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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Überraschende Diskussion über die Stadtbibliothek

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Die Stadtbücherei in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Bildung ist ein wichtiges Gut. Bildung und Lesen haben präventive Wirkung. Bildung und Lesen schaffen Verständnis für Zusammenhänge. Lassen sich die erzielten Gewinne einer Stadtbibliothek also direkt in Finanzen ablesen? Natürlich nicht.

Umso mehr erstaunte es, dass die Kostendeckung der Oldesloer Bibliothek plötzlich Thema im Finanzausschuss wurde. Aktuell liegt die Deckung bei knapp unter 19 Prozent. Das sieht Bürgermeister Jörg Lembke als zu wenig an. Er betonte aber, dass er an Kosten und Einnahmen drehen wolle, nicht das Angebot konkret verschlechtern.

Doch wie soll das gehen ? “Erhöhen wir die Nutzungsgebühren um volle 50 % , machen wir nur 11 000 Euro Mehreinnahmen bei rund 700 000 Euro Kosten. Dafür verschreckern wir Leser. Das bringt es nicht”, stellte Björn Wahnfried von der SPD klar. Auch Wilfried Janson (Die Grünen) reagierte entsetzt. “Die Bibliothek hat zunächst einmal einen Bildungsauftrag und nicht den Auftrag Geld einzubringen. Wir wollen vor allem auch finanzschwache Mitbürger damit erreichen”, sagte Janson.

Auch Tom Winter (Famlienpartei) bezog klar Stellung. “Die Bibliothek ist wichtig. Bildung lässt sich nicht direkt als Gewinn ablesen. Das wirkt langfristiger”, ist er sich sicher.

Nur die FBO sah das offenbar alles etwas kritischer und eine Bibliothek ein wenig wir ein Wirtschaftsunternehmen. Irritiert zeigte man sich zum Beispiel davon, dass ein Bücherflohmarkt veranstaltet werde. Gut erhalten Bücher sollte die Bibliothek doch lieber behalten. Außerdem scheint der FBO das Personal zu teuer und überqualifiziert. “Könnte man nicht weniger studierte und hoch dotierte Mitarbeiter einstellen, die dann nicht so viel Kosten”, wollte Karin Harms gerne das Niveau in Sachen Bildung und Bezahlung gleichzeitig senken. “Nein, das geht nicht. Dann verlieren wir Fördergelder und die sortieren ja nicht nur Bücher in Regale. Im Gegenteil. Wir bräuchten eigentlich noch mehr Personal”, sagte der Verwaltungschef, doch Harms fuhr ihm schon in die Parade. “Nein, nein, das geht ja nicht. Wer nicht wirtschaftlich arbeitet, bekommt nicht mehr Personal”, lachte sie ungläubig. “Wirtschaftlichkeit – wie sie die FBO offenbar als Maßstab anlegt – hat beim Blick auf eine Bildungseinrichtung nichts verloren”, so Winter.

Auch Thorsten Lohse (CDU) stellte klar, dass seine Partei das Angebot der Bibliothek sehr schätzt. Trotzdem müsse es generell erlaubt sein, über Kostendeckungen zu sprechen.

Bürgermeister Jörg Lembke sieht vor allem ein Problem. “Wir bezahlen die Bibliothek als Bad Oldesloe voll. Aber genutzt wird sie – genau wie die Schwimmhalle – auch von vielen anderen Stormarnern. Ich wollte daher mehr Geld aus der Kreisumlage, als andere Gemeinden. Das sieht man nicht so. Ich möchte aber – da bin ich dran – dass der Kreis oder die Gemeinden bei der Finanzierung von Bibliothek oder Schwimmhalle und ähnlichen Einrichtungen mitfinanzieren, wenn ihre Bürger unsere Angebote nutzen wollen”, stellte Lembke klar. Alle Fraktionen stimmten diesem Ansatz zu. “Wenn Reinfelder die Bibliothek oder die Schwimmhalle nutzen, erwarte ich , dass sich zum Beispiel Reinfeld auch beteiligt”, so der Bürgermeister.

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Bad Oldesloe

Mehr Geld für Sterbebegleitung: Land fördert Oldesloer Hospiz

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Mittlerweile stehen hier schon die Grundmauern: Eine Menschenkette in Form des späteren Hospiz. Foto: Copter-Welt.de

Bad Oldesloe – Der Stormarner CDU-Landtagsabgeordnete Claus Christian Claussen begrüßt die Förderrichtlinie des Sozialministeriums, mit der Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren den Ausbau von Hospizplätzen in Schleswig-Holstein unterstützen will.

