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Bad Oldesloe

Kinderarmut: Fähnchenaktion geht erstmalig auf Tour durch Stormarn

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Foto: DKSB/hfr

Bad Oldesloe/Ahrensburg –  Viele Menschen kennen die Aktion Fähnchen gegen Kinderarmut, die jedes Jahr am Weltkindertag vor dem Ahrensburger Schloss stattfindet. In diesem Jahr gehen die Fähnchen „on Tour“ und zeigen in den Städten und Gemeinden Bargteheide, Bad Oldesloe, Reinfeld, Trittau und Glinde, wie viele Kinder dort jeweils in Armut leben.

Koordiniert wird das Fähnchenstecken vom Deutschen Kinderschutzbund Stormarn. Bei der Umsetzung sind verschiedene Partnerorganisationen oder Vertreter der Städte beteiligt. An folgenden Standorten und Terminen werden die Fähnchen zu sehen sein:

  • In Reinfeld am Freitag, 21.09., Ort: Park Neuhöfer Teich an der Paul-von-Schönaich-Straße. (Organisation: Stadt Reinfeld, Schulsozialarbeit)
  • In Bad Oldesloe am Montag, 24.09.– 9.30 Uhr, Ort: Wiese Lorentzenstraße/Ecke Schützenstraße. (Organisation: Deutscher Kinderschutzbund)
  • In Bargteheide am Dienstag, 25.09.– 8.00 Uhr, Ort: Südring/Ecke Hamburger Straße. (Organisation: Deutscher Kinderschutzbund)
  • In Trittau am Donnerstag, 27.09.- 10.00 Uhr, Ort: Kleiner Park am Markt. (Organisation: Familienzentrum Trittau)
  • In Glinde am Donnerstag, 27.09- 15.00 Uhr, Ort: Marktplatz. (Organisation: Sozialpädagogisches Netzwerk Glinde)

Die Anzahl der Fähnchen, die in den jeweiligen Städten und Gemeinden in die Erde gesteckt werden, basiert auf den Zahlen des dritten Armutsatlas „Kinderarmut im Kreis Stormarn“, den der Deutsche Kinderschutzbund in diesem Jahr veröffentlicht hat. Folgende Zahlen sind dort für die jeweiligen Gemeinden angegeben:

  • Reinfeld: 338 Kinder in Armut (22.09% aller Kinder in Reinfeld)
  • Bad Oldesloe: 1.453 Kinder in Armut (33,07% aller Kinder in Bad Oldesloe)
  • Bargteheide: 373 Kinder in Armut (11,72% aller Kinder in Bargteheide)
  • Glinde: 905 Kinder in Armut (29,59% aller Kinder in Glinde)
  • Trittau: 249 Kinder in Armut (15,97% aller Kinder in Trittau)

„Wir fühlen uns bestätigt in unserem Bemühen, immer wieder auf die schwierige Situation von Kinder aufmerksam zu machen, die mit sehr wenig Einkommen ihr Leben bestreiten müssen,“ betonen Birgitt Zabel, Vorsitzende und Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Stormarn. „Denn für die diesjährigen Fähnchenaktionen war es nicht schwer, verschiedene Unterstützer zu finden, die sich an dieser wichtigen Aktion beteiligen.“

Für den Kreis Stormarn fordert der DKSB :

  • Regelmäßige Kinderarmutsberichterstattung in den Städten und Kommunen
  • Kommunale Hilfsfonds, die arme Kinder und Familien unbürokratisch fördern
  • Alle Mahlzeiten in den Schulen, Kindergärten und Horten sollten für arme Kinder komplett kostenfrei sein
  • Keine zusätzlichen Kosten für Eltern in Kindertageseinrichtungen
  • Mehr als 100 Euro im Schuljahr darf Schule für Eltern nicht kosten. Nur so viel stellt das sogenante „Bildungs- und Teilhabepaket“ armen Kindern zur Verfügung.
  • Kostenfreier Zugang für arme Kinder im Rahmen der offenen Ganztagsschule
  • Kostenfreie Nutzung von kulturellen Veranstaltungen für arme Kinder und deren Familien
  • Ausreichend kostenfreie Freizeit- und Ferienangebote in den Städten und Gemeinden
  • Kostenfreie Nutzung der Schwimmbäder und Seen für arme Kinder und deren Familien
  • Die Fähnchen-Aktion findet im Rahmen der 18. Stormarner Kindertage statt. Diese sind eine Initiative Stormarner Träger der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Die Koordination liegt beim Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V.

