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Politik und Gesellschaft

Ahrensburg: 7248 Fähnchen für 7248 arme Stormarner Kinder

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AHrensburgs Bürgermeister Michael Sarach, Birgit Zabel und Ingo Loeding vom DKSB Stormarn vor dem Ahrensburger Schloss. Foto: DKSB/hfr

Ahrensburg – Am Weltkindertag macht der Deutsche Kinderschutzbund, traditionell mit einer Fähnchen-Aktion vor dem Ahrensburger Schloss darauf aufmerksam, dass im Kreis Stormarn eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen dauerhaft von Armut betroffen sind und das Armut die Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen stark einschränkt.

Gemeinsam mit über 100 Ahrensburger Schülerinnen und Schülern der Stormarnschule, der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und den Beruflichen Schulen Ahrensburg wurden heute, 20. September, 7.248 blaue Fähnchen in die Wiese vor das Ahrensburger Schloss gesteckt – stellvertretend für jedes arme Kind im Landkreis ein Fähnchen. Das sind noch einmal mehr Fähnchen als im Vorjahr.

Das Armutsrisiko der unter 18-jährigen ist weiter gestiegen. Für Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn, ist das ein inzwischen dauerhafter Skandal: „Schon in den letzten beiden Jahren standen wir fassungslos vor der Tatsache, dass die Arbeitslosenzahlen so gering wie schon lange nicht mehr waren, die Steuereinnahmen der öffentlichen Kassen sprudelten und trotzdem die Zahl der armen Kinder und Jugendlichen anstieg. Und wir können nicht feststellen, dass es wesentliche Verbesserungen für diese Kinder und Jugendlichen im Kreis Stormarn gibt“.

„Das Geld ist da, der Wille endlich etwas zu verändern scheinbar nicht,“ so Zabel. Sieht man auf die Höhe der Sozialleistungen für Kinder, so zeichnet sich keine Verbesserung ab. Ganz im Gegenteil. „Es ist zu erwarten, dass die Schere zwischen Arm und Reich noch einmal weiter auseinandergeht“, konstatiert Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn.

Als Beispiel führt Loeding die weiter steigenden Zuzahlungen bei den Schulkosten im Kreis an, die für Familien oft schon 300 Euro im Schuljahr ausmachen. „Der Zuschuss für arme Kinder bleibt aber seit 8 Jahren unverändert bei 100,- Euro“. „Um am Schulunterricht teilzunehmen müssen die Eltern das Geld vom Budget für Lebensmittel und Kleidung nehmen, das ist skandalös.“

„Beim Sozialgeld für bis zu 6-jährige Kinder hat der Staat bereits 2017 zum zweiten Mal den Satz für Lebensmittel, damals 88,08 Euro im Monat um 6 % gekürzt. In diesem Jahr stehen 84,16 Euro pro Monat zur Verfügung, das sind 2,81 Euro pro Tag für Frühstück, Kindergartenbrot, Mittagessen und Abendessen inklusive der Getränke“, beschreibt Ingo Loeding die aktuelle Lebenssituation vieler armer Kinder im Kreis.

Dennoch gibt es hier im Kreis Stormarn auch erste positive Signale: Die Stadt Ahrensburg hat in diesem Jahr die städtischen Angebote im Ferienprogramm für Kinder, die nicht in Urlaub fahren, komplett kostenlos angeboten. Auch das Schwimmbad konnten die Kinder nutzen. „Wir freuen uns, dass Appelle endlich Früchte getragen haben. Und wir sehen, dass Ahrensburg hier nicht stehen bleibt und über weitere Schritte für die über 1.000 armen Kinder in der Schlossstadt berät,“ bekräftigt Birgitt Zabel.

