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Norddeutschland

Schock-Bilanz der DLRG: 445 Menschen beim Baden ertrunken!

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DLRG Sommerbilanz: Nord- und Ostseeküste vergleichsweise sicher. Foto: obs/DLRG/Arno Schwamberger”

Bad Nenndorf – In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 sind in deutschen Gewässern mindestens 445 Menschen ertrunken, 148 mehr als im Vorjahreszeitraum. Das ist der höchste Stand seit zehn Jahren.

Lediglich im Sommermonat Juni lag die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken verglichen mit 2017 niedriger. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag bekannt. DLRG-Präsident Achim Haag: “Angesichts der Zunahme in den ersten Monaten des Jahres rechnen wir bis Ende 2018 mit deutlich mehr Opfern als im vergangenen Jahr.”

Die Ursachen vieler Ertrinkungsfälle: Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Baden an unbewachten Badestellen.

Baden in Seen und Flüssen besonders gefährlich

Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Seen und Flüsse. In den überwiegend unbewachten Binnengewässern ertranken 370 Menschen, das sind mehr als 82 Prozent!

Vier von fünf Todesfällen ereigneten sich in diesen Gewässern. 210 Menschen starben in Seen und Teichen, 141 in Flüssen, 19 in einem Kanal.

Demgegenüber sind die Küsten von Nord- und Ostsee relativ sicher, weil die Badestellen zwischen Borkum und Usedom von Mitte Mai bis Mitte September von gut ausgebildeten Rettungsschwimmern der DLRG bewacht werden, die bei Bade- und Wassersportunfällen schnelle Hilfe leisten und durch ihren Einsatz Schlimmeres verhindern. Im Meer (an unseren Küsten und auf den Inseln) ertranken bis Ende August 23 Menschen (zwei weniger als 2017).

Viele tödliche Unfälle in Schwimmbädern

Außergewöhnlich hoch ist der Anstieg von tödlichen Unfällen in Schwimmbädern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl um 19 auf 29. In Hafenbecken, Gräben und an sonstigen Orten kamen 13 Menschen ums Leben. In privaten Swimmingpools gab es zwei Todesfälle.

Weiterhin eine besondere Risikogruppe stellen Flüchtlinge dar. Insgesamt sind 29 Asylsuchende in diesem Jahr ertrunken (2017: 21), die meisten von ihnen konnten nicht schwimmen.

13 Tote in Schleswig-Holstein

Die meisten tödlichen Badeunfälle (80) gab es in diesem Jahr in Bayern. In Schleswig-Holstein mit kamen 13 Menschen zu Tode, zwei mehr als im Vorjahr.

In der Verteilung nach Männern und Frauen zeigt sich das bekannte Bild. In den ersten Monaten des Jahres verloren 360 Männer ihr Leben im Wasser. Der Anteil beläuft sich damit auf über 80 Prozent. Hier sind Selbstüberschätzung, Leichtsinn und oftmals auch Alkohol Gründe für die tödlichen Unfälle.

DLRG: Schuld sind Bäderschließungen

In der Altersstatistik ist leider weiterhin ein Anstieg bei den Vor- und Grundschulkindern zu verzeichnen. In der Altersklasse 0 – 10 Jahre starben 26 Kinder (+13). Unter den 11- bis 15-Jährigen gab es 13 Todesfälle – neun mehr als 2017. Achim Haag: “Diese Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen und der damit verbundenen Ausfälle von Schwimmunterricht an den Schulen.”

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Kreis Ostholstein

Mord an 28-jähriger Asylbewerberin: Freund in U-Haft

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Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Gremersdorf – Nachdem am Sonnabend in Gremersdorf (Kreis Ostholstein) die Leiche einer 28-jährigen Asylbewerberin gefunden wurde, hat die Polizei den Freund der Frau festgenommen.

Der 22-jährige Iraker steht im Verdacht, seine Freunden getötet und anschließend an der Fundstelle abgelegt zu haben. Das teilte die Polizei am Dienstag mit.