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Bad Oldesloe

Kreisvorsitzender wiedergewählt: Jusos wollen moderne Politik für Stormarn

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Bad Oldesloe – Die Jusos Stormarn haben auf ihrer Kreisvollversammlung einen neuen Vorstand gewählt.

Mehmet Dalcilinc und Jonathan Braun. Foto: Jusos

Bei der Veranstaltung im Festsaal der Ida Ehre Schule in Bad Oldesloe wurde der 20-Jährige Jonathan Braun aus Großhansdorf als Kreisvorsitzender einstimmig wiedergewählt.

Im Rückblick auf das vergangene Vorstandsjahr spricht Braun von einer unglaublichen Zeit: „Wir haben es endlich wieder geschafft, die Menschen von unseren Ideen zu überzeugen. In Stormarn haben wir Jusos Einsatz gezeigt und für unsere Bundestagskandidaten Dr. Nina Scheer, Bettina Hagedorn und Bengt Bergt Wahlkampf gemacht. Zusammen mit Eckart Boege haben wir zudem in Ahrensburg um das Rathaus gekämpft. Und ich bin berührt davon, wie viele Menschen unserer Partei und unseren Kandidaten ihr Vertrauen schenken.“

Die Jusos Stormarn wollen diesem Vertrauen gerecht werden und sich vor Ort weiter einmischen.

Jonathan Braun: „Wir wollen, dass große Industrieprojekte wie die Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Wir wünschen uns gute Bildung für alle Kinder, bei der auf ihre individuellen Stärken und Nachteile eingegangen wird und bei der jedes Kind eine gerechte Chance bekommt. Und wir müssen den kommenden Wandel sozial verträglich gestalten und dafür einstehen, dass Energie und Treibstoff bezahlbar bleiben!“

Dafür steht dem alten und neuen Vorsitzenden Braun künftig ein junger Vorstand zur Seite.

Stellvertretender Kreisvorsitzender ist der langjährige Juso Lukas Bussewitz aus Bad Oldesloe.

Ebenfalls stellvertretende Kreisvorsitzende wird die ehemalige Kreisschülersprecherin Pia Dietz aus Ahrensburg, welche den Vorstand zuvor schon als kooptiertes Mitglied in Themen der Bildungspolitik beriet. Beisitzer im neuen Kreisvorstand sind Felix Gläeveke, Ida Knospe, Aaron Bedey, Greta Huthmann und Felix Beyersdorff.

Besuch bekamen die Stormarner Jusos von Martin Habersaat, Mehmet Dalkilinc und Thies Grote, die in Stormarn als Direktkandidaten zur Landtagswahl 2022 antreten.

Der neue Juso-Kreisvorstand unterstützt die SPD-Kandidaten und freut sich auf einen aufregenden Wahlkampf.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden viele gemeinsame Interessen von Kandidaten und Jugendorganisation erkennbar. Martin Habersaat aus Stormarn-Süd kämpft schon jetzt im Landtag für gute Schulpolitik. Die Jusos und ihn verbindet der Einsatz für eine Schule der Zukunft. „Wir wollen uns im Kreis noch stärker aufstellen, was politische Jugendarbeit angeht,“ sagt Braun. „Denn wenn wir in Zukunft gute Politik vor Ort gewährleisten wollen, brauchen wir starken Nachwuchs. Wir müssen noch mehr junge Menschen für Politik begeistern.“

Thies Grote, der als Landtagskandidat der SPD für Stormarn Mitte in den Landtag möchte, kennt die Perspektive der Jugendarbeit als ehemaliger Vorsitzender des Landesjugendrings SH gut. Der Kandidat für Stormarn Nord, Mehmet Dalkilinc, setzt sich für gerechte Arbeitsbedingungen ein, ein Thema, für das auch die Jusos brennen. Die Jusos Stormarn sehen viel Potenzial für die SPD und hoffen auf einen spannenden Wahlkampf, an dessen Ende ein starkes Mandat für gute Politik in Schleswig-Holstein stehen kann.

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Bad Oldesloe

Säure-Laster auf A1 umgekippt: Fahrer schwer verletzt

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Bad Oldesloe – Bei Bad Oldesloe ist am Montagmorgen auf der A1 ein Sattelzug verunglückt. Der Fahrer wurde schwer verletzt. In dem Tankauflieger befand sich Ameisensäure.