„Bei den offenen Ganztagsangeboten der Schulen haben wir nur ein einziges Beispiel für eine Kostenbefreiung armer Kinder gefunden. In Glinde verzichtet man auf die Zuzahlung zu den Angeboten und Kursen am Nachmittag“, ergänzt Ingo Loeding. “Hier muss sich noch viel tun. Wovon sollen die Eltern die Gebühren denn bezahlen?“ „Und die Kinder sind wiedermal nicht dabei!“

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Bad Oldesloe

Reinhard Mendel bleibt Fraktionsvorsitzender der SPD im Stormarner Kreistag

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Bad Oldesloe – Die Stormarner SPD-Kreistagsfraktion hat turnusmäßig ihre Wahlen zum Fraktionsvorstand durchgeführt. Hierbei wurde Reinhard Mendel in seinem Amt als Fraktionsvorsitzender einstimmig wiedergewählt.

Er wird unterstützt durch René Wendland als 1. Stellvertreter und Angela Batty, die in die Funktion der 2. Stellvertreterin nach dem Ausscheiden von Margot Sinning aus dem Kreistag im letzten Jahr neu gewählt worden ist. Mit Friedrich-Eugen Bukow wurde ein erfahrener Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Vervollständigt wird der Fraktionsvorstand durch den engagierten Fraktionsgeschäftsführer Frank Schmalowsky.

„Nunmehr bereits zum siebten Mal in Folge wieder gewählt worden zu sein, macht mich auch ein wenig stolz.“ freut sich Reinhard Mendel über die überwältigende Zustimmung. Auch der Umstand, dass es bei einem weiteren Wahlgang mehrere Kandidaturen gab, zeugt davon, dass die SPD-Fraktion gut aufgestellt ist und aus dem Vollen schöpfen kann.

Die neue Fraktionsspitze tritt unter anderem mit dem Ziel an, die Partei gut auf die nächste Kommunalwahl vorzubereiten.

Dazu der stellvertretende Fraktionsvorsitzende René Wendland: „Die SPD möchte sich für die Zukunft noch breiter aufstellen. Sobald es die Lage wieder zulässt, freuen wir uns über jedes neue Gesicht bei unseren Fraktionssitzungen.“

Wer Interesse an der politischen Arbeit hat, so der wiedergewählte Fraktionsvize weiter, möge gerne auf die SPD zukommen.

Durch die Corona-Pandemie wurde die geheime Wahl des Fraktionsvorstandes mithilfe von Online-Tools zur Abstimmung durchgeführt. Ohnehin finden in den letzten Monaten die Fraktionssitzungen ausschließlich online als Videokonferenz statt. Diese Art der Meinungsbildung und gelebten Demokratie beinhaltet zugleich aber auch einige Herausforderungen, welche von der SPD-Fraktion bisher allesamt gut gemeistert wurden. Nicht zuletzt die Verabschiedung der „Geschäftsordnung für Sitzungen im Falle höherer Gewalt“ in der letzten Sitzung des Kreistags ermöglicht nunmehr auch die Durchführung von Ausschüssen und Kreistagen rein digital.

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Politik und Gesellschaft

Regelbetrieb in Kitas: Land plant Lockerungen

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Bund und Länder haben im Wesentlichen eine Verlängerung der Beschränkungen zur Bekämpfung des Corona-Virus bis zum 7. März beschlossen. Kitas will Schleswig-Holstein schon vorher wieder in den Regelbetrieb schicken.

Mundschutz gegen das Coronavirus Symbolfoto: Christo Anestev/pixabay

Mit der neuen Beschlusslage des Bundes bleiben die schon bestehenden Regelungen weiterhin gültig, sofern dort keine abweichenden Festlegungen getroffen worden sind.

Die Länder sollen Ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum 7. März verlängern.

Insofern behalten bestehende Regelungen wie z.B. die Kontaktbeschränkungen, die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske im ÖPNV sowie in und vor Geschäften, die Aufforderung an Arbeitgeber, Homeoffice zu ermöglichen, weiterhin ihre Gültigkeit.

Andererseits sollen Friseurbetriebe unter Auflagen zur Hygiene ab 1. März wieder öffnen.

Nächste Öffnungsschritte können bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner durch die Länger erfolgen.

Das könnte dann z.B. die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm, die Öffnung von Museen, Galerien oder der noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe umfassen.

Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung.