Demnach wurde Untersuchungshaftbefehl vom Amtsgericht in Lübeck erlassen. „Das Tatmotiv und der genaue Ablauf des Tatgeschehens sind noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen“, sagt ein Polizeisprecher. Warum der Mann dringend tatverdächtig ist, teilte die Polizei nicht mit.

Der Tatverdächtige hat sich zum Tatvorwurf weder gegenüber der Polizei noch gegenüber dem Richter eingelassen. Auch bezüglich seiner persönlichen Verhältnisse hat er von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Diese sind daher ebenfalls noch Gegenstand der Ermittlungen.

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Hamburg

Hamburg: Bauarbeiter durch Lärmschutzwall-Stahlträger lebensgefährlich verletzt

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Notarzt im Einsatz
Symbolfoto: Linerpics/shutterstock

Hamburg – Aus noch unbekannten Gründen stürzte ein schwerer Stahlträger einer Lärmschutzwandkonstruktion am Dienstagmorgen zwischen den S-Bahnstationen Veddel und Wilhelmsburg in Hamburg auf einen jungen Bauarbeiter.

“Als die Einsatzkräfte eintrafen, lag der Mann im Gleisbett unterhalb der Brücke, zwischen den S-Bahnstationen Veddel und Wilhelmsburg. Durch den Einsatzleiter wurde eine Streckensperrung und Stromabschaltung der Fernbahn, sowie der S-Bahn-Strecke veranlasst”, so Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger

“Durch Feuerwehr-Einsatzkräfte wurde der Arbeiter gerettet und nach notärztlicher Versorgung mit dem Verdacht auf lebensgefährliche Mehrfachverletzungen in ein Krankenhaus der Maximalversorgung befördert. Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg dauerte insgesamt eineinhalb Stunden. Die genaue Unfallursache wird jetzt von der Bundespolizei ermittelt”, so Unger weiter. 

Mittlerweile soll nach neuesten Informationen für den Bauarbeiter, der erst 19 Jahre alt sein soll, keine Lebensgefahr mehr bestehen.

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Polizei und Feuerwehr

Feuerwehrmann bei Hotelbrand offenbar vorsätzlich angefahren

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Feuerwehr im Einsatz
Symbolfoto: SL

Malente – Ein Familien-Ferienhotel in Malente wurde am Sonntag ein Raub der Flammen. Während die Brandbekämpfer im Einsatz waren, konnte ein Autofahrer offensichtlich nicht mehr warten und fuhr vermutlichen einen Feuerwehrmann vorsätzlich an.

„Gegen 07:40 Uhr geriet der Dachstuhl eines Hotels in Malente in Brand. Vom Dachstuhl breitete sich das Feuer auf das ausgebaute Dachgeschoß aus, welches vollständig ausbrannte“, so Polizeisprecherin Kristin Clasen.

„Das Hotel war aufgrund einer Winterpause nicht belegt und zum Zeitpunkt des Brandes unbewohnt. Die Kriminalpolizei Eutin hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen aufgenommen. Die freiwillige Feuerwehr Malente sowie Eutin und aus den umliegenden Gemeinden waren mit den Löscharbeiten beauftragt“, so die Polizei.

Die Schadenshöhe wurde auf ca. 300.000,-EUR geschätzt. Die Brandursache ist bislang unbekannt.

„Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Ein weiterer wurde von einem VW Transporter vermutlich vorsätzlich angefahren und verletzt“, so die Polizei.

„Der 79-jährige Fahrer des T5 war mit den Absperrmaßnahmen nicht einverstanden und wollte auf ein Tankstellengelände fahren. Dabei erfasste er mit seinem Fahrzeug einen der Feuerwehrmänner, der dadurch Verletzungen davontrug“, erklärt Clasen.

Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde durch die Polizeistation Malente aufgenommen. Beide Verletzte kamen ins Krankenhaus, konnten jedoch am selben Abend wieder entlassen werden.

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