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Fußball

Reinfeld: Großer Einsatz für Erhalt und Sanierung des Sportplatzes

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Hunderte Demonstranten versammelten sich in Reinfeld
Foto: SL

Reinfeld – Selbst die Initiatoren waren erstaunt über die große Resonanz beim Fanprotestmarsch in Reinfeld. Über 400 Reinfelder waren dem Aufruf gefolgt vom Karpfenplatz zum Rathaus und von dort bis zum Stadion des SV Preußen Reinfeld zu ziehen. Der Grund für den Protest: Die seit Jahren angedachte Sanierung des Platzes des SVP wurdeerneut verschoben, Fördergelder nicht beantragt und jetzt wurden noch Pläne der CDU bekannt, den Platz komplett aus der Innenstadt zu verdrängen. Auf der grünen Wiese solle ein neues Stadion entstehen, visionierten die Christdemokraten ohne überhaupt mit den Sportlern darüber gesprochen zu haben. Doch dass das wirklich passiert, ist nach dem Protest am Mittwoch sowieso noch unwahrscheinlicher geworden. 

Dass die CDU bei der Kundgebung vor dem Rathaus sich dem Dialog durch Nicht-Anwesenheit entzog, erstaunte die Demonstrierenden nicht sonderlich. Laut SV Preußen Reinfeld plant die CDU nämlich als “angebliche Vision” den Umzug des Platzes auf ein Grundstück, dass einem CDU-Mitglied gehört. Der Christdemokrat würde natürlich dabei das eigene Konto durch den Verkauf füllen können und gleichzeitig entstünden im Stadtzentrum, dort wo jetzt noch der Sportplatz ist, attraktive Baugrundstücke. Das riecht nach Klientelpolitik und Vorteilsnahme – harter Tobak also, den der Verein gegen die lokale CDU vorbringt. Die die Gelegenheit aber auch nicht nutzte, darüber aufzuklären.  

Fußballabteilungsleiter Thorsten Rapp sah im Fernbleiben der CDU daher ein “deutliches Zeichen”.  Die “WIR” Fraktion und die SPD waren vor Ort und bekannten sich zum jetzigen Standort des Sportplatzes unter Applaus der Anwesenden. “Wir verstehen nicht, warum die Verwaltung und die Politik nicht handeln. Wir sind nicht gefragt worden, ob wir umziehen wollen. Die sogenannte Vision der CDU ist null mit uns abgestimmt. Dabei waren wir immer für den Dialog offen. Wir wollen in der Innenstadt bleiben. Wir wollen, dass unsere wichtige, ehrenamtliche Arbeit mal anerkannt wird. Wir sind ein Attraktivitätsfaktor für die Stadt Reinfeld”, so Rapp weiter. Der CDU empfahl er mal Politik im Sinne der Bürger und der Stadt und nicht im eigenen Sinne zu machen. 

Bürgermeister Heiko Gerstmann, der ebenfalls in der Kritik der Sportler und ihrer Fans steht, stellte sich im Gegensatz zu den Christdemokraten den Vorwürfen. Ihm wird angekreidet, dass er trotz Zusage einen Antrag auf Sportstättenbauförderung beim Land nicht fristgerecht gestellt hatte. Dazu steht Gerstmann auch. “Das Problem ist, dass wir wegen der Haushaltslage keinen Kredit aufnehmen dürfen. Daher konnte ich nicht mit meiner Unterschrift garantieren, dass eine Finanzierung gesichert sei. 2019 wollen wir das aber wieder angehen”, so Gerstmann unter Buhrufen. 

