können. Der genaue Tatzeitpunkt ist unbekannt, die Täter könnten sich länger an dem Bauwagen aufgehalten haben.

Diese Nachricht stand neben der Tür, durch die die Einbrecher in den Bauwagen gelangten. Ob sie etwas mit dem Einbruch zu tun hat, ist unklar

Neben der Tür, durch die die Täter in den Bauwagen gelangten, hat jemand mit einem Edding eine Inschrift hinterlassen: „Egal wie traurig man ist, vergiss nicht zu lachen“ Dazu zwei markante Smileys. „Ich weiß nicht, ob das mit dem Einbruch zusammenhängt, aber von uns hat das niemand an den Bauwagen geschrieben“, sagt Christina Tippel. Hinweise an die Polizei in Bad Oldesloe unter 04531/5010.

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