Feuerwehrmann mit Atemschutz (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Der Unfall ereignete sich gegen 4.45 Uhr hinter der Anschlussstelle Bad Oldesloe. Der Sattelzug ( Tankauflieger ) befuhr den rechten Fahrstreifen der BAB 1 in Richtung Süden. In Höhe der Anschlussstelle Bad Oldesloe kam der Sattelzug aus bislang nicht geklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Außenschutzplanke.

Der 64-jährige Fahrer lenkte gegen, kam von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Mittelschutzleitplanke und einem Brückpfeiler.

Durch den Zusammenprall kippte die Sattelzugmaschine auf die Seite, so dass der Tank des Aufliegers beschädigt wurde und Flüssigkeit austrat, die über sämtliche Fahrstreifen lief.

Der Tankauflieger ist mit 24 Tonnen 60-prozentiger Ameisensäure beladen, die geeignet ist, die Atemwege zu reizen.

Daher wurden Rundfunkdurchsagen durch die Polizei veranlasst. Das zuständige Umweltamt des Kreises Stormarn erhielt Kenntnis und erschien an der Unfallstelle.

Der Fahrer der Sattelzugmaschine wurde schwer verletzt und in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Zurzeit ist unklar, wie stark der Brückenpfeiler beschädigt wurde, so dass vorsorglich ein Statiker hinzugezogen wird.

Die A1 bleibt voraussichtlich noch bis in den Abendstunden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Die Sperrungen in Richtung Norden beginnen im Kreuz Bargteheide und in Richtung Süden an der Anschlussstelle Bad Oldesloe.

Die polizeilichen Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache wurden aufgenommen. Die Polizei steht aufgrund zu treffender strafprozessualer Maßnahmen in engem Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Lübeck.

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Bad Oldesloe

Statt Betriebsfeier: SH Netz spendet Geld an Sozial- und Klimaprojekte

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Bad Oldesloe – Weil wegen Corona die Betriebsfeier ausfallen musste, hatte SH Netz noch Geld übrig. Das spendete der Energieversorger jetzt an Sozial- und Klimaschutzprojekte in Schleswig-Holstein. 3000 Euro gingen an den Kinderschutzbund in Stormarn.

Regina Maiwald (von links), Petra Lüning, Stephanie Wohlers, Geschäftsführerin Deutscher Kinderschutzbund KV Stormarn e.V. und Carsten Hack. Foto: SH Netz

Als die Nachricht von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) kam, war die Freude bei Stephanie Wohlers, Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbunds Kreisverband Stormarn e.V., groß: „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung und danken der Schleswig- Holstein Netz AG für die Spende. Wir verstehen sie als Motivation und Wertschätzung.“

Seit der Gründung setzt sich der Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V. für die Interessen und Rechte von Kindern und für ein gutes Zusammenleben in Familien ein. Die Richtschnur ist die UN-Konvention, in dem die Grundrechte aller Kinder weltweit festgeschrieben sind.

SH Netz unterstützt dieses Anliegen und hat heute einen Spendenscheck in Höhe von 3.000 Euro überreicht.

Kommunalbetreuerin Petra Lüning sagt: „Der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V. stärkt Kinder und hilft ihnen, dass ihre Rechte anerkannt und durchgesetzt werden. Wir freuen uns, den Verein unterstützen zu können.“

Das Geld stammt aus dem sogenannten Sozialbudget des Unternehmens, das eigentlich dem gemeinschaftlichen Miteinander der Belegschaft dient.

Betriebsrätin Regina Maiwald aus Ahrensburg erläutert: „Im vergangenen Jahr konnte wegen der Corona-Pandemie kein Betriebsfest stattfinden. Für uns stand sofort fest, dass wir das Budget stattdessen für wohltätige Zwecke verwenden möchten.“

Netzcenter-Leiter Carsten Hack aus Ahrensburg ergänzt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten Vorschläge einreichen, welche gemeinnützige Einrichtung wir unterstützen. Bei der anschließenden Abstimmung im Intranet konnten alle für ihr Herzensprojekt stimmen. Der Der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V. hat die meisten Stimmen bekommen.“

Die 3.000 Euro kamen zur rechten Zeit: „Die Spende wird in den Bereich ,Frühe Hilfen‘ gehen“, so Stephanie Wohlers. „In diesem Arbeitsbereich tragen unsere Familienhebammen dazu bei, dass in der Arbeit mit Familien Risiken für das Wohl und die Entwicklung des Kindes frühzeitig wahrgenommen und reduziert werden. Trotz Bundes-, Landes- und Kreismitteln müssen wir hier noch immer Eigenmittel einbringen, um alle Familie versorgen zu können.“

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