Demo durch die Stadt
Foto: SL

Der Verwaltungschef beklagte sich auch, dass er zu wenig Personal in der Verwaltung habe, um solche Projekte seriös anzugehen. Weshalb die CDU eine Verlegung des Platzes ins Gespräch brachte, sei ihm allerdings auch schleierhaft. Er selbst stehe zu dem aktuellen Standort. “Es gibt doch  einen politischen Grundsatzbeschluss, dass der Platz bleibt, wo er jetzt ist. Die CDU kann das gerne diskutieren, aber der politische Entschluss besteht. Der müsste dann erst gekippt werden. Stand jetzt ist aus meiner Sicht ganz klar, dass der Platz bleiben wird, wo er ist”, so Gerstmann. Dafür gab es natürlich Applaus. “Wir werden diese Worte behalten und Sie daran messen”, sagte Rapp. “Es ist schön zu sehen, dass wir einen Bürgermeister haben, der unsere Sorgen und Wünsche ernst nimmt, wenn es denn auch wirklich so ist”, blieb er etwas skeptisch. 

Nicht verstehen kann der SVP außerdem, dass einzelne Anwohner sich plötzlich vom Sportplatzlärm gestört fühlen. Wer an einen Sportplatz ziehe, wisse worauf er oder sie sich einlasse.  Man sei in all den vergangenen Jahrzehnten immer im Dialog gewesen oder zu einem bereit. Dass einzelne Anwohner nun den Weg über die Medien gesucht haben, stößt dem Verein sauer auf. “Das sind  Einzelmeinungen. Es gibt zahlreiche Anwohner, die voll hinter uns stehen. Auch heute werden wir von Anwohnern direkt unterstüzt. Am Zaun unseres Sportplatzes wurde von ihnen sogar ein Transparent befestigt, dass uns viel Glück wünscht”, so Rapp. Auch weiterhin sei man aber  gegenüber Kritikern bereit in den Dialog zu treten. Die generelle Haltung bleibe aber ganz klar: der Sportplatz wird in der Innenstadt bleiben.

Einige Anwesende der Demonstration unkten auch, dass es ja schon etwas seltsam sei, dass unter den Beschwerdeführern gegen den Platz eine Architektin sei, die zugleich laut Zeitungsberichten von Wohnungsbau auf dem Sportplatz spreche. Da müsste ebenso wie bei dem angedachten Grundstück für den Sportplatzneubau ganz genau hingeschaut werden, ob es nicht ganz andere Motive als den angeblich nicht mehr “sozialadäquaten” Lärm gibt. “Es ist doch kein Kunststück für den Bereich einen Investor zu finden. Natürlich wäre das attraktives Bauland mitten in der Stadt”, weiß Rapp. 

Der Verein werde nicht ruhen, bis der Platz am jetzigen Standort saniert sei. Wenn sich nichts tue, würde man eben erneut auf die Straße gehen. 

 

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Fußball

Gewalttätige HSV-Ultras überfallen St. Pauli Fan

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Polizeieinsatz
Symbolfoto: SL

Hamburg – Durch umfangreiche Ermittlungen des Landeskriminalamts 124 in Zusammenarbeit mit den szenekundigen Beamten (SP 22) konnten vier Tatverdächtige identifiziert werden, die im Anschluss der Bundesliga-Begegnung HSV – St. Pauli einen 45-Jährigen ausgeraubt hatten.

Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich laut Polizei ein 45-jähriger St.-Pauli Anhänger im Anschluss der Bundesliga-Begegnung HSV – St. Pauli auf dem Heimweg. Auf dem S -Bahnhof Diebsteich befand sich eine ca. 15 köpfige Gruppe von HSV-Anhängern, die auf den 45-Jährigen aufmerksam wurde. Vier Personen aus der Gruppe folgten dem St.-Pauli Anhänger und versperrten ihm den weiteren Heimweg.

Die vier Tatverdächtigen forderten den 45-jährigen Geschädigten auf, sein weißes T-Shirt mit einem St.-Pauli Aufdruck auszuziehen. Als er sich weigerte, wurde er geschlagen und ihm wurde das T-Shirt gewaltsam vom Leib gerissen. Die Täter begaben sich anschließend wieder zum Bahnhof.

Der Geschädigte, der bei der Tat unverletzt blieb, hatte den Sachverhalt bei Einsatzkräften (LBP 42) am Bahnhof Holstenstraße angezeigt. Die anschließende Fahndung führte nicht mehr zum Ergreifen der Täter.

