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Ahrensburg

Vordere Plätze für Ahrensburger Speedskaterinnen in Bielefeld

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Katja Stieper (24), Alina Kalisch (17) und Vater Marcus Kalisch. Foto: ATSV

Bielefeld/Ahrensburg – Bei den Deutschen Meisterschaften der Disziplin Speedskating im Marathon erreichten Alina Kalisch (17) und Katja Stieper (24) Platz 3 und 5 der Damen in der Gesamtwertung. Außerdem waren sie auch in ihren Altersklassen sehr erfolgreich.

Im Rahmen des run & roll day in Bielefeld fanden am Sonntag die Deutschen Meisterschaften über die Marathondistanz statt. Gemeinsam starteten die Ahrensburger Speedskaterinnen in die 42 Kilometer. Schnell konnte sich die Führungsgruppe aus Alina, Katja und sechs anderen Spitzensportlerinnen vom Restfeld absetzen. Zwar zogen einige Kilometer vor dem Ziel mehrere Ausreißerinnen davon, die meisten konnten jedoch im Zielsprint wieder gestellt werden.

Dadurch erreichte Alina das Ziel 0,38 Sekunden vor ihrer Konkurrentin Helen Stöckel (18) aus Halle und sicherte sich somit den dritten Platz in der Gesamtwertung. Katja kam dahinter als fünfte Frau nach weniger als einer Stunde und 18 Minuten ins Ziel. „Ich konnte es nicht direkt realisieren, dass ich Dritte (Gesamt) geworden bin“ sagte Alina auf der Rückreise aus Bielefeld. „Erst als der Moderator es durchsagte, wurde es mir klar.“

Die beiden gehören folglich zu den fünf schnellsten Speedskaterinnen aus ganz Deutschland. Vor Alina waren nur Tina Lauer (33) aus Halle und Anna Sänger (17) aus Gera, wodurch sich Alina zusätzlich noch die Silbermedaille in ihrer Altersklasse „Juniorinnen“ sichern konnte. Auch Katja konnte neben ihrem fünften Platz in der Gesamtwertung einen weiteren Erfolg feiern, denn sie wurde außerdem Deutsche Meisterin in der Altersklasse „Aktive“, war somit die schnellste deutsche Frau zwischen 19 und 30 Jahren. “Mein Ziel heute war eigentlich eine Zeit unter 01:20:00 zu schaffen. Dass es dann für den 1. Platz in der Altersklasse und den 5. Platz insgesamt gereicht hat, ist natürlich super!” kommentierte Katja ihren Erfolg nach dem Zieleinlauf.

Mit ihren Platzierungen bei der Deutschen Meisterschaft schlossen die beiden eine sehr erfolgreiche Saison ab. Schon beim NordCup-Saisonabschlusswochenende in Bennigsen zwei Wochen zuvor erreichten Alina und Katja in der Einzelwertung der gesamten Skatesaison den zweiten und den dritten Platz. Die Teamwertung „NordLiga“ gewannen sie gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Anke Rittel, Bente Ehlers, Britta Tiemann, Daniela Johnson und Joyce Rittel mit großem Abstand vor ihren Konkurrentinnen. Marcus Kalisch, der stolze Vater von Alina, hatte schon nach Bennigsen gesagt, dass „Alina und Katja in der deutschen Spitze im Inlineskaten angekommen sind“, was die beiden in Bielefeld tadellos bewiesen haben.

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Politik und Gesellschaft

Ahrensburg: 7248 Fähnchen für 7248 arme Stormarner Kinder

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AHrensburgs Bürgermeister Michael Sarach, Birgit Zabel und Ingo Loeding vom DKSB Stormarn vor dem Ahrensburger Schloss. Foto: DKSB/hfr

Ahrensburg – Am Weltkindertag macht der Deutsche Kinderschutzbund, traditionell mit einer Fähnchen-Aktion vor dem Ahrensburger Schloss darauf aufmerksam, dass im Kreis Stormarn eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen dauerhaft von Armut betroffen sind und das Armut die Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen stark einschränkt.

Gemeinsam mit über 100 Ahrensburger Schülerinnen und Schülern der Stormarnschule, der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und den Beruflichen Schulen Ahrensburg wurden heute, 20. September, 7.248 blaue Fähnchen in die Wiese vor das Ahrensburger Schloss gesteckt – stellvertretend für jedes arme Kind im Landkreis ein Fähnchen. Das sind noch einmal mehr Fähnchen als im Vorjahr.