„Davon wird auch das in diesem Jahr entstehende Hospiz Lebensweg in Bad Oldesloe sehr profitieren“, sagt Claussen. Der Landtagsabgeordnete freut sich darüber, dass in seinem Wahlkreis das erste stationäre Hospiz in Stormarn errichtet wird.

Die Landesregierung wird künftig Investitionen zur Errichtung von stationären und teilstationären Hospizplätzen, zum Beispiel Neubauten, Umbauten und Ausbauten, finanziell unterstützen. Gefördert werden stationäre Hospize bis zu maximal 30.000 Euro pro Hospizplatz und Tageshospize bis zu 25.000 Euro pro Platz. Schon im Haushalt für das Jahr 2019 stehen dafür insgesamt 500.000 Euro bereit.

Der Grundstein für das Hospiz Lebensweg in Bad Oldesloe wurde am 20. Dezember 2018 gelegt. Im Laufe dieses Jahres soll das eingeschossige, barrierefreie Gebäude am Sandkamp 28 mit zwölf Gästezimmern und zwei Apartments für Angehörige fertiggestellt werden. Erste Gäste könnten dann schon Ende 2019 aufgenommen werden.

Claus Cristian Claussen sagt dazu: „Es ist gut, dass wir im Kreis einen Ort bekommen, an dem Menschen in ihrer letzten Lebensphase umfassend und liebevoll von einem professionellen Team haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter betreut werden. Es ist wichtig, dass die Jamaika-Koalition mit ihrer Initiative die Unterstützung so schnell auf den Weg gebracht hat, dass der Hospizverein Lebenshilfe zum bestmöglichen Zeitpunkt davon profitieren kann.“

Schleswig-Holsteins Sozialminister Heiner Garg (FDP) wird am 27. Februar den Förderbescheid an Sabine Tiedtke, die Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH Hospiz Lebensweg, übergeben.

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Bad Oldesloe

A1 bei Bad Oldesloe: Auffahrunfall am Staueende

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Am Sonnabend hat am späten Vormittag ein Unfall auf der A1 bei Bad Oldesloe am Stauende zu einem zusätzlichen kilometerlangen Rückstau geführt.

Ein PKW war am Ende eines Staus – der sich durch den starken Verkehr in Richtung Lübeck und Ostsee in einem Baustellenbereich gebildet hatte –  auf ein weiteres Fahrzeug aufgefahren, das seinerseits mit einem davor fahrenden PKW kollidierte.

Mehrere Fahrzeuginsassen wurden verletzt. Zwei Unfallbeteiligte kamen ins Krankenhaus.

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Bad Oldesloe

Zu wenig Freiwillige: Oldesloe sucht Wahlhelfer für die Europawahl

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Wahlen (Symbolbild). Foto: Imfriday/shutterstock

Bad Oldesloe – Die Stadt Bad Oldesloe ist am Wahltag auf die Mithilfe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern angewiesen. „Aus dem Kreis der aktiven Wahlhelferinnen und Wahlhelfer haben sich wieder zahlreiche Personen zur Verfügung gestellt, wofür ich mich recht herzlich bedanke“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Es fehlen dennoch 120 Menschen für die Besetzung der Wahlvorstände in den Wahllokalen und der Briefwahlvorstände im Rathaus.

„Jeder Wahlberechtigte ist zur Übernahme eines Wahlehrenamtes gesetzlich verpflichtet und mit dem demokratischen Recht auf Teilnahme an der staatlichen Willensbildung auch eine Pflicht zur Mitwirkung an der Durchführung von Wahlen und Abstimmungen verbunden“, appelliert Jörg Lembke und bittet darum, dass sich viele Interessierte bei der Stadtverwaltung melden, damit die offenen Wahlhelferstellen besetzt werden können. Von einer Verpflichtung von Wahlhelfern möchte der Bürgermeister möglichst keinen Gebrauch machen.

Oldesloerinnen und Oldesloer, die Lust haben, zukünftig in einem Wahlvorstand mitzuwirken, sind jederzeit willkommen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Sie werden im Wahllokal von erfahrenen Wahlhelfern eingewiesen und unterstützt. In der Regel sind die Wahlhelfer/innen am Wahltag in zwei Schichten eingeteilt, sodass eine ununterbrochene Anwesenheit nicht erforderlich ist. Zur Stimmenauszählung ab 18 Uhr muss der gesamte Wahlvorstand anwesend sein. Für die Tätigkeit im Wahlvorstand gibt es eine Aufwandsentschädigung.

Bürgermeister Lembke freut sich auf interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich unter den Telefonnummern 04531 504-110 und -111 oder über eine Wahlhelferbewerbung auf der städtischen Homepage unter www.badoldesloe.de/wahlhelfer für die anstehende Wahl bis zum 1. März 2019 und ansonsten jederzeit melden können.

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