Die Landesregierung hat am 12. Februar die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis einschließlich 21. Februar verlängert. Die bisherigen Regelungen z.B. zu Kontaktbeschränkungen, in Pflegeeinrichtungen und Kitas usw. bleiben dementsprechend bis dahin in Kraft. Zugleich wird die Corona-Quarantäneverordnung bis zum 7. März verlängert.

In der kommenden Woche wird die Landesregierung verschiedene Änderungen umsetzen.

Geplant ist u.a., dass Kindertagesstätten ab dem 22. Februar den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen wiederaufnehmen können. Weitere Rücknahmen von Einschränkungen, beispielsweise für Individualsport unter bestimmten Bedingungen, Wildparks und Friseurbetriebe, sind für den 1. März vorgesehen.

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Politik und Gesellschaft

Neue Köpfe bei den Bürgerstiftungen in Ostholstein und Stormarn

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Bad Oldesloe – Wo viele Menschen und Themen zusammenkommen, braucht es Organisationstalente, die rote Fäden zusammenfügen und bei Fragen und Wünschen ansprechbar sind.

Susanne Dox, 47, und Jörg Schepers, 41, übernehmen seit Anfang des Jahres gemeinsam diese Schlüsselfunktion bei den Bürgerstiftungen in Stormarn und Ostholstein.

Fotos: Stiftungen der Sparkasse Holstein

Für die kommenden Monate und Jahre haben die zwei Stiftungsreferent:innen viele Pläne:

„Wir möchten noch mehr Menschen in den Kreisen Stormarn und Ostholstein dazu einladen, sich über die Bürger-Stiftungen zu engagieren”, erklärt Jörg Schepers.

„Es macht einfach Spaß, gemeinsam Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Gerade auch die jüngeren OstholsteinerInnen und StormarnerInnen möchten wir motivieren, sich durch unsere Stiftungen für ihre Region einzusetzen”, ergänzt Susanne Dox.

Jörg Schepers, 41, wuchs in Ahrensburg auf und lebt heute in Bargteheide. Er ist ausgebildeter Bankkaufmann, arbeitete zunächst im Bereich Private Banking und Wealth Management bei namenhaften Banken und heuerte zuletzt als Consultant bei einer Beratungsgesellschaft für Vereine, Stiftungen und andere Gemeinnützigkeitsakteure an. Seit November 2020 übernimmt er schwerpunktmäßig die Arbeit für die Bürger-Stiftung Stormarn.

Susanne Dox, 47, ist ein Kind der Region und als gelernte Bankkauffrau bisher bei verschiedenen Banken und Sparkassen, insbesondere auch bei der Sparkasse Holstein, tätig gewesen. Sie übernimmt seit Januar 2021 schwerpunktmäßig die Arbeit für die Bürger-Stiftung Ostholstein.

Regionales Engagement von Bürger:innen für Bürger:innen – so lässt sich das Konzept Bürgerstiftung kurz und knapp zusammenfassen. Bürgerstiftungen ermöglichen es Jedermann und Jederfrau durch Zustiftungen, Geld- und Zeitspenden, die eigene Region mitzugestalten.

Die Sparkasse Holstein unterstützt und fördert beide Bürgerstiftungen seit ihrer Gründung im Jahr 2007.

So erklärt sich auch, dass Dox und Schepers ihre Büros mit Sitz in Bad Schwartau und Grabau in den Gebäuden der Stiftungen der Sparkasse Holstein beziehen und in die organisatorische Infrastruktur der Sparkasse Holstein und ihrer Stiftungen eingebunden sein werden.

„Unsere Neuzugänge sind ein Gewinn für unsere Stiftungsarbeit” , freut sich Jörg Schumacher, Geschäftsführer sowohl der Bürger-Stiftung Stormarn als auch der Bürger-Stiftung Ostholstein.

„Unsere Stiftungen sollen digitaler werden, damit Absprachen schneller funktionieren. Außerdem wünschen wir uns mehr ehrenamtliche Zeitspender:innen, die Lust haben, etwas in ihrer Region zu bewegen. Frau Dox und Herr Schepers verfügen über das nötige Know-how, um die Bürger-Stiftung Stormarn und die Bürger-Stiftung Ostholstein zusammen mit den Beteiligten noch sichtbarer zu gestalten”

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