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Bad Oldesloe

“Travebad”: Stadtwerke und Verwaltung wollen Preise erhöhen

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Das Travebad
Foto: SL

Bad Oldesloe – So ganz verstehen kann es Bürgermeister Jörg Lembke nicht, dass die Lokalpolitik mehrheitlich die Eintrittspreise in das “Travebad” nicht erhöhen möchte. “Seit 2006 hat sich da nichts getan. Nennen Sie mir doch eine Sache in Deutschland bei der seit 2006 der Preis nicht wenigstens ein wenig angestiegen ist”, sagte er in Richtung der Mitglieder des Hauptausschuss. Erneut sind Verwaltung und Stadtwerke zunächst mit einem neuen Entwurf für höhere Eintrissgelder abgeblitzt.

“Wir haben im Wahlkampf versprochen, dass die Preise stabil bleiben und da bleiben wir auch bei. Das ist für uns keine finanzielle sondern eine politische Frage. Die Schwimmhalle ist ein Teil der Daseinsfürsorge und sollte für jeden Bürger finanzierbar sein. Wir verstehen, dass freier Eintritt nicht möglich ist, aber eine Erhöhung – die nichtmal wirklich die Bilanz wesentlich verbessern würde – sehen wir nicht nur kritisch, sondern eher als nicht tragbar an”, so Torben Klöhn (SPD). 

“Wir haben einen Betrieb der Stadt, der nicht wirtschaftlich läuft. Das können wir nicht akzeptieren. Wir müssen schauen – egal wie viel oder wenig – dass wir das Defizit senken. Das ist unsere Aufgabe. Aus unserer Sicht müssen die Eintrittspreise angepasst werden”, sah es Andreas Lehmann (CDU) anders.

“Schon jetzt sind die Besucherzahlen nicht gut. Höhere Eintrittspreise wären da nur kontraproduktiv”, meint hingegen Tom Winter (Familienpartei).

“Die Besucherzahlen liegen nicht am Eintrittspreis sondern daran, dass das Bad langweilig und nicht attraktiv genug ist. Wir haben acht Millionen Steuergelder in dem Bad versenkt. Die Preise müssen erhöht werden. Das ist nicht entscheidend für die Besucherzahl”, ist sich hingegen Matthias Rohde (FBO) sicher.

“In einer Zeit in der immer weniger Kinder schwimmen können, können wir nicht die Eintrittspreise in eine öffentliche Schwimmhalle erhöhen”, so Hendrik Holtz (Die Linke)

Ihm pflichtete auch Anita Klahn (FDP) bei. “Das aktuelle Preissystem ist außerdem total unübersichtlich. Ich wäre dafür, dass Kinder unter 9 Jahren in Begleitung ihrer Eltern komplett freien Eintritt bekommen”, sagte die Liberale. Sie wundere es vor allem, dass die eigenen Kurse des Travebads – zum Beispiel Aqua Fitness – nicht einen Euro teurer werden würden. “Gerade da würde ich denken, dass Teilnehmer bereit wären, etwas mehr zu bezahlen”, sagte sie. Sie wollte das Thema zurück in den BSKA geben.

Keiner der Vorschläge fand am Ende eine Mehrheit im Ausschuss, so dass alles bleibt wie es ist.

Anders sieht es bei den Vereinen und Schulen aus. Die sollen – auf Wunsch des Finanzamtes – in Zukunft nicht mehr 10 Euro pro Bahn pro Stunde bezahlen, sondern 40 Euro. Auch das sahen viele Politiker sehr skeptisch. Daher einigte man sich darauf, dass man diese Erhöhung zwar beschließe, aber nur, wenn der Bildungs- Sozial- und Kulturausschuss enstsprechende Förderungen wieder zurück an die Vereine zahlt. Ohne BSKA Beschluss wird es auch keine Erhöhung geben.