Die Ermittlungen führten jetzt zu vier deutschen Tatverdächtigen (18, 21, 21, 26), die alle Anhänger einer HSV-Ultra Gruppierung sind. Am 05.12.2018 wurden bei allen Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, die in drei Fällen zum Auffinden diverser Beweismittel führten.

Die vier HSV-Anhänger wurden nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

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Bad Oldesloe

VfL Oldesloe: Caroline Relling mit Frauenehrenamtspreis ausgezeichnet

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Hannelore Ratzeburg (DFB Vizepräsidentin Frauen- und Mädchenfußball), Nadine Rademann (Sparda-Bank), Carolin Relling und Sabine Mammitzsch (SHFV-Vizepräsidentin).
Foto: VfL Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Im Mittelpunkt steht Carolin Relling vom VfL Oldesloe eigentlich gar nich so gerne, doch im Sportpark Malente stand sie  zusammen mit den anderen Kreissiegern des Frauenehrenamtspreis des SHFV jetzt mal im Scheinwerferlicht.

Im Jahr 1990 trat die heute 50jährige in den VfL Oldesloe ein. Durch ihren Vater wurde ihr die Liebe zum Fußballsport quasi bereits in die Wiege gelegt. Als Libero hielt sie jahrelang die Abwehr der Fußballfrauen des VfL Oldesloe zusammen und mit der Zeit band sie ihr damaliger Trainer Rainer Fischer auch mehr und mehr in fußballerische Aufgaben außerhalb des Platz es ein.

2011 wurde sie in die Abteilungsleitung des VfL Oldesloe als Obfrau für den Frauen- und Mädchenfußball gewählt. Seit 2014 ist sie stellvertretene Abteilungsleiterin mit Schwerpunkt weiblicher Fußball.

“Ich kenne es aus eigener Erfahrung, das sman als Frau oft belächelt wird, wenn man gegen den Ball tritt. Doch warum sollen Frauen und Mädchen nicht auch Spaß mit dem runden Leder haben?” fragte sich Carolin Relling desöfteren und packt kräftig mit an.

Das Fördern und Zusammenhalten der Mannschaften und des Mädchen- und Frauenfußballs allgemein ist in ihren Augen wichtiger als jeder Punkt für den Ligabetrieb. Zusammen mit einigen Mitstreitern brachte sie auch die Fusion der Vereine VfL Oldesloe und FFC Oldesloe auf die Bahn.

Im Augenblick gibt es beim VfL im Mädchenbereich eine erfolgreiche Spielgemeinschaft mit Reinfeld. “Alle Jahrgänge konnten besetzt werden”, sagt Carolin Relling nicht ohne stolz.

Bei Hallenturnieren wie dem Timo Heller Cup, dem Rudi Herzog Pokal oder dem Hans-Hermann-Lienau-Cup liegt außerdem das komplette Catering in ihren bewährten Händen. “Wir sind da ein fester Stamm. Es macht trotz dieser anstregenden Tage sehr viel Spaß”, so Relling.

Der Ehrenamtsbeauftragte der Fußballabteilung des VfL Oldesloe, Horst Rohde, schlug sie nun für den Frauenehrenamtspreis vor und sie machte im Kreis Stormarn das Rennen. “Der Frauen- und Mädchenfußball braucht viele Räder und ich bin froh und glücklich eines davon zu sein. Die ehrenamtliche Arbeit gibt mehr viel zurück und ich blicke glücklich und auch ein bischen stolz auf die vergangenen Jahre und das erreichte zurück”, so Carolin Relling abschließend.

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Bad Oldesloe

Liveticker Fußball: Verbandsligaderby VfL Oldesloe – SSV Pölitz

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Bad Oldesloe – Schafft der VfL Oldesloe die Kehrtwende im Abstiegskampf oder holt der SSV Pölitz drei Punkt im Derby ?

 

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