Das Armutsrisiko der unter 18-jährigen ist weiter gestiegen. Für Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn, ist das ein inzwischen dauerhafter Skandal: „Schon in den letzten beiden Jahren standen wir fassungslos vor der Tatsache, dass die Arbeitslosenzahlen so gering wie schon lange nicht mehr waren, die Steuereinnahmen der öffentlichen Kassen sprudelten und trotzdem die Zahl der armen Kinder und Jugendlichen anstieg. Und wir können nicht feststellen, dass es wesentliche Verbesserungen für diese Kinder und Jugendlichen im Kreis Stormarn gibt“.

„Das Geld ist da, der Wille endlich etwas zu verändern scheinbar nicht,“ so Zabel. Sieht man auf die Höhe der Sozialleistungen für Kinder, so zeichnet sich keine Verbesserung ab. Ganz im Gegenteil. „Es ist zu erwarten, dass die Schere zwischen Arm und Reich noch einmal weiter auseinandergeht“, konstatiert Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn.

Als Beispiel führt Loeding die weiter steigenden Zuzahlungen bei den Schulkosten im Kreis an, die für Familien oft schon 300 Euro im Schuljahr ausmachen. „Der Zuschuss für arme Kinder bleibt aber seit 8 Jahren unverändert bei 100,- Euro“. „Um am Schulunterricht teilzunehmen müssen die Eltern das Geld vom Budget für Lebensmittel und Kleidung nehmen, das ist skandalös.“

„Beim Sozialgeld für bis zu 6-jährige Kinder hat der Staat bereits 2017 zum zweiten Mal den Satz für Lebensmittel, damals 88,08 Euro im Monat um 6 % gekürzt. In diesem Jahr stehen 84,16 Euro pro Monat zur Verfügung, das sind 2,81 Euro pro Tag für Frühstück, Kindergartenbrot, Mittagessen und Abendessen inklusive der Getränke“, beschreibt Ingo Loeding die aktuelle Lebenssituation vieler armer Kinder im Kreis.

Dennoch gibt es hier im Kreis Stormarn auch erste positive Signale: Die Stadt Ahrensburg hat in diesem Jahr die städtischen Angebote im Ferienprogramm für Kinder, die nicht in Urlaub fahren, komplett kostenlos angeboten. Auch das Schwimmbad konnten die Kinder nutzen. „Wir freuen uns, dass Appelle endlich Früchte getragen haben. Und wir sehen, dass Ahrensburg hier nicht stehen bleibt und über weitere Schritte für die über 1.000 armen Kinder in der Schlossstadt berät,“ bekräftigt Birgitt Zabel.

„Bei den offenen Ganztagsangeboten der Schulen haben wir nur ein einziges Beispiel für eine Kostenbefreiung armer Kinder gefunden. In Glinde verzichtet man auf die Zuzahlung zu den Angeboten und Kursen am Nachmittag“, ergänzt Ingo Loeding. “Hier muss sich noch viel tun. Wovon sollen die Eltern die Gebühren denn bezahlen?“ „Und die Kinder sind wiedermal nicht dabei!“

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Ahrensburg

Ahrensburg: Stadtbücherei zieht positive Spielevent-Bilanz

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King-Domino-Fans:
v.l.n.r. Wolfgang Schön, Hildegard Schön 2. Platz, Arno Petersen 1. Platz, Thomas Patzner Büchereileiter
Foto: Barnitzke/hfr

Ahrensburg – Am Montag, 17. September, fand in Ahrensburg die Preisverleihung an die Gewinner des Kingdomino-Turniers in der Stadtbücherei statt.

Glückliche Gewinner eines Kingdomino-Spiels sind Arno Petersen (1. Platz) und das Ehepaar Schön (2. Platz). Sie setzten sich gegenüber 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kingdomino-Turniers durch. Insgesamt wurden 21 Partien mit 2.103 Punkten gespielt.

Kingdomino basiert auf dem Grundprinzip des Domino wird aber um die Entscheidung welches von 4 Plättchen man nimmt, erweitert. Strategisch klug mal auf ein wertvolleres Plättchen zu verzichten, verhilft so manchem zum Sieg. Es handelt sich um ein schnelles Familienspiel ab 8 Jahren und wurde im Jahr 2017 zurecht zum Spiel des Jahres gekürt.