“Ich gehe nicht davon aus, dass wir die Erhöhung in voller Höhe fördern müssen. Denn die Vereine waren bereits bereit mehr zu zahlen und die Schulen haben Budgets, die nichtmal komplett ausgeschöpft werden”, so Bürgermeister Lembke. Er berichtete von runden Tischen an denen die Erhöhung bereits mit allen abgestimmt worden sei. “Da haben wir andere Informationen. Teilnehmer des Runden Tisches sahen diesen wohl als nicht abgeschlossen an”, so Tom Winter (Familienpartei). Daher werden wohl im BSKA auch die Vereine und Schulen nochmal die Möglichkeit haben, zu Wort zukommen.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Betrunkene Autofahrerin (39) verursacht mehrere Unfälle

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Bad Oldesloe – Am 9. Oktober konnten die Beamten des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres Bad Oldesloe eine Trunkenheitsfahrt beenden und zwei Verkehrsunfallfluchten aufklären.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr eine 39-jährige Skoda- Fahrerin aus dem Kreis Stormarn die BAB 1 aus Hamburg kommend in Richtung Lübeck auf dem linken Fahrstreifen.

Kurz hinter der Anschlussstelle Ahrensburg wechselte die Fahrerin auf den mittleren Fahrstreifen und kollidierte mit einem dort fahrenden VW Golf eines 23-jährigen Mannes aus Eutin. Die 39- Jährige setzte ihr Fahrt fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Der Golf-Fahrer blieb unverletzt.

Anschließend kollidierte der Skoda zwischen den Anschlussstellen Bargteheide und Bad Oldesloe mit der rechten Leitplanke, auch danach setzte die Fahrerin ihre Fahrt unvermittelt fort.

Die Beamten konnten das in Schlangenlinien fahrende Fahrzeug auf dem Parkplatz Melmshöhe anhalten und kontrollieren.

Die 39-jährige Fahrerin war orientierungslos und stark alkoholisiert. Einen Atemalkoholtest lehnte sie ab. Die Blutprobenentnahme wurde angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Der Sachschaden wird auf 6.000 Euro geschätzt.

Die Skoda- Fahrerin wird sich wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, des Verdachts der Trunkenheit sowie des Verdachts der Verkehrsunfallflucht verantworten müssen.

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Bad Oldesloe

Vortrag über Realismus-Maler Harald Duve in Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe – Unter dem Titel „Kunst in Stormarn – ein kurzer Rückblick auf die letzten 150 Jahre“ stellt der ehemalige Kulturreferent des Kreises, Dr. Johannes Spallek, in den Jahrbüchern für den Kreis Stormarn Künstlerinnen und Künstler aus Stormarn vor, um aufzuzeigen, dass es in Stormarn ein interessantes Erbe der Bildenden Kunst gibt.

Harald Duwe: Ohne Titel (Stormarner Dorf), Foto: Johannes Spallek

“Durch meine gezielten Studien und gründlichen Recherchen konnte ich viel Neues entdecken”, sagt Spallek, “und bisher unbekannte oder kaum bekannte Kunstwerke erstmals beschreiben, wie z. B. das Leben und das künstlerische Werk von Karl Ballmer oder die Gemälde und zahlreichen „Kunst-am-Bau-Werke“ von Harald Duwe, die er in Stormarn realisierte.”

Der Heimatbund Stormarn (HBS) freut sich sehr, dass Johannes Spallek in einem ausführlichen Kunstvortrag neben diesen auch weitere bedeutende Stormarner Künstler besonders vorstellen wird.

„Bei meinen Studien geht es auch um die Frage nach dem Umgang mit dem kulturellen Erbe der Bildenden Kunst in Stomarn. Wo und wie kompetent wird sich um die Bildende Kunst, um Rezeption und den fachlichen Erhalt gesorgt?“ Eine hochaktuelle Frage! Wirdürfen sehr gespannt sein!

Der Vortrag findet im Kreisarchiv Sormarn, Bad Oldesloe, Mommsenstraße 14, statt und beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Begrenzte Teilnehmerzahl, es gilt die 3G-Regel.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe in alten Bildern: Der 13. Band kann jetzt bestellt werden

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Bad Oldesloe – Wie weit das Jahr bereits fortgeschritten ist erkennen treue Leserinnen und Leser der Bücher „Bad Oldesloe in alten Bildern“, jedes Jahr zur Weihnachtszeit kommt seit vielen Jahren ein neuer Band der beliebten Buchreihe auf den Markt.

