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Bad Oldesloe

Bad Oldesloer Stipendiat möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben

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Der Stipendiat des Vorjahres und aktueller Pate Massih Ansari (li.) freut sich mit dem aktuellen Stipendiaten Rahmat Sharifi (re.)

Bad Oldesloe/Hamburg – In Hamburg fand die Aufnahmefeier der neuen Stipendiaten des START-Stipendienprogramms für talentierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte statt. Mit dabei war auch Rahmat Sharifi, Berufsfachschüler an der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe.

Das START-Stipendium unterstützt seit 2002 engagierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte über einen Zeitraum von drei Jahren auf ihrem persönlichen und schulischen Weg. So erhalten die Stipendiaten unter anderem Büchergeld, nehmen an Ferienakademien teil und besuchen Workshops. Unter dem Motto „Demokratie stärken“ setzen sie sich individuell und gemeinsam für die Gesellschaft ein.

Die Berufliche Schule in Bad Oldesloe ist stolz, dass Rahmat Sharifi als einer von nur insgesamt neun Stipendiaten in ganz Schleswig-Holstein in das Programm aufgenommen wurde. Rahmat flüchtete 2015 als 16-Jähriger unbegleitet aus Afghanistan nach Deutschland. Obwohl ihm seine Familie fehle, fühle er sich in Deutschland sehr wohl und gut aufgenommen.

„Deutschland ist ein gutes Land. Die Menschen an der Schule und in meinem Umfeld ermöglichen es mir, meine Ziele zu erreichen“, betont der 19-Jährige. Im nächsten Jahr möchte er eine Ausbildung im gesundheitlichen oder kaufmännischen Bereich beginnen.

Neben seinen schulischen Tätigkeiten geht er in seiner Freizeit gern zum Fitness-Training. Sowohl der Sport als auch das Stipendium helfen ihm, seine sozialen Kontakte weiter auszubauen und sich zu integrieren. „Für mich ist es toll, durch die Möglichkeiten, die START bietet, neue Menschen kennenzulernen, meine Deutschkenntnisse weiter zu verbessern und der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, sagt Rahmat.

Besonderen Dank empfindet er gegenüber seiner Klassenlehrerin Ragna Greve und Schulsozialarbeiterin Vanessa Faupel, die ihn während des anspruchsvollen Bewerbungsverfahrens unterstützten. Beide begleiteten ihn zur Aufnahmefeier in Hamburg, zu der neben Familienangehörigen auch Betreuer und Lehrer geladen waren.

„Die Feierlichkeit der Veranstaltung war für die Stipendiaten sehr wertschätzend. Da alles von etablierten Stipendiaten gestaltet wurde, war es zudem sehr jugendgerecht und abwechslungsreich“, bemerkt Vanessa Faupel. Im Rahmen der Veranstaltung berichteten beispielsweise Ehemalige über Ihren Einsatz für die Gesellschaft, wie zum Beispiel der Hilfeleistung für geflüchtete Menschen oder der Unterstützung gemeinnütziger Vereine.

„Vor dem Hintergrund der sich im Land scheinbar verhärtenden Einstellung zur Integration und Flüchtlingspolitik war es schön, bei einer von so positiver Aufbruchsstimmung und energiegeladenem Engagement geprägten Veranstaltung dabei gewesen zu sein“, so Ragna Greve. Zum Ende folgte durch die Stifter der Appell an die Stipendiaten, Demokratie und Rechtstaatlichkeit nicht als selbstverständlich anzusehen, mutig zu sein und sich einzusetzen.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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