Foto: Patzner/hfr

Insgesamt ist der Veranstalter mit der Resonanz auf das Spieleevent „Stadt-Land-Spielt“ sehr zufrieden. Über 112 Menschen spielten am 8. September bei vier Turnieren mit und nutzten zusätzlich die Gelegenheit neue und altbekannte Brettspiele kennen zu lernen.

Die nächste Gelegenheit für gepflegtes Miteinander-Spielen findet sich am 2. November im Eric-Kandel-Gymnasium, Reesenbüttler Reeder 4-10 in Ahrensburg in Zusammenarbeit mit dem Spielernetzwerk-on-Tour und der Stadtbücherei Ahrensburg. Gäste sind wie immer herzliche willkommen und der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Kinder machen Schule: Kurzfilm-Premiere im Oldesloer Kino

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Projektleiterin Helga Lütjens (von links) mit Nina Gülzau (DKSB), der Künstlerin Nina Catharina Nollen und den jungen Filmemachern Luca Krieger und Insa Stöldt. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Wie würden Kinder lernen, wenn es keine Schule mehr gäbe? Mit dieser Frage haben sich junge Filmemacher aus Ahrensburg und Husum in dem Kurzfilm-Projekt “Kinder machen Schule” beschäftigt. Premiere ist am 20. September im OHO-Kino in Bad Oldesloe.

Ein Nachrichtensprecher verkündet im Fernsehen: “Alle Schulen werden abgeschafft.” Dann folgt eine Kurzreportage. Kinder und Erwachsene werden zum Thema interviewt, in einem Beitrag die Schule von morgen gezeigt – draußen, ohne Tafel, Tische und Frontalunterricht. Eine Dokumentation über eine Fiktion.

Seit November 2017 beschäftigen sich junge Ahrensburger Filmemacher mit der Umsetzung. Sie haben Drehtage organisiert, Drehbuch geschrieben, Szenen zusammengeschnitten. Sogar die Filmmusik wurde selbst komponiert und einstudiert.

Wesentlicher Teil des Projektes ist die Förderung junger Talente, wie Projektleiterin und Vorsitzende des Vereins “Tabu Filmprojekte” Helga Lütjens sagt: “Schüler wissen und können so viel, aber das wird in unserem System nicht richtig gefördert.” Daher hat die ehemalige Lehrerin vor sechs Jahren den Verein in Husum gegründet. Jugendliche bekamen damit die Möglichkeit, ihre eigenen Filme in Eigenverantwortung zu drehen, begleitet von Profis und Workshops. Für den aktuellen Film besuchte der Verein etwa eine Parkour-Halle in Hamburg, ein Röhnrad-Training beim SVG Großhansdorf und einen Malkurs mit der Künstlerin Nina Catharina Nollen. Alles für die Vorbereitung auf den Filmdreh.

Die Besetzung besteht im Wesentlichen aus Grundschülern im Alter von sechs bis elf Jahren. Einige von ihnen besuchen auch das Kinderhaus Blauer Elefant in Ahrensburg. “Viele bekommen in der Schule nicht die nötige Förderung”, sagt Nina Gülzau vom Deutschen Kinderschutzbund in Ahrensburg. Einige haben Konzentrationsschwierigkeiten oder ADHS.

“Für die Kinder, die in unserem System nicht mitgenommen werden, wollten wir mit dem Film eine Plattform schaffen. Und wir wollten zeigen, dass Schule auch anders gehen könnte”, sagt Insa Stöldt (16). Die Schülerin hat das Drehbuch geschrieben und mit anderen Jugendlichen die Organisation des Filmdrehs übernommen. “Es ist ein tolles Team, in dem jeder seine Aufgabe kennt”, sagt die 16-Jährige, die später auch beruflich kreativ im Filmbereich arbeiten möchte.

Verantwortlich für Kamera und Schnitt ist Luca Krieger: “Der Film zeigt, dass es auch etwas wichtigeres gibt, als Schule.”

Premiere feiert der Film zum Weltkindertag am 20. September um 11 Uhr und ein zweites Mal um 18 Uhr im Oho-Kino in Bad Oldesloe. Am 24. September und 4. Oktober gibt es vormittags Schulvorstellungen, zu denen sich Klassen noch anmelden können (reservierungen@oho-kino.de). Am 10. Oktober wird der Film um 19 Uhr im Marstall Ahrensburg gezeigt.

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