Hochwasser in der Besttorstraße Mitte der 1950iger Jahre. Über dem Geschäft vom Lederhaus Schulz erkennt man das Werbeschild mit der Aufschrift „Offenbacher Lederware“. Otto Schultz steht derweil vor seinem Geschäft, direkt unter dem Werbeschild, und blickt nach links.

Daran ändert sich auch dieses Jahr nichts. „Wir haben wieder richtig viel Material von den Oldesloern bekommen“, berichtet Verleger Nico v. Hausen. Das es den 13. Band geben wird, daran gab es im Frühjahr bereits keinen Zweifel mehr. „Den Lockdown im Frühjahr musste man ja zwangsläufig viel in den eigenen vier Wänden verbringen. Das haben einige Menschen wohl auch zum Durchstöbern alter Bilder genutzt und uns angesprochen. Da waren wieder einige Bilderschätze dabei. Spätestens da wussten wir das es einen neuen Band geben wird“, so von Hausen.

Der Verlag kann sich auf eine treue Leserschaft verlassen, wobei auch immer wieder „Neulinge“ dazukommen. Das hat der Verlag gerade im letzten Jahr gemerkt. Viele haben in der Pandemie das Lesen wieder für sich entdeckt.

Die Vogelschießerumzugsspitze geht hier 1966 den Berliner Ring hinauf zur Kreuzung. Im Hintergrund hat man noch freie Sicht auf das Kinderheim – die Hochhäuser am Berliner Ring stehen noch nicht.

Der Verlag von Hausen gibt in diesem Jahr sogar vorab mehr über den Inhalt preis als in den letzten Jahren.

So wird das Lederhaus Schulz, welches 1989 für immer seine Türen schloss, beleuchtet. Dank Sybille Fischbach, geb. Schulz, dürfen sich die Leser nicht nur über Bilder vom Hause Schulz sondern auch über einige historische Oldesloer Aufnahmen freuen.

Die Geschichte der Königin-Luise-Schule ist auch vertreten. „Wir haben von Hansjochen Beth, der 1959 aus der Schule entlassen wurde, ältere Bilder von seiner Klasse und von Klassentreffen bekommen. So kann man getrost von einer Klasse im Wandel der Zeit sprechen. Das lockert die Geschichte noch ein bischen auf“, freut sich Verleger von Hausen.

Auch der Oldesloer Friedhof der ev. Kirchengemeinde kommt im 13. Band mit vielen historischen Aufnahmen vor. Desweiteren hält der Verlag von Hausen einige Bildern aus Mitte der 1980iger Jahre für seine Leser bereit. „Die Schranken in der Ratzeburger Straße, Blick auf den mit Parkstreifen versehenen Marktplatz oder auch ein Blick in die Mühlenstraße mit Kaufhaus Nickel sind nur einige Beispiele“, so von Hausen jun., der zusammen mit seinem Vater Claus im Augenblick die letzten Bilder durchgeht. Dazu kommt auch noch ein Musikfest im Travestadion, Schnee in der Hindenburgstraße 1969, die Tunneleröffnung in der Ratzeburger Straße und andere interessante Themen. Denn alles möchte der Verlag dann doch nicht verraten.

Kein Geheimnis ist auch in diesem Jahr wieder die Vorbestellphase, in der Vorbesteller des neuen Buches wieder fünf Euro sparen können. Statt regulär 19,80 € kostet es für Vorbesteller 14,80 €. „Fünf Euro gespart, aber vorallem ist man auf der sicheren Seite ein Exemplar zu bekommen“, so Nico v. Hausen.

Vorbestellen kann man „Bad Oldesloe in alten Bildern 13“ direkt beim Verlag von Hausen unter 0 45 31 / 18 10 58, bei der Buchhandlung Willfang, bei Pareibo und beim Buchservice Rehme bis zum 31. Oktober